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Spiel des Jahres 2005

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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annacj

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon annacj » 28. Juni 2005, 13:47

Vielleicht ist die Schachtel aber auch ein Plus bei älteren Gelegenheitsspielern, die von einem zu "ernsten" Design abgeschreckt werden. Wie taktisch es man dann spielt bleibt einem schließlich selbst überlassen. Und das Niagara sowohl den Taktikern in einer Runde voller Planern Spaß machen kann, als auch einer Familie, die einfach ohne großes Nachdenken drauflosspielt, habe ich in verschiedestens Spielerunden schon beobachten können.
Wer wirklich ein Spiel sucht, dass auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist, geht hoffentlich in den kompetenten Fachhandel (wo er es im Idealfall sogar vorher testen kann)!
Beste Grüße, Anna

P.S.: Wir könnten hier ja auch gar nicht so schön streiten, wenn die Schachtel anders aussähe ;-)

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peer

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon peer » 28. Juni 2005, 16:51

Hi,
Heinrich Tegethoff schrieb:

> Und doch - woher würde der Verlag ohne roten Pöppel sein Geld
> ziehen? Das Spiel ist real ab 8, mindestens ab 9 Jahren gut
> spielbar.
> Wer bei der kaufkräftigeren Schicht Absatz machen will
> (Spiele für die
> Kinder) darf nicht mit Attika-Design daherkommen. Welches
> Kind bzw.
> Mutter möchte etwas so dröges wie Attika oder St.Petersburg?
> Seriös
> sieht es aus, aber Fun-Faktor? Tut man es aber nicht, also
> Niagara-Design,
> ist es als Kinderspiel verschriehen bevor es auf den Tisch
> kommt.

Tja, ich denke da wäre ein Mittelwert besser gewesen. Wie gesagt halte ich etwa das Artwork von Manila für "neutraler" (und Carcci und Siedler waren das auch). Gerade das Thema hätte eine etwas erwachsenere Graphik ermöglicht.
Denkt man aber z.B. an "Um Reifensbreite" weiss man, dass es auch sehr viel schlechter hätte sein können ;-)

> > Letztlich scheine ich aber der einzige hier mit Kritik zu
> > sein (und die bezieht sich nur auf die Schachtel),
>
> Die Kritik an der Schachtel ist durchaus berechtigt.

Juhu! Einer versteht mich... Ich begann schon langsam an mir zu zweifeln ;-)

> Glücklicherweise
> wählt die Jury nach Inhalt.
Japp.

ciao
peer

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Lorion

Re: Endscheidet die Schachtel über Wohl und Wehe der Spielewelt?

Beitragvon Lorion » 28. Juni 2005, 19:37

El Grande hat ein grottiges Schachteldesign ;-)
Blau und Geld und Orange... bäh! Außerdem sah der Grande sehr seltsam aus!
Euphrat & Tigris sieht ziemlich klasse aus! Wenn das Spiel des Jahres geworden wäre, wäre das bestimmt auch ein Verkaufsschlager geworden... *g*

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Attila
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Beiträge: 4715

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon Attila » 28. Juni 2005, 20:01

peer schrieb:

> Letztlich scheine ich aber der einzige hier mit Kritik zu
> sein (und die bezieht sich nur auf die Schachtel),

Naja, es kann ja nicht jede Schachtel so aussehen:

http://www.boardgamegeek.com/image/36736

:-)

Atti

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Michael Andersch

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon Michael Andersch » 28. Juni 2005, 20:50

> Tja, da ist die Frage, was das SdJ soll, wenn es nicht zum
> Kauf animiert. Da bleibt die Frage, was passiert, wenn die
> Alternative nicht Attika sondern Fussballtickets lautet.
> Und die abschliessende Frage bleibt ob ein Spiel des Jahes
> , dass wie ein Kinderspiel aussieht wirklich dazu beiträgt
> das alte Vorurteil "Spiele sind für Kinder" abzubauen.

Ich denke, dass wer ein Spiel kaufen will, auf "Erwachsenen-Spiele" steht und dem Niagara dem Augenschein nach zu kindisch ist, schon ein erwachsengerechteres Spiel finden wird.
Wessen Alternative lautet "SdJ (aber nur, falls mich das Cover anspricht) oder Fussballticket (Theaterkarte, oder dergl.)", den wirst Du mit Deinem Problem auch nicht erfassen können. Denn ob ein Cover ansprechend ist oder nicht ist völlig subjektiv. Vielleicht ge-/missfällt demjenigen auch der Rückseitentext, der Preis oder sonstwas?

Micha (der bzgl. Niagara für sich selbst allerdings noch keine abschliessende Meinung hat, dem das Coverdesign aber relativ egal ist)

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Arne Hoffmann
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Beiträge: 497

Re: Endscheidet die Schachtel über Wohl und Wehe der Spielewelt?

Beitragvon Arne Hoffmann » 28. Juni 2005, 21:45

Moin Heinz!

Heinrich Tegethoff schrieb:
>
> Wird Niagara ein Verkaufsflop? Wird das Spiel die Sicht des
> Spieles
> wieder nur zum Kinderspiel treiben? Am Ende bleibt: mir ist
> ein verkauftes
> SdJ-Autorenspiel wesentlich lieber als ein "sicherer" Griff
> zur XYZ-Ausgabe
> von Monopoly, "bei der man nichts falsch machen kann".

Dies sehe ich schon etwas differenzierter. Ich stimme Dir dahingehend zu, dass ich persönlich es auch mehr begrüße, wenn jemand ein Autorenspiel kauft, als ein "billiges" Merchandising-Spiel (zu denen man m.E. den Großteil der heutigen Monopolys ja auch zählen kann). Auf der anderen Seite ist es doch immer noch besser, wenn ein Monopoly als gar kein Spiel gekauft wird. Jedes verkaufte Spiel nützt doch generell den Verlagen.

> Wenn die Idee des Spiel-des-Jahres das nicht mehr schafft,
> sondern die
> Schachtel letztendlich entscheidet, dann hat das Autorenspiel
> gegen die
> anonymen "Aufreisser" doch schon verloren.

Das mag sein - aber das Spiel als Kulturgut hat dann noch lange nicht verloren. Wenn ich an mir selber herunterschaue, wenn ich mal nach einem neuen Buch suche und keiner meiner Lieblingsautoren zu dem Zeitpunkt etwas neues verbrochen hat. Dann schaue ich in bestimmten Genren auch zum Teil auf das Cover, zusammen mit dem Klappentext. Wenn möglich, lese ich kurz in das Buch rein, um die allgemeine Ausdrucksweise zu erfahren. Der letzte Teil ist bei Spielen leider selten möglich, aber gerade dadurch werden Cover und Beschreibung umso wichtiger bei der Spielewahl. Nach welchen Kriterien soll denn ein 08/15-Käufer sonst differenzieren?

Und ist das Spiel dadurch nicht Kulturgut? Ich denke schon. Wieviele Bücher sieht man denn als Kulturgut an? Doch bei weitem nicht alle! Viele der "Bestseller", gleich welcher Liste, unterhalten doch nur und bieten unter kulturellen Aspekten recht wenig (um Kultur zu vermitteln muß ein Buch schon mehr können). Ebenso werden viele Spiele einfach nur unterhalten, Spaß und Abwechslung bereiten - sie würde ich auch nicht einfach so Kulturgut nennen. Dass das Spiel an sich, in seiner Gesamtheit, ebenso wie das Buch, ein Kulturgut ist, wird dadurch aber nicht außer Frage gestellt. "Lesen bildet" - spielen auch!

Schöne Grüße

- Arne - (fröhnte heute der Münchner Cocktail-Kultur, so es sie gibt :-P )

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peer

RE: Spiel des Jahres 2005 - Effekt SdJ-Label

Beitragvon peer » 29. Juni 2005, 10:01

Hi,
Attila schrieb:
>> > Letztlich scheine ich aber der einzige hier mit Kritik zu
> > sein (und die bezieht sich nur auf die Schachtel),
>
> Naja, es kann ja nicht jede Schachtel so aussehen:
>
> http://www.boardgamegeek.com/image/36736

Und das ist auch gut so.... :-)

ciao
peer

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Steffen Brückner
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Beiträge: 116

RE: Spiel des Jahres 2005

Beitragvon Steffen Brückner » 29. Juni 2005, 12:26

peer schrieb:
> Ich kenne viele Leute, die Carcci
> nicht mögen und ich selbst bin sicherlich alles andere als
> ein Siedler-Fan, aber nur von Familien werden diese beiden
> Spiele nun definitv nicht gespielt. Ich glaube auc kaum, dass
> sie den Erfolg gehabt hätten, den sie hatten, wenn sie nur an
> Familien verkauft worden wären.

Denke ich auch, denn Familien spielen meist wegen der Kinder und Kinder wachsen eben viel schneller aus ihren Spielen heraus als Erwachsene.

Da Familienspiele ja eigentlich auch immer einen Spagat zwischen zwei doch recht unterschiedlichen Zielgruppen darstellen ist eine langfristige Motivation für Kinder und Erwachsene gleichzeitig häufig nicht gegeben.

Als denn...
STB


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