Beitragvon Frank Schaubrenner » 29. September 2005, 21:31
richard sivel schrieb:
>
> * wenn zwei kämpfen freut sich der dritte. Durch kämpfe
> werden die teilnehmer so stark geschwächt, daß es sinn macht
> zur "hyänentaktik" überzugehen.
Jup wenn sich 2 von 3 auf einander einschiessen , wenn es reihum geht oder 2 2erSituationen entstehen, eher nicht. Aber es gibt viele Spieler die 2-3 Stunden auf dem ersten Angriff rumreiten und sich somit das ganze Spiel spinnefeind sind,... ok ist aber bei den meisten Spielen so, wenn zwei gegeneinander Spielen freut sich der Rest.
>
> * Letztes-Runden-Syndrom: Da das Spielende determiniert ist,
> finden im letzten zug angriffe statt, die den spielverlauf
> ins absurde führen.
nachdem es nur 6 Runden gibt, spiele zumindest ich oft darauf, wohin die Reise noch gehen kann, somit ist dieser scheinbar merkwürdige Zug evtl. das worauf man die letzen 3 Runden hingespielt hat :-).
W. ist ein Spiel, dessen Bogen auf die 6 Runden ausgelegt ist, ob dies allgemein gefällt ist sicher Geschmackssache,
wem es nicht gefällt kann ja versuchen nach 2 Jahren das Spielende offen zu lassen (gab es glaube ich bei Lords of Creation und einigen anderen Spielen schon), nach dem Kriterium seiner Wahl weiter zu spielen, wobei jedes weitere Quartal, mit zunehmender Wahrscheinlichkeit das Ende bringen sollte. Siegpunkte und Versorgung für dieses dritte Jahr sind dann Anteilig zu berechnen, wobei das nicht mein Spiel wäre und man etwas mehr Zeit einplanen sollte :-).
Ich glaube zu einem ähnlichen Thema gibt es weiter unten einen Thread,
>
> * Angriffe benötigen einen unglaublich langen vorlauf: Zug 1:
> Verstärken. Zug 2: Angreifen. Da das gebiet, von dem man aus
> angreift, meist eins ist, das man für andere Zwecke braucht
> (steuern eintreiben, gebäude bauen) geht meist noch ein zug
> mehr drauf.
Wallenstein ist sehr Stationär, damit haben viele meiner Mitspieler die eher andere "Kriegsspiele" spielen ein oft ein Problem beim Einschätzen der Dynamik, aber genau dieser Aspekt ist ein Grund, warum mir das Spiel so gefällt.
Wobei geschickt eingefädelt kann Frontverstärken und Angreifen in einem Zug klappen.
>
> * ein geschwächter spieler wird zusätzlich bestraft, da er
> weniger länder hat (pro runde darf man soviel aktionen
> machen, wie man länder hat, maximal aber 10. -- Habe ich also
> nur 5 länder, dann darf ich nur 5 aktionen machen, und
> expandiere zwangsläufig langsamer als ein spieler mit 10
> ländern (=10 aktionen).
Aktionen kosten dummerweise Geld um genau zu sein 12 pro Runde, wer es schafft diese dauerhaft aufzutreiben, "Respekt"(höchstes Einkommen wenn ich mich erinnere 7? ). Wobei, wer auf 5 Länder runtergestutzt wird, hat natürlich nicht unbedingt die besten Karten, wird aber in der Folge wärend sich die anderen Kloppen oft in Frieden gelassen.
>
> * Siegpunkte bekommt man bei wallenstein nicht durch die
> kämpfe, sondern durch seine aufbautätigkeit (paläste,
> kirchen). Kämpfe stellen ein taktisches mittel dar, um
> begrenzten einfluß auf die mitspieler auszuüben. -- Dies
> mutet ein wenig merkwürdig an für ein im 30-jährigen krieg
> angesiedeltes spiel.
zu den Siegpunkten, mal so mal so, hatte z.B. schon einige Spiele, insbesondere mit Freunden von "kriegerischen" Spielen, da standen am Ende so gut wie keine Gebäude und hochgezüchtete Länder waren hier beliebte Schlachtenziele.
Angriffe /bzw die Möglichkeit der Angriffe, sind für mich in erster Linie die Möglichkeit zu drohen, damit der Mitspieler sich nciht in Ruhe in seinem Gebiet einrichten kann, nicht umsonst sind viele lukrativen Länder von vielen Seiten erreichbar und selten im einfach schützbaren Eck..
Ok, bezweifel auch ernsthaft, dass dies viel mit dem 30 jährigen Krieg zu tun hat, tut mir persönlich nicht weh :-)
>
Gruss Frank
der sich bewusst ist, dass W. nicht jedermanns Fall sein wird, bei Friedrich hab ich persönlich noch nicht den Dreh raus, :-)