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Spiele im Wandel der Zeit

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Martin

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Martin » 28. Juli 2005, 08:59

Keine Sorge, Du bist nicht der einzige - auch ich finde die letzten fünf SDJ nicht sonderlich interessant. Ich bin sogar dazu übergegangen, die SDJ-Auszeichnung als Anti-Kaufempfehlung zu betrachten (Niagara habe ich zwar, aber ohne SDJ-Stempel).

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andre

Re: Nanotechnik

Beitragvon andre » 28. Juli 2005, 09:01

...Star Wars...das Monster-Schach im "Falken"...

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VolkiDU

Re: Nanotechnik

Beitragvon VolkiDU » 28. Juli 2005, 10:24

andre schrieb:
> ...Star Wars...das Monster-Schach im "Falken"...


Ja, stimmt. Obwohl ich kein SF-Fan bin, aber das hatte mich dann doch fasziniert.

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 28. Juli 2005, 13:04

Torres mit seinen billigen Plastikklötzchen, dem vollkommen unübersichtlichen wirkenden Spielplan, wenn alle Türme gesetzt sind, und einer furchtbar langweiligen Regel?

Nicht wirklich, oder?

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Michael Andersch alias MiAn

RE: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Michael Andersch alias MiAn » 28. Juli 2005, 13:22

"Wolfram Püchert alias WeePee" hat am 28.07.2005 geschrieben:
> Torres mit seinen billigen Plastikklötzchen, dem vollkommen
> unübersichtlichen wirkenden Spielplan, wenn alle Türme
> gesetzt sind, und einer furchtbar langweiligen Regel?

Du sollst ja auch nicht beim Lesen der Regel vor Spannung bibbern, sondern das Spiel als solches soll spannend sein. Und das ist es - zumindest für mich. Ebenso finde ich den Spielplan nicht unübersichtlich und die Turmteile nicht billig.
Alles Geschmackssache, oder?

Micha

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peer

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon peer » 28. Juli 2005, 13:28

Hi,
Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
>
> Torres mit seinen billigen Plastikklötzchen, dem vollkommen
> unübersichtlichen wirkenden Spielplan, wenn alle Türme
> gesetzt sind, und einer furchtbar langweiligen Regel?
>
> Nicht wirklich, oder?

Oh doch, was für ein Spiel - besonders mit der Profiregel. Eines der besten Spiele der letzten Jahre!
Allerdings mag ich auch Zug um Zug, Alhambra und ziehe Carcassonne Tikal vor (wobei Tikal gar nicht mal so schlecht ist). Schade dass dieses Jahr nichts dolles ausser Himalaya auf der Nominierungsliste stand.
So, jetzt hab ich auch mal völlig subjektiv geschrieben und bin gerne bereit, deine Lieblingsspiele niederzumachen ;-)

ciao
peer

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peer

Interessante Thesen im Wandel der Zeit

Beitragvon peer » 28. Juli 2005, 13:45

Hi,
Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> Im Gegenteil: Seit Tikal ist nichts wirklich interessantes
> mehr zum SdJ gekürt worden. Carcassonne mag ein Klassiker
> werden, ist aber nicht wirklich ein interessantes Spiel.

Zumindest für dich nicht. Der Erfolg den es hat, wäre wohl kaum da, wenn alle deiner Meinung wären ;-)
Das Interessante ist nun einmal das offene, das Einfache - ich mags, du nicht, mehr kann man nicht feststellen ;-)

> > Und letztendlich wie sieht die Zukunft des Brett- und
> > Kartenspiels aus?
>
> Brettspiele -> werden komplexer (nicht komplizierter) und
> gehen in Richtung Tabletops und/oder Sammelminiaturengame

Gewagte Theorie. Wieso sollte das so sein? "Sammelbar" wird sicherlich immer mehr und mehr (die vielen Erweiterungen die jetzt erscheinen deuten auch daraufhin), aber es wird immer Spiele geben, die nicht sammelbar sind.
Was du mit "In Richtung Tabletops" meinst, kann ich nicht ganz verstehen: In de Sinne, dass das Brett gespart wird? Vielleicht, obwohl die momentanen Spiele eher in die Richtung "Mehr Ausstattung, mehr Material" gehen.
Ansonsten sind Tabletops ja traditionell Kriegsspiele und die werden in Deutschland jetzt und auch in absehbarer Zeit von den deutschen Verlagen weitestgehend vermieden. Ich glaube kaum dass Schmidt oder Ravensburger ein klassisches Tabletop auf dem Markt bringt. Dazu fokussiert der Markt nach wie vor die Familie recht stark. Familienfreundliches wird also auch in zehn Jahren produziert werden. Kinderspiele übrigens auch ;-)
Mag sein, dass der Platz, der den reinen Erwachsenenspielen eingeräumt wird, größer wird - aber es wird auch in ferner Zukunft immer auch Familienspiele geben - dass dort irgendwann eine Marktlücke entsteht denke ich nicht.

> Kartenspiele -> werden schneller, einfacher oder komplexer
> und gehen in Richtung Sammelkartenspiele

"Einfacher oder komplexer" - Da bin ich deiner Meinung. Es kann aber auch gut sein, dass sie so bleiben, wie sie sind ;-)

> Rollenspiele -> Der Markt ist jetzt schon fast unüberschaubar

Ist er? Hm, ich hatte den Eindruck, er ist jetzt von White Wind und D20 gesättigt ;-)
Im Ernst: Nach der großen Schwächeperiode, die der Rollenspielmarkt hatte, als alle RPG-Firmen Sammelkartenspiele machten, hat sich der Markt erholt. Er ist aber nach wie vor weitestgehen ein Nischenmarkt mit ein paar relativ Großen (WoD, D20, DSA, vielleicht noch GURPS). Unübersichtlich ist er höchstens deswegen, weil viele "Kleine" aktiv sind.

> Tabletops -> Die Zukunft schlechthin, da viele Jugendliche
> dieses Hobby in die Erwachsenenwelt hinüberretten

S.O. Tabletops gibt es seit 20 Jahren in etwa derselben Anzahl. Mag sein, dass jetzt durch die HdR-Produkte oder Axis & Allies Minutures noch ein paar dazukommen, aber es bleibt ein Fangemeinschaft, nicht Massenware.
Ich kenn übrigens hauptsächlich erwachsene Tabletopper und bei CONS sind die auch eher mein Alter (30) als jünger.

Brettspiele und Tabletops stehen nicht wirklich in Konkurrenz zueinander (ebenso wie Rollenspiele und Brettspiele) - Es gibt Überschneidungen, aber die Gemeinschaften sind doch weitestgehend getrennt.
(Wer so viel Geld in Miniaturen steckt, hat ja auch nix mehr übrig für Brettspiele :D)

> CoSims: hier halte ich es für am wahrscheinlichsten, dass
> Computerunterstützung einziehen wird

Mag sein. Warum? Ich hatte eigentlich den Eindruck, Co-Simsler sind eher konservativ ;-) (nicht ganz ernst gemeint).

> > Welche Tendenzen/Richtungen kann es in den
> > nächsten Jahren (auch für den Vielspieler!) geben? War
> > Knizias King Arthur eine Tendenz?
>
> Eindeutig: NEIN

Ja, das denke ich auch. Aber aus anderen Gründen: Technologie ist noch zu teuer. Wenn Chips so billig werden, dass sie in Brettspiele eingebaut werden können, ohne den Verkaufspreis signifikant zu erhöhen - dann sind einige Möglichkeiten da. Aber ob die von den Autoren genutzt werden, ist ja noch ne andere Sache (die müssen den Kram ja auch annehmen und entwickeln)

> > Die SdJ-Jury fordert
> > Innovationen, aber wie können diese aussehen?
>
> Rofl, gleichzeitig werden immer seichtere Spiele
> ausgezeichnet .... typisch Politiker: In der einen Richtung
> reden und in der anderen Richtung agieren.

Nicht zwangsläufig. "Innovation" muss ja nicht unbedingt in die anspruchsvolle / komplexe Richtung gehen.

ciao
peer alias Peer

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Interessante Thesen im Wandel der Zeit

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 28. Juli 2005, 15:20

peer schrieb:
>
> Hi,
> Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> > Im Gegenteil: Seit Tikal ist nichts wirklich interessantes
> > mehr zum SdJ gekürt worden. Carcassonne mag ein Klassiker
> > werden, ist aber nicht wirklich ein interessantes Spiel.
>
> Zumindest für dich nicht. Der Erfolg den es hat, wäre wohl
> kaum da, wenn alle deiner Meinung wären ;-)
> Das Interessante ist nun einmal das offene, das Einfache -
> ich mags, du nicht, mehr kann man nicht feststellen ;-)

Nun, ich spiele Carcassonne auch ganz gerne, insbesondere dann, wenn ich etwas seichtes haben will, wo das Spiel mich spielt und ich nicht so viel denken muss.

Trotzdem finde ich es uninteressant.

> > > Und letztendlich wie sieht die Zukunft des Brett- und
> > > Kartenspiels aus?
> >
> > Brettspiele -> werden komplexer (nicht komplizierter) und
> > gehen in Richtung Tabletops und/oder Sammelminiaturengame
>
> Gewagte Theorie. Wieso sollte das so sein? "Sammelbar" wird
> sicherlich immer mehr und mehr (die vielen Erweiterungen die
> jetzt erscheinen deuten auch daraufhin), aber es wird immer
> Spiele geben, die nicht sammelbar sind.

Das habe ich auch gar nicht bestritten. Ich habe nur eine Richtung beschrieben. Ich habe NICHT gesagt, dass alle Spiele nur noch Tabletops oder Sammelspiele werden.

> Was du mit "In Richtung Tabletops" meinst, kann ich nicht
> ganz verstehen: In de Sinne, dass das Brett gespart wird?

Nein, das habe ich nicht gemeint.

> Vielleicht, obwohl die momentanen Spiele eher in die Richtung
> "Mehr Ausstattung, mehr Material" gehen.

Ich meinte so etwas wie: variabler Spielplan oder ein sich während des Spieles entwickelnder Spielplan; Konflikte ausspielen; viele Figuren; Eigenschaften, die Figuren zugewiesen werden; AddOns, die Spiele erweitern/verändern;

> Ansonsten sind Tabletops ja traditionell Kriegsspiele

Die Zeit ist doch nun wirklich vorbei. Siehe zum Beispiel Bloodbowl.

> und die
> werden in Deutschland jetzt und auch in absehbarer Zeit von
> den deutschen Verlagen weitestgehend vermieden.

Ach? Gibt es keine Tabletops in Deutschland zu kaufen? *g

> Ich glaube
> kaum dass Schmidt oder Ravensburger ein klassisches Tabletop
> auf dem Markt bringt. Dazu fokussiert der Markt nach wie vor
> die Familie recht stark. Familienfreundliches wird also auch
> in zehn Jahren produziert werden. Kinderspiele übrigens auch
> ;-)

Zu Kinderspielen habe ich absichtlich nichts gesagt, da kenne ich mich nicht aus.

> Mag sein, dass der Platz, der den reinen Erwachsenenspielen
> eingeräumt wird, größer wird - aber es wird auch in ferner
> Zukunft immer auch Familienspiele geben - dass dort
> irgendwann eine Marktlücke entsteht denke ich nicht.

Welche Familien werden denn in Zukunft noch spielen (bei 1,3 Nachwuchskindern)? Die Zukunft gehört eher der zahlungskräftigeren Kundschaft.

> > Kartenspiele -> werden schneller, einfacher oder komplexer
> > und gehen in Richtung Sammelkartenspiele
>
> "Einfacher oder komplexer" - Da bin ich deiner Meinung. Es
> kann aber auch gut sein, dass sie so bleiben, wie sie sind ;-)

Das hast Du wohl falsch verstanden. Ich meinte damit, dass es zwei Tendenzen gibt: Eine Tendenz zum einfachen, schnellen Kartenspiel und eine Tendenz zum Kartenspiel, das sich wie ein Brettspiel spielt und ebenso komplex in seinen Regeln ist.

> > Rollenspiele -> Der Markt ist jetzt schon fast unüberschaubar
>
> Ist er? Hm, ich hatte den Eindruck, er ist jetzt von White
> Wind und D20 gesättigt ;-)
> Im Ernst: Nach der großen Schwächeperiode, die der
> Rollenspielmarkt hatte, als alle RPG-Firmen
> Sammelkartenspiele machten, hat sich der Markt erholt. Er ist
> aber nach wie vor weitestgehen ein Nischenmarkt mit ein paar
> relativ Großen (WoD, D20, DSA, vielleicht noch GURPS).
> Unübersichtlich ist er höchstens deswegen, weil viele
> "Kleine" aktiv sind.

Jupp, genau. Das sagte ich doch. *g

> > Tabletops -> Die Zukunft schlechthin, da viele Jugendliche
> > dieses Hobby in die Erwachsenenwelt hinüberretten
>
> S.O. Tabletops gibt es seit 20 Jahren in etwa derselben
> Anzahl. Mag sein, dass jetzt durch die HdR-Produkte oder Axis
> & Allies Minutures noch ein paar dazukommen, aber es bleibt
> ein Fangemeinschaft, nicht Massenware.

Das sehe ich anders.

> Ich kenn übrigens hauptsächlich erwachsene Tabletopper und
> bei CONS sind die auch eher mein Alter (30) als jünger.

Ab 30 haben die doch erst richtig Geld, um gut in neue Produkte zu investieren.

> Brettspiele und Tabletops stehen nicht wirklich in Konkurrenz
> zueinander (ebenso wie Rollenspiele und Brettspiele) - Es
> gibt Überschneidungen, aber die Gemeinschaften sind doch
> weitestgehend getrennt.

Das sehe ich anders. Die eine Kategorie nimmt der anderen Kategorie Spielzeit ab.

> > CoSims: hier halte ich es für am wahrscheinlichsten, dass
> > Computerunterstützung einziehen wird
>
> Mag sein. Warum? Ich hatte eigentlich den Eindruck,
> Co-Simsler sind eher konservativ ;-) (nicht ganz ernst
> gemeint).

Warum? Nun, bei CoSims muss viel gerechnet, analysiert und sonstwas werden. Das sind immer wiederkehrende Tätigkeiten, die ein Computer leicht übernehmen kann.

> ciao
> peer alias Peer

Gruß Wolfram

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peer

Re: Interessante Thesen im Wandel der Zeit

Beitragvon peer » 28. Juli 2005, 16:01

Hi,
Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> > Nun, ich spiele Carcassonne auch ganz gerne, insbesondere
> dann, wenn ich etwas seichtes haben will, wo das Spiel mich
> spielt und ich nicht so viel denken muss.
>
> Trotzdem finde ich es uninteressant.

Mmh, Verstehe ich es richtig: Du mienst mit "uninteressant" dass es jetzt keine Geschichte erzählt? Oder das einfach das es nicht viel Tiefgang hat, also nicht nach dem Spiel noch zu Grabreden einmldäft (wie es bei Skat so schön heisst).
Letzteres stimmt zwar, allerdings glaube ich nach einem Jahr Carcci-auf-Computer-Exil sagen zu können, dass viele nur die Spitze des Eisberges sehen (ob du dazu gehörst, weiss ich natürlich nicht, dazu müsste ich dir erst bei einer Partie gegenübersitzen :-) )

>> Ich meinte so etwas wie: variabler Spielplan oder ein sich
> während des Spieles entwickelnder Spielplan; Konflikte
> ausspielen; viele Figuren; Eigenschaften, die Figuren
> zugewiesen werden; AddOns, die Spiele erweitern/verändern;

OK, aber das sind nicht nur Tabletop-Eigenschaften (außer man rechnet alle Brettspiele, mit diesen Eigenschaften automatisch den Tabletops zu, aber das unterstelle ich dir heute mal nicht ;-) )

> > Ansonsten sind Tabletops ja traditionell Kriegsspiele
>
> Die Zeit ist doch nun wirklich vorbei. Siehe zum Beispiel
> Bloodbowl.

Bloodbowl gibts seit 20 (?) Jahren. Ausnahmen gabs also schon immer. Und es ist doch auch ziemlich kriegerisch.

> > und die
> > werden in Deutschland jetzt und auch in absehbarer Zeit von
> > den deutschen Verlagen weitestgehend vermieden.
>
> Ach? Gibt es keine Tabletops in Deutschland zu kaufen? *g

Gegenfrage: Wie viele deutsche Firmen produzieren denn Tabletops? Citadel ist seit über 15 Jahren Pleite. Games Workshop unterhält hier Läden,. ist aber keine deutsche Firma.
Tabletoppige-Spiele wie Vortex oder Diskwars haben sich nicht durchgesetzt. Mage Knight kann ich nicht beurteilen (ist aber auch Import).

DAS hab ich gemeint. Deutsche Versionen von US / UK - Spielen und Importe wirds immer geben. Aber ob deutsche Verlage Tabletops machen möchte ich (erst einmal) bezweifeln.

> > Mag sein, dass der Platz, der den reinen Erwachsenenspielen
> > eingeräumt wird, größer wird - aber es wird auch in ferner
> > Zukunft immer auch Familienspiele geben - dass dort
> > irgendwann eine Marktlücke entsteht denke ich nicht.
>
> Welche Familien werden denn in Zukunft noch spielen (bei 1,3
> Nachwuchskindern)? Die Zukunft gehört eher der
> zahlungskräftigeren Kundschaft.

Die Frageist, ob die Spieleszene mit der Alterspyramide nachwächst, ergo: Wieviel Nachwuchs es da gibt. Da mir demoskopische Daten fehlen, muss ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen, und das sagt eher:
Viele (die meisten?) kommen immer noch über die "Familienspielecke"

> Das sehe ich anders. Die eine Kategorie nimmt der anderen
> Kategorie Spielzeit ab.

Tja, ich glaube das nicht, aber wissen tun wirs leider beide nicht...

ciao
peer

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Interessante Thesen im Wandel der Zeit

Beitragvon Marten Holst » 28. Juli 2005, 16:15

Moin,

> Nun, ich spiele Carcassonne auch ganz gerne, insbesondere
> dann, wenn ich etwas seichtes haben will, wo das Spiel mich
> spielt und ich nicht so viel denken muss.
>
> Trotzdem finde ich es uninteressant.

Nicht mögen steht Dir zu, aber ich denke, Du unterschätzt den auf Dauer doch größeren strategischen Anspruch von Carcassonne. :-)

>> > Brettspiele -> werden komplexer (nicht komplizierter) und
>> > gehen in Richtung Tabletops und/oder Sammelminiaturengame
>>
>> Gewagte Theorie. Wieso sollte das so sein? "Sammelbar" wird
>> sicherlich immer mehr und mehr (die vielen Erweiterungen die
>> jetzt erscheinen deuten auch daraufhin), aber es wird immer
>> Spiele geben, die nicht sammelbar sind.
>
> Das habe ich auch gar nicht bestritten. Ich habe nur eine
> Richtung beschrieben. Ich habe NICHT gesagt, dass alle
> Spiele nur noch Tabletops oder Sammelspiele werden.

Liest sich schon so, zumindest als Massentendenz, muss ja auch ned falsch sein. Aber diskutabel finde ich es schon :-)

>> Vielleicht, obwohl die momentanen Spiele eher in die Richtung
>> "Mehr Ausstattung, mehr Material" gehen.
>
> Ich meinte so etwas wie: variabler Spielplan oder ein sich
> während des Spieles entwickelnder Spielplan; Konflikte
> ausspielen; viele Figuren; Eigenschaften, die Figuren
> zugewiesen werden; AddOns, die Spiele erweitern/verändern;

Das hingegen ist durchaus nicht unwahrscheinlich, ja geradezu wünschenswert (was den ersten Teil betrifft), allerdings denke ich, dass das eher eine Freaktendenz ist beim Rest. Weihnachtsbaumspielfamilie wird nicht viele Extraeigenschaften und Millionen Pöppel wollen :-)

>> Ansonsten sind Tabletops ja traditionell Kriegsspiele
>
> Die Zeit ist doch nun wirklich vorbei. Siehe zum Beispiel
> Bloodbowl.

Traditionell und mehrheitlich immer noch, denke ich. BB hat eine treue, aber "kleine" Anhängerschaft, die sicher über normale "Konflikt-Tabletop-Fans" hinausgeht, aber ein großer Markt ist es auch nicht. Und oben wolltest Du noch "Konflikte" - was sich da für mich liest wie "militärische" im weitesten Sinne.

>> und die
>> werden in Deutschland jetzt und auch in absehbarer Zeit von
>> den deutschen Verlagen weitestgehend vermieden.
>
> Ach? Gibt es keine Tabletops in Deutschland zu kaufen? *g

Wenig, in speziellen Läden, und das steht nicht im Widerspruch zu peers Aussage ;-)

>> Mag sein, dass der Platz, der den reinen Erwachsenenspielen
>> eingeräumt wird, größer wird - aber es wird auch in ferner
>> Zukunft immer auch Familienspiele geben - dass dort
>> irgendwann eine Marktlücke entsteht denke ich nicht.
>
> Welche Familien werden denn in Zukunft noch spielen (bei
> 1,3 Nachwuchskindern)? Die Zukunft gehört eher der
> zahlungskräftigeren Kundschaft.

Naja, zum einen gibt es Spiele zu dritt, zum anderen beinhalten diese 1,3 auch 0-Kinder-Familien, die ausgeglichen werden müssen. Als Hauptmarkt für das "Heranführen" an Brettspiele sehe ich die Familie bis auf weiteres als unverzichtbar. Das "zahlungskräftiger"-Argument sehe ich gar nicht - auch nicht wirklich wohlhabende Familien können sich mal ein Brettspiel leisten und dann eine Spieltradition starten.

>> "Einfacher oder komplexer" - Da bin ich deiner Meinung. Es
>> kann aber auch gut sein, dass sie so bleiben, wie sie sind ;-)
>
> Das hast Du wohl falsch verstanden. Ich meinte damit, dass
> es zwei Tendenzen gibt: Eine Tendenz zum einfachen,
> schnellen Kartenspiel und eine Tendenz zum Kartenspiel, das
> sich wie ein Brettspiel spielt und ebenso komplex in seinen
> Regeln ist.

Hier stimme ich Dir weitgehend zu, wobei andererseits der "einfache" Markt ja heute schon massiv existiert (Uno & Co). Aber Frage ist, wieweit "Mittelgewichte" sich halten werden - wohl immer nur als Übergangsstufe.

>> > Tabletops -> Die Zukunft schlechthin, da viele Jugendliche
>> > dieses Hobby in die Erwachsenenwelt hinüberretten
>>
>> S.O. Tabletops gibt es seit 20 Jahren in etwa derselben
>> Anzahl. Mag sein, dass jetzt durch die HdR-Produkte oder Axis
>> & Allies Minutures noch ein paar dazukommen, aber es bleibt
>> ein Fangemeinschaft, nicht Massenware.
>
> Das sehe ich anders.

Naja, Thema, Aufwand (Anmalen etc.) und "Nachkaufen" schrecken schon viele ab. Ich sehe momentan keine Anzeichen, die in die Richtung deuten, aber vielleicht kannst DU in 20 Jahren ja laut über den Skeptiker lachen :-)

>> Brettspiele und Tabletops stehen nicht wirklich in Konkurrenz
>> zueinander (ebenso wie Rollenspiele und Brettspiele) - Es
>> gibt Überschneidungen, aber die Gemeinschaften sind doch
>> weitestgehend getrennt.
>
> Das sehe ich anders. Die eine Kategorie nimmt der anderen
> Kategorie Spielzeit ab.

Was peer wohl meint ist, dass wenige Tabletopper mal beim Amun-Re zu treffen sein werden, und umgekehrt. Kann ich jetzt nichts zu sagen.

Tschüß
Marten

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VolkiDU

Re: Interessante Thesen im Wandel der Zeit

Beitragvon VolkiDU » 28. Juli 2005, 20:15

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:>>
> > Mag sein, dass der Platz, der den reinen Erwachsenenspielen
> > eingeräumt wird, größer wird - aber es wird auch in ferner
> > Zukunft immer auch Familienspiele geben - dass dort
> > irgendwann eine Marktlücke entsteht denke ich nicht.
>
> Welche Familien werden denn in Zukunft noch spielen (bei 1,3
> Nachwuchskindern)? Die Zukunft gehört eher der
> zahlungskräftigeren Kundschaft.

Da die meisten Familienspiele ab drei Spieler funktionieren, würde ich mir da keine großen Gedanken machen.

> > > Kartenspiele -> werden schneller, einfacher oder komplexer
> > > und gehen in Richtung Sammelkartenspiele
> >
> > "Einfacher oder komplexer" - Da bin ich deiner Meinung. Es
> > kann aber auch gut sein, dass sie so bleiben, wie sie sind
> ;-)
>
> Das hast Du wohl falsch verstanden. Ich meinte damit, dass es
> zwei Tendenzen gibt: Eine Tendenz zum einfachen, schnellen
> Kartenspiel und eine Tendenz zum Kartenspiel, das sich wie
> ein Brettspiel spielt und ebenso komplex in seinen Regeln ist.

Seh' ich genauso.

Volker

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VolkiDU

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon VolkiDU » 28. Juli 2005, 22:51

Steffen S. schrieb:
> aber
> selbst da gibt es, zumindest seit 1995 - auch Gegenbeispiele.
> So hat die Qualität bei "Goldsieber" (materialtechnisch) in
> den letzten 2-3 Jahren z.B. eher gelitten.

Hallo Steffen,

das mit Goldsieber ist mir auch schon aufgefallen (z. B. bei Iglu Iglu) und deren Qualität ist ab und zu auch hier im Forum angeprochen worden. Aber gibt es Informationen über das "Warum"?

neugierige Grüße
Volker

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Steffen S.

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Steffen S. » 29. Juli 2005, 00:49

Hi Volker,

da müsste ich jetzt glatt spekulieren. War es nicht so, dass Goldsieber vor einiger Zeit bei einem andern Dachverlag (Noris?) untergeschlüpft ist? Vielleicht hat man von diesem aus den Geldhahn etwas enger gedreht, so dass man den früheren Standard (z.B. Goldland) nicht mehr ganz halten konnte...? Wie gesagt: Bitte nicht steinigen, ist nur hypothetisch...

Gruß,
Steffen

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VolkiDU

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon VolkiDU » 29. Juli 2005, 01:10

Steffen S. schrieb:
> da müsste ich jetzt glatt spekulieren. War es nicht so, dass
> Goldsieber vor einiger Zeit bei einem andern Dachverlag
> (Noris?) untergeschlüpft ist? Vielleicht hat man von diesem
> aus den Geldhahn etwas enger gedreht, so dass man den
> früheren Standard (z.B. Goldland) nicht mehr ganz halten
> konnte...? Wie gesagt: Bitte nicht steinigen, ist nur
> hypothetisch...

Ja, jetzt erinnere ich mich. Seit Anfang 2002 ist das so mit dem Dachverband. Und Noris gehört wiederum zum Dachverband Simba Toys. Aber der Name Sieber hat doch eine große Bedeutung bei Simba Toys, aber welche? Irgendwie komme ich nicht dahinter.

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Heinrich Tegethoff

zB organische LEDs als Spielbrett

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 29. Juli 2005, 22:31

Ralf Rechmann schrieb:
> bin mir aber sicher, dass es irgendwann einen
> touchscreen-tabletop-brettspiel-bildschirm geben wird!
> machbar ist das heute schon, nur nicht für den massenmarkt
> bezahlbar und wer will schon xx.xxx euro in einen prototypen
> stecken? geldgeber bitte per email melden!

Nun, eine Technologie, auf die viele ausserhalb der Spiele hoffen,
sind organische LEDs, also eine Art Folie, die selbst leuchtet und
dabei wie ein LCD-Schirm wirkt.

Diese Folie könnte man auf Spielbrettern (zentral und/oder per Spieler)
aufbringen und so das Spielbrett dynamisch gestalten. Auf klassische
Elemente für (m)ein haptisches Erlebnis, also Spielfiguren, braucht man
da nicht zu verzichten.

Die Frage ist nur, wann diese Technologie billig zur Verfügung steht. Da
sie auch in anderen Bereichen starkt nachgefragt ist, wird dort aber etwas
passieren.

Für dynamische Spielbretter finden sich gute Spielideen, aber weiterhin
bleibt ein altes Problem: das ganze muß intelligent angesteuert werden,
und wer kein halbes PC-Spiel verkauft muß teure Spezialhardware beilegen,
die man als Spieler aber nicht wahrnehmen will.

Servus,
Heinz

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Heinrich Tegethoff

Re: Spiele im Wandel der Zeit

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 29. Juli 2005, 22:37

jowojofo schrieb:
> Aber 'recht teuer' ist relativ. Bei großen Stückzahlen ist
> der Preis der Elektronik erschwinglich -

Da liegt ja das Problem: "große Stückzahlen" heißt bei Consumer-
Elektronik "10 Millionen", bei Brettspielen heißt "große Stückzahl" 100,000.
Da der Löwenanteil von Mikroelektronikkosten in der einmaligen Entwicklung
liegt, hast Du mit diesem Faktor 100 ein Preisproblem.

Servus,
Heinz


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