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Card driven Games - Welche taugen was?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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cristinus
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Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon cristinus » 28. September 2005, 22:05

Gibts CoSimler in Spielbox -Gemeinde?

ich habe kürzlich "Hannibal gegen Rom" von Eurogames gespielt und meine Leidenschaft für die sogenannten "Card-Driven-Games" entdeckt. Daher frage ich mal die Experten nach der Qualität der anderen Spiele dieses Genre.

Hier meine Liste (Fehlen da welche, für Kommentare bin ich sehr dankbar):

We the People (Avalon Hill): Der "Gründervater" des Genres. Kann man den heute noch spielen?

Hannibal gegen Rom (Eurogames): Wow, was für ein Meisterwerk! Ein absolut faszinierendes Strategiespiel! Ich habe noch in den Tagen nach meinem ersten Spiel ständig an bestimmte Spielsituationen und ihre Lösung bzw. Nichtlösung denken müssen. Für mich ein absolutes Highlight!

Successors (Avalon Hill): Thema sind die Nachfolgestreitigkeiten nach dem Tod Alexander des Großen. Ist das so wie Hannibal, nur für vier Mitspieler?

For the People (GMT): Kenne ich leider nicht. Thema ist der amerikanische Bürgerkrieg.

Paths of Glory (GMT): Ein Klassiker, den ich bisher leider nur einmal gespielt habe. Ich fand PoG ziemlich komplex und hatte ein bißchen das Gefühl Schach zu spielen, was mir nicht so liegt. Trotzdem ein tolles Spiel über den 1.WK, dass spielenswert ist..

Barbarossa to Berlin (GMT: Der Nachfolger von PoG, nur halt 2.WK. Kann BtB dem Vorgänger das Wasser reichen?

Napoleonic Wars (GMT): Soll nicht so doll sein, laut BGG. Habt Ihr da andere Erfahrungen?

Thirty Years War (GMT): Der 30-Jährige Krieg bildet das Szenario für dieses Spiel, was in der Szene gnadenlos unterging. Habs vor kurzem gespielt und fand es deutlich besser als sein Ruf. Hatte ein paar Ecken und Kanten in der Spielmechanik (z.B. ungleichgewichtiges Set-Up von Protestanten und Katholiken), war aber sehr stimmungsvoll und äußerst dynamisch für ein CoSim. Will sagen: Kein großes Abtasten á la Paths of Glory, es geht jede Runde ums Ganze!

Wilderness War (GMT): Briten gegen Franzosen im Kampf um Nordamerika. Ist ein etwas exotisches Thema, aber wer "Lederstrumpf" mag, kann wahrscheinlich was damit anfangen. Das Spiel soll laut BGG-Meinungen gut sein, ich kenne es leider noch nicht.

Sword of Rome (GMT) und Empire of the Sun: Die hab ich leider noch nicht gespielt. Kann da jemand was zu sagen?

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Ernst Knauth

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Ernst Knauth » 29. September 2005, 01:40

christian schrieb:
>
> Gibts CoSimler in Spielbox -Gemeinde?

bestimmt :-)

> ich habe kürzlich "Hannibal gegen Rom" von Eurogames gespielt
> und meine Leidenschaft für die sogenannten
> "Card-Driven-Games" entdeckt. Daher frage ich mal die
> Experten nach der Qualität der anderen Spiele dieses Genre.

Ich habe alle genannten CDGs schon gespielt (jeweils zwischen 3 bis ca. 80 Partien). Alle diese CDGs haben ihre Qualitäten, aber die persönlichen Geschmäcker sind unterschiedlich (historischer Hintergrund, Komplexität, Spieldauer, Spielerzahl, etc.).

Diese CDGs sind eigentlich Wargames mit historischem Hintergrund (mit der Historie sollte man sich auf jeden Fall immer erst etwas vertraut machen).
Ich würde keines so recht als Cosim bezeichnen, da der Simulations-Charakter meist nur kaum bis mäßig ausgeprägt ist. Am ehesten in diese (Simulations-)Richtung kommen wohl "Empire of the Sun", Barbarossa to Berlin" und "Paths of Glory".

> Hier meine Liste (Fehlen da welche, für Kommentare bin ich
> sehr dankbar):

Es fehlen in der Auflistung:
- Wellington (GMT): ich will heute meine erste Partie machen.
- Assyrian Wars (UGG): kenne ich noch nicht.
- Triumph of Glory (Clash of Arms): kenne ich noch nicht (Thema: Russische Revolution).

> We the People (Avalon Hill): Der "Gründervater" des Genres.
> Kann man den heute noch spielen?

Ja, wenn man über die Charakteristik der Amerikanischen Revolution einigermassen Bescheid weiß.
Relativ kurze Spieldauer.

> Hannibal gegen Rom (Eurogames): Wow, was für ein Meisterwerk!
> Ein absolut faszinierendes Strategiespiel! Ich habe noch in
> den Tagen nach meinem ersten Spiel ständig an bestimmte
> Spielsituationen und ihre Lösung bzw. Nichtlösung denken
> müssen. Für mich ein absolutes Highlight!

Spiele ich immer noch gerne (bisher ca 70x).
2ed rules gibt es im Internet.

> Successors (Avalon Hill): Thema sind die
> Nachfolgestreitigkeiten nach dem Tod Alexander des Großen.
> Ist das so wie Hannibal, nur für vier Mitspieler?

Gefällt mir recht gut.
Hat mit Hannibal nicht viel gemein.
2ed rules gibt es im Internet.

> For the People (GMT): Kenne ich leider nicht. Thema ist der
> amerikanische Bürgerkrieg.

Für mich eines der besten CDGs (man sollte aber den Verlauf des Amerikanischen Bürgerkriegs gut kennen).
Mein Mitspieler fand leider, daß die Regeln viel zu viel überflüssigen Chrom enthalten, und will es daher nicht mehr spielen. Ich fand den Chrom nicht störend.

> Paths of Glory (GMT): Ein Klassiker, den ich bisher leider
> nur einmal gespielt habe. Ich fand PoG ziemlich komplex und
> hatte ein bißchen das Gefühl Schach zu spielen, was mir nicht
> so liegt. Trotzdem ein tolles Spiel über den 1.WK, dass
> spielenswert ist..

Finde ich sehr gut.
Für viele das beste CDG.

> Barbarossa to Berlin (GMT: Der Nachfolger von PoG, nur halt
> 2.WK. Kann BtB dem Vorgänger das Wasser reichen?

Derselbe Designer wie für Paths of Glory.
Ich selbst bin bisher nicht damit klar gekommen.
Viele finden es aber sehr gut.

> Napoleonic Wars (GMT): Soll nicht so doll sein, laut BGG.
> Habt Ihr da andere Erfahrungen?

Mein meistgespieltes CDG, gleichermassen gut für 2-4 Mitspieler.
Bei 5 Mitspielern gibt es geteilte Meinungen.
Umfangreiche Regeln, aber nicht so sehr komplex.

> Thirty Years War (GMT): Der 30-Jährige Krieg bildet das
> Szenario für dieses Spiel, was in der Szene gnadenlos
> unterging. Habs vor kurzem gespielt und fand es deutlich
> besser als sein Ruf. Hatte ein paar Ecken und Kanten in der
> Spielmechanik (z.B. ungleichgewichtiges Set-Up von
> Protestanten und Katholiken), war aber sehr stimmungsvoll
> und äußerst dynamisch für ein CoSim. Will sagen: Kein großes
> Abtasten á la Paths of Glory, es geht jede Runde ums Ganze!

Gefällt mir nicht, da ich der Art der "vagabundierenden" Kriegsführung im 30jährigen Krieg bisher noch nichts abgewinnen konnte.

> Wilderness War (GMT): Briten gegen Franzosen im Kampf um
> Nordamerika. Ist ein etwas exotisches Thema, aber wer
> "Lederstrumpf" mag, kann wahrscheinlich was damit anfangen.
> Das Spiel soll laut BGG-Meinungen gut sein, ich kenne es
> leider noch nicht.

Ich mag es, die Meinungen sind aber recht unterschiedlich.
Auf jeden Fall sollten die optional rules (insbesondere "Infiltration") mit einbezogen werden.

> Sword of Rome (GMT) und Empire of the Sun: Die hab ich leider
> noch nicht gespielt. Kann da jemand was zu sagen?

Obwohl ich Römer-Fan bin, habe ich zu Sword of Rome bisher noch eine zwiespältige Meinung, da ich die Ermittlung der Kampfergebnisse und die Zuteilung der Verluste als sehr glücksabhängig empfunden habe. Im neuesten Heft des Magazins "Against the Odds" gibt es einen ausführlichen Artikel des Designers zu genau diesem Thema. Vielleicht hilft er (mir) ja weiter ...

Empire of the Sun ist von Mark Herman, der auch "We the People" und "For the People" gemacht hat.
Wohl das komplexeste aller CDGs bisher, mit umfangreichen Regeln, und das erste CDG, das nicht das Point-to-Point-System, sondern ein Hexraster verwendet.
Ich bin begeistert und werde es bestimmt noch oft spielen.


Das soll's fürs Erste mal sein.
Zu jedem dieser Spiele gäbe es aber noch eine Menge zu sagen.
Über die Suchfunktion (Spielname bzw. "CDG" oder "Card Driven Games") kann man noch jede Menge Meinungen bekommen.

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Marcus Segler
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Beiträge: 209

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Marcus Segler » 29. September 2005, 08:41

Moin Christian,

> [...] Qualität der anderen Spiele dieses Genre.

spielenswert sind sie IMO alle, manche eben sehr und manche etwas weniger.
Wenn Du überlegst welches für Dich das nächste CDG sein soll, dann orientier Dich am historischen Hintergrund und vielleicht an der Komplexität.

Bis auf das neue EotS kenne und spiele ich alle genannten Spiele. Die Entscheidung welches auf den Tisch kommt hängt bei mir meist von zwei Punkten ab: wie viel Zeit steht zur Verfügung und will ich die grauen Zellen aktivieren oder es lieber ruhig angehen lassen.

Hier meine Unterteilung:

WtP, Hannibal, Successors: sehr nette, auch einfache, CDG die trotzdem sehr gute Unterhaltung bieten. Es reicht sicherlich eines zu spielen und erst wenn man es sich leid gespielt hat ein weiteres zu kaufen.

FtP, PoG, BtB: längere Spieldauer, aufwendiger da man, je nach Erfahrung, länger an den Zügen überlegt. Meine Favoriten wenn man mehr Zeit hat. Bei PoG und BtB hat jeder Spieler sein eigenes Kartendeck, was den Aspekt des Deck Managements ins Spiel bringt und sehr wichtig macht.

TNW, 30YW, WW, SoR: die Fraktion der "kommen eher selten auf den Tisch"- Spiele. Hier stimmt für mich das Verhältnis von Spielspaß zu Spieldauer nicht immer. Das soll keineswegs bedeuten die Spiele sind schlecht. Ich ziehe nur andere CDG vor, ist halt auch Geschmackssache ("Ich sehe mir lieber 'Den Schatz im Silbersee' an, als noch mal Wilderness War zu spielen" und "Trägt Mansfeld eigentlich ein T-Shirt mit dem Aufdruck 'Hit me hard' ?" - Verzweiflung nachdem der Guteste in mehreren Partien spätestens nach der 2. Schlacht versturb *sigh*)
Trotzdem hat keines dieser Spiele je Staub in meinem Regal angesetzt. Irgendwann bekomme ich wieder Lust drauf und dann werdesie wieder gespielt.


Es gibt also eine große Auswahl an brauchbaren bis sehr guten CDG. Und wer die Wahl hat ...


Viele Grüße aus Hasenmoor,
Marcus

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 29. September 2005, 09:48

Ernst Knauth schrieb:
>
> > Hannibal gegen Rom (Eurogames): Wow, was für ein Meisterwerk!
> > Ein absolut faszinierendes Strategiespiel! Ich habe noch in
> > den Tagen nach meinem ersten Spiel ständig an bestimmte
> > Spielsituationen und ihre Lösung bzw. Nichtlösung denken
> > müssen. Für mich ein absolutes Highlight!
>
> Spiele ich immer noch gerne (bisher ca 70x).
> 2ed rules gibt es im Internet.

Hallo Ernst,

habe hier mal mitgelesen und wollte gerne von Dir wissen wo man denn diese 2ed rules downloaden kann. Habe das Spiel nämlich auch und wollte es immer schon mal spielen, aber bisher haben mich die manchmal ungenauen Regeln davon abgehalten.

Danke schon mal vorab!

Gruß

Michael

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Michael Schlepphorst
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Erledigt!

Beitragvon Michael Schlepphorst » 29. September 2005, 11:17

Hab's gefunden!

Gruß

Michael

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cristinus

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon cristinus » 29. September 2005, 16:47

Moin Marcus,

danke für den guten Beitrag, gilt natürlich ebenso für Ernst, der für mich den Staus "Super-Grognard" hat, was seine profunden Kenntnisse angeht...
.
> TNW, 30YW, WW, SoR: die Fraktion der "kommen eher selten auf
> den Tisch"- Spiele. Hier stimmt für mich das Verhältnis von
> Spielspaß zu Spieldauer nicht immer. Das soll keineswegs
> bedeuten die Spiele sind schlecht. Ich ziehe nur andere CDG
> vor, ist halt auch Geschmackssache ("Ich sehe mir lieber 'Den
> Schatz im Silbersee' an, als noch mal Wilderness War zu
> spielen" und "Trägt Mansfeld eigentlich ein T-Shirt mit dem
> Aufdruck 'Hit me hard' ?" - Verzweiflung nachdem der Guteste
> in mehreren Partien spätestens nach der 2. Schlacht versturb
> *sigh*)>

Deine Anspieleung auf Mansfeld habe ich nicht ganz verstanden. Du meinst doch damit den protestantischen General aus 30YW, oder? Haben in den ersten zwei Zügen nicht die Protestanten einen Vorteil? Es gibt doch diesen Anfangszug, mit denen man die katholischen Truppen bei Wien entweder zur Schlacht zwingen kann oder diese sich in die Festung zurückziehen müssen ohne Hoffnung auf Entsatz. Oder bringe ich da gerade was durcheinander?

Gruß
christian

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Niccolo
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Beiträge: 1333

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Niccolo » 29. September 2005, 21:12

christian schrieb:

> Es gibt doch diesen Anfangszug,

Korrekt - diesen vildiskutierten "Killerzug" gibt es. Als '(in)offizielle' (?) Hausregel wird geraten, dass der Protestant im 1. Zug nicht gen Österreich ziehen darf.
Genau kann ich mich nicht mehr erinnern - ist zu lange her inzwischen.
Was ich mich erinner - thematisch reizvoll, vom Spiel her eher 'träge'. Ausserdem schien es mir hier am stärksten ausgeprägt, dass die Multifunktionalität der Karten sich nicht richtig ausspielt.

Gut war PoG - wenn imho auch zu viel Chrom.

BtB is meines Erachtens ein 'streamlined' PoG - wobei ich mir dort wieder einbilde, dass die Eventsteuerung da hatscherter war.

Ist ja alles schon so lange her :)

Bzgl. CD-Wargames schon BGG beschnüffelt? Gibt dort ja schon jede Menge Listen dazu - z.B.
http://www.boardgamegeek.com/geeklist.php3?action=view&listid=9882

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Stefan-spielbox

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Stefan-spielbox » 29. September 2005, 21:42

Niccolo schrieb:
>
> christian schrieb:
>
> > Es gibt doch diesen Anfangszug,
>
> Korrekt - diesen vildiskutierten "Killerzug" gibt es. Als
> '(in)offizielle' (?) Hausregel wird geraten, dass der
> Protestant im 1. Zug nicht gen Österreich ziehen darf.
(...)

Diese Regel wäre mir neu. Aber das soll nichts bedeuen. Eine offizielle Optional Rule sagtallerdings, daß man die im Countermix überzählige imperiale Veteraneneinheit ebenfalls nach Wien (im Kampagnen- oder Early War-Szenario) stellen soll. So wird der Agriff doch schon um einiges schwerer...

Gruß,
Stefan

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Christian Koppmeyer

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Christian Koppmeyer » 30. September 2005, 07:50

Hallo Christian,

ich denke das die Antwort von Ernst schon ziemlich profund ist. Trotzdem hier auch noch mein Erfahrungsbeitrag.

Generell gilt für mich, das mir Spiele deren historischer Hintergrund mein Interesse weckt mehr Spaß machen als andere. Aus diesem Grund habe ich 30 Years War und Assyrian Wars nicht gespielt.

Mein Favorit ist ganz klar Path of Glory. Leider ist es so, das die Regeln schon relativ komplex sind. Man wird also erstmal eine hochligenende Latte überspringen müssen um Zugang zum Spiel zu finden. Dadurch bedingt beginnt es erst richtig Spaß zu machen wenn man weiß was man tut bzw tun kann.

Während POG und BTB reine Zweipersonenspiele sind ist Napoleonic Wars ein Mehrpersonenspiel. Diese funktioniert ausgezeichnet und macht echt Spaß.
Ich glaube aber das man da auch irgendwelche Revised Regelversion benutzen sollte.

Wilderness Wars ist von der Thematik mal was ganz anderes. Hier wird ein komplett anderes taktisches Denken verlangt, da im Winter in der Wilderness deine Überlebenschancen gleich Null sind. Hat mir auch sehr gut gefallen.

Ein Spiel welches hier allerdings noch gar nicht erwähnt wurde (vielleicht zu Recht weil es nicht wirklich in die Kategorie Card-Driven gehört) welches ich aber unbedingt empfehlen möchte ist "Up Front" (Eine Art Advanced Squad Leader als Kartenspiel). Wer sich mit der Thematik anfreunden kann, der bekommt ein Spiel welches in meinen Augen zu den besten (CoSim's) Spielen gehört die es gibt. In keinem anderen Spiel findest du so eine geniale Verquickung von Taktik und "Fog of War" wie hier.

Gruß

CK

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Christian Koppmeyer

Re: Erledigt!

Beitragvon Christian Koppmeyer » 30. September 2005, 08:36

Wo. Kannst du mir den Link schicken?

Danke

CK

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Michael Schlepphorst
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Beiträge: 793

Re: Erledigt!

Beitragvon Michael Schlepphorst » 30. September 2005, 08:42

Christian Koppmeyer schrieb:
>
> Wo. Kannst du mir den Link schicken?
>
> Danke
>
> CK

Klar!

http://www.boardgamegeek.com/game/234

Gruß

Michael

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Marcus Segler
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Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Marcus Segler » 30. September 2005, 09:42

christian schrieb:

> Deine Anspieleung auf Mansfeld habe ich nicht ganz
> verstanden. Du meinst doch damit den protestantischen General
> aus 30YW, oder? Haben in den ersten zwei Zügen nicht die
> Protestanten einen Vorteil?

ich habe mich da auf die "Leader Losses" bezogen.
Den Prostestanten haben eine harte Zeit, wenn Mansfeld nach der ersten oder zweiten Schlacht vom Gaul fällt. Bis die Schweden zur Hilfe kommen kann viel passieren.

Gruß Marcus

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Marcus Segler
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Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Marcus Segler » 30. September 2005, 09:47

Niccolo schrieb:

> Gut war PoG - wenn imho auch zu viel Chrom.

da wird PoG IMO aber locker von FtP übertroffen ;-)

> BtB is meines Erachtens ein 'streamlined' PoG - wobei ich mir
> dort wieder einbilde, dass die Eventsteuerung da hatscherter
> war.

"hatscherter"?

> Ist ja alles schon so lange her :)

mußt sie mal wieder aus dem Schrank holen

Kannst Du mal etwas zu der neuen LnL-Erweiterung schreiben? Vielleicht auch wo man sie bekommt? Passiert bei VLnL eigentlich noch etwas?

Gruß Marcus

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Christian Koppmeyer

Re: Erledigt!

Beitragvon Christian Koppmeyer » 30. September 2005, 10:34

Danke.

Ich habe das jetzt so verstanden das es keine 2ed für die deutsche Regelausgabe gibt?!?

CK

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Michael Schlepphorst "Suko"

Re: Erledigt!

Beitragvon Michael Schlepphorst "Suko" » 30. September 2005, 10:48

Christian Koppmeyer schrieb:
>
> Danke.
>
> Ich habe das jetzt so verstanden das es keine 2ed für die
> deutsche Regelausgabe gibt?!?
>

Denke ich mal. Habe zumindest auch keine gefunden. Wenn doch, bitte unbedingt Info an mich! ;-)

Gruß

Michael

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Niccolo
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Re: Card driven Games - Lock'N Load: Band Of Heroes

Beitragvon Niccolo » 30. September 2005, 11:44

Marcus Segler schrieb:

> "hatscherter"?

hinkend, glaub ich, wär die passabelste Übersetzung ins Hochdeutsche :)


> Kannst Du mal etwas zu der neuen LnL-Erweiterung schreiben?

Ich werd innerhalb der nächste(n) 1-2 Wochen PEEPen :)

> Vielleicht auch wo man sie bekommt?

Bei matrixgames.com (die haben ein Lager auch in der EU - England)
und bisher - soweit ich weiß - nur bei Händlern in Übersee.

> Passiert bei VLnL
> eigentlich noch etwas?

Beim Vietnam Module - hie und da - sehr selten.
Jetz, mit Band Of Heroes, mag das besser werden. Das wird in Kürze zum Runterladen verfügbar sein (nimmer mit diesen Seriennummer-Schnickschnack).
Das liegt wohl auch daran, dass mit Band Of Heroes der 2. Weltkrieg behandelt wird, was bekanntlich die höchste Aufmerksamkeit erhält.

Grafik ist großartig - schon gesehen? Matrix konnte da die Grafiken ihrer Computerstrategiespiele anbieten - sieht jetzt alles toll aus.

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Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Niccolo » 30. September 2005, 11:46

Stefan schrieb:

> > Korrekt - diesen vildiskutierten "Killerzug" gibt es. Als
> > '(in)offizielle' (?) Hausregel wird geraten, dass der
> > Protestant im 1. Zug nicht gen Österreich ziehen darf.
> (...)
>
> Diese Regel wäre mir neu. Aber das soll nichts bedeuen.

Ja, Stefan, stammt noch aus der Zeit, wo das Spiel neu war, ich fleissig im entsprechenden Forum mitgelesen hatte - war 'customs' Vorschlag.

Aber nachdem TYW imho nicht der Überflieger ist, hatte ich so oder so keine Möglichkeit das auszuprobieren - werd es wohl auch nicht mehr.

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Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Niccolo » 30. September 2005, 11:50

Marcus Segler schrieb:

> > Ist ja alles schon so lange her :)
>
> mußt sie mal wieder aus dem Schrank holen

Tja - mein "Dauerproblem". Es kommen stets neue Spiele raus - die halten auf Trapp.

Vor geraumer Zeit stellte ich fest, dass die - wenn eh bescheidene - Sammelleidenschaft in mir schon sehr verschwunden ist.
Bin gerade am Herrichten - langsam, aber doch - meiner Spiele um sie Richtung e-Bay zu schieben.
Manchmal durchzukct es mich schon, dass Spiele, wo ich 'jüngere' Spieler am Jagen weiß, vielleicht doch noch bleiben sollten... aber wenn ich sie eh nie spiele?

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Ernst Knauth

Re: Card driven Games - 30YW

Beitragvon Ernst Knauth » 30. September 2005, 12:29

Niccolo schrieb:
>
> Stefan schrieb:
>
> > > Korrekt - diesen vildiskutierten "Killerzug" gibt es. Als
> > > '(in)offizielle' (?) Hausregel wird geraten, dass der
> > > Protestant im 1. Zug nicht gen Österreich ziehen darf.
> > (...)
> >
> > Diese Regel wäre mir neu. Aber das soll nichts bedeuen.
>
> Ja, Stefan, stammt noch aus der Zeit, wo das Spiel neu war,
> ich fleissig im entsprechenden Forum mitgelesen hatte

> - war 'customs' Vorschlag.

aber nur eine Weile lang ...
Später wurde man sich weitgehend einig, daß keine Regeländerung notwendig ist, da man sich mit dem "Killerzug" mehr Nachteile als Vorteile einhandeln würde (deshalb haben wir auch immer auf ihn verzichtet).
Die Begründungen habe ich leider vergessen (mir gefällt 30YW aus anderen Gründen nicht so sehr). Wen es interessiert, der kann sicherlich noch alles bei ConsimWorld nachlesen ...

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Ernst Knauth

Re: Erledigt!

Beitragvon Ernst Knauth » 30. September 2005, 12:39

Christian Koppmeyer schrieb:
>
> Ich habe das jetzt so verstanden das es keine 2ed für die
> deutsche Regelausgabe gibt?!?

Ich weiß es auch nicht, denn ich interessiere mich schon lange nicht mehr für deutsche Regelübersetzungen (außer ich kenne die Originalsprache nicht).

Meine Anmerkungen hatten sich nur auf englische Regel-Versionen bezogen.
Man sollte auf jeden Fall immer nach aktuellen Living Rules suchen, wobei die neueste Version gelegentlich etwas versteckt ist (manchmal bei Spielen von Columbia, oder z.B. auch bei Empire of the Sun von GMT).

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Re: Card driven Games - Up Front

Beitragvon Niccolo » 30. September 2005, 13:46

Christian Koppmeyer schrieb:

Ja, Up Front ist nicht unbedingt 'Card Driven' - aber egal:

> "Up Front" (Eine Art Advanced Squad
> Leader als Kartenspiel). Wer sich mit der Thematik anfreunden
> kann, der bekommt ein Spiel welches in meinen Augen zu den
> besten (CoSim's) Spielen gehört die es gibt. In keinem
> anderen Spiel findest du so eine geniale Verquickung von
> Taktik und "Fog of War" wie hier.

Auch eines der Spiele, die ich wohl abstauben und rauswerfen werd.

Was an dem so genial ist, hat sich mir nie erschlossen. Würd's aber gerne wissen. Kann ja nicht sein, dass so viele irren ;)

Das Warten auf die 'richtige(n) Karte(n)' ist bedingt spannend. Wo der Witz? Pure Nostalgie?

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Michael Blumöhr
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Re: Card driven Games - Up Front

Beitragvon Michael Blumöhr » 30. September 2005, 13:56

Niccolo schrieb zu UpFront:
>>
> Das Warten auf die 'richtige(n) Karte(n)' ist bedingt
> spannend. Wo der Witz? Pure Nostalgie?

Wer diese Frage stellt, hat es entweder nicht verstanden oder immer die falschen Gegner gehabt oder kaum gespielt. ;-)
UpFront gehört zu meinen am meisten gespielten Spiele der letzten 20 (?) Jahre und ich musste eigentlich nie auf die richtige Karte warten. Das Kartenmanagement ist halt enorm wichtig und natürlich darf man sich auf keine langfristige Strategie festlegen, sondern das Beste aus dem Moment rausholen. So ist das wohl auch, wenn man in einer solchen Situation steckt.

Michael

www.darmstadt-spielt.de (dort aber wohl kaum UpFront ;-) )

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Re: Card driven Games - Up Front

Beitragvon Niccolo » 30. September 2005, 19:44

Michael Blumöhr schrieb:

> > spannend. Wo der Witz? Pure Nostalgie?
> Wer diese Frage stellt, hat es entweder nicht verstanden oder
> immer die falschen Gegner gehabt oder kaum gespielt. ;-)
> UpFront gehört zu meinen am meisten gespielten Spiele der
> letzten 20 (?) Jahre und ich musste eigentlich nie auf die
> richtige Karte warten. Das Kartenmanagement ist halt enorm
> wichtig und natürlich darf man sich auf keine langfristige
> Strategie festlegen, sondern das Beste aus dem Moment
> rausholen. So ist das wohl auch, wenn man in einer solchen
> Situation steckt.

Also Spiele wo Kartenmanagement wichtig ist, gibt es heute ja wie Sand am Meer.
Ich denke schon, dass - bei gutem Willen - manche davon "Up Front" längst 'abgelöst' haben.

Ja, hab es damals nicht oft gespielt - genaugenommen 1x Solo anprobiert - dann mit 2 verschiedenen Gegenüber gespielt - beide wenig begeistert gewesen und seitdem sitzt es im Regal.
Drum kann ich mich auch nur noch dunkel erinnern - aber ich glaub es gab prinzipiell Bewegungs- und Feuerkarten. Dann noch Geländekartten und ein paar Sonderkarten - Rally u.ä.
Also ja - nix, was heute Einmaigkeit hat - imho.

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Christian Koppmeyer

Re: Card driven Games - Welche taugen was?

Beitragvon Christian Koppmeyer » 1. Oktober 2005, 10:25

Hallo Marcus,

Lock'n Load hat eine fantastische Counter-Grafik. Mit das Beste was ich im Cosim Bereich so kenne. Das Spiel selber ist aber nicht mein Geschmack. Das ist allerdings nicht verwunderlich da ich eingefleischter ASL'er bin und mit so einem "ASL mini-Light" Game nicht wirklich klar komme.

Ich habe mir seinerzeit trotzdem Lockn'Load Vietnam zugelegt. Aber ich werde es wieder verkaufen.

Mein Traum wäre eine Neugestaltung der ASL Countergrafik im Lock'n Load Design.

Gruß

CK


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