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Spiele im Wandel der Zeit

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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VolkiDU

Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon VolkiDU » 27. Juli 2005, 00:31

Hallo Spielerkommune,

das Spiel des Jahres gibt es schon seit 1979 und den Deutschen Spielepreis seit 1990 und wird in diesem Oktober sein "15tes" feiern können. Vieles hat sich im Laufe der Jahre verändert (Spieleentwickler u. -hersteller, Absatzwege...). Einige Preisträger halten sich noch immer, und manche Preisträger geraten oder sind Ver(gangen/gessen)heit. Nicht nur hier im Forum gab es in der Vergangenheit und gibt es kontroverse und hitzige Debatten und Diskussionen über die Vergabe der SdJ-Jury, auch in Zukunft.

Würde ein vor 15 Jahren prämiertes Spiel auch noch heute theoretisch den Deutschen Spielpreis verteidigen können, oder würde es dann unter der Vielzahl neuer Spiele untergehen. Ist in den letzten 15 Jahren die Mehrzahl an Spielen anspruchsvoller geworden? Wie sieht es mit der Qualität aus? Sicherlich, es gab schwächere und stärkere Jahrgänge.

Und letztendlich wie sieht die Zukunft des Brett- und Kartenspiels aus? Welche Tendenzen/Richtungen kann es in den nächsten Jahren (auch für den Vielspieler!) geben? War Knizias King Arthur eine Tendenz? Die SdJ-Jury fordert Innovationen, aber wie können diese aussehen?

Ein Blick zurück auf 15 Jahre und mehr Spielgeschichte und in die Zukunft des Brett- und Kartenspiels.

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Volker

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Steffen S.

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Steffen S. » 27. Juli 2005, 01:55

Hi,

wenn ich mal empirisch vorgehe und mein Spielregal jenseits der Altersgrenze von 10 Jahren durchforste, so finden sich darin viele Spiele (auch prämierte), die ich heute nicht mehr auf den Spieltisch lege. Warum? Nicht, weil neuere Spieler innovativer wären als diese - den Innovationsbonus, den Bonus "als erste dagewesen zu sein" mit bestimmten Mechanismen, den genießen diese Spiele natürlich. Aber Kunst und Charakteristik der neueren Spiele besteht oft darin, diese "althergebrachten" Ideen möglichst gut zu recyceln - und das gelingt. Zu jedem dieser "Klassiker" finde ich mindestens ein, meistens sogar wesentlich mehr, neuere Pendants, die zwar im Grundmechanismus ähnlich, aber eben optisch schöner und spielerisch gehaltvoller oder vielfältiger geworden sind. Dieses Aufgreifen, neu kombinineren und (letztendlich hoffentlich) Aufwerten ist ein Evolutionsprozess in kleinen Schritten, der vielen älteren Spielen bessere Gegenbilder jungen Datums entgegenstellt. Von daher: Ein 1:1 Revival der Ur-Versionen hat, von einigen Klassikern abgesehen, heute meines Erachtens keine Prämierchance, da der Evolutionsprozess zu konsequent in Richtung Qualitätssteigerung arbeitet. Das gordische Problem dabei: Keine Evolution ohne Ausgangspunkt...

Ein Meilenstein (und Wendepunkt) ist für mich das Jahr 1995 mit den Siedlern. Das Spiel lebt noch heute, mit zahlreichen Erweiterungen. Auch El Grande, sowie Spiele wie Löwenherz und Euphrat und Tigris, sind auch 15 Jahre später noch prämierungswürdig. Wie lange noch? Keine Ahnung. Insofern kann ich in den letzten 10 Jahren nicht von "anspruchsvolleren" Spielen sprechen. Vielleicht hier und da ausgefeilter, perfektionierter. Vielleicht auch in der redaktionellen Bearbeitung mitunter professioneller - aber selbst da gibt es, zumindest seit 1995 - auch Gegenbeispiele. So hat die Qualität bei "Goldsieber" (materialtechnisch) in den letzten 2-3 Jahren z.B. eher gelitten.

Innovationen? Müsste man wohl erstmal definieren. Ist die neuartige Zusammenstellung bekannter Mechanismen, das (s.o.) wohl gängigste Kreationsprinzip "moderner" Spiele, nicht auch "innovativ"? Ergeben bekannte Zutaten einen innovativen Kuchen? Oder sollte man gänzlich neues erwarten, was bei der Fülle der Spiele verdammt schwer wird?

King Arthur mag ein Ansatz für etwas "neues" sein, auch die Verquickung von "klassischem" Brettspiel mit moderner Multimedia (Triv. Pursuit DVD Edition usw.) ist ein Trend. Auch hier könnte man vom Zusammenspiel bekannter Aspekte sprechen, nur dass der multimediale Bereich bisher im Spielesektor nicht so prägend war. Allerdings ist die Frage: Reden wir dann in absehbarer Zeit noch vom selben Genre? Ist ein DVD-basiertes Spiel (das vielleicht noch kommt) noch ein "Gesellschaftsspiel", wenn Fernseher oder PC die Marschroute vorgeben? Vermischung und Übergang in Richtung Computerspiel könnten fließend sein.

Durchaus denkbar, dass die Annäherung von DVD, PC und "Brett" weitere Blüten treibt. Man möge mich altbacken oder konservativ nennen, wenn ich streng subjektiv feststelle: Die Gesellschaftsspielewelt bringt das nicht weiter. Ich halte elektronische "Ersatzdenker" bzw. elektronische "Ersatzkreativität" für kontraproduktiv. Mir gefällt am Gesellschaftsspiel das "handwerkliche", das einmalige Nebeneinander von Miteinander und Gegeneinander, das persönliche und gesellige. King Arthur ist für mich viel zu sehr Spielzeug (die Insel hatte allerdings einen gewissen Charme...), das irgendwann langweilig wird. Ich möchte die Silbe "Gesellschaft" am "Gesellschaftsspiel" nicht missen. Mit dem brabbelnden KA-Stein lässt einfach verdammt schlecht ein Glas Rotwein trinken...

Grüße,
Steffen

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Tobias / Glomeor

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Tobias / Glomeor » 27. Juli 2005, 02:38

Hi Steffen,

> Oder sollte man gänzlich neues erwarten, was bei der Fülle der Spiele
> verdammt schwer wird?

Provokant gesagt: Ja es ist schwer, aber zu erwarten.

Eine Analogie aus der Geschichte der Physik: Anfang des 20.Jahrhunderts dachte man, dass die wesentlichen physikalischen Prinzipien erkannt seien und die Physik als Wissenschaft bis auf einige kleine Ausnahmen komplett ist.
... Dann kam die Quantenmechanik.

Ich glaube, dass menschliche Kreativität stets einen Raum auslotet, um dann auf kurz oder lang einen Ausweg aus diesem Raum in einen völlig neuen Raum zu finden. Im Spielesektor werden deshalb ständig gute Mechanismen recycled, um den Raum der Versteigerungsmechanismen, der Mehrheitenmechanismen, der Kartenspielmechnismen, etc. möglichst gut zu erforschen, um diese auf einem neuen Weg verlassen zu können. Denn plötzlich erfindet Herr Garfield, im Kartenspielraum sitzend, Magic und findet einen völlig neuen Raum: Den Raum der Sammelkartenspiele.

Ich denke deshalb, dass einer stetigen Qualitätssteigerung irgendwann eine Qualitätsänderung folgt.


> Vermischung und Übergang in Richtung Computerspiel könnten fließend sein.

Der Einsatz von Computern könnte, meiner Meinung nach, durchaus eine mögliche neue Qualität im Gesellschaftsspiel sein. Ich denke nicht, dass King Arthur die zündende Idee in dieser Richtung ist, doch vielleicht hat ja schon irgendein begabter Spieleautor und Informatiker auf dieser Welt genau durch dieses Spiel den Anstoss zu einer grandiosen Idee bekommen. Ich erinnere mich noch gut an einige Diskussionen hier im Forum über Möglichkeiten, die eine computerunterstützte Spielwelt dem Gesellschaftsspiel bringen könnte (...sitzen an einem Flatscreentisch mit Einzelkonsolen für die Spieler...).

Nichtsdestotrotz KANN der Einsatz von Computern einen neuen Spieleraum erzeugen, muss es aber nicht. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass grandiose Ideen nicht das Erwartete, sondern häufig etwas vollkommen Unerwartetes beleuchten. Also los ihr Autoren da draußen: Sucht das Neue, es wird sich lohnen!

Tobias (sucht)

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Bernd

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Bernd » 27. Juli 2005, 10:08

Hallo,

ganz kurze Antwort:
Die meisten Spiele von "damals" würen heute höchstens noch als Kinderspiel bei der Jury auf der Liste stehen ("Hase & Igel", "Sagaland" ...).

Viele "Spiele des Jahres" haben aber unsere heutige Spielelandschaft geprägt.

Gruß

Bernd

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peer

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon peer » 27. Juli 2005, 10:17

Hi,
Tobias / Glomeor schrieb:
>
> Hi Steffen,
>
> > Oder sollte man gänzlich neues erwarten, was bei der Fülle
> der Spiele
> > verdammt schwer wird?
>
> Provokant gesagt: Ja es ist schwer, aber zu erwarten.

Das denke ich auch. Es gibt sehr viel mehr "hausbackende" Spiele nicht nur, weil die neuen Ideen weniger werden, sondern auch weil es eben einfach mehr Spiele gibt.

> Eine Analogie aus der Geschichte der Physik: Anfang des
> 20.Jahrhunderts dachte man, dass die wesentlichen
> physikalischen Prinzipien erkannt seien und die Physik als
> Wissenschaft bis auf einige kleine Ausnahmen komplett ist.
> ... Dann kam die Quantenmechanik.

Ähnliches kann man auch über Chemie, aber auch über Musik behaupten. Eine Kunstlehrerin meinte ähnliches wäre bei der Malerei erwartet wurden, die anscheinend gerade eine neue Renaissance durchmacht (kann ich aber nicht beurteilen, da ich von Malerei so viel verstehe wie von Taxidermie).
Bei Computerspielen ist der Trend übrigens im Moment eher rücläufig: Nach tollen und sehr kreativen Ideen in den 80ern/90ern werden jetzt hauptsächlich bekannte Genres (Ectzeitstrategie, BeatEm Ups, Sportsimulationen, 3D-Shooter) ausgebaut und perfektioniert (was keine Kritik sein soll, nur eine Beobachtung).

> Nichtsdestotrotz KANN der Einsatz von Computern einen neuen
> Spieleraum erzeugen, muss es aber nicht. Mein Bauchgefühl
> sagt mir, dass grandiose Ideen nicht das Erwartete, sondern
> häufig etwas vollkommen Unerwartetes beleuchten. Also los ihr
> Autoren da draußen: Sucht das Neue, es wird sich lohnen!

Ja, da ist (ausser Computern, die zumindest viel Verwaltungsaufwand übernehmen und so neue Spielarten zulassen können) noch vieles möglich. Ein kleines Beispiel sei -im Forum aufgrund der anderen Zielgruppe völlig untergegangen - zum Beispiel die Wasserspielreihe von Haba genannt. Neues Medium, dass vorher nicht genutzt wurde. Da ist noch Luft...
Auch andere Technologien könnten genutzt werden (ich hab keine konkreten Beispiele, sonst hätte ich mehr Veröffentlichungen ;-) )
Und natürlich sind immer neue, gute Spiele möglich: Siedler erschien Anfang der 90er, wo ich etwas gelangweilt in der Spieleszene war. carccassonne erschien vor wenigen Jahren, beides sind Meilensteine (unabhängig von der persöhnlichen Meinung von den beiden, haben sie doch sehr eingeschlagen)...

So, und zurück zu Volkidus Frage: Ja, gibt es: Hase und Igel spiele ich nach wie vor gerne. Scotland Yard wäre immer noch einzigartig, Das verrückte Labyrinth auch, Focus immer noch genial (obwohl es als abstraktes Strategiespiel wohl heutzutage nicht mehr erscheinen würde :-) ) Die wirklich guten Spiele, sind immer wirklich gut. Egal wann sie erschienen sind...

ciao
peer (ist immer gespannt auf die Zukunft)

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Martin

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Martin » 27. Juli 2005, 10:49

Ich denke, daß es durchaus Spiele des Jahres gibt, die heute überholt oder sogar vergessen sind. Beispiele: Wer kennt / spielt z.B. noch Drunter & Drüber, Heimlich & Co., Um Reifenbreite, Barbarossa oder Adel verpflichtet? Aber selbst die Sieder von Catan sind in meinem Augen (und denen meiner Mitspieler) schon wieder veraltet; ich sehe dieses Spiel mittlerweile als Klassiker an, ähnlich wie Monopoly, der einen Meilenstein in seiner Zeit darstellte, gut geeignet auch für Spielanfänger (z.B. Kinder), aber für Vielspieler überholt.

Ich glaube nicht, daß King Arthur eine Tendenz darstellt. Das mag daran liegen, daß ich es furchtbar langweilig fand, oder auch daran, daß es in seiner Art nicht neu war. Es gab in den 80er Jahren mal ein Spiel namens Atlantis, das bereits einen integrierten Computer hatte, das einige Ähnlichkeiten zu King Arthur hat (habe ich übrigens gestern für 200 Euro auf ebay gesehen).
Eher denke ich, wie es auch schon in anderen Beiträgen gesagt wurde, daß Genres und Mechanismen weiter ausgefeilt werden. Als Beispiel für die Optimierung eines Genres sei Wallenstein genannt, das sich in zwei Stunden spielt, aber die ganze Spannung, schwierigen Entscheidungen und Konflikte eines Kriegsspiels wie Axis & Allies oder Twilight Imperium bietet, das in früheren Zeiten locker 4 Stunden gedauert hätte. Ein Beispiel für die Optimierung von Mechanismen sehe ich z.B. in der flexiblen Rollenverteilung, der aus Verräter (oder war es Meuterer?) stammt und dann in Ohne Furcht und Adel, Puerto Rico und Twilight Imperium 3 aufgenommen wurde.
Ich glaube nicht, daß es eine engere Verstrickung von Brettspielen und Computerspielen geben wird. Wenn man weiterspinnt, wie so etwas aussehen könnte, fällt mir folgendes ein:
- Der Computer steht mit am Tisch und übernimmt Verwaltungsaufgaben; sehr unpraktisch, wer hat schon den PC neben dem Spieltisch stehen?
- Die Idee von Atlantis oder King Arthur, in dem der Computer ins Spiel mit eingebaut wird, leidet im Moment noch an der schlechten Sprachausgabe und der unpraktischen Benutzerführung. Verbessert man diese, wird das Spiel evtl. wesentlich teurer
- Vielleicht hat sogar jeder irgendwann ein kleines Display vor sich; dann artet das Ganze wie eine LAN-Party aus, wo sich zwar viele Leute treffen, aber nicht miteinander reden - der genaue Gegensatz zu einem Brettspiel also.
Im übrigen gab es in den 80ern noch ein Hybrid-Spiel namens Robot Rascals. In diesem Spiel wurden im Brettspielteil Aufgaben verteilt, so daß man etwas suchen mußte. Die Suche erfolgte dann auf dem Computer (einem C64), wo man seine Figur über ein Spielfeld führte. Soweit ich weiß, war das Spiel nicht sonderlich erfolgreich, und das Brettspiel wurde auch hauptsächlich hinzugefügt, um es den Raubkopierern schwerer zu machen.

Natürlich hoffe ich auch auf Innovationen, aber wenn ich wüßte, wie die aussehen, hätte ich sie schon längst selbst entworfen ;)

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jowojofo

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon jowojofo » 27. Juli 2005, 13:04

"Adel verpflichtet" wurde doch von Alea wieder aufgelegt, ist also keineswegs untergegangen. Und die Originalversion kommt bei mir auch immer mal wieder auf den Tisch, das Spiel ist taktisch, spannend und unglaublich flüssig zu spielen (jedenfalls dann, wenn mal eine Partie für Neuspieler durchgespielt wurde).

Und Spiele mit Computerunterstützung? Ich persönlich sehe da ein riesiges, bisher nicht ausgeschöpftes Potenzial. Natürlich wünscht sich niemand einen PC/Laptop auf den Spieletisch. Aber in kleinerer Form (Handheld usw.) wäre das schon denkbar. Am besten aber eingebaut in das Spiel selbst, wie eben King Arthur. Dort jedoch wurden eben die Möglichkeiten des Computers noch nicht einmal ansatzweise ausgereizt.

Beispiel Verwaltung: Spiele mit allzuvielen Pappmarkern oder gar mit Papier und Bleistift zur Tabellenführung sind mir auf den ersten Blick immer zuwider. Bei Spielen, die ich selbst entwickele, lege ich Wert darauf, dass die Abrechnungsmechanismen elegant und übersichtlich sind, sonst schrecken sie zu sehr ab. Aber mit Computerunterstützung wäre da einiges mehr machbar.

Beispiel Kommunikation: Es wäre - je nach Hardware - möglich, "Geheimverhandlungen" o.ä. zwischen zwei Spielern durchzuführen, indem sie "chatten" (wobei ich nicht meine, dass jeder eine Tastatur vor sich hat, es reicht ja Symbole wie "Krieg" und "Frieden" oder "wir verbünden uns gegen Spieler X" elektronisch auszutauschen).

Allerdings erwarte ich von computerunterstützten Brettspielen, dass der Computer kaum sichtbar wird. Und vor allem nicht hörbar mit einer monotonen Blechstimme, die ohnehin immer das gleiche sagt.
Das Feeling sollte im Wesentlichen das eines gewöhnlichen Brettspiels sein und die Technik nicht nur Gimmicks bereitstellen. Dann ließe sich da viel machen!

Herzliche Grüße,
jowojofo

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Bernd

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Bernd » 27. Juli 2005, 13:28

Hallo,

bei computerunterstüzten Spielen sollte man "Monopoly Börse" nicht vergessen. Dort wurden deine Kriterien (fast) erfüllt.
Ein Spiel das jedoch schnell in der Versenkung verschwunden ist. Meiner Meinung nach auch deshalb, weil der "Computer" eher störend und ein Fremdkörper im Spiel war.

Gruß

Bernd

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Ralf Rechmann

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Ralf Rechmann » 27. Juli 2005, 13:33

jowojofo schrieb:

> Und Spiele mit Computerunterstützung? Ich persönlich sehe da
> ein riesiges, bisher nicht ausgeschöpftes Potenzial.
> Natürlich wünscht sich niemand einen PC/Laptop auf den
> Spieletisch. Aber in kleinerer Form (Handheld usw.) wäre das
> schon denkbar. Am besten aber eingebaut in das Spiel selbst,
> wie eben King Arthur. Dort jedoch wurden eben die
> Möglichkeiten des Computers noch nicht einmal ansatzweise
> ausgereizt.

ich sehe da zwei ansatzpunkte, die aber beide probleme mit sich bringen:

1. du setzt auf vorhandene computer-hardware (laptop / handheld / gameboy) und musst innherhalb der vorgebenen grenzen einer hardware agieren, die primär für diesen einsatzzweck nicht gedacht und teils auch nicht geeignet ist und eher als fremdkörper wirkt. und setzt auch noch voraus, dass deine brettspielzielgruppe diese hardware besitzt und bedienen kann.

2. du baust die hardware speziell in das spiel ein oder bietest eine computerunterstützte brettspielplattform mit austauschbaren spielen an. beides treibt den verkaufspreis nach oben und muss schon soviel zusatznutzen für den spieler bieten, dass er auch bereit ist, für diesen mehrwert mehr auszugeben. und eine universalplattform grenzt wieder die möglichkeiten der spiele ein.

> Allerdings erwarte ich von computerunterstützten
> Brettspielen, dass der Computer kaum sichtbar wird. Und vor
> allem nicht hörbar mit einer monotonen Blechstimme, die
> ohnehin immer das gleiche sagt.
> Das Feeling sollte im Wesentlichen das eines gewöhnlichen
> Brettspiels sein und die Technik nicht nur Gimmicks
> bereitstellen. Dann ließe sich da viel machen!

ich glaube, da ist die technik noch nicht weit genug (e-paper & co ist ja gerade erst in der entwicklung), um das brettspiels mittels technikeinsatz wirklich für den spielablauf sinnvoll aufzuwerten. weil nur blinkende laufschriften bei "hotel - las vegas edition" (arbeitstitel) können es ja dann doch nicht sein!

cu/ralf

ps: bin mir aber sicher, dass es irgendwann einen touchscreen-tabletop-brettspiel-bildschirm geben wird! machbar ist das heute schon, nur nicht für den massenmarkt bezahlbar und wer will schon xx.xxx euro in einen prototypen stecken? geldgeber bitte per email melden! ;)

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jowojofo

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon jowojofo » 27. Juli 2005, 14:01

Richtig, Monopoly Börse. Hab ich mal im Kaufhaus gesehen, aber nie gespielt...

> 1. du setzt auf vorhandene computer-hardware (laptop /
> handheld / gameboy) und musst innherhalb der vorgebenen
> grenzen einer hardware agieren, die primär für diesen
> einsatzzweck nicht gedacht und teils auch nicht geeignet ist
> und eher als fremdkörper wirkt. und setzt auch noch voraus,
> dass deine brettspielzielgruppe diese hardware besitzt und
> bedienen kann.

Halte ich für weniger richtungsweisend bzw. ich sehe ein Akzeptanzproblem...

> 2. du baust die hardware speziell in das spiel ein oder
> bietest eine computerunterstützte brettspielplattform mit
> austauschbaren spielen an. beides treibt den verkaufspreis
> nach oben und muss schon soviel zusatznutzen für den spieler
> bieten, dass er auch bereit ist, für diesen mehrwert mehr
> auszugeben. und eine universalplattform grenzt wieder die
> möglichkeiten der spiele ein.

Das ist ziemlich genau das, was mir vorschwebt: Man kauft ein -recht teures- Spiel, das dann eine Hardware mitliefert. Alle weiteren Spiele bauen darauf auf (mit Hilfe von Zusatzkarten wie beim Gameboy oder so). Man könnte jetzt davon träumen, dass sich die Spielehersteller zusammentun und eine gemeinsame Plattform anbieten... Wenn mir jemand Wagniskapital gibt, gründe ich ne Firma und entwickle sowas :-)

Aber 'recht teuer' ist relativ. Bei großen Stückzahlen ist der Preis der Elektronik erschwinglich - es sind keine zeitaufwändigen Berechnungen zu erwarten, lediglich binäre Ein-/Ausgangsdaten, höchstens noch ein Display und einen Lautsprecher. Es ist natürlich eine Vision, aber ich rede ja auch nicht unbedingt von den nächsten 2 Jahren.

Gruß,
jowojofo

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Roland G. Hülsmann
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Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 27. Juli 2005, 14:25

jowojofo schrieb:

> Und Spiele mit Computerunterstützung?
> ...
> Das Feeling sollte im Wesentlichen das eines gewöhnlichen
> Brettspiels sein und die Technik nicht nur Gimmicks
> bereitstellen. Dann ließe sich da viel machen!

Das sehe ich ähnlich!

Wozu ein PC am Spieltisch, wenn es z.B. auch ein spielbrettgroßes Tochscreen-TFT tut? Ein Dungeons&Dragons Brettspiel etwa, bei dem keiner den Meister mimen muß und neue Abenteuer einfach per Erweiterungsmodule erworden werden und einfachere einfach per Computer generiert werden? King Arthur und auch das alte Atlantis (von dem ich nur einen auf dem Flohmarkt gefundenen Turm mein Eigen nenne) stellen sicher bei weitem nicht dar, was möglich ist. Da leistet manches 10-Euro-Handheld- Spiel oder ein Ur-Gameboy schon mehr.

Ich hätte schon Ideen, wie man so etwas verwirklichen könne ... und diese auch im Forum seinerzeit dargestellt. Nur ist es hier mit den Prototypen nicht so einfach, wie bei einem herkömmlichen Spiel ... aber ein ausrangierter Tablet-PC (wenn ich denn so einen fände) und etwas Programmierung (das kann ich wohl) könnten ein erster Anfang sein ...

Gruß
Roland

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Klaus Knechtskern
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Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Klaus Knechtskern » 27. Juli 2005, 14:30

Roland G. Hülsmann schrieb:

> Wozu ein PC am Spieltisch, wenn es z.B. auch ein
> spielbrettgroßes Tochscreen-TFT tut?

Roland, das TFT sehn ich auch herbei :-) Nur dauert es eben noch ein weilchen bis die rollbaren 6 m² TFT verfügbar sind ;-)

Klaus

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Roland G. Hülsmann
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Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 27. Juli 2005, 14:30

Bernd schrieb:

> Ein Spiel das jedoch schnell in der Versenkung verschwunden
> ist. Meiner Meinung nach auch deshalb, weil der "Computer"
> eher störend und ein Fremdkörper im Spiel war.

Er war eben nicht richtig integriert, sondern ein zusätzliches Gerät, das extra bedient werden mußte. Das war zwar nicht schwer, aber eben nicht ganz so integriert, wie es m.E. sein sollte ... und es hat MONOPOLY vermutlich nicht wirklich besser, sondern eher komplizierter gemacht. Ich habe diese Variante inzwischen auch wieder verkauft ...

Gruß
Roland

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Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 27. Juli 2005, 14:36

Ralf Rechmann schrieb:

> 2. du baust die hardware speziell in das spiel ein oder
> bietest eine computerunterstützte brettspielplattform mit
> austauschbaren spielen an. beides treibt den verkaufspreis
> nach oben und muss schon soviel zusatznutzen für den spieler
> bieten, dass er auch bereit ist, für diesen mehrwert mehr
> auszugeben.

Ich denke, daß ist der einzig vernünftige Weg!
Wenn ich doch nur mehr Zeit und Geld hätte ...

Gruß
Roland

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jowojofo

Touchscreen/Computer im Spiel

Beitragvon jowojofo » 27. Juli 2005, 14:40

Dem TFT gebe ich auf kurze bis mittlere Sicht keine Chancen. Da finde ich den Ansatz von Ravensburger, "interaktiver Spielplan", wesentlich vielversprechender, da er

- einem herkömmlichen Spiel eher entspricht und ein gemalter Spielplan (für mich) erstmal ansprechender ist als eine noch so animierte Computergrafik
- viel billiger ist als TFTs
- niemand sein TFT mit Spielfiguren zerkratzen möchte

Der Touchscreen mag zwar noch für Prototypen geeignet sein, nicht aber für ein komplettes Spiel.

jowojofo

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Roland G. Hülsmann
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Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 27. Juli 2005, 14:40

Klaus Knechtskern schrieb:

> Roland, das TFT sehn ich auch herbei :-) Nur dauert es eben
> noch ein weilchen bis die rollbaren 6 m² TFT verfügbar sind ;-)

Es muß ja nicht gleich die Touchscreen-Version eines Civi-Boardgames sein! :grin:

Gruß
Roland

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andre

Nanotechnik

Beitragvon andre » 27. Juli 2005, 14:43

...in ferner Zukunft könnte die "Bildschirmfolie" (Nanotechnik) für die Brettsspielwelt interessant werden...ein sich bewegendes, während des Spiels veränderbares Spielbrett wäre zB. realisierbar...

Gruß
Andreas

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Klaus Knechtskern
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Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Klaus Knechtskern » 27. Juli 2005, 14:46

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Es muß ja nicht gleich die Touchscreen-Version eines
> Civi-Boardgames sein! :grin:
>
> Gruß
> Roland

Na mit so mittelgroßen Spielen halte ich mich doch nicht auf :grin: Ich hatte eher War in the Pacific im Auge... ( 7 Maps Din A2 + etliche taktische Maps die man dann nach Bedarf einblenden könnte *schwärm*)

Gruß
Klaus

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Ralf Rechmann

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Ralf Rechmann » 27. Juli 2005, 15:26

bei dem ganzen technik-wahn sollte man aber eines nicht vergessen: das spiel selbst!

wenn ich mir da den bereich der computer- und videospiele anschaue, dann gibt es trotz scheinbar grösserer möglichkeiten durch mehr rechenpower und exotische zusatzgeräte (tanzmatte, bongo-trommeln, maus mit x tasten) verschwindend geringe neue spiele mit wirklich herausragend guten und vor allem neuen spielideen, die dann auch spass machen.

deshalb die frage, ob ein "mehr an technik" überhaupt zu einem besseren spiel führen kann?

cu/ralf, der jederzeit trotz zig eigener pc- und konsolengames das brettspiel immer noch vorzieht, weil echte emotionen der mitspieler gegenüber an einem spieltisch kann keine technik ersetzen!

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jowojofo

Computer im Spiel

Beitragvon jowojofo » 27. Juli 2005, 16:22

Natürlich, das Spiel darf - wie ich und andere ja auch schon mehrfach hier geschrieben haben - nicht von der Technik überdeckt werden, ich würde ohnehin eine still im Hintergrund arbeitende Technik vorziehen. Die neuen Möglichkeiten verführen dazu, sich auf einem leichtflüchtigen Reiz der Neuheit auszuruhen und die eigentliche Spieldramaturgie zu vergessen. Aber das ist ja nicht nur bei Brettspielen so - es gibt gute und miserable computeranimierte Kinofilme, Effekthaschereien und solche Filme, die die neuen Techniken gezielt künstlerisch einsetzen.
Und genau diese Mogelpackungen haben wohl in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass sich neue Medien/Computerunterstützung bisher nicht weiter verbreitet hat.
Vermutlich war das auch der Grund, warum Ravensburger Knizia für King Arthur verpflichtet hat und nicht die Spieleentwicklung gleich dem Technikentwickler überlassen hat. Dies ist sicher der richtige Ansatz, auch wenn sich über die spielerische Langzeit-Qualität von KA sicher streiten lässt.
Aber wenn sich Computer im Spiel durchsetzen sollen, dann ohnehin erst einmal nur über einfache Familienspiele, weil es sich sonst nicht rechnet.

jowojofo

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 27. Juli 2005, 16:27

VolkiDU schrieb:
>
> Hallo Spielerkommune,
>

> Würde ein vor 15 Jahren prämiertes Spiel auch noch heute
> theoretisch den Deutschen Spielpreis verteidigen können, oder
> würde es dann unter der Vielzahl neuer Spiele untergehen.

Tikal, Elfenland, El Grande, Siedler, Manhattan, Um Reifenbreite, Adel verpflichtet, Heimlich & Co, Dampfross, Scotland Yard, Euphrat und Tigris, Tadsch Mahal, Löwenherz, Siedler, 6 nimmt sind Spiele, die ich weiterhin spiele und bei mir nicht untergegangen sind.

Im Gegenteil: Seit Tikal ist nichts wirklich interessantes mehr zum SdJ gekürt worden. Carcassonne mag ein Klassiker werden, ist aber nicht wirklich ein interessantes Spiel.

(Zum deutschen Spielepreis kann ich nicht so viel sagen.)

Von daher würde ich sogar den Spieß umdrehen und die Hypothese aufstellen: welche neuen Spiele haben überhaupt das Potenzial, die alten (guten) Spiele zu verdrängen?

> Ist in den letzten 15 Jahren die Mehrzahl an Spielen
> anspruchsvoller geworden? Wie sieht es mit der Qualität aus?
> Sicherlich, es gab schwächere und stärkere Jahrgänge.

Die Materialqualität hat in der Breite sicher zugenommen, die Qualität der Spielregeln ebenfalls (damit meine ich nicht die gedruckten Regeln, sondern die Regeln als solche), wobei - wenn man 20 Jahre und mehr zurück geht: die Materialqualität einiger Spiele war um Längen besser als es heute selbst bei guten Spielen der Fall ist.

(Kennt noch jemand das alte Börsenspiel von MB in der blauen, langgestreckten Box? siehe: http://www.boardgamegeek.com/image/23942 ; einfach vorbildlich, das haptische Erlebnis ist grandios!)


> Und letztendlich wie sieht die Zukunft des Brett- und
> Kartenspiels aus?

Brettspiele -> werden komplexer (nicht komplizierter) und gehen in Richtung Tabletops und/oder Sammelminiaturengame
Kartenspiele -> werden schneller, einfacher oder komplexer und gehen in Richtung Sammelkartenspiele
Rollenspiele -> Der Markt ist jetzt schon fast unüberschaubar
Tabletops -> Die Zukunft schlechthin, da viele Jugendliche dieses Hobby in die Erwachsenenwelt hinüberretten

Der gesamte FantasyMarkt wird weitere Innovationen auch dem Brett- und Kartenspielemarkt bescheren.

CoSims: hier halte ich es für am wahrscheinlichsten, dass Computerunterstützung einziehen wird

> Welche Tendenzen/Richtungen kann es in den
> nächsten Jahren (auch für den Vielspieler!) geben? War
> Knizias King Arthur eine Tendenz?

Eindeutig: NEIN

> Die SdJ-Jury fordert
> Innovationen, aber wie können diese aussehen?

Rofl, gleichzeitig werden immer seichtere Spiele ausgezeichnet .... typisch Politiker: In der einen Richtung reden und in der anderen Richtung agieren.

> Ein Blick zurück auf 15 Jahre und mehr Spielgeschichte und in
> die Zukunft des Brett- und Kartenspiels.
>
> Antworten sucht
> Volker

Antworten gegeben
Wolfram

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jowojofo

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon jowojofo » 27. Juli 2005, 17:26

"Im Gegenteil: Seit Tikal ist nichts wirklich interessantes mehr zum SdJ gekürt worden. Carcassonne mag ein Klassiker werden, ist aber nicht wirklich ein interessantes Spiel."

Danke, dass ich nicht der einzige bin, der das so empfindet. Beide Aussagen kann ich 100%ig unterstützen.

Elfenland, das du weiter oben erwähnt hast, ist allerdings auch so ein "nicht wirklich interessantes" Spiel.
Aber wir alle hier sind ja - wie schon häufiger gesagt - nicht unbedingt das Zielpupblikum des SdJ.

jowojofo

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VolkiDU

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon VolkiDU » 27. Juli 2005, 20:21

jowojofo schrieb:
> Beispiel Kommunikation: Es wäre - je nach Hardware - möglich,
> "Geheimverhandlungen" o.ä. zwischen zwei Spielern
> durchzuführen, indem sie "chatten" (wobei ich nicht meine,
> dass jeder eine Tastatur vor sich hat, es reicht ja Symbole
> wie "Krieg" und "Frieden" oder "wir verbünden uns gegen
> Spieler X" elektronisch auszutauschen).

Ja, das hört sich interessant an und daran hatte ich auch schon mal gedacht. Aber bis zur marktreifen Entwicklung sollten sich die Hersteller noch 15 Jahre Zeit lassen. Allerdings bin ich der Meinung, ein Gerät (Größe einer halben Tastatur) würde ausreichen, die dann reihum weitergegeben wird. Somit weiß keiner, wer wem was mitteilen möchte.

Ansonsten bin ich sehr "technischfeindlich". Ich liebe das klassische Brett- und Kartenspiel.

Vielleicht wird sich die Technik in der Folgegeneration durchsetzen. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser durch den Rhein.

Volker

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Re: Nanotechnik

Beitragvon VolkiDU » 27. Juli 2005, 20:40

andre schrieb:
....in ferner Zukunft könnte die "Bildschirmfolie"
> (Nanotechnik) für die Brettsspielwelt interessant
> werden...ein sich bewegendes, während des Spiels
> veränderbares Spielbrett wäre zB. realisierbar...

In ferner Zukunft stelle ich mir einen großen Glastisch vor, ohne Figuren oder Karten und alles wird in vielen Farben und in 3D angezeigt. Irgendwie erteilt der Spieler Anweisungen, die dann ausgeführt werden, ohne auch nur einen Finger zu krumm zu machen. Von jeder Seite kann man das Spielfeld gut übersehen.......irgendwie meine ich das mal bei einen SF-Film gesehen zu haben.

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Bernd Eisen

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Bernd Eisen » 27. Juli 2005, 21:11

"Im Gegenteil: Seit Tikal ist nichts wirklich interessantes mehr zum SdJ gekürt worden. Carcassonne mag ein Klassiker werden, ist aber nicht wirklich ein interessantes Spiel."

... doch Torres :-)

Grüße
Bernd... der sich nach einem SDJ der Marke Torres, Tikal und El Grande zurück sehnt ;-)


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