Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 28. Juli 2005, 15:20
peer schrieb:
>
> Hi,
> Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> > Im Gegenteil: Seit Tikal ist nichts wirklich interessantes
> > mehr zum SdJ gekürt worden. Carcassonne mag ein Klassiker
> > werden, ist aber nicht wirklich ein interessantes Spiel.
>
> Zumindest für dich nicht. Der Erfolg den es hat, wäre wohl
> kaum da, wenn alle deiner Meinung wären ;-)
> Das Interessante ist nun einmal das offene, das Einfache -
> ich mags, du nicht, mehr kann man nicht feststellen ;-)
Nun, ich spiele Carcassonne auch ganz gerne, insbesondere dann, wenn ich etwas seichtes haben will, wo das Spiel mich spielt und ich nicht so viel denken muss.
Trotzdem finde ich es uninteressant.
> > > Und letztendlich wie sieht die Zukunft des Brett- und
> > > Kartenspiels aus?
> >
> > Brettspiele -> werden komplexer (nicht komplizierter) und
> > gehen in Richtung Tabletops und/oder Sammelminiaturengame
>
> Gewagte Theorie. Wieso sollte das so sein? "Sammelbar" wird
> sicherlich immer mehr und mehr (die vielen Erweiterungen die
> jetzt erscheinen deuten auch daraufhin), aber es wird immer
> Spiele geben, die nicht sammelbar sind.
Das habe ich auch gar nicht bestritten. Ich habe nur eine Richtung beschrieben. Ich habe NICHT gesagt, dass alle Spiele nur noch Tabletops oder Sammelspiele werden.
> Was du mit "In Richtung Tabletops" meinst, kann ich nicht
> ganz verstehen: In de Sinne, dass das Brett gespart wird?
Nein, das habe ich nicht gemeint.
> Vielleicht, obwohl die momentanen Spiele eher in die Richtung
> "Mehr Ausstattung, mehr Material" gehen.
Ich meinte so etwas wie: variabler Spielplan oder ein sich während des Spieles entwickelnder Spielplan; Konflikte ausspielen; viele Figuren; Eigenschaften, die Figuren zugewiesen werden; AddOns, die Spiele erweitern/verändern;
> Ansonsten sind Tabletops ja traditionell Kriegsspiele
Die Zeit ist doch nun wirklich vorbei. Siehe zum Beispiel Bloodbowl.
> und die
> werden in Deutschland jetzt und auch in absehbarer Zeit von
> den deutschen Verlagen weitestgehend vermieden.
Ach? Gibt es keine Tabletops in Deutschland zu kaufen? *g
> Ich glaube
> kaum dass Schmidt oder Ravensburger ein klassisches Tabletop
> auf dem Markt bringt. Dazu fokussiert der Markt nach wie vor
> die Familie recht stark. Familienfreundliches wird also auch
> in zehn Jahren produziert werden. Kinderspiele übrigens auch
> ;-)
Zu Kinderspielen habe ich absichtlich nichts gesagt, da kenne ich mich nicht aus.
> Mag sein, dass der Platz, der den reinen Erwachsenenspielen
> eingeräumt wird, größer wird - aber es wird auch in ferner
> Zukunft immer auch Familienspiele geben - dass dort
> irgendwann eine Marktlücke entsteht denke ich nicht.
Welche Familien werden denn in Zukunft noch spielen (bei 1,3 Nachwuchskindern)? Die Zukunft gehört eher der zahlungskräftigeren Kundschaft.
> > Kartenspiele -> werden schneller, einfacher oder komplexer
> > und gehen in Richtung Sammelkartenspiele
>
> "Einfacher oder komplexer" - Da bin ich deiner Meinung. Es
> kann aber auch gut sein, dass sie so bleiben, wie sie sind ;-)
Das hast Du wohl falsch verstanden. Ich meinte damit, dass es zwei Tendenzen gibt: Eine Tendenz zum einfachen, schnellen Kartenspiel und eine Tendenz zum Kartenspiel, das sich wie ein Brettspiel spielt und ebenso komplex in seinen Regeln ist.
> > Rollenspiele -> Der Markt ist jetzt schon fast unüberschaubar
>
> Ist er? Hm, ich hatte den Eindruck, er ist jetzt von White
> Wind und D20 gesättigt ;-)
> Im Ernst: Nach der großen Schwächeperiode, die der
> Rollenspielmarkt hatte, als alle RPG-Firmen
> Sammelkartenspiele machten, hat sich der Markt erholt. Er ist
> aber nach wie vor weitestgehen ein Nischenmarkt mit ein paar
> relativ Großen (WoD, D20, DSA, vielleicht noch GURPS).
> Unübersichtlich ist er höchstens deswegen, weil viele
> "Kleine" aktiv sind.
Jupp, genau. Das sagte ich doch. *g
> > Tabletops -> Die Zukunft schlechthin, da viele Jugendliche
> > dieses Hobby in die Erwachsenenwelt hinüberretten
>
> S.O. Tabletops gibt es seit 20 Jahren in etwa derselben
> Anzahl. Mag sein, dass jetzt durch die HdR-Produkte oder Axis
> & Allies Minutures noch ein paar dazukommen, aber es bleibt
> ein Fangemeinschaft, nicht Massenware.
Das sehe ich anders.
> Ich kenn übrigens hauptsächlich erwachsene Tabletopper und
> bei CONS sind die auch eher mein Alter (30) als jünger.
Ab 30 haben die doch erst richtig Geld, um gut in neue Produkte zu investieren.
> Brettspiele und Tabletops stehen nicht wirklich in Konkurrenz
> zueinander (ebenso wie Rollenspiele und Brettspiele) - Es
> gibt Überschneidungen, aber die Gemeinschaften sind doch
> weitestgehend getrennt.
Das sehe ich anders. Die eine Kategorie nimmt der anderen Kategorie Spielzeit ab.
> > CoSims: hier halte ich es für am wahrscheinlichsten, dass
> > Computerunterstützung einziehen wird
>
> Mag sein. Warum? Ich hatte eigentlich den Eindruck,
> Co-Simsler sind eher konservativ ;-) (nicht ganz ernst
> gemeint).
Warum? Nun, bei CoSims muss viel gerechnet, analysiert und sonstwas werden. Das sind immer wiederkehrende Tätigkeiten, die ein Computer leicht übernehmen kann.
> ciao
> peer alias Peer
Gruß Wolfram