Beitragvon Matthias Staber » 14. Juli 2005, 09:16
>ringkrieg scheint ein spiel zu sein, dass erlebt werden will. entweder findet man sich damit ab, dass man in den ersten partien sicher etliches anders spielt, regeltechnisch verfälscht und einiges unbeachtet übersieht, oder man ackert sich so lange durch erratas, faq und fanforen, bis auch das letzte detail klar ist und fängt dann erst mit der ersten partie an. (ok, den mittelweg gibts auch noch.)<
Ich würde bei meinen ersten Partien die FAQ erst einmal weglassen, und mich auch nicht durch endlose Diskussionen in den Foren quälen - allenfalls die wenigen, offiziellen Erratas würde ich hinzuziehen. Das Spiel erschließt sich mit der beigelegten Regel ganz hervorragend. Und die umfangreiche FAQ (die zum größten Teil Spezialfälle abdeckt, die erst einmal gar nicht relevant sind) schon vor der ersten Partie zu lesen ist meiner Meinung nach der sichere Garant zur Spielspaßvernichtung - sie sollte als Nachschlagewerk für Fortgeschritene Ringkrieger betrachtet und benutzt werden.
Und wenn jemand überhaupt keinen Bock hat, die FAQ zu lesen, sollte er einfach mal drauflosspielen: Schließlich gibt es ja noch Leute wie z.B. mich, die gerne Fragen, auch hier im Forum, zu Ringkrieg beantworten. Niemand, ich wiederhole: NIEMAND, ist böse, wenn da eine Frage auftaucht, die vielleicht schon auf Seite 20 der FAQ beantwortet wurde. Der beste Weg, in das Spiel einzusteigen, ist es ja (wie bei jedem einigermaßen tiefgründigen wargame), einmal eine Partie mit einem erfahrenen Spieler zu daddeln, und sich die Regellektüre erst einmal ganz zu sparen. Wo dies nicht möglich ist, kann man ja auf die Segnungen des Internets zurückgreifen: Regel zügig lesen, nicht mit Spezialfällen aufhalten, sondern versuchen, in den generellen Flow des Spiels hineinzukommen, Papier und Bleistift bereitlegen und auftauchende Unklarheiten notieren und die Fragen anschließend hier reinstellen (und selbst, wenn dann Antworten kommen wie "siehe Seite 12 Bengtsson-FAQ", ist einem doch geholfen: Man muss Bengtssons Werk nicht komplett durchackern, sondern kann gezielt nachschlagen).
Matthias