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Spiel des jahres - mir egal ....

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Mick

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon Mick » 13. Juli 2005, 07:34

Wenn man sich die Intention der Auszeichnung "Spiel des Jahres" vor Augen führt (s. Beitrag von Christian Hildebrand) liegt es auf der Hand, dass solche Spiele keine Chance haben. Wer sie mag dem seien sie gegönnt, aber doch sicher nicht als Einstiegshilfe in die Spielewelt.

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Hartmut

RE: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Beitragvon Hartmut » 13. Juli 2005, 08:31

Auch wenn der siebte "Zustimmungsbeitrag" womöglich langweilt... Christians Worte waren einfach zu gut, um sie nicht bei der alljährlich wiederkehrenden SDJ-Nörgelei auf einem Schild hervorzuziehen und zu sagen: lies das!

@KMW: Ab damit auf die FAQ-Seiten, Thema "Warum wurde nicht mein Lieblingsspiel zum Spiel des Jahres gewählt?"

Die SDJ-Jury erweist dem Hobby (*) Spiel seit ihrem Bestehen gute Dienste. Natürlich sollte der Einzelfall weiter diskutiert werden dürfen, aber das große Ziel dahinter immer im Blick. Und sollte Christian der einzige gewesen sein, der so zum Spielen gefunden hat, dann hat sich der Aufwand doch schon gelohnt ;-)

Hartmut (hat schon vor 1979 gespielt)
- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -

(*) "Hobby" - meine kleine Sicht der Dinge - zweifelsfrei ist das Spiel an sich auch "Kulturgut", der Begriff wird mir aber zu oft bemüht, gerade so als ob es diese Betonung immer nötig hätte. Ich denke, derartige Attribute werden von der Allgemeinheit nur dann verinnerlicht, wenn sie "von außen" verliehen werden, von Menschen (Journalisten, Meinungsmachern) mit halbwegs objektivem Abstand, die den Einfluss des Spiels auf die Gesellschaft als bedeutend wahrnehmen und bewerten, nicht von der Spielszene (Spieler, Verlage, Nur-Spiele-Journalisten) selbst.

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Lorion

Jambo

Beitragvon Lorion » 13. Juli 2005, 09:58

Also ich hab mir Jambo auf Grund der Nominierung gekauft! Ich denke nominiert zu werden ist auch schon eine ziemliche Auszeichnung und zieht Aufmerksamkeit auf sich.

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Lorion

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon Lorion » 13. Juli 2005, 10:03

Das glaube ich nicht!
Ich würde es auch Erwachsenenspiel des Jahres nennen. Dieses Jahr währe das dann wahrscheinlich Funkenschlag geworden und ich denke, dass dieses Spiel auch Leute zum Spielen motivieren würde. Ich glaube auch, dass Louis selbst hier keine große Chance gehabt hätte.

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peer

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon peer » 13. Juli 2005, 10:07

Hi,
Jürgen Weissauer schrieb:
>
> der "Deutsche Spielepreis" sollte nicht nur verliehen sondern
> auch mit dem Recht versehen werden, damit zu werben.

Es darf mit ihm geworben werden - in der Vergangenheit ist dies bereits geschehen.

> Der bessere Spielepreis könnte sich dann durchsetzten.

Das hat er dann - das Spiel des Jahres.

Wie kommst du daraf, dass der DS besser ist, als der SdJ?
PERSÖHNLICH mag ich in etwa so viele DSP-Preisträger wie SdJ-Preisträger.
ALLGEMEIN glaub ich kaum, dass die breite Masse wirklich mit dem DSP besser bedient wäre.
Die Zielgruppe ist eben völlig verschieden - WIR sind nicht die Zielgruppe des SdJ (daher ist es völlig banal ob WeePee, du oder ich mit den Entscheidungen leben könnten oder nicht).

> Ein Preis, der nur noch die Gewinnmaximierung der
> Spieleindustrie im Blick hat, darf keinen Bestand mehr haben.

Ach, wenn der DSP als einziger Preis vorhanden wäre (und die Verlage damit werben dürften) diene dies nicht der Gewinnmaximierung? Was ist das für eine Logik?

Abgesehen davon: Worauf du dich beziehst ist die Förderung der Spieleszene - die sollte doch in unser aller Interesse sein. Was genau ist schlimm daran, wenn die Verlage ihren Gewinnmaximieren?
Das mehr Spiele auf den Markt kommen oder was?

ciao
peer

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 13. Juli 2005, 11:16

Matthias Prinz schrieb:
> Eine solche Diskussion in einem Spieler-Forum anzusetzen, ist
> wenig sinnvoll.

Hmmm, mit dem Anschein einer Objektivität versuchst Du hier die Diskussion zu diskreditieren. Dabei ist es nur deine persönliche Meinung.

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Apropos: Willkür

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 13. Juli 2005, 11:27

[ ... den Sinn verdrehende Interpretationen gelöscht ... ]

Willkür (laut Duden):
Will|kür, die; - [mhd. wil(le)kür, aus Wille u. Kür, eigtl. = Wahl des Willens]: allgemein geltende Maßstäbe, Gesetze, die Rechte, Interessen anderer mißachtendes, an den eigenen Interessen ausgerichtetes u. die eigene Macht nutzendes Handeln, Verhalten: schrankenlose, absolutistische W.; das ist die reine W.; überall herrschte W.; der W. eines andern preisgegeben sein.

(c) Dudenverlag
--------------------------------------------------------------------

So möchte ich Willkür verstanden wissen und nicht so verdreht, wie Peter versucht hat, es zu interpretieren.

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Michael Weber

Re: Apropos: Willkür

Beitragvon Michael Weber » 13. Juli 2005, 12:39

Nun, so richtig anders ist Gustavs "Interpretation" ja nicht gewesen. Nur der Ansatz oder Standpunkt des Betrachters war ein anderer ;-)

Michael

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Tanja Schroedel

Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Tanja Schroedel » 13. Juli 2005, 12:59

Hach ja,

ich liebe es, und nun, da mein Pocorn alle ist:

Welches Spiel hat Euch denn dazu bewegt, mal zu gucken, was es sonst noch so an Spielen gibt? War es etwa ein SDJ? Prima, dann hat der Preis, wie Christian es bereits so schön erklärt hat, genau seinen Zweck erfüllt :)

Ich lese hier einige Postings und frage mich, wie selbstgerecht und überheblich doch so manche Spielefreaks sein können... Wie lange habt Ihr eigentlich schon nicht mehr mit Wenig-Spielern gespielt?
Es kommt mir fast so vor, als hätten einige Leute hier den Blick nach "draußen" auf die "normalen" Menschen verloren, aber für genau die ist das SDJ ja auch da. Nicht für "uns", die "auserlesenen" Vielspieler, die dem "Wenigspieler" oder gar "Famileienspieler" aber doch sooo viel vorraus haben... Es tut mir leid, aber diesen Tenor bringen hier einige Kommentare rüber. Und das finde ich schon echt enttäuschend.

Aber immerhin: das unwichtige und sinnlose SDJ ist anscheinend doch noch wichtig genug, um zu schreiben, daß es einem egal ist.

Liebe Grüße, Tanja

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Blue

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Blue » 13. Juli 2005, 13:10

Danke Tanja,

du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich oute mich hiermit offizielle dass meine Spielekarriere mit dem Kauf der Spiele mit dem roten Pöppel begonnen hat. Der rote Pöppel ist bei meiner Familie immer noch ein "Gütesiegel", nach dem Motto wenn der Pöppel drauf ist, gefällt es uns bestimmt. Und gerade in Spielerunden die nicht aus Vielspielern bestehen, kommen oftmals genau auch diese Spiele gut an. Natürlich gibt es auch Familienspiele die vielleicht sogar besser sind, also die die den Preis bekommen haben, aber woran soll sich ein "Ottonormalverbraucher" orientieren? Die sind eben nicht in Spielforen zu finden oder haben die Spielbox abonniert. Daher finde ich dass diese Auszeichnung schon seine Berechtigung hat.

Als Vielspieler orientiere ich mich auch nicht unbedingt an dieser Auszeichnung, da ich durch das Spielen in diversen Spielekreisen viel mehr Möglichkeiten habe Spiele zu testen bevor ich sie selber kaufe, bzw. auch Spielempfehlungen folge von Freunden wo ich weiß, dass der Geschmack der gleiche ist.

Bluepsot

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Heinrich Tegethoff

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 13. Juli 2005, 13:14

Wie tief sprichst Du mir doch aus der Seele!

Da man hier im Münchner Osten regelmässig, also gut wöchentlich,
über einen Juroren "stolpert", gibt es auch immer wieder interessante
Einsichten über die Arbeit ebendieser. Und da steht "Arbeit", und die
ist ehrenamtlich - um des Kulturgut Spiel zu fördern, und nicht Willkür
im negativen Sinne. Und sehr wohl sind die Jurymitglieder darauf
bedacht, dass das SdJ-Logo auch weiterhin genau dem gerecht wird,
was sie wollen: Leute zum spielen zu bringen - und eben nicht
versehentlich ein Topspiel auszeichnenen, was zum "Was soll denn das?"
führt die nächsten Jahre ruiniert.

Servus,
Heinz (der nächste Woche mit ein paar Niagara' unter dem Arm in die
4. Klasse geht und dort Zehnjährigen Brettspielen "beibringt")

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Thomas Nezold

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Beitragvon Thomas Nezold » 13. Juli 2005, 13:22

Hi There !!!


Prinzipiell stimm' ich mit Dir überein, aber dann sollen sie's meiner Ansicht nach auch "Familienspiel des Jahres" nennen. "Spiel des Jahres" impliziert für mich, dass es das beste Spiel des Jahres überhaupt sein soll, und das würde bedeuten:

Neue gute Idee oder eine althergegrachte Idee gut umgesetzt, Thema gut rübergebracht, whatever... nicht, wie massentauglich ist das Spiel.

Die einzigen Spiele des Jahres, die das geschafft haben, waren Hase & Igel, Scotland Yard und Siedler von Catan.


Obwohl: Für mich war die Auszeichnung sowieo noch nie Kauf- oder Testgrundlage (und wär's wahrscheinlich auch anderwertig nicht wirklich).

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Peter Gustav Bartschat

Re: Apropos: Willkür

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 13. Juli 2005, 13:24

Lieber Michael,

ich fühle mich von dir vollständig verstanden!

Liebe Grüße
Gustav

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peer

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon peer » 13. Juli 2005, 13:27

Hi,
Tanja Schroedel schrieb:
nun, da mein Pocorn alle ist:
>
> Welches Spiel hat Euch denn dazu bewegt, mal zu gucken, was
> es sonst noch so an Spielen gibt? War es etwa ein SDJ? Prima,
> dann hat der Preis, wie Christian es bereits so schön erklärt
> hat, genau seinen Zweck erfüllt :)

Genau - ich bin mit den SdJs aufgewachsen und wäre ohne denen nicht der Spielefan, der ich bin.
Ich schätze das truifft auf einen Großteil der Spieler zu. Fantasy- Magic und Tabletopspieler wären noch eine andere Grundrichtung.

> Ich lese hier einige Postings und frage mich, wie
> selbstgerecht und überheblich doch so manche Spielefreaks
> sein können... Wie lange habt Ihr eigentlich schon nicht mehr
> mit Wenig-Spielern gespielt?

Vor allem: Wie viele Entscheidungen waren denn wirklich "falsch"? Das SdJ erfüllt nunmal seinen Zweck - dass zeigen schon die Verkaufszahlen.

> Aber immerhin: das unwichtige und sinnlose SDJ ist
> anscheinend doch noch wichtig genug, um zu schreiben, daß es
> einem egal ist.

Ja, das hab ich bei WeePees Posting auch gedacht. Vor allem: Wichtig genug, um es öffentlich zu verkünden. Er zweifelt den Sinn des preises im übrigen (so wie ich ihn verstanden habe) auch gar nicht an, nur für ihn wäre er uninteressant - was wieder für uns eigentlich wiederum völlig Banane sein sollte. Ich jedenfalls poste nicht ständig "Spiel XY ist nicht mehr interessant" oder "Die Wertungen der Zeitschrift/Webseite XYZ spielen ab heute für mich keine Rolle mehr". Aber so ist das: Viele nehmen gerne die Gelegenheit war, sich über das SdJ zu beschweren, weil "mich das ja nie bestätigt" (nein, kein Zitat, nur das was ich so sinngemäß aus vielen Postings rauslese).
Ich erinner mich übrigens auch schon an 1, 2 Postings über den DSP der in die Richtung ging "Die Entscheidung des DSP ist falsch!" was natürlich noch mehr Blödsinn ist - Der DSP ist ein Abstimmungsergebnis, nicht mehr, nicht weniger. Ich find ihn witzig, aber der Sinn hat sich mir nicht erschlossen - ausser dass er so eine Art Kondolenzpreis der Szene ist.

ciao
peer

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 13. Juli 2005, 14:11

Tanja Schroedel schrieb:
>
> Hach ja,
>
> ich liebe es, und nun, da mein Pocorn alle ist:

Schade, Du hättest Dir lieber noch eine Tüte besorgen sollen und nochmals gründlich lesen sollen (siehe unten).

> Welches Spiel hat Euch denn dazu bewegt, mal zu gucken, was
> es sonst noch so an Spielen gibt? War es etwa ein SDJ? Prima,
> dann hat der Preis, wie Christian es bereits so schön erklärt
> hat, genau seinen Zweck erfüllt :)

Nööö.

Ich denke, das ist der Irrglaube, dem hier viele nachhängen: "Erst das SdJ hat andere zum Spielen gebracht!"

So ein Quatsch.

Schau Dir heute die Kinder an. Sie spielen Sammelkartenspiele, Tabletops, MauMau, Mensch ärgere Dich nicht, Quartetts, Skat, Schach, Doppelkopf, Romme zum ersten Mal .... aber doch nicht mit dem SdJ.

Die Behauptung, das SdJ würde neue Schichten für das Spiel gewinnen, ist schlichtweg falsch. Auch die großen Verkaufszahlen der SdJ-Spiele sind kein Indiz dafür.

> Es kommt mir fast so vor, als hätten einige Leute hier den
> Blick nach "draußen" auf die "normalen" Menschen verloren,

Aha, und Du hast ihn?

> aber für genau die ist das SDJ ja auch da. Nicht für "uns",
> die "auserlesenen" Vielspieler, die dem "Wenigspieler" oder
> gar "Famileienspieler" aber doch sooo viel vorraus haben...

Naja, aber der SdJ liefert leider nur einen sehr begrenzten Ausschnitt auf die Spieleszene. Wichtige und auch umsatzstarke Bereiche der Spieleszene werden schlicht ignoriert.

> Aber immerhin: das unwichtige und sinnlose SDJ ist
> anscheinend doch noch wichtig genug, um zu schreiben, daß es
> einem egal ist.

Falsch .... hättest Du mein Originalposting vollständig gelesen und verstanden, dann hättest du diesen Satz gefunden:

Zitatanfang
"angeregt durch die Diskussionen hier, muss ich sagen, dass mir seit 2000 (als Torres "ernannt" wurde) die Jury "Spiel des Jahres" relativ egal ist."
Zitatende

Ich habe es nicht geschrieben, weil ich den SdJ so wichtig finde, sondern weil hier viel darüber diskutiert wurde.

Manchmal hilft es unheimlich, wenn man sich die Postings, auf die man antwortet, auch durchliest.

> Liebe Grüße, Tanja

Gruß Woflram

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peer

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon peer » 13. Juli 2005, 14:40

Hi,
Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
>
> Ich denke, das ist der Irrglaube, dem hier viele nachhängen:
> "Erst das SdJ hat andere zum Spielen gebracht!"
>
> So ein Quatsch.

OK, ich kenne (inklusive mich selbst) so 10 personen auf denen Tanjas Satz zutrifft. So viel zu "Quatsch"

Vom "Siedler-Effekt" mal ganz abgesehen. Ob Siedler auch ohne SdJ so populär gewesen wäre, kann keiner sagen.

> Schau Dir heute die Kinder an. Sie spielen
> Sammelkartenspiele, Tabletops, MauMau, Mensch ärgere Dich
> nicht, Quartetts, Skat, Schach, Doppelkopf, Romme zum ersten
> Mal .... aber doch nicht mit dem SdJ.

Mmh, in einer völlig unrepräsentativen Stichprobe in 2 fünften Klassen haben 5 von ca. 45 ein SdJ als ihr Lieblingsspiel angeben. Außerdem waren viele Computerspiele und Sportarten dabei. Dann noch so 2x Monopoly, 1x Cluedo , 3x Sammelkartemspiele, 2x Mikado (waren aber zwillinge)

> Die Behauptung, das SdJ würde neue Schichten für das Spiel
> gewinnen, ist schlichtweg falsch. Auch die großen
> Verkaufszahlen der SdJ-Spiele sind kein Indiz dafür.

Warum nicht? Wie untermauerst du denn deine Behauptung?

> Ich habe es nicht geschrieben, weil ich den SdJ so wichtig
> finde, sondern weil hier viel darüber diskutiert wurde.

Die Frage ist: was war deine Intention? Meinst du, wir sollten weniger darüber diskutieren, weil es dich nicht interessiert (und uns nicht interessieren sollte, weil wir nicht die Zielgruppe sind)? Nun, dass ist ein Diskussionsforum, da darf das erlaubt sein.
Meinst du die Jury sollte ihre Arbeit einstellen? Oder wolltest du nur einmal ganz speziell darauf hinweisen, was du vom Preis hältst (warum auch immer)?

ciao
peer

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Franz-Benno Delonge

Wolframs Antwort auf Christian?

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 13. Juli 2005, 14:51

Lieber Wolfram,
wenn Du die Diskussion jetzt weiterführst und - so verstehe ich dich - grundsätzlich bei deinem Standpunkt bleiben willst, dann fände ich es schon angemessen, wenn Du Dich auch zu der sehr umfangreichen Stellungnahme von Christian Hildenbrand äußerst, die die wesentlichen Gegenargumente perfekt auf den Punkt bringt, und die m.E. zurecht auf viel Beifall gestoßen ist.
Schönen Gruß
Benno
(zuletzt nicht unbedingt SdJ-Jury-Fanatiker, aber nach solchen Diskussionen dann irgendwie doch wieder...)

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Michael Weber

Warum macht er das eigentlich?

Beitragvon Michael Weber » 13. Juli 2005, 15:04

Franz-Benno Delonge schrieb:
> Lieber Wolfram,
> wenn Du die Diskussion jetzt weiterführst und - so verstehe
> ich dich - grundsätzlich bei deinem Standpunkt bleiben
> willst, dann fände ich es schon angemessen, wenn Du Dich auch
> zu der sehr umfangreichen Stellungnahme von Christian
> Hildenbrand äußerst, die die wesentlichen Gegenargumente
> perfekt auf den Punkt bringt, und die m.E. zurecht auf viel
> Beifall gestoßen ist.

das ist in der Tat richtig.

Manchmal schätze ich Wolframs Postings sehr, aber dieses Mal kann ich seinen tandpunkt nicht im geringsten Nachvollziehen. Inhaltlich war das etwa so, als wenn jemand sagen würde, "ich mag mir keine schwarzen Klamotten kaufen, nur weil ein Modedesigner sagt, dass sei jetzt Trend". Also nahezu null Aussage, außer, dass er sich nicht nach der Jury richten will. Gleichzeitig aber durchaus kritische und ausführliche Postings abwatschen, ohne inhaltlich darauf einzugehen.

In dieser Form ist sein Beitrag in diesem Thread rexcht dürftig, während zum Beispiel Christian nicht umsonst viel Beifall bekommen hat. Ich frage mich nach wie vor: Warum hat Wolfram dieses Posting überhaupt verfasst? Was wollte er uns damit mitteilen? Doch nicht, dass er sich jetzt nicht mehr nach der Jury richten will? Das wäre für ihn, dessen Aussagen ich inhaltlich eigentlich viel gehaltvoller kenne (wenn auch nicht immer meiner Meinung entsprechend), eigentlich zu banal. Irgendwie ist irgendetwas noch nicht auf den Punkt gekommen.

Na ja, hier ist es heiß. Vielleicht ja auch an anderen Orten ... ;-)

Michael

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Hartmut

RE: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Hartmut » 13. Juli 2005, 15:16

> Ich denke, das ist der Irrglaube, dem hier viele
> nachhängen: "Erst das SdJ hat andere zum Spielen gebracht!"
>
> So ein Quatsch.
...
> Die Behauptung, das SdJ würde neue Schichten für das Spiel
> gewinnen, ist schlichtweg falsch.

Hallo Wolfram,

"Quatsch" ist wohl das richtige Wort, aber nur für Deine undifferenzierte Antwort fernab der Realität. Immerhin haben einige hier Zeugnis von eben dem abgelegt, *dass* sie durch SDJ zum Spielen gefunden haben. "Schichten" oder einige bekanntgewordene Einzelfälle (von vermutlich vielen) - ist das wichtig?

Klar finden Spieler auch anders Zugang zum Spiel. Dass SDJ eben *auch* eine entsprechende Wirkung entfaltet, kannst du nicht ernstlich bestreiten.

Hartmut

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Heinrich Tegethoff

Re: Spiel des Jahres - alles andere als unwichtig

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 13. Juli 2005, 15:17

Hallo Thomas,

Thomas Nezold schrieb:
> Prinzipiell stimm' ich mit Dir überein, aber dann sollen
> sie's meiner Ansicht nach auch "Familienspiel des Jahres"
> nennen.

Warum sollte die Jury ihren eigenen Preis umbenennen?
Die Bedeutung des Speil-des-Jahres kommt historisch doch
ausschließlich daher, dass er genau so heißt. Die Qualität
der Wahl hat über die Jahre die Bedeutung des Preises geschaffen
und nicht seine "Hintermänner", weil es sie nicht gibt.

> "Spiel des Jahres" impliziert für mich, dass es das
> beste Spiel des Jahres überhaupt sein soll, und das würde
> bedeuten:

Nun, "Spiel der Spiele" und "Goldspiel" sind dann wohl nicht so gute
Titel, die aber das gleiche sagen, wenn auch in anderen Ländern/Sprachen.
Ich weis ergo nicht, wieso Du aus "Spiel des Jahres" -> "Bestes Spiel
des Jahres" machst, beanspruchst Du dann aber doch, selbst das beste
Spiel des Jahres für Dich zu erkennen und anzunehmen, dass es für die
Mehrheit dann das beste Spiel sein wird.
Gerade weil "Sdj" eben nicht "Bestes Spiel des Jahres" heißt ist es kein
Marketingtrick, wie ein paar Newcomer-Verlage ihr Produkt anpreisen.

Übrigens stand auf der SdJ-Homepage lange Zeit, dass der Titel ausdrücklich
nicht "bestes Spiel des Jahres" bedeutet - das maßt sich die Jury auch gar
nicht an (ich geh nicht suchen, ob ich dies auf der neuen Homepage noch finde)!

Wer also, nachdem die "Marke" SdJ so einen Erfolg hat, fordert, sie müße
in der Form verschwinden, weil der Markenname besser zu besetzen
ist, tja, wer sägt da langfristig am eigenen Baum?

Du kannst selbst einen Preis aufmachen (ein paar Forumsmitstreiter sind
da Vorreiter) und ihn gleich "Bestes Spiel des Jahres" nennen. Ansich könnte
sich das SdJ auch umbenennen.
Was es aber nicht tun wird: den roten Pöppel ändern. Denn daran erkennen
viele "ihre" Spiele, die für sie geeignet sind, ohne dass sie irgendwas über den
Spielebereich kennen.

> Neue gute Idee oder eine althergegrachte Idee gut umgesetzt,
> Thema gut rübergebracht, whatever... nicht, wie
> massentauglich ist das Spiel.

Nun, Du gehst wohl davon aus, dass alle Angaben zur veröffentlichten
Agenda (www.spiel-des-jahres.de) letztendlich den Marktgesetzen
geopfert werden? Dann müßte die Jury nur der nächsten Monopoloy-Klon
mit rotem Pöppel auszeichnen und wir alle hätten endlich Klarheit.
Tut mir leid, ist aber nicht. Wie gerne wird hier vergessen, dass die Jury
sich aus Spielekritikern zusammensetzt, die in öffentlichen(!!) Medien
wie Tageszeitungen und Rundfunk rezensieren.

Was Du im Endeffekt willst, ist, dass der Deutsche Spielepreis endlich in
ein kurzes und prägnantes "Spiel des Jahres" umgetauft werden darf und
den roten Pöppel gleich mitbekommt. Hätte seinen Reiz, ehrlich.
Du übersiehst dabei nur, dass der rote Pöppel dabei zur Ikone einer
kleinen Gemeinschaft verkommt und dann das Spiel in der Gesellschaft(!)
nicht mehr trägt.

> Die einzigen Spiele des Jahres, die das geschafft haben,
> waren Hase & Igel, Scotland Yard und Siedler von Catan.

Interessante Auswahl. Aber sie basiert auf selbstauferlegten Einschränkungen.

> Obwohl: Für mich war die Auszeichnung sowieo noch nie Kauf-
> oder Testgrundlage (und wär's wahrscheinlich auch anderwertig
> nicht wirklich).

Ich habe gerade einmal gezählt: 11 Spiele sind in unserer Sammlung, die
ich in den Jahren vor 2003 nur deshalb kaufte, weil "SdJ" draufstand,
plus ungezählt SdJ's, die ich verschenkte (Ende 2002 besuchte ich
erstmals ein Vielspielertreffen). Ein paar sind übrigens quasi verschlissen.

Servus,
Heinz

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Bruddeklaus

...nicht die Spielbox aboniert

Beitragvon Bruddeklaus » 13. Juli 2005, 15:29

Hallole

Aber wo sollen sie die Spielbox auch herkriegen bzw. kaufen können dürfen ?????

Also in den Spieleläden (vom Bahnhofskiosk sprech ich schon gar nicht obwohl in meiner Anfagszeit, war da die Spielbox zu haben) bei denen ich vorbeikomme, liegt keine Spielbox und keine Fairplay weder für die Mitarbeiter noch für den Kunden zum lesen oder gar zum kauf aus.

Oh.... tschuldigung..... einen kenn ich doch da ist sogar ein Stuhl und ein Tisch bei zum freudigen lesen...

Grüße
Bruddeklaus

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Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

Re: Mit welchem Spiel habt Ihr so richtig angefangen?

Beitragvon Werner Bär » 13. Juli 2005, 15:29

> Welches Spiel hat Euch denn dazu bewegt, mal zu gucken, was
> es sonst noch so an Spielen gibt? War es etwa ein SDJ? Prima,
> dann hat der Preis, wie Christian es bereits so schön erklärt
> hat, genau seinen Zweck erfüllt :)

Titan ;-)

Bis dahin kannte ich nur solche Sachen wie eine Gesellschaftsspiele-Sammlung, diverse Würfelspiele, Skat, Doppelkopf, Monopoly, Risiko, Winnetou, Auf Achse, Scotland Yard, Cafe International, Triominos, Wunderwatschler, und bestimmt noch einige mehr, die mir entfallen sind.

Werner.

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der drei

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon der drei » 13. Juli 2005, 17:57

Muß es auch nicht! Niemand muß sich nach diesem Preis richten. Ich verstehe die Diskussion nicht.

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Heinrich Tegethoff

Re: Spiel des jahres - mir egal ....

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 13. Juli 2005, 18:28

Wahrlich niemand muß sich nach dem Preis richten.

Aber die für Dich unverständliche Diskussion läuft doch in Wahrheit
darüber, ob der Jurypreis Spiel des Jahres an Relevanz verloren hat
oder nicht.

Dazu sollte man sich vor Augen führen, dass wohl das wichtigste Element
dafür, dass in Deutschland und den benachbarten Ländern unsere Form
von Spielen einen hohen Stellenwert und Verbreitung haben WEIL es seit
25 Jahren den Spiel des Jahres Preis gibt.

Dieser Preis ist ein wichtiger Motor der Spieleszene, wenn nicht der
wichtigste. Ohne ihn würde wohl ein erwachsener Spieler eine vergleichbare
Bedeutung haben wie in Russland oder Brasilien. Und ganz sicher würde
ich hier nicht über gehaltvolle Spiele diskutieren, weil dazu kaum ein Markt
da wäre. Ob der Preis in die richtige Richtung geht oder nicht, ist gerne
Streitpunkt hier im Forum, und da gehört er auch hin. Aber meiner Meinung
nach darf dabei nicht an dem Grundpfeiler des Preises gerüttelt werden, ihn also
in einer Richtung bewegen, die der Förderung des Kulturguts Spiels in der
"deutschen" Gesellschaft abträglich ist. Man kann den Preis kaputtreden, bis
kein Juror mehr unter den Anfeindungen der Spielergemeinschaft mehr eine
Rezension in die Medien bringt, die über Tagespresse und Rundfunk eine
breite Schicht erreicht - und nur einer von vielen anonymen DSP-Punktegebern
wird.

Servus,
Heinz (sieht noch keinen "Welt"untergang, aber die Diskussion über die
[b]Ir[/b]relevanz des wichtigsten Spielepreises ist schon arg komisch;
Spieleautoren natürlich ausgeklammert :-) [Bennos Gesichtsausdruck kurz nach
der Nominierungsliste muß nach Aussage eines Jurors alles gesagt haben])

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peer

Re: Warum macht er das eigentlich?

Beitragvon peer » 13. Juli 2005, 18:41

Hi,
Michael Weber schrieb:

> Manchmal schätze ich Wolframs Postings sehr, aber dieses Mal
> kann ich seinen tandpunkt nicht im geringsten Nachvollziehen.
> Inhaltlich war das etwa so, als wenn jemand sagen würde, "ich
> mag mir keine schwarzen Klamotten kaufen, nur weil ein
> Modedesigner sagt, dass sei jetzt Trend". Also nahezu null
> Aussage, außer, dass er sich nicht nach der Jury richten
> will. Gleichzeitig aber durchaus kritische und ausführliche
> Postings abwatschen, ohne inhaltlich darauf einzugehen.

Nun, seine Antwort ist sehr listig: Auf Argumente FÜR das SdJ muss er nicht eingehen, denn weiter oben schreibt er ja, dass er den Hauptpreis gar nicht in Frage stellt - nur dass er für ihn nicht interessant ist.
Auf Argumente gegen seimnen Missmus min den Preisträger muss er auch nicht eingehen, denn auf Tanja hat er ja geantwortet, dass er den thread nur gestartet hat, wegen der Diskussionen, nicht wegen den aktuellen Nominierungen.
Folglich wollte er seine Meinung posten, ohne darüber zu diskutieren... Was in einem Diskussionsforum etwas fehl am Platze ist.

> In dieser Form ist sein Beitrag in diesem Thread rexcht
> dürftig, während zum Beispiel Christian nicht umsonst viel
> Beifall bekommen hat. Ich frage mich nach wie vor: Warum hat
> Wolfram dieses Posting überhaupt verfasst? Was wollte er uns
> damit mitteilen? Doch nicht, dass er sich jetzt nicht mehr
> nach der Jury richten will?

Anscheinend genau das. Mal sehen, hätte das Niveau von jemanden, der jede eigens verfasste Rezension im Forum und auf BGG ankündigt ;-)
Mal sehen, vielleicht klärt er das ja noch auf...

ciao
peer (wollte eigentlich gar nicht auf das banale Urposting eingehen, hat sich aber anbetracht der langen Diskussionen doch motiviert)


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