Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 9. Mai 2005, 15:45
Michael Weber schrieb:
>
> Natürlich, aber von Menschen, die als Gruppe einen
> wahnsinnigen Einfluss auf die Spielelandschaft haben. Ich bin
> mir nicht mal sicher, ob sie das wirklich so wahrnehmen.
>
Hallo,
dass die SdJ-Jury ihren Einfluss nicht kennt oder auch nur unterschätzt, glaube ich nicht, schließlich leben ihre Mitglieder in dieser Welt.
So manches Argument läuft doch darauf hinaus, dass letztlich alles, das von wem auch immer warum auch immer für irgend wie empfehlenswert gehalten wird, auch auf die Empfehlungsliste müsse, weil es bei Nicht-Nennung als schlecht gelte und wirtschaftlichen Schaden befürchten müsse. Auszeichnungen -auch die bloße Empfehlung ist eine Auszeichnung, weil sie aus der Masse heraushebt- machen aber keinen Sinn, wenn alle ausgezeichnet werden, oder auch nur ganz viele. Wer nicht ausgezeichnet wird, ist ja nicht deshalb schlecht, nur aus Sicht des Auszeichnenden für die Auszeichnung halt nicht gut genug. Die Aufnahme in Nominierungs- und Empfehlungsliste bezweckt ja auch nicht vorrangig wirtschaftliche Förderung der Gelisteten unter gleichzeitiger Benachteiligung der Nicht-Gelisteten. Es soll Orientierung gegeben werden, sowohl den Verlagen als auch den potentiellen Käufern. Das schließt ja nicht aus, auch anderes zu produzieren/kaufen/spielen. Gerade die hier wohl überwiegend vertretenen Vielspieler brauchen für ihre Orientierung hinsichtlich Spiel- und Kaufverhalten weder die Nominierungs- noch die Empfehlungsliste; auf Grund der vielfältigen Möglichkeiten wissen diese ohnehin, welche Spiele sie für gut halten, welche nicht und warum, und welche sie kaufen, oder nicht. Unter dem Gesichtspunkt der Familientauglichkeit -auch bei überdurchschnittlichem Anspruch- sind die beiden Listen doch ganz ok; das gilt auch für Jambo, zumal man dieses auch zu viert spielen kann.
Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen