Anzeige

Nominierungs- und Empehlungsliste

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Kurt Schellenbauer

Re: Unglaublich......

Beitragvon Kurt Schellenbauer » 9. Mai 2005, 12:44

Michael Weber schrieb:
> Ich stehe voll hinter deiner Meinung. Wenn etwas besonders
> empfohlen wird, gibt es immer anderes, das eben diese
> Empfehlung verpasst hat. Hat zwar nichts mit allgemeiner
> Qualität, sondern mit der für diese Auszeichnung zu tun, aber
> es hat.

Trotzallem ist aber auch nur die Meinung einer Handvoll Menschen und deren Geschmäcker.

verspielte Grüße
Kurt Schellenbauer

Benutzeravatar
Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

Re: Nominierungs- und Empehlungsliste

Beitragvon Werner Bär » 9. Mai 2005, 12:48

> > kein Turmbau zu Babel, kein....
> Das is von Knizia, den mögen die da nicht ;-) SCNR

Nicht?
Haben sie nicht vor einigen Jahren einen Sonderpreis speziell für ihn kreiert?
(Herr der Ringe)

Werner.

Benutzeravatar
Michael Weber

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Michael Weber » 9. Mai 2005, 13:04

Attila schrieb:
> Recht hast du, aber das sind die Fakten!
>
> "Das spiel ist super" oder "Das ist ein Top-Spiel" sind
> keine! :-)

Ohne jetzt alles bierernst zu meinen möchte ich dazu sagen: Wenn 100 Bekloppte die gleiche Meinung haben, muss ihre Meinung noch lange nicht richtig sein oder als Fakt - wohlmöglich noch als obejktiv - durchgehen.

Aber dennoch ein nachvollziehbarer Ansatz.

Michael

Benutzeravatar
Michael Weber

Re: Unglaublich......

Beitragvon Michael Weber » 9. Mai 2005, 13:05

Kurt Schellenbauer schrieb:
> Trotzallem ist aber auch nur die Meinung einer Handvoll
> Menschen und deren Geschmäcker.

Natürlich, aber von Menschen, die als Gruppe einen wahnsinnigen Einfluss auf die Spielelandschaft haben. Ich bin mir nicht mal sicher, ob sie das wirklich so wahrnehmen.

Michael

Benutzeravatar
Michael Weber

RE: Tagesempfehlungen und Wirtschaftsmacht

Beitragvon Michael Weber » 9. Mai 2005, 13:09

Marten Holst schrieb:
> > während den anderen etwas zu fehlen scheint. Es muss ja
> > Gründe geben, warum andere nicht auf der Liste erscheinen.
>
> Wobei, weniger "gut" ungleich schlecht ist. Wobei "gut" ja
> noch nichtmal primär das Kriterium ist, dass die Jury selbst
> verwendet. Und wo sich Publikum ansonsten auch nicht wirklich
> nur von Kritikermeinungen leiten lässt... zugegeben, ein
> SdJ-Preis-unerfahrener Kunde kann anhand des Preises nicht
> zwischen "Louis XIV" und "Martens lustigem Würfelrennen"
> unterscheiden, aber das kann nicht der Anspruch des Preises
> sein.

Helmut ging es eher darum, dass einige würdig sind, auf die Liste zu kommen, und die anderen entsprechend nicht würdig. Auch wenn das sehr spitzfindig ist, werden eben einige hervorgehoben und damit als wertvoller, besser oder ansprechender ... der geneigten Öffentlichkeit vorgestellt. Denn wenn sie es nicht wären, würden ja andere Spiele auf der Liste stehen ;-)

> Nebenbei, wer erstellt denn eine Liste der Spiele, bei denen
> man das "Draußenbleiben" begründen muss? Wohl kaum bei allen
> 631 Spieleneuheiten des Jahres, oder? (Zahl frei erfunden).
> Und begründet bitte bei den Spielen, bei denen man nicht
> begründen muss, dass man nicht begründen muss.

Das war nicht mein Ansatz und hier gebe ich dir recht.

Michael

Benutzeravatar
Martin

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Martin » 9. Mai 2005, 13:46

Thorman schrieb:

> Wolfang/Kramer haben schließlich schon ein paar Jahre den
> Titel nicht mehr abgeräumt.

Wenns danach geht, dann bin ich ja wohl noch vorher dran...

Martin

Benutzeravatar
Droegi
Kennerspieler
Beiträge: 515

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Droegi » 9. Mai 2005, 14:14

und ich erst ;-)

Benutzeravatar
peer

RE: Tagesempfehlungen und Wirtschaftsmacht

Beitragvon peer » 9. Mai 2005, 15:31

Hi,
Marten Holst schrieb:
> Niemand behauptet etwas komplett anderes. Nur sehe ich noch
> einen Unterschied zwischen "Berücksichtigen, dass wir
> wirtschaftliches Wohlergehen anderer beeinflussen" (was in
> Firmen oft vorkommt, und was die Jury hier natürlich machen
> muss) und "Sich davon leiten lassen".

Das ist ein entscheidender Punkt, den du gut äh auf den Punkt gebracht hast (Schleim... ;-) ). Wer mit der "Die Jury hat eine Verpflicht"-Keule kommt, dem sei gesagt: Nein! Wenn eine Jury sich danach richten müsste, kann es keine Preise geben, denn irgendwer geht immer leer aus. Es sei denn, alle bekommen (etwa auf Anfrage) eine Auszeichnung, die dann aber völlig aussagelos wäre - Wie z.B. das Prädukat Empfehlenswert beim Film, dass auch nicht mehr aussagt als "Da hat jemand eine PR-Abteilung bemüht".
Dasselbe gilt dann übrigens auch für Rezensionen, denn wenn ein Spiel in der Spielbox schlechter abschneidet als ein anderes, so wirkt sich dies auch wirtschaftlich aus - vielleicht nicht so stark wie der SdJ, aber immerhin. Ja selbst nicht-Erwähnen ist ja negativ. Deswegen muss eine Jury unabhängig entscheiden können.
Mal ganz abgesehen davon, dass der Preis als solches der Spieleszene als solches vermutlich eher geholfen als geschadet hat. Und das viele neue und alte Klassiker keinen Pöppel bekommen haben.
ciao
peer

Benutzeravatar
Ernst-Jürgen Ridder

Re: Unglaublich......

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 9. Mai 2005, 15:45

Michael Weber schrieb:
>

> Natürlich, aber von Menschen, die als Gruppe einen
> wahnsinnigen Einfluss auf die Spielelandschaft haben. Ich bin
> mir nicht mal sicher, ob sie das wirklich so wahrnehmen.
>

Hallo,

dass die SdJ-Jury ihren Einfluss nicht kennt oder auch nur unterschätzt, glaube ich nicht, schließlich leben ihre Mitglieder in dieser Welt.

So manches Argument läuft doch darauf hinaus, dass letztlich alles, das von wem auch immer warum auch immer für irgend wie empfehlenswert gehalten wird, auch auf die Empfehlungsliste müsse, weil es bei Nicht-Nennung als schlecht gelte und wirtschaftlichen Schaden befürchten müsse. Auszeichnungen -auch die bloße Empfehlung ist eine Auszeichnung, weil sie aus der Masse heraushebt- machen aber keinen Sinn, wenn alle ausgezeichnet werden, oder auch nur ganz viele. Wer nicht ausgezeichnet wird, ist ja nicht deshalb schlecht, nur aus Sicht des Auszeichnenden für die Auszeichnung halt nicht gut genug. Die Aufnahme in Nominierungs- und Empfehlungsliste bezweckt ja auch nicht vorrangig wirtschaftliche Förderung der Gelisteten unter gleichzeitiger Benachteiligung der Nicht-Gelisteten. Es soll Orientierung gegeben werden, sowohl den Verlagen als auch den potentiellen Käufern. Das schließt ja nicht aus, auch anderes zu produzieren/kaufen/spielen. Gerade die hier wohl überwiegend vertretenen Vielspieler brauchen für ihre Orientierung hinsichtlich Spiel- und Kaufverhalten weder die Nominierungs- noch die Empfehlungsliste; auf Grund der vielfältigen Möglichkeiten wissen diese ohnehin, welche Spiele sie für gut halten, welche nicht und warum, und welche sie kaufen, oder nicht. Unter dem Gesichtspunkt der Familientauglichkeit -auch bei überdurchschnittlichem Anspruch- sind die beiden Listen doch ganz ok; das gilt auch für Jambo, zumal man dieses auch zu viert spielen kann.

Spielerische Grüße
Ernst-Jürgen

Benutzeravatar
Heinrich Tegethoff

Wer ist eigentlich Zielgruppe des SdJ

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 9. Mai 2005, 15:54

Michael Weber schrieb:
> Das dem nicht so ist oder sein muss, wissen wir, aber weiß
> das der normale Käufer, der sich [b]ein oder zwei[/b] Spiele im Jahr
> kauft - wenn überhaupt?

Du sagst da einen wichtigen Satz ganz beiläufig in dieser Diskussion...

Haben wir nicht alle recht abenteuerliche Annahmen über die Zielgruppe
des SdJ? Klingt ja ketzerisch, aber ich glaube kaum, das diejenigen, die
ein oder zwei Spiele im Jahr kaufen, tatsächlich Zielgruppe des SdJ sind.

NUR: Wir nehmen dies doch häufig an!

Wer ein oder zwei Spiele kauft, der kauft auch nicht mehr als zwei Spiele
pro Jahr. Und damit bekommt ein bestimmter Verlag und Autor durch den
roten Pöppel mehr Geld als andere, aber mehr geschieht nicht!
Denn damit wird nicht das Kulturgut gefördert, sondern nur der Markt beeinflußt.
[b]Es wird deswegen weder mehr gespielt noch werden mehr Spiele gekauft![/b]

Ergo müßte die Zielgruppe des SdJ doch eher diejenigen sein, die mindestens
vier Spiele (Daumenregel) pro Jahr kaufen, im Schnitt also alle 3 Monate.
Und es muß ein "Autoren"spiel sein - der meiste Spieleumsatz geht nach
wie vor in die anonymen Spiele.

Kann man dann also nicht etwas mehr differenzierteres Interesse von
dieser Zoelgruppe erwarten? Und zumindest den Wunsch nach Beratung,
der dann im übrigen viel seltener aus dem Internet kommt als hier
angenommen?

Nur so eine Idee, leider viel zu tief in diesem Thread.

Servus,
Heinz

Benutzeravatar
Heinrich Tegethoff

Re: Empfehlungsliste: Ohne Heckmeck

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 9. Mai 2005, 16:03

Hallo Kathrin,

an Heckmeck am Bratwurmeck hatte ich beim Blick auf die E-Liste
auch gedacht. Aber mit "Verflixxt" und "Diamant" sind schon zwei
Zockerspiele auf der Liste, und Diamant hat wohl gewonnen.
Zudem haben sowohl Diamant und HMaBWE das "Can't Stop" Element,
konkurieren ergo noch stärker miteinander. Was zwar nicht auf unserem
Spieltisch passiert, aber konkurriende Spiele scheinen mit Blick auf
eine "eindeutige" Empfehlung vermieden zu werden.

Servus,
Heinz

Benutzeravatar
Heinrich Tegethoff

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 9. Mai 2005, 16:18

Attila schrieb:
> Recht hast du, aber das sind die Fakten!

Hallo Atti,

um die Worte zu spalten: es sind keine Fakten, es sind nur Statistiken.

So schön die Statistiken auch sind: die Jury hat nie, wird nie und WILL nie
das beste Spiel des Jahres haben, sondern diejenigen Spiele vorgeben, die das
Spiel in der BREITEN Gesellschaft am meisten fördert. Es werden also
Meinungen gefragt, und nicht Zahlen, zudem anonyme Durchschnittswerte.
Die Zahlen haben nämlich für den Endkunden keine Bedeutung!

Es gab Spiele, bei denen sich der Vielspieleranspruch der MEISTEN Vielspieler
mit denjenigen der breiten Bevölkerung deckte. Und da die Jahre der anspruchs-
vollen SdJ-Spiele wohl vorbei sind, wird es kaum Deckungsgleichheit geben.

Servus,
Heinz

Benutzeravatar
peer

Re: Wer ist eigentlich Zielgruppe des SdJ

Beitragvon peer » 9. Mai 2005, 16:42

Hi,
nunja die Überlegung ist ja eher so: Potentielle Käufer bekommen eine Orientierung. Die bezieht sich erst einmal auf den Hauptpreis. Dadurch werden potentielle Spieler erst einmal neugierig: Axch, sowas gutes gibts? Für weitergehende Empfehlungen gibt es dann die anderen Nominierten bzw. die Empfehelungsliste.
Für meine Familie hats funktioniert: erst einmal mit dem SdJ (und ein paar Spielen drumrum) einen Fundus an guten Spielen geschaffen. Das hat Interesse geweckt und nun bin ich drin, in der Spieleszene.
Das heisst aber nicht, dass ich mit allem einverstanden bin, mit dem was die Jury so auszeichnet... :-)

ciao
peer

Benutzeravatar
Helmut Lehr

RE: Unglaublich......

Beitragvon Helmut Lehr » 9. Mai 2005, 17:49

peer schrieb:
>
>
> Und du glaubst, dass weniger diskutiert werden würde, wenn es
> Begründungen gäbe? Da hab ich meine Zweifel... ;-)
>
>
Nein, aber da weiß man, worüber man diskutiert.
Jetzt stochert man spekulativ im Nebel herum!
SG
Helmut

Benutzeravatar
Helmut Lehr

Re: Tagesempfehlungen und Wirtschaftsmacht

Beitragvon Helmut Lehr » 9. Mai 2005, 17:52

Genau meine Meinung!
Helmut

Benutzeravatar
Marten Holst

RE: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Marten Holst » 9. Mai 2005, 18:01

Moin,

> um die Worte zu spalten: es sind keine Fakten, es sind nur
> Statistiken.

und um Haare in vier genau gleiche Teile zu spalten: diese Statistiken sind Fakten. Nämlich die Fakten, dass auf BGG genau diese Stimmen für genau diese Spiele abgegeben wurden (bzw. noch genauer: dass Stimmen abgegeben wurden, die die folgenden Momente liefern). Ob man daraus nun mehr ableiten sollte, das wiederum erfordert Meinungen ;-)

Aber das war vielleicht auch schon ein Spalt zu viel ;-)

Tschüß
Marten

Benutzeravatar
peer

Re: Tagesempfehlungen und Wirtschaftsmacht

Beitragvon peer » 9. Mai 2005, 18:47

Hi,
Helmut Lehr schrieb:
>
> Genau meine Meinung!

Meine nicht!
( http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=110733&t=110629 )

Ciao
peer (freut sich wie einfach das diskutieren geworden ist)

Benutzeravatar
Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

Re: [OT] SDJ-Toto

Beitragvon Gerhard Passler » 9. Mai 2005, 19:51

Heinrich Tegethoff schrieb:
> Wieviele Sekunden nach Mitternacht hast Du denn Deinen Tipp
> abgegeben?

Ohhh, geht's da um Sekunden? Die habe ich natürlich nicht gezählt, ich musste ja so schnell wie möglich die Daten ins Formular eingeben. :)))
Aber ich sehe schon, Du willst mir meinen Preis streitig machen ... :roll:

Gruß

Gerhard

Benutzeravatar
Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

RE: [OT] SDJ-Toto

Beitragvon Gerhard Passler » 9. Mai 2005, 19:56

KMW schrieb:
> *schäm* *rotwerd*
> Sagte ich Sekunden? Ich meinte Minuten....

Hallo KMW!

Hast Du mich jetzt erschreckt! Danke für die Richtigstellung. Dann kann ich heute Nacht ja doch noch beruhigt schlafen. :razz:

Gruß

Gerhard

Benutzeravatar
Heinrich Glumpler

Re: Nominierungs- und Empehlungsliste

Beitragvon Heinrich Glumpler » 10. Mai 2005, 06:06

Hi,

und hier der "Marktwert" der Spiele auf dem SDJ Market:

AroundTheWorldIn80Days is currently priced at 50/48
Himalaya is currently priced at 6.4/5.2
Jambo is currently priced at 15/10
Niagara is currently priced at 33/30.1
Verflixxt is currently priced at 5/3.5

Matthew Gray hat die Börse organisiert, auf der man Spiele-Aktien handeln kann. Der Wert ist praktisch gleich der Chance des Spiels, SDJ zu werden (war hier in den News - oder bei http://www.fairspielt.de/)

http://mkgray.com:8000/sdj-market

Grüße
Heinrich

Benutzeravatar
Michael Heißing

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Michael Heißing » 10. Mai 2005, 10:42

Als Fakten würde ich die Daten bei BGG zwar nicht bezeichnen, aber die Aussagekraft der Bewertungsliste - auch als ein die Jahre überdauerndes Element- schätze ich sehr hoch ein. Die ersten 3 Plätze werden immerhin von 3 uneingeschränkt zu empfehlenden Spielen belegt (Puerto Rico, Euphrat und Tigris, Fürsten von Florenz) - unter den Top Ten finden sich dann noch solche Perlen wie El Grande, Wallenstein, Die Macher und Age of Steam. Die ersten 200 Spiele sind eigentlich immer eine Empfehlung.

Naja - und aus diesem Jahrgang haben es gleich 2 (!) Spiele unter die Top Ten geschafft: Funkenschlag und der Ringkrieg. Die Spieler auf Boardgamegeek schätzen den deutschen Markt sehr (was alleine die Top Ten Liste wiederspiegelt), es ist also gerade nicht eine typischerweise auf den amerikanischen Markt ausgerichtete Liste. Das SdJ des letzten Jahres rangiert immerhin auch auf Platz 25 (Ticket to ride), das übergangene San Juan rangiert auf 44.

Schade, dass solche Hochkaräter sich dann nicht in der engeren Auswahl wiederfinden. Scheint also weiterhin ein Verkaufsförderungspreis für Wenig-Spieler denn ein Empfehlungspreis für Spieler zu sein (das soll keine Kritik an den Auswahltiteln sein - da sind durchaus "ordentliche" Sachen dabei.... aber eben keine Meilensteine).

Hier noch weitere aktuelle Daten einiger Top 200 Spiele des Jahrgangs 2004/2005:

- Power Grid (Funkenschlag)
Platz: 5
Stimmen: 1209 (!!)
Bay. Durchschnitt: 8.10


- Herr der Ringe
Platz: 6
Stimmen: 932
Bay. Durchschitt: 8.02


- Das Zepter von Zavandor
Platz: 131
Stimmen: 105
Bay. Durchschnitt: 7.35


- Louis IVX
Platz: 159
Stimmen: 101
Bay. Durchschnitt: 7.26

Gruß

Micha

Benutzeravatar
Richard Sivél

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Richard Sivél » 10. Mai 2005, 13:36

... Das ist zwar jetzt Eigenwerbung, aber ich bin schon recht glücklich darüber, daß "Friedrich" auf der boardgamegeekseite auch sehr geschätzt wird...

- Friedrich
Platz: 101
Stimmen: 49
Bay. Durchschnitt: 7.43

Anmerkung (da ich lange gebraucht habe den Bay. Durchschnitt zu verstehen):
Der Bay. Durchschnitt ist im wesentlichen eine Funktion der abgegebenen Stimmen, d.h. je mehr Stimmen abgegeben wurden, umso stärker nähert sich der BD seinem individuellen Durchschnitt (ID) an.

Folgende Formel wird verwandt:

BD = n * ID / (n+30) + 30*GD / (n+30)

mit:
BD = Bay. Durchschnitt
ID = Individueller Durchschnitt
GD = Gesamtdurchschnitt ALLER abgegebenen Noten, ca. 5.5
n = Anzahl der abgegebenen Stimmen für das individuelle Spiel
30 = Gewichsfaktor

Richard Sivél
Designer von Friedrich

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Attila » 10. Mai 2005, 15:58

Michael Heißing schrieb:

> Als Fakten würde ich die Daten bei BGG zwar nicht bezeichnen,

Es blanke Daten, nicht beschönigt oder sonstwie verfälscht (wie es bei der Inet100 der Fall ist).

> ersten 3 Plätze werden immerhin von 3 uneingeschränkt zu
> empfehlenden Spielen belegt (Puerto Rico, Euphrat und Tigris,
> Fürsten von Florenz) - unter den Top Ten finden sich dann
> noch solche Perlen wie El Grande, Wallenstein, Die Macher und
> Age of Steam. Die ersten 200 Spiele sind eigentlich immer
> eine Empfehlung.

Das ist DEINE Meinung - die Liste von BGG ist jedoch die Meinung von vielen Spielern (ein paar Tausend werden es schon sein) und bilden damit einen sehr guten Querschnitt durch die Spielerschichten. Einzig die Spieler ohne Inet-Zugang sind ausgeschlossen, was in der tat eine nicht unerhebliche Einschränkung darstellt.

> Die Spieler auf Boardgamegeek schätzen den deutschen Markt
> sehr (was alleine die Top Ten Liste wiederspiegelt), es ist
> also gerade nicht eine typischerweise auf den amerikanischen
> Markt ausgerichtete Liste.

BGG ist auf überhaupt keinen Markt ausgerichtet - ausser auf den Spielemarkt im allgemeinen.

> rangiert immerhin auch auf Platz 25 (Ticket to ride), das
> übergangene San Juan rangiert auf 44.

Nunja, das es nicht GANZ so überragend ist zeigt das es "nur" auf 44 ist (was ziemlich gut ist). DU findest es überragend - viele andere nicht ganz so toll. Irgendjemand schrieb das BGG nur für die Vielspieler Aussagekräftig wäre - das ist ziemlicher unsinn (irgendeine begründung wurde zum glück nicht genannt :-) ). Viele Familienspiele sind dort mit sehr guten Benotungen anzutreffen - zurecht! (Ist zwar nicht mein Ding und meine Noten fallen da meist deutlich unter schnitt aus für die Familienspiele, aber das ist MEINE Meinung dazu).

> an den Auswahltiteln sein - da sind durchaus "ordentliche"
> Sachen dabei.... aber eben keine Meilensteine).

Was ein "Meilenstein" ist, ist ziemlich subjektiv - für manche sind die Titel auf der Liste sicherlich TopSpiele - für andere nicht so! BGG zeigt einem wie es "die anderen" sehen - incl. Stragetie Diskussionen (die oft sehr hochkarätig sind, und selten polemisch), Regelfragen, Anmerkungen, Hausregeln etc. -kurzum eine absolute Fundgrube.Oft ist es sehr interessant zu lesen WAS die Leute an den Spielen nicht mögen, was nicht funktioniert (in deren Augen) und wo es hackt. Daraus ergeben sich sehr oft, sehr konstruktive Diskussionen und die Spiele werden von Seiten beleuchtet wo es woanders oft bei einem "das ist ein Glücksspiel" oder "Die Karte XYZ ist viel zu stark" endet.

> - Das Zepter von Zavandor
> Platz: 131
> Stimmen: 105
> Bay. Durchschnitt: 7.35

Während Outpost mit Platz 982 und einem Bay-Durchschnitt von 6.32 bewertet wurde (zurecht, denn Zepter ist halt eine Klasse besser - die feinheiten machen es - IMO :-) ).

Atti

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon Attila » 10. Mai 2005, 16:10

Richard Sivél schrieb:

> ... Das ist zwar jetzt Eigenwerbung, aber ich bin schon recht
> glücklich darüber, daß "Friedrich" auf der boardgamegeekseite
> auch sehr geschätzt wird...

Jepp, es ist jedoch noch ein recht unbekanntes Spiel. Und deswegen hat es rel. wenig Stimmen - so einen guten Durchschnitt wie Friedrich haben ansonsten ZIEMLICH wenige Spiele!

> Anmerkung (da ich lange gebraucht habe den Bay. Durchschnitt
> zu verstehen):

Das geht noch einfacher zu erklären: Es werden einfach 30 "virtuelle" Stimmen hinzugezählt, welche genau dem Schnitt der Abgegebenen Stimmen entsprechen (5.8). Das ist schon alles.

> BD = n * ID / (n+30) + 30*GD / (n+30)

Das kann man auch einfacher Schreiben:

BD = (n * ID + 30*GD) / (n+30)

Atti, der sich 8 Euro Rabatt auf Friedrich "erzockt" hat :-)

Benutzeravatar
richard sivel

Re: Fakten, Fakten, Fakten ...

Beitragvon richard sivel » 10. Mai 2005, 20:29

Attila schrieb:
>
> Richard Sivél schrieb:
>
> > ... Das ist zwar jetzt Eigenwerbung, aber ich bin schon recht
> > glücklich darüber, daß "Friedrich" auf der boardgamegeekseite
> > auch sehr geschätzt wird...
>
> Jepp, es ist jedoch noch ein recht unbekanntes Spiel. Und
> deswegen hat es rel. wenig Stimmen - so einen guten
> Durchschnitt wie Friedrich haben ansonsten ZIEMLICH wenige
> Spiele!

:-) aber es werden mehr von tag zu tag ;-)

>
> > Anmerkung (da ich lange gebraucht habe den Bay. Durchschnitt
> > zu verstehen):
>
> Das geht noch einfacher zu erklären: Es werden einfach 30
> "virtuelle" Stimmen hinzugezählt, welche genau dem Schnitt
> der Abgegebenen Stimmen entsprechen (5.8). Das ist schon alles.

Das ist in der tat eine sehr gute erklärung ... *grummel* daß ich da nicht selbst drauf gekommen bin ... ;-)

>
> > BD = n * ID / (n+30) + 30*GD / (n+30)
>
> Das kann man auch einfacher Schreiben:
>
> BD = (n * ID + 30*GD) / (n+30)

und auch punkto bruchrechnen und wegkürzen, kann ich noch einiges lernen ...

>
> Atti, der sich 8 Euro Rabatt auf Friedrich "erzockt" hat :-)

8 EUR?!?!? -- So hoch konnte man doch gar nicht würfeln! -- Oder war ich besoffen und du hast mich zu einer sonderregel auf der messe überredet?

grüße!

richard


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 16 Gäste