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Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marcel Kaul

Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 16. Mai 2005, 22:03

Erstmal vorweg: Wer sich wenigstens anfangs den Spass am Spiel nicht nehmen lassen will der soll jetzt einfach aufhören zu lesen. Danke. Ansonsten...

Ich stelle hier mal die Behauptung in den Raum dass Camelot zu dritt/viert (bisher 2 Partien 3 Spieler /2 Partien 4 Spieler) definitiv NIE funktionieren kann wenn es den Verräter gibt. Er wird absolut IMMER gewinnen. Bekomme ich die Verräterkarte fange ich SOFORT an Belagerungsmaschinen zu setzen und beteilige mich an NICHTS. Allerhöchstens gehe ich zu Lancelot um miese Karten hinzuspielen bzw. den Platz so lange zu blocken (wenn denn möglich) bis Lancelots Rüstung verloren ist. Die Spieler wissen natürlich sofort wer der Verräter ist, aber das ist nun wirklich egal: Gibt halt ein weisses Schwert für die Ritter sobald angeklagt werden darf, aber auch als ausgeschiedener Verräter darf ich eine Belagerungsmachine setzen UND eine weisse Karte ziehen. Die Funktion ist nahezu tödlich wenn jemand versucht die Sachsen/Pikten zu vertreiben, wie leicht ist da die Strasse zerstört. Dass es eine Gruppenquest ist hilft nicht viel bei 3 oder 4 Spielern. Es brennt an allen Ecken und Enden und es ist schon eher die Seltenheit dass hier 2 Spieler sitzen (zumal nach Abzug des Verräters nur noch 2 oder 3 Spieler aktiv für die helle Seite spielen). Insofern sollte der Verräter erst gegen Ende offiziell enttarnt werden, da darf er wenigstens keine weisse Karte ziehen. Der Nachteil hier ist dass er selbst auch noch anklagen kann: Ein weisses Schwert wird schwarz. Und schlechte Karten zum schwarzen Ritter/Drachen/Lancelot spielen. Also vielleicht doch sofort anklagen? Ist eh egal.

Wie das ganze mit mehreren Spielern aussieht weiss ich noch nicht, die Anzahl schwarzer Karten ist natürlich gleich, der Verräter kommt eben vergleichsweise seltener an die Reihe, das könnte schon ein Vorteil sein für die Ritter, hier können eben, zB beim Spiel zu 7 2 Ritter ständig Belagerungsmaschinen zerstören, während 4 die Queste erledigen. Könnte hinhauen. Zu viert aber nicht: Wenn 2 Spieler Belagerungsmaschinen abbauen bleiben kaum genug über um die Queste zu erledigen. Und ein Spieler ist zu wenig, wenn jede Runde eine Maschine des Verräters kommt muss der "Verteidiger" eben auch noch Karten ziehen zwischendurch. Zudem kommen irgendwann Sachsen oder Pikten. Oder per schwarzer Karte gleich 2 Maschinen. Ich kann mir nicht vorstellen wie dass das irgendwie funktionieren kann zu dritt/viert (evtl. auch nicht mit mehreren Spielern) wenn der Verräter gleich die ultra-destruktive Strategie fährt. Die Spieler brauchen eine volle Aktion um von einem Ort zum nächsten zu kommen. Der Verräter braucht nur 12 Züge (höchstens!) um die 12 Maschinen voll zu machen wenn nicht gegen sie gekämpft wird. Und dagegen kämpfen bringt nix. Ist ein verlorener Zug, kostet Karten und Zeit und macht nur Sinn mit 2+ Rittern. In 12 Zügen des Verräters haben, im 3-Spieler Spiel , die anderen Ritter grade mal 24 Aktionen (eben auch 12 pro Kopf) um zu gewinnen. Zieht man Aktionen fürs Kartennachziehen ab, fürs Reisen (ok, ein paar Bonuszüge für Lebenspunkte gibt’s noch) bleibt doch fast nix mehr um weisse Scherter zu gewinnen. Es geht einfach nicht. 0% Chance. Sehr schade, denn Prinzip und Mechanismus sind sehr schön, Ausstattung natürlich sowieso.

Meine zweite (wacklige) Theorie ist allerdings dass das Spiel ohne Verräter (wenn alle wissen dass es keinen gibt weil es dann keine falschen Anklagen geben wird, und die sollte es eh nicht geben weil es für den Verräter keinen Sinn macht im Schatten zu blieben, wie oben angeführt) IMMER zu schaffen ist. Weil man einfach schnell 7 weisse Schwerter macht und dann nur noch gegen Maschinen verteidigt (Evtl. noch Sachsen/Pikten macht, mit Lancelots Rüstung kann man die aber auch rauswerfen). Hierbei sollten man eben Excalibur ODER den Gral machen (auf keinen Fall schnell beide, dann könnte die Flut von BM doch zu gross werden), sondern eben eine von diesen, ansonsten verteilt man sich eben auf den Rest der Quests, sobald 7 Schwerter da sind ab nach Camelot zum Verteidigen. Bei dieser Theorie bin ich mir nicht SOO sicher, schnell viele Belagerungsmachinen können hier einfach tödlich sein (ebenso wie extremes Kartenpech und eine Flut schwazer Schwerter), man muss man eben den Gral/Excalibur einfach gut timen. Mit etwas Erfahrung wohl kein Problem. Schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Gruss,
Marcel (Der eigentlich hofft dass seine Theorien nicht stimmen oder er irgendwas übersehen hat (habe die Anleitung nie selbst gelesen und besitze das Spiel auch nicht), dann wäre Camelot nämlich (evtl ;-) )ein absolutes Spitzenspiel, ansonsten halt komplett für den Müll)

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 16. Mai 2005, 22:11

Wenn dem so wäre gäbe es evtl Kniffe das ganze auszugleichen, z.B.

-Reisen ist keine Aktion
-Aufdecken des Verräters bringt 3 weisse Schwerter
-Nach dem Enttarnen darf der Verräter eben KEINE Belagerungsmaschine mehr setzen

Das wären evtl. Ansätze für eine Lösung (wenn meine theorie denn stimmt, bisher ist das Spiel jedenfalls bis auf weiters von meiner Kaufliste gestrichen)

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Attila
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Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Attila » 16. Mai 2005, 22:39

Hiho,

Selbiges habe ich mir auch überlegt, bin aber nicht überzeugt das man damit zwangsläufig gewinnt. Imo kann ein schlauer Verräter schlimmeres machen, aber ich denke das lässt sich rel. Einfach austesten ob es wirklich "so einfach" ist als Verräter in einem 3/4-er Spiel!

Werde es gleich ausprobieren ... .-)

Atti

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Thomas

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Thomas » 16. Mai 2005, 23:46

Ich habe das Spiel zwar bisher noch nicht gespielt, aber so ganz unlogisch klingen Deine Überlegungen nicht. Ich habe mich schon beim Regelstudium gefragt, warum der Verräter eigentlich nach der Enttarnung eher belohnt als bestraft wird. Aber vielleicht (hoffentlich) übersehen wir ja doch noch etwas.

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Attila
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Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Attila » 16. Mai 2005, 23:56

Hiho,

So, da bin ich wieder - selbst mit offenen Karten (die der Verräter nicht sieht) hatten die ehrlichen Ritter keine Chance - am Runden Tisch in Camelot sah es zwar ganz gut aus (4:1), aber der Flut von Belagerungsmaschinen war nicht beizukommen.

Im 3er-Spiel:
- Der Verräter zieht jede Runde (nachdem er enttarnt ist) 1 Karte aus der Hand der Helden - ähh Ritter - UND setzt eine Belagerungsmaschine! Da weiss Karten nicht gerade im Überfluss vorhanden sind tut das absolut weh! - Die Sachsen/Pikten waren nicht wirklich ein Problem, aber die "normal" eingesetzte Maschinen reichen vollkommen aus - 2 Leute bekommen diese nur über kurze zeit Bekämpft - bis die Karten ausgehen. (Wenn einer Kämpft und einer Karten zieht / im wechsel, dann bekommt man 1 Karte pro Runde und muss 2-3 (oder auch mehr) ausgeben um eine Belagerungsmaschine zu plätten. Merlin geht auch ganz schnell zur neige - und während des Kampfes kommt man nicht wirklich vorwärts. Die Zeit reicht aber auch nicht aus um andere Queste (vorallem der Gral, wenn man den + Excalibur hat muss man fast nur noch ausharren bis die 12 Schwerter voll sind (3 für den Gral + 2 für Excalibur + 1 Anklage = 6 Schwerter, fehlt nur einer, den kann man schaffen), aber das kann man voll vergessen - für den Gral braucht man *minimal* 7 Karten, wahrscheinlich eher 11 oder 13, wenn es nicht allzuschlecht läuft. Das sind *11/13* Runden (6/7 zu zweit), wenn man nix anderes macht.

Die Spielweise war sicherlich nicht Optimal und es hängt auch von den Charakteren ab die im Spiel sind, aber ich denke man muss den Verräter - selbst wenn es *sicher* ist, wer er ist spät enttarnen - er kann max. 1 Schwert umdrehen, wenn er eine Aktion darauf verwendet selber anzuklagen. Eine frühe Anklage bringt zwar ein Schwert aber ansonsten auch garnix. Am besten ist es wohl wenn die Anklage das 12 Schwert bringt, dann kann der Verräter wenigsten nicht ständig eine Karte klauen.

Blockieren kann man die Solo-Queste ja nur beschränkt, da man ja eine Heldentat ausüben *muss* und wenn man nichts legen kann/will, dann muss man wegziehen oder sich heilen (wozu man aber 3 gleiche Karten benötigt).

Ich werde da noch was experimentieren, vieleicht ist da doch was drinn für die Ritter ... wäre ziemlich traurig wenn das Spiel so einfach zu "knacken" wäre. Im 4er Spiel habe ich aber doch einige Hoffnung das es für den Verräter nicht so "straight-forward" geht! - Im 3er, schaun wir mal ...

Atti

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erich

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon erich » 17. Mai 2005, 07:58

I am not sure my German is good enough to entirely understand the point initially made, but you cannot stay on a Quest (Camelot or otherwise) and do _nothing_ during your Heroic Action phase: You have to play a card (which will help move the Quest forward), or heal yourself (which will only happen if you have 3 identical cards, a very unlikely event at the start of the game!), or play a special white (again, unlikely, and it will usually not hinder but rather help the other players), or you will be forced to move out, opening the door to a (loyal) Knight to step in.

There are a number of people who believe they have THE (different, each time, though ;-)) automatic method to win as the Traitor. And there are just as many people who think they have THE automatic play for the opposite, ie that the Traitor cannot win against experienced players.

The truth, like the Traitor, is in the middle. ;-)

Eric @ DoW

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 17. Mai 2005, 09:34

Hmmm, also um ehrlich zu sein würde ich Deinen Theorien gerne widersprechen da ich das Spiel richtig gut finde. Aber leider glaube ich sogar fast, dass Du damit Recht haben könntest. Wir haben gestern in einem 7-Personenspiel auch den Verräter identifiziert und haben lange überlegt ob wir ihn nun anklagen oder nicht. Denn irgendwie erschien es uns auch so, dass ein entdeckter Verräter nicht unbedingt schlechter dran ist als vorher. Nun gut, Belagerungsmaschinen kann er so oder so setzen, aber dazu auch noch einem Spieler immer eine Karte zu klauen ist schon mächtig. Andererseits kann er mit unberechtigten Anklagen jede Runde ein schwarzes Schwert nach Camelot bringen. Deshalb haben wir uns dann auch entschlossen ihn anzuklagen was dann aber dazu führte, dass wir kaum noch weiße Karten hatten und die Belagerungsmaschinen schnell auf 12 waren.
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass die nächtsten Partien andere Erkenntnisse bringen. Denn sonst müssen umgehend Hausregeln her ;-)

Gruß

Michael

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 17. Mai 2005, 09:44

That's true but not very important. I just wanted to say that in a game with 3 or 4 players, if the traitor starts putting 'Belagerungsmaschinen' (i don't know the english word) immediately on his first turn, it ist imposible for the knights to win. Thats the result of a simple calculation. The traitor needs 12 rounds to put 12 maschines into play. It is impossible for the knights to win with 12 actions * number of players (in a 3 player game only 24 actions for the knights). Ok, they can destroy maschines, but not fast enough. It takes an action + cards. And additional actions to draw new cards. AND there are the Sachsen and Pikten who bring machines into play, and one black card brings two machines AND excalibur and the grail bring them, later in the game. I think its impossible to bring 12 swords to camelot, 7 of them white, before there are 12 machines if the traitor starts putting them in play immediately and helps the knights by no means. this is true for the 3 player game and i think also for the 4 player game. I've never played with more players, with 6, 7 or even 5 the game maybe works.

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 17. Mai 2005, 09:45

Ich glaube jeder Spieler darf pro Spiel nur EINE Anklage machen, also macht das nur eine falsche Anklage und ein Schwert durch den Verräter.

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 17. Mai 2005, 10:10

Marcel Kaul schrieb:
>
> Ich glaube jeder Spieler darf pro Spiel nur EINE Anklage
> machen, also macht das nur eine falsche Anklage und ein
> Schwert durch den Verräter.

In diesem Fall würde es dann in der Tat keinen Sinn machen den Verräter anzuklagen. Ausser natürlich kurz vor dem Ende ;-)
Andererseits sind einige schwarze Karten ja auch noch mächtiger als nur eine Belagerungsmaschine. Aber da weiß man halt nie was man zieht während man als enttarnter Verräter ja immer ein Katapult aufstellen darf ...

Nachdenkliche Grüße

Michael

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Attila
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Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Attila » 17. Mai 2005, 10:44

Hiho,

PLEASE describe a counter-strategy against the stupid "siege-engine" strategy!

Atti

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 17. Mai 2005, 11:21

...und eben nicht nur als enttarnter Verräter. Das ist ja das Problem. Enttarnt man den Verräter nicht kann der trotzdem munter seine Maschinen setzen. Nur eben keine weisse Karte ziehen. Was aber eigentlich eher egal ist.

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Attila
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Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Attila » 17. Mai 2005, 12:15

Hiho,

Ich habe gerade eine weitere Partie glorreich gegen den "Siege-Rush" (habe ich gerade so getauft :-) ) verloren. Diesmal waren die Charaktere estwas günstiger (Sir Kay und Sir Tristan), aber der Flut ist nicht beizukommen.
Der verräter wurde nicht angeklagt und so konnten die heldenhaften Ritter ein wenig länger zappeln. Es stand am ende "nur" 2:0, allerdings kommt da noch die "sichere" Anklage dazu (3:0). Das Spiel entwickelt sich zu schnell zur ultimativen Schlacht gegen die Belagerungsmaschinen - und 2 Ritten können diese nicht aufhalten - die schaffen ja gerade mal für ein paar Runden ein Patt zu erzwingen und dann sind die Karten alle. Der Gral ist echt heftig (hatte immerhin 4 von den 7 Felder schon geschafft, fehlten nur noch 6 (da die letzten 3 mit Verzweiflung belegt waren), aber auf den Gral kann man leider nicht gezielt spielen, da man auf die Gral-Karten angewiesen ist.

Alles in allem würde ich die Sache z.Zt. so einschätzen (nach 3 Hoffnungslosen Partien gegen bekannte Verräter):

a) der Verräter hat keine Motivation unentdeckt zu bleiben, da er entdeckt noch stärker ist als unentdeckt
b) aus a) ergibt sich das die Ritter kein interesse haben den Verräter anzuklagen, das sind dann vom Regen in die Traufe kommen
c) Der Verräter hat keinen Nachteil durch einen Entdeckung - eher sogar einen Vorteil

Mein "Spielverständnis" sagt mir aber so sollte es sein:

a) Der Verräter sollte eine hohe Motivation haben unentdeckt zu bleiben, da eine Entdeckung negative Konsequenzen auf sein Spiel haben sollte (und seine Siegchancen)
b) Eine richtige Anklage sollte für die Ritter positive Auswirkung auf ihr Spiel (und ihre Siegchancen) haben
c) Daraus ergibt sich der der Verräter aktiv am Spiel teilnimmt und seine Sabotage-Versuche verucht möglichst gut zu vertuschen um erfolg zu haben.

Tja, das macht in meinen Augen eine Regelupdate unabdingbar, denn wer spielt denn noch ein Spiel was ad-absurdum geführt wurde - zumindest bei kleiner Spielerzahl.

Imo wäre das ein ziemlicher Schnitzer für ein Spiel was angeblich 5 Jahre lang getestet und entwickelt wurde. Solange man das nicht widerlegt hoffe ich auf eine offizielle Regelanpassung, da ich von Hausregelen nichts halte - das sind meistens unausgegorenen Schnellschüsse die zu 90% nach hinten losgehen.

Atti

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 17. Mai 2005, 12:47

2:0 Schwerter nur? Wenn du den Verräter nicht angeklagt hast kann er aber EINE Anklage machen. Und dann stehts 1:1.

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Attila
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Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Attila » 17. Mai 2005, 13:45

Marcel Kaul schrieb:

> 2:0 Schwerter nur? Wenn du den Verräter nicht angeklagt hast
> kann er aber EINE Anklage machen. Und dann stehts 1:1.

Wozu sollte der Verräter das machen? - Das lohnt sich nur *falls*, aber auch nur *falls* die Ritter es irgendwie schaffen 6 oder mehr weisse Schwerter nach Camelot zu bringen und die Gefahr droht das die Partie dadurch für die guten gewonnen wird. Solange das aber nicht der Fall ist, ist das eigentlich wurscht - und wie sollen 2 Leute mit je 6 Karten zu beginn in 12 Runden 12 Schwerter zusammen bekommen (wobei die Farbe dieser mir erstmal egal ist) - aber ok, korrekter weise müsste es 1:1 stehen - schaden kann es nicht - man blockiert eher dadurch noch eine Runde irgendein Solo-Quest! :-)

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 17. Mai 2005, 14:14

Wie siehts denn zu viert aus? Auch mal weiter getestet ob man wenigsten da ansatzweise was machen kann? Ich werde wohl erst übernächstes Wochenende zu einer neuen Partie kommen, dann aber wohl zu 6/7. Leider (oder auch gootseidank ;-) )hab ich das Spiel nicht, kann also nicht mal eine weitere 4er Partie 'simulieren'.

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Matthias Staber

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Matthias Staber » 17. Mai 2005, 15:26

Eine mögliche Konterstrategie könnte es sein, Merlin-Karten zu sparen und damit Belagerungsmaschinen wegzuhauen, zusätzlich zu dem einen Ritter, der sie per normalem Mechanismus weghaut. Wenn dazu ein paar Mal Lebenspunkte geopfert werden, um Doppelzüge zu machen, könnte einem das die Zeit geben, die man braucht, um 7 weiße Schwerter zu sammeln. Habs aber noch nicht ausprobiert.

Matthias

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Dirk Piesker
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Beiträge: 950

Re: Antwort DOW

Beitragvon Dirk Piesker » 17. Mai 2005, 16:17

Hallo,

ich würde gerne eine Antwort von DOW zu dem Thema hier posten, obwohl
sie auf englisch verfasst ist, und in einem anderen Forum gepostet wurde.

Vielleicht kommen hier ja auch noch Antworten von DOW direkt, aber
hier im Forum ensteht so langsam aber sicher der Eindruck, dass
SüC unspielbar, ungetestet und was weiss ich nicht alles sei.

--------schnipp-----------
This simple and seemingly unbeatable strategy will actually not work against experienced players, even if the other players are only two. There are many reasons why:


First, doing so will reveal the traitor right away. Believe me, this will make the life of the other players much easier! They can trust each other right away, and organize things together with any second thoughts. This will also earn them a white sword automatically (from the coming successful accusation). In comparison, think how much damage an unmasked Traitor does at the end of the game, by turning 2 white swords into 2 black ones (not mentioning luring the other players to perform wrong accusations at each other). In fact, when you are only a few players, remaining an unmasked Traitor is usually a much better strategy...


Second, you should not forget that players may play Merlin cards to get right of siege engines, even if they are not at Camelot. This will delay this strategy.


So the loyal players will probably start by one winning Lancelot (1 sword), then all on the Graal (3 swords). Then you get 1 more sword for your sucessfull accusation. You already have 5 swords, so it is not too difficult to win 2 more white swords somwhere, and then fight the siege engines until the Round Table is full, winning the game. Then again, some other fellow (and more experienced) co-workers are telling me, as I am writing this, that there are better and more efficient ways to win, but I don't want to reveal all secrets of the game ,

It is interesting to see how many "ultimate strategies" are coming up lately - all different This should show everyone that the game is deeper that you would think. So keep playing and learning the game

Have fun,

Yann
-------------schnapp--------------

Dirk
(der SüC (noch) nicht hat aber sehr interessiert daran ist)

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erich

Re: Antwort DOW

Beitragvon erich » 17. Mai 2005, 16:56

Fwiw, I have posted some additional hints on the forum at DoW.

Spend the same amount of effort figuring out how to play the other 2 (or 3 in a 4 Player game) effectively as you just did on the Traitor, and you should be rewarded ;-).

To get you started, think of:
- how to use the Knights' powers (no discussion of the game outcome should be done w/o taking those into consideration, they do matter and make a big difference in experienced hands, some combos of characters, when known to be loyal, are truly lethal agains the automatic play you describe)
- the Merlin cards
- Excalibur's 2nd special power
- Lancelot's armor
- sacrificing Life points
...

best,
eric

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erich

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon erich » 17. Mai 2005, 16:58

Matthias,
Yes, this is definitively a start in the right direction ;).
Have fun discovering some of the other effective counter-steps.
eric @ DoW

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Attila » 17. Mai 2005, 18:49

Matthias Staber schrieb:

> Eine mögliche Konterstrategie könnte es sein, Merlin-Karten
> zu sparen und damit Belagerungsmaschinen wegzuhauen,
> zusätzlich zu dem einen Ritter, der sie per normalem
> Mechanismus weghaut.

Die Belagerungsmaschinen "wegzuhauen" kannst du absolut knicken, denn du brauchst dazu Kampfkarten - und wieviele hast du davon? - Und wenn du neue Karten ziehst, kannst du die Katapulte nicht bekämpfen. Und die Merlin-Karten k´kosten genauso eine Aktion und davon sind nicht so besonders viele im Spiel!

> Wenn dazu ein paar Mal Lebenspunkte geopfert werden, um Doppelzüge zu
> machen, könnte einem das die Zeit geben, die man braucht, um 7 weiße
> Schwerter zu sammeln. Habs aber noch nicht ausprobiert.

Und dann hast du 7 weisse Schwerter - angenommen das wäre möglich sie zu bekommen - fehlen ja "nur noch" 5 andere Schwerter bevor Camelot fällt. Das ist ja ganz easy! - Für Lancelot brauchst du 6 Runden für den Gral nochmal 6-7 - das sind schon 12-13 Runden (wenn es gut läuft), wenn man *nix* anderes macht. Ich gehe mal von 12 aus - d.h. "den Rest" muss man mit Lebenspunkten und Spezial-Fähigkeiten ausbügeln? - Ich glaube ehrlich gesagt nicht das es jemand bei DoW schon ausprobiert hat (ich hoffe sie sind gerade dabei) - das haut nicht hin - nicht bei 3 Leuten und wohl auch nicht mit 4!

Atti

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Attila
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Re: Antwort DOW

Beitragvon Attila » 17. Mai 2005, 18:51

Hi erich,

Thank you for taking up the discussion!

Did you ever try a "solo-game"? - If not, try it and post the result! If yes - please post a sample game!

Atti

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Ralf de Wiese

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Ralf de Wiese » 17. Mai 2005, 19:08

Hallo,..

ich beanspruche nicht für mich der absolute Brettspieler zu sein, vielleicht fehlt mir auch das mathematische etwas um die "wenn-dann-geht-gar-nichts-mehr-Formel" zu errechnen. Für mich soll in erster Linie ein Spiel Spass machen, und ob nun in diesem Falle genau bei dieser Variante eventuell immer das gleiche Resultat erfolgt..? Dann spiel ich es eben anders. gibt es nicht viele Spiele die einen Masterplan haben um die ein oder andere Partie für sich zu entscheiden`?? Man kann ein Spiel immer destruktiv spielen, ist dass aber der Sinn?? macht das Spass?? Ich für meinen Teil glaube nicht.. und gleich "ein Spiel für den Müll" zu betiteln ist meiner Meinung nach mit Kanonen auf Spatzen schießen..

Ich freu mich auf SüC

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 17. Mai 2005, 19:29

Was heisst bei dieser Variante? Es geht um das Spiel zu dritt/viert mit Verräter. und das wird wohl oft vorkommen (Grade wenn man nur eine Ritterkarte mehr nimmt als Spieler teilnehmen). Und wenn das nicht funktioniert ist Spass und Spannung weg. Anders spielen funktioniert doch überhaupt nicht wenn man von dieser Strategie weiss. Das bedeutet ja: man macht halt irgendwas und einer gewinnt zufällig und untergräbt damit den kompletten Sinn dieses Spiels. Da kann ich dann auch einen Ball mit Bildern von Camelot 60 Minuten im Kreis werfen um meine Zeit rumzukriegen. Und eine Kritik daran hat nun weiss Gott nix mit verbissenem Spiel zu tun. Ausserdem hat man eher selten 6/7 Spieler. Es geht nicht um eine Variante sondern um den kompletten Sinn des Spiels. Und ja, wenn diese Taktik mit 3/4 Spielern immer zum Erfolg führt (oder auch nur in 95% aller Fälle, vielleicht hat man ja mal den perfekten Lauf) dann ist das Spiel schlicht und einfach nicht die Pappe wert auf dem es gedruckt ist. Allerdings habe ich nach erichs Auskunft (und die anderer Spieler im DoW Forum) absolut die Hoffnung das es sie doch gibt, die Gegenstrategie. Ich bin weiterhin gespannt auf Spielberichte.

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Marcel Kaul

Re: Schatten ü. Camelot-2 Theorien

Beitragvon Marcel Kaul » 17. Mai 2005, 19:36

Naja, die andern 5 Schwerter bekommt man eben durch 'warten'. So ist natürlich der Plan. Die sollen schwarz werden oder werden es bereits im Laufe des Spiels. Und darauf muss man warten, währen weiterhin die Maschine des Verräters kommt, die des Gral und/oder Excaliburs, die der Pikten / Sachsen und die der Sonderaktion. Vielleicht geht es doch mit perfekten Karten und super Timing: Genau dann wenn ich 7 weisse Schwerter habe stehen die 5 Übrigen kurz vor dem Aus. Und bei perfektem Timing reichen vielleicht die Merlins/Bonuszüge der Spieler. Keine Ahnung. Könnte vielleicht gehen, mit etwas Glück. Oder viel Glück? Oder ist es sogar einfach wenn man Profi ist?


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