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[RF] Friedrich

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Rainer

[RF] Friedrich

Beitragvon Rainer » 12. Juni 2005, 09:09

Haben gestern Friedrich angespielt. Uns ist nicht ganz klar geworden, warum ein Mitspieler mit einer Reservekarte nicht 10 spielen sollte. Warum sollte ich auf ein Unentschieden spielen?
Wie funktioniert das 3-Personen-Spiel?
Ist Friedrich nicht eigentlich ein 2-Personen-Spiel?
Warum ist die Histogame-Seite nicht zu erreichen.
Darüberhinaus hinterließen die ersten Runden einen gespaltenen Eindruck. Der Friedrich-Spieler ist durchgehend involviert. Der Frankreich-Spieler z. B. hat ein paar Figuren und ist in wenigen Sekunden mit seinem Zug fertig und darf dann die langen Züge der anderen Spieler begutachten. Das Spiel wurde dann abgebrochen.

Danke für die Antworten!

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: [RF] Friedrich

Beitragvon Attila » 12. Juni 2005, 09:36

Rainer schrieb:

> Haben gestern Friedrich angespielt. Uns ist nicht ganz klar
> geworden, warum ein Mitspieler mit einer Reservekarte nicht
> 10 spielen sollte. Warum sollte ich auf ein Unentschieden
> spielen?

Manchmal (ziemlich oft sogar) ist es besser mit "-1" aus einem Kampf rauszugehen als weiter zu kämpfen.
Angenommen ich bin mit -5 im Rückstand und habe nix mehr auf der Farbe aber ich habe eine Reserve. Wenn ich die als 10 Spiele, ist zwar mein Gegner mit -5 im Rückstand, aber wenn er kontern kann (vieleicht mit 4 + 12 = böse) sieht es *ganz* schlecht aus. Spiele ich die Reserve als 4, kann ich mich allerdings mit minimalen Verlusten zurückziehen

"Auf 0" würde ich mit einer reserve nicht soo gerne Spielen - damit zwingt man den gegner zwar zum weiterspielen (wenn er kann), aber ich denke da behält man die Reserve besser für sinnvollere Dinge auf der Hand.

> Wie funktioniert das 3-Personen-Spiel?

Genauso! - Nur werden RUss und Fr. vom selbern Spieler gespielt. Da beide ja rausfliegen können, ist das imo sogar besser als im 4er Spiel!

> Ist Friedrich nicht eigentlich ein 2-Personen-Spiel?

Nein! - Es müssen immer 3 oder 4 Leute sein!

> Darüberhinaus hinterließen die ersten Runden einen
> gespaltenen Eindruck. Der Friedrich-Spieler ist durchgehend
> involviert. Der Frankreich-Spieler z. B. hat ein paar Figuren
> und ist in wenigen Sekunden mit seinem Zug fertig und darf
> dann die langen Züge der anderen Spieler begutachten. Das
> Spiel wurde dann abgebrochen.

Also "in wenigen" Sekunden ist bei uns noch kein Franzose mit den Hannoveraner fertig geworden.
Aber es stimmt schon das der Franzose etwas weniger material halt als Preussen - wäre ja ziemlich banane (und unhistorisch) wenn es nicht so wäre!

Wenn du mal zählst was so alles auf Preussen losgeht, dann ist Friedrich nicht gerade in der Überzahl! :-)

Atti

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Rainer

Re: [RF] Friedrich

Beitragvon Rainer » 12. Juni 2005, 11:12

Hallo Attila,

danke für die Rückmeldungen, aber
>
> > Ist Friedrich nicht eigentlich ein 2-Personen-Spiel?
>
> Nein! - Es müssen immer 3 oder 4 Leute sein!

Warum soll denn nicht in einer 2er Runde alle Gegner Friedrich´s spielen? Das Handling mit den Karten wäre doch machbar.


> Also "in wenigen" Sekunden ist bei uns noch kein Franzose mit
> den Hannoveraner fertig geworden.

Bei uns auch nicht. Es ging mir um die Dauer eines Spielzuges und da ist doch der Franzose am geringsten beschäftigt.

Rainer

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Attila
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Re: [RF] Friedrich

Beitragvon Attila » 12. Juni 2005, 14:47

Rainer schrieb:

> > Nein! - Es müssen immer 3 oder 4 Leute sein!
> Warum soll denn nicht in einer 2er Runde alle Gegner
> Friedrich´s spielen? Das Handling mit den Karten wäre doch
> machbar.

Aber sinnlos für Preussen! - Wenn Österreich und Russland koordiniert vorgehen, dann ist es sinnos für Preussen! Russland kann dann ja so spielen, das er den Preussen "abblockt" und Österreich sich leicht die Flaggen holen kann. Das ist nicht sinn des Spiels, denn Österreich und Russland wollen ja *beide* das Spiel gewinnen - und Russland würde im Leben niemals so vorgehen - es wäre auch ziemlich ahistorisch!

> > Also "in wenigen" Sekunden ist bei uns noch kein Franzose mit
> > den Hannoveraner fertig geworden.
> Bei uns auch nicht. Es ging mir um die Dauer eines Spielzuges
> und da ist doch der Franzose am geringsten beschäftigt.

Das ist richtig, er hat ja nicht so viele Truppen - aufpassen muss der Franzose aber trotzdem enorm und er darf auch nicht vergessen, das die Zeit drängt. Irgendwann fliegt er raus - und bis dahin sollte er gewonnen haben!

Atti

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Rainer

Re: [RF] Friedrich

Beitragvon Rainer » 12. Juni 2005, 15:37

Danke für die klaren und verständlichen Antworten!

Rainer

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richard sivel

Re: [RF] Friedrich

Beitragvon richard sivel » 12. Juni 2005, 20:39

attila hat alle fragen prima beantwortet! Ihnen bleibt nichst hinzufügen!

Die histogame-seite ist nciht erreichbar?? -- Sollte eigentlcih sein, probiers mal hier:

http://www.histogame.de

liebe grüße

richard sivel
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Matthias Staber

Re: Friedrich

Beitragvon Matthias Staber » 13. Juni 2005, 09:44

Mich würde mal interessieren, wer von euch Preussen schon zum Sieg geführt hat. Scheint verdammt hart zu sein. Und wenn als eines der ersten Ereignisse Subsidienzahlungen an Preussen eingestellt werden, kann man die Partie doch getrost abbrechen, oder? Ansonsten: Hammerspiel. Nur leider ist bei uns Preussen mittlerweile sehr gefrustet (Zitate: "Das ist nicht schaffbar, die Spielbalance stimmt nicht")

Matthias

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Günter S.

Re: [RF] Friedrich

Beitragvon Günter S. » 13. Juni 2005, 10:56

Attila schrieb:

> Manchmal (ziemlich oft sogar) ist es besser mit "-1" aus
> einem Kampf rauszugehen als weiter zu kämpfen.
> Angenommen ich bin mit -5 im Rückstand und habe nix mehr auf
> der Farbe aber ich habe eine Reserve. Wenn ich die als 10
> Spiele, ist zwar mein Gegner mit -5 im Rückstand, aber wenn
> er kontern kann (vieleicht mit 4 + 12 = böse) sieht es *ganz*
> schlecht aus. Spiele ich die Reserve als 4, kann ich mich
> allerdings mit minimalen Verlusten zurückziehen

Ob das sinnvoll ist, hängt stark von der Ausgangslage ab: Wer Angreifer ist und wer Verteidiger. Wenn Russland Preußen angreift und mit -1 unterliegt schafft die o.g. Aktion Luft für genau eine Runde. Das ist höchstens eine Galgenfrist. Preußen wird doch zu Beginn seiner Runde wieder Karten nachziehen und dann zum Angriff übergehen, so es nicht an anderer Stelle selbst angegriffen und geschwächt wird. Der Verteidiger (Rußland) steht doch noch mit seinen wenigen, dann schlechten alten Karten da. Meistens schafft man doch bei einem Rückzug kaum den Sprung in einen anderen Sektor, da doch Preußen den Rückzugsort bestimmt. Preußen wird also den Gegner immer schön im selben Sektor lassen.
Umgekehrt ist es für Russland dagegen optimal. Als Verteidiger gegen Preußen kommt es mit neuen Karten wieder zum Zug, bevor Preußen sich mit neuen Karten aufrüsten kann. Das ist eine Chance! Allerdings könnte Preußen ja immer noch (siehe oben) eine 4 und 12 in der Hinderhand haben.

Schön ist der Aspekt, sich erst auf -1 heranzuspielen und dann mit einer fetten 12 zuzuschlagen. Das habe ich bisher gar nicht so gesehen, dass man weiter Karten ausspielen darf, wenn man unter Null bleibt. Damit lassen sich tödliche Angriffe starten. Sofern Friedrich es noch mal auf unseren Spieltisch schafft, werde ich das garantiert mal so machen :-)

Gruß

Günter

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Günter S.

Re: Friedrich

Beitragvon Günter S. » 13. Juni 2005, 11:03

Matthias Staber schrieb:

> Nur leider ist bei
> uns Preussen mittlerweile sehr gefrustet (Zitate: "Das ist
> nicht schaffbar, die Spielbalance stimmt nicht")

Wenn das bei euch erst nach einigen Partien diese Erkenntnis gewachsen ist, muss ich den Hut vor einem meiner Mitspieler ziehen. Der hat im ersten Spiel nach zwei Runden bereits für sich dieses Fazit gezogen und Preußen bewusst an die Wand gefahren. Hauptsache das Spiel und sein Leiden ist möglichst schnell zu Ende. Natürlich haben dann die anderen drei dem Abbruch eingewilligt, wer will schon immer gegen einen mauligen lamentierenden Preußen spielen? Hat der Mann, übrigens ein erfahrener langjähriger Spieler, nur das falsche Spiel gespielt? Wer ist dann die Zielgruppe für dieses Spiel? Cosim Veteranen? Masochisten, die sich stundenlang durch dieses Spiel quälen?

Gruß

Günter

... würde gerne Friedrich noch mal mit willigeren Mitspielern angehen.

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richard sivél

Re: Friedrich

Beitragvon richard sivél » 13. Juni 2005, 11:28

Günter S. schrieb:
>
> Matthias Staber schrieb:
>
> > Nur leider ist bei
> > uns Preussen mittlerweile sehr gefrustet (Zitate: "Das ist
> > nicht schaffbar, die Spielbalance stimmt nicht")

Friedrich wurde umfangreich getestet, und die gewinnchancen für preussen sind durchaus vorhanden, und empirisch bei 25% eingependelt. --- Ich muß allerdings zugeben, daß für anfänger preußen wirklich hart zu spielen ist, da man einige elementare weisheiten meist nicht beachtet. Dazu gehört, diszipliniertes spiel, d.h. man muß versuchen gg. jede nation immer nur ein bestimmtes TK-symbol einzusetzen, gegen österreich also z.b. nur karo, gegen frankreich nur herz und gegen rußland nur kreuz, und pik bleibt dann als sicherungsnetz übrig, sollte man in einer farbe einbrechen. --- Friedrich-Neulinge sind sehr oft von der anfänglich starken preußischen kartenhand geblendet und verzetteln sich in wilden rundum-schlägen. Einen besseren Gefallen kann man seinen gegenspielern aber gar nicht tun. -- Üblicherweise bricht man mit diesem verfahren in runde 8 zusammen.

>
> Wenn das bei euch erst nach einigen Partien diese Erkenntnis
> gewachsen ist, muss ich den Hut vor einem meiner Mitspieler
> ziehen. Der hat im ersten Spiel nach zwei Runden bereits für
> sich dieses Fazit gezogen und Preußen bewusst an die Wand
> gefahren. Hauptsache das Spiel und sein Leiden ist möglichst
> schnell zu Ende. Natürlich haben dann die anderen drei dem

bitte nicht böse sein, aber ich glaube, nach 2 runden ist dies ein etwas voreiliger schluß. --- Preußen muß nicht militärisch gewinnen (was in der tat nicht möglich ist), sondern das Spiel gewinnen, also überleben. Dies bedeutet, es muß nicht die kartenstapel der anderen (z.b. Österreich) auf null herunterspielen, sondern gegen jeden angreifer mind. 1 Zielstadt halten. ---- Wenn z.B. Österreich eine drückende kartenüberlegenheit hat, aber leider in den falschen Farben, und es daher nicht schafft die letzte Zielstadt (z.B. Breslau) zu erobern, dann kann preußen gewinnen. --- Und dann kehrt sich die Situation auch prompt um: Österreich spürt die eigene Machtlosigkeit angesichts eines dicken kartenstapels, den es nicht in einen spielsieg übersetzen kann.

> Abbruch eingewilligt, wer will schon immer gegen einen
> mauligen lamentierenden Preußen spielen? Hat der Mann,
> übrigens ein erfahrener langjähriger Spieler, nur das falsche
> Spiel gespielt? Wer ist dann die Zielgruppe für dieses Spiel?
> Cosim Veteranen? Masochisten, die sich stundenlang durch
> dieses Spiel quälen?

Ein gewisses Maß an "masochismus" gehört für preußen sicherlich dazu. Wer allerdings nur in selbstmitleid versinkt, hat schon verloren. Philosophische Gelassenheit und zupackende Angriffslust gehören auch dazu. Hierbei die Balance zu finden ist entscheidend für ein erfolgreiches Spiel.

>
> ... würde gerne Friedrich noch mal mit willigeren Mitspielern
> angehen.

ich drücke dir die daumen!

schnellen gruß

richard

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richard sivél

Re: [RF] Friedrich

Beitragvon richard sivél » 13. Juni 2005, 11:39


>
> > Manchmal (ziemlich oft sogar) ist es besser mit "-1" aus
> > einem Kampf rauszugehen als weiter zu kämpfen.
> > Angenommen ich bin mit -5 im Rückstand und habe nix mehr auf
> > der Farbe aber ich habe eine Reserve. Wenn ich die als 10
> > Spiele, ist zwar mein Gegner mit -5 im Rückstand, aber wenn
> > er kontern kann (vieleicht mit 4 + 12 = böse) sieht es *ganz*
> > schlecht aus. Spiele ich die Reserve als 4, kann ich mich
> > allerdings mit minimalen Verlusten zurückziehen
>
> Ob das sinnvoll ist, hängt stark von der Ausgangslage ab: Wer
> Angreifer ist und wer Verteidiger. Wenn Russland Preußen
> angreift und mit -1 unterliegt schafft die o.g. Aktion Luft
> für genau eine Runde. Das ist höchstens eine Galgenfrist.
> Preußen wird doch zu Beginn seiner Runde wieder Karten
> nachziehen und dann zum Angriff übergehen, so es nicht an
> anderer Stelle selbst angegriffen und geschwächt wird. Der
> Verteidiger (Rußland) steht doch noch mit seinen wenigen,
> dann schlechten alten Karten da. Meistens schafft man doch
> bei einem Rückzug kaum den Sprung in einen anderen Sektor, da
> doch Preußen den Rückzugsort bestimmt. Preußen wird also den
> Gegner immer schön im selben Sektor lassen.
> Umgekehrt ist es für Russland dagegen optimal. Als
> Verteidiger gegen Preußen kommt es mit neuen Karten wieder
> zum Zug, bevor Preußen sich mit neuen Karten aufrüsten kann.
> Das ist eine Chance! Allerdings könnte Preußen ja immer noch
> (siehe oben) eine 4 und 12 in der Hinderhand haben.

ja und nein. --- Wenn man z.b. eine große Armeenübermacht hat, z.b. 16 gegen 5 armeen, dann muß Preußen, für diesen zweiten Angriff ja erst einmal das -9 ausgleichen, das kostet 1,2 Takt. Karten (1 Takt. Karte ist im schnitt 7,5 Punkte wert). Das ist für Preußen teuer. Und Preußen weiß ja nicht, ob du noch Karten in der Hand hältst. --- Denn bei allen Angriffsplanungen und Rückzügen ist es wirklich wichtig, daß man versucht, für sofortige Gegenschläge noch einige Karten in der Hinterhand zu behalten. --- Wer bei einem Kampf seine letzte Karte spielt geht volles Risiko (Er kann den Kampf damit gewinnen. Er kann aber auch total Baden gehen.) --- Insofern sollte man immer einen Kampf mit minimalen Verlusten abbrechen, wenn man zur Ansicht gelangt, daß er nciht gewinnbar ist -- außer die Zeit drängt.

> Schön ist der Aspekt, sich erst auf -1 heranzuspielen und
> dann mit einer fetten 12 zuzuschlagen. Das habe ich bisher
> gar nicht so gesehen, dass man weiter Karten ausspielen darf,
> wenn man unter Null bleibt. Damit lassen sich tödliche
> Angriffe starten. Sofern Friedrich es noch mal auf unseren
> Spieltisch schafft, werde ich das garantiert mal so machen :-)

So eine Spielweise ist beabsichtigt, und eine Möglichkeit aus seinen Takt. Karten das Optimum herauszuholen. -- Ein anderer wichtiger Trick, besteht im dauerhaften Spielen auf Null, um dem Gegner möglichst lange einen Rückzug zu verweigern. --- Eingige andere Feinheiten finden sich in den Takt. Tips im herausnehmbaren Mittelblatt der Regel.

richard

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Friedrich

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 13. Juni 2005, 11:45

Also, ich kann dieses Gefühl nun wirklich nicht bestätigen. In meinen leider erst vier Partien hatte ich das Glück jedes mal eine andere Partei spielen zu können.
In den vier Partien hat Preussen einmal gewonnen. Aber auch bei zwei anderen Runden war es eine sehr knappe Sache.
Klar, Preussen ist gerade für Anfänger schwieriger zu spielen, aber imho sogar am reizvollsten. Dadurch das es fast an allen Fronten brennt ist man sogar fast gezwungen auf -1 zu spielen um nicht zu viele Karten zu verschwenden.
Im Gegensatz dazu haben die Allierten auch keine Chance wenn sie nur für sich alleine spielen. Bei uns kam sogar mal "Frust" bei den Allierten auf weil Preussen immer wieder auf -1 spielen konnte und somit einfach nicht zu packen war.
Es gehört sicherlich eine Partie vorab dazu um das Spiel beim nächsten mal "richtig" zu spielen. Mir macht es auf jeden Fall riesigen Spaß und ich würde mich eigentlich nicht als ein Cosim-Spieler o.ä. bezeichnen.
Es dürfte aber, wie bei so vielen anderen Spielen auch, auch stark von der Gruppe abhängen wie das Spiel läuft. In meinen Augen ist es jedoch das Highlight der Spiel 04 gewesen.

Gruß

Michael, der Friedrich gerne öfter spielen würde.

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Mike

Re: Friedrich

Beitragvon Mike » 13. Juni 2005, 11:47

Hi

> Mich würde mal interessieren, wer von euch Preussen schon zum
> Sieg geführt hat. Scheint verdammt hart zu sein.

Bei uns hat Preussen bislang 2 mal gewonnen (bei 13 Partien). Und auch wenn er nicht gewinnt, hat der Preussen-Spieler bisher immer viel Spaß am Spiel gehabt.

Mike

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Attila
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Re: Friedrich

Beitragvon Attila » 13. Juni 2005, 12:29

Hiho,

Ich habe es jetzt schon 2 mal gewonnen mit Preussen (von den 4 mal wo ich Pruessen sein durfte).
Ich bin allerdings ein Anhänger der Theorie das Preussen seinen "Anfangsvorteil" nutzen sollte, d.h. ich "stichle" zu beginn reichlich rum um in der Kartenhand von Österreich und Russland schwächen zu finden. Die Chancen einen der beiden auf dem "falschen Fuss" zu erwischen sind doch ganz gut - es sei denn die halten sich beide erstmal zurück - und das soll mir nur recht sein!

Atti

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Attila
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Re: Friedrich

Beitragvon Attila » 13. Juni 2005, 12:32

Günter S. schrieb:

> ziehen. Der hat im ersten Spiel nach zwei Runden bereits für
> sich dieses Fazit gezogen und Preußen bewusst an die Wand
> gefahren.

Dann hat er das spiel nicht verstanden - definitiv!

> mauligen lamentierenden Preußen spielen? Hat der Mann,
> übrigens ein erfahrener langjähriger Spieler, nur das falsche
> Spiel gespielt?

Das Spiel ist schon das richtige - und die Chancen Preussens sind nicht so schlecht, aber man muss halt schon sehen, das Preussen niedergemacht wird - früher oder später .... und Preussen versucht das "später" auf einen Zeitpunkt hinter dem Spielende zu verlegen! :-)

Atti

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Thomas Conrad
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Beiträge: 130

Re: Friedrich

Beitragvon Thomas Conrad » 13. Juni 2005, 14:24

> Wenn das bei euch erst nach einigen Partien diese Erkenntnis
> gewachsen ist, muss ich den Hut vor einem meiner Mitspieler
> ziehen. Der hat im ersten Spiel nach zwei Runden bereits für
> sich dieses Fazit gezogen und Preußen bewusst an die Wand
> gefahren.

Hallo!

Nichts für Ungut. Aber ich behaupte mal: Das kein Spieler (mag er noch so toll und erfahren sein) ein Spiel nach nur 2 Runden beurteilen kann. Entschuldige, aber das ist einfach lächerlich. Gerade erfahrene Spieler sollten ein Spiel mehrmals spielen, bevor eine Beurteilung erfolgt. Also, gebt Friedrich noch mal eine Chance und spielt mehr als nur ein paar Runden.

Gruß Thomas

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Charles

Re: [RF] Friedrich

Beitragvon Charles » 14. Juni 2005, 01:04

>Wenn das bei euch erst nach einigen Partien diese Erkenntnis gewachsen ist, >muss ich den Hut vor einem meiner Mitspieler ziehen. Der hat im ersten Spiel >nach zwei Runden bereits für sich dieses Fazit gezogen und Preußen bewusst >an die Wand gefahren. Hauptsache das Spiel und sein Leiden ist möglichst >schnell zu Ende.

Mir ist unerklärlich, daß Du ein solches Verhalten gutheißt. Wer in der zweiten Runde aufgibt und herummault, bezeugt schlechten Spielerethos und verhält sich recht schäbig gegenüber seinen Mitspielern...

>Natürlich haben dann die anderen drei dem Abbruch eingewilligt, wer will schon >immer gegen einen mauligen lamentierenden Preußen spielen?

Der hat offensichtlich nicht das Zeug um Preußen zu spielen. Die Rolle des Philosophenkönigs sollten nur jene ergreifen, die die nötigen Nerven dazu haben, einer ganzen Koalition die Stirn zu bieten. Insbesondere angesichts einer sich fortschreitend verschlechtenderen Lage...

Wer das als masochistisch bezeichnet, der ist wohl auch wenig für die Friedrich-Rolle geeignet. Derjenige aber, der eine spannende Herausforderung sucht und sich der Schwierigkeiten bewußt ist, sollte viel Spaß als Friedrich haben.

>Wer ist dann die Zielgruppe für dieses Spiel?

Also, ich denke ein weites Spekrum von klassischen Brettspiel- und Kosim-Fans. In jedem Fall ist die Resonanz bei uns in beiden Lagern bislang sehr positiv.

Ich bin begeistert von dem Spiel und zähle es schon jetzt zu meinen Top5-Favoriten.


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