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Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

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Guido

Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Guido » 4. Oktober 2005, 16:14

Hallo,

mal wieder Kaufberatung:
Suche ein strategisches Spiel, dass mit laengerer Spieldauer durchaus auch fuer Gelegenheitsspieler geeignet ist.
Ich habe mir Herr der Ringe - Der Ringkrieg schon bestellt, weil mich schon allein das Thema wahnsinnig fasziniert und es auch "Einstiegsregeln" und jede Menge Spielehilfen im Netz gibt. Über das Thema werde ich sicherlich auch "Nicht-Freaks" zum Spielen bewegen koennen... hoffe ich.

Mein weiteres Augenmerk faellt dabei speziell auf Struggle of Empires von Warfrog.
Waere schoen, wenn ihr mir sagen koenntet, ob ihr glaubt, dass Stuggle of Empires tatsaechlich auch fuer Gelgenheitsspieler geeignet ist.
Das Spiel wird zwar in den wenigen Beitraegen als eingaengig bezeichnet, aber aufgrund der vielen Marker und (Sonder)regeln scheint mir der Einstieg dann doch nicht so ganz leicht (siehe auch Spielboxbericht 5/2004 S.52ff).
Ich moechte also eure Meinung hoeren.

Zur Info: Mit "Wenigspielern" meine ich Leute, die gerne spielen, aber eben nur Hin- und Wieder, die Neuem durchaus aufgeschlossen sind, aber kein Studium und anschliessendes dreijaehriges Praktikum zum Erlernen des Spiels dafuer aufbringen wollen (und auch nicht koenne, weil die Zeit fuer haefiges "Wiederspielen" fehlt).
Das soll nicht heissen, dass das Spiel ansich nicht komplex sein darf, aber man soll eben schnell hineinfinden koennen.

Gruß
Guido
P.S.: Ein guter Anfang war ja Puerto Rico und auch Vinci, aber ich daneben moechte mal endlich andere "abendfuellende" und forderndere Spiele auf den Tisch bringen koennen.

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Matthias Staber

Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Matthias Staber » 4. Oktober 2005, 18:38

Vom Erklären der Regel her kann man "Struggle of Empires" von der Komplexität her ungefähr mit "Puerto Rico" vergleichen (Sind es bei PR die Gebäude und ihre Funktionen, die für manche Einsteiger eine Hürde darstellen, so sind es bei SoE die verschiedenen Plättchen, die man erwerben kann).

Mit aufgeschlossenen Wenigspielern, die PR schon gemeistert haben, und die gegen eine etwas längere Spielzeit (2 bis 3 Stunden, vielleicht anfangs auch etwas darüber, je nach Spielerzahl) nichts einzuwenden haben, halte ich SoE für sehr gut machbar. Wichtig ist dabei, dass du selbst die Regel bombensicher beherrschst und auch bereits selbst eine gute Übersicht über die Plättchen hast. Außerdem solltest du aus der Übersicht in der Spielregel für jeden Mitspieler eine Spielhilfe anfertigen, indem du sie mehrfach kopierst und die wichtigsten noch fehlenden Informationen nachträgst (Kosten, Art der Verwendung der Plättchen).

Wichtig ist noch: Ihr solltet mindestens 4 Spieler sein, weil sonst der zentrale Mechanismus des Spiels nicht richtig funktioniert. Und keiner der Mitspieler sollte damit ein Problem haben, dass die Sklaverei in dem Spiel thematisiert wird.

Matthias

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Martin M.

Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Martin M. » 4. Oktober 2005, 19:35

Ich bin anderer Meinung als Matthias; ich habe SoE letztes Jahr auf der Messe einmal unter Anleitung mit drei Kumpels von mir (die in ungefähr Deiner Beschreibung von Gelegenheitsspielern entsprechen) probegespielt, und wir sind überhaupt nicht damit zurechtgekommen. Das Spiel ist vom Mechanismus her sehr ungewohnt, und wie auch schon in einigen Rezensionen geschrieben wurde, muß man es mindestens einmal gespielt haben, um es zu verstehen. Wie Martin Wallace auch selber in der Games International schrieb, haben die Spieler derart viele Auswahlmöglichkeiten, daß sie leicht den Überblick verlieren können: Jede Runde kann man ein Kärtchen auswählen, das einem Vorteile bringt, allerdings gibt es derer eine ganze Menge, und man braucht Erfahrung mit dem Spiel, um zu wissen, wofür sie gut sind.
Außerdem sollten Deine Freunde auch gut Englisch können, denn man muß die Texte auf den Kärtchen auch verstehen. Hier gab es für meine Spielerunde auch eine Barriere.
Ich würde Dir daher eher Wallenstein empfehlen - hier im Forum gab es dazu vor kurzem eine sehr lebhafte Diskussion.

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DanielH
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Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon DanielH » 4. Oktober 2005, 20:22

Hi Guido,

kam bislang einmal in den Genuss Struggle of Empires spielen zu können, und zwar im Rahmen eines Uniseminares. Die Spielegruppe bestand größtenteils aus Leute, die sich zwar für Spiele begeistern können, aber selbst keine große Spieleerfahrung hatten - die meisten würden sich jedoch in die Kategorie Gelegenheitsspieler fassen lassen. Zuvor hatten wir bereits Memoir 44, Sid Meier's Civilization, Brittannia etc. im Seminar gespielt. An SoE konnte aber scheinbar keiner so recht Gefallen finden, da die Komplexität der Möglichkeiten doch so groß war, dass viele, mich eingeschlossen, überfordert waren. Will heißen: durch den ungewöhnlichen Mechanismus auf Auktionen zu bieten und auch gezwungen zu sein diese Allianzen einzuhalten, brauche es schon ein paar Partien ehe man sich mit den Möglichkeitne des Spiels vertraut gemacht hat und sagen kann, das Spiel in Grundzügen zu beherrschen. Ich weiß nicht, ob das Ideal für Gelegenheitsspieler ist, die dann und wann mal eine Partie spielen wollen.

Meine 2 cents,
Daniel

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Matthias Staber

Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Matthias Staber » 4. Oktober 2005, 20:41

>Jede Runde kann man ein Kärtchen auswählen, das einem Vorteile bringt, allerdings gibt es derer eine ganze Menge, und man braucht Erfahrung mit dem Spiel, um zu wissen, wofür sie gut sind.<

Ja, die vielen verschiedenen Kärtchen sind sicher eine Hürde. Ohne Spielhilfe für jeden geht nichts. Aber zumindest bei uns war es so, dass auch bei Puerto Rico viele Leute, denen ich es erklärt habe, zwei, drei Partien gebraucht haben, bevor sie mit den Möglichkeiten, welche die verschiedenen Gebäude bieten, einigermaßen vertraut waren.

Aber du hast sicher recht: Locker mal eben zwischendurch spielt sich SoE nicht. Aber völlig ausschließen, es auch aufgeschlossenen Gelegenheitsspielern nahe zu bringen, würde ich nicht. Aber wie bei vielen Spielern hängt es auch vom Erklärer ab und dessen Regelsicherheit.

Matthias

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B.Marck

Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon B.Marck » 4. Oktober 2005, 22:17

DanielH schrieb:
>
> kam bislang einmal in den Genuss Struggle of Empires spielen
> zu können, und zwar im Rahmen eines Uniseminares. Die

Welches Studium befasst sich denn mit Brettspielen?

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DanielH
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Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon DanielH » 5. Oktober 2005, 13:09

In Geschichte hatte ich ein Seminar zum Thema Geschichte im Gesellschaftsspiel.

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Michael Andersch

RE: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Michael Andersch » 5. Oktober 2005, 13:53

Hallo Guido,

ich würde davon abraten.

Wir (6 erfahrene "Vielspieler") haben das Spiel angefangen, aber das Prinzip (oder auch nur die Spielregel?) verbunden mit den zig Sonderplättchen war dermassen wirr, dass man ständig irgendwas nachlesen musste und niemand so recht eine Ahnung hatte, wie denn sinnvoll vorzugehen sei.
Das Spiel zog sich (nach ca. 45 Minuten Erklärung) dann wie Kaugummi und die Begeisterung war dermassen auf dem Nullpunkt, dass wir dann nach ca. einer weiteren Stunde abgebrochen haben.

Ich möchte damit nicht sagen, dass es ein schlechtes Spiel ist - das kann ich nach dieser verunglückten "Partie" gar nicht beurteilen. Aber der Zugang ist definitiv nicht einfach.

Viele Grüße,
Micha

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Daniel_R

Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Daniel_R » 5. Oktober 2005, 20:10

Hallo Guido,

Ich habe SoE 1x gespielt in einer 6er Besetzung.
Lediglich 1 Spieler hat das Spiel schon gekannt und die anderen dementsprechend instruiert.
Probleme betreffend zu hoher Komplexität oder Kompliziertheit konnte ich keine feststellen. Im Gegenteil hat man genug Zeit um bei den Wartezeiten die Verbesserungs-Plättchen zu studieren.

Auf jeden Fall ist SoE besser für Gelegenheitsspieler geeignet als der Ringkrieg, welcher in der Komplexitätsskala als noch schwieriger einzustufen ist.

Generell einfacher als diese beiden ist das Zepter von Zavandor, aber immer noch genug anspruchsvoll um nicht gleich voll durch zu blicken.
Das bereits vergriffene Wallenstein wäre ebenfalls eine dicke Empfehlung.

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Guido

Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Guido » 5. Oktober 2005, 23:05

Vielen Dank, Euch allen.
Ich denke, ich werde es mit SoE erstmal lassen.
Aber ich habe eine andere Idee angesichts verschiedener Angebote: Mare Nostrum.
Was meint Ihr (unter den gleichen Voraussetzungen)?
Gruß
Guido

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Olivier Boss

Re: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Olivier Boss » 6. Oktober 2005, 00:30

Das waere mein Traumseminar. An welcher Uni? Kann man sich noch einschreiben? :-)

Gruss
Olivier

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Dieter Niehoff

Der eiserne Thron

Beitragvon Dieter Niehoff » 6. Oktober 2005, 11:52

Eine interessante Alternative könnte m. E.

DER EISERNE THRON (i.O.Game Of Thrones) sein.

Es ist als Eroberungsspiel durchaus bereits ab der ersten Partie zu durchschauen. Das Regelwerk ist erstaunlich gut gelungen.
Und es bietet spielmechanisch stets reichlich Möglichkeiten der Entscheidung.

Und die Erweiterung zum Spiel gibt es in Essen scheinbar auch auf deutsch.

In unseren Runden hat es übrigens WALLENSTEIN als "Lieblings -Eroberungsspiel" abgelöst.

Dieter Niehoff

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Jost Schwider

RE: Struggle of Empires fuer Gelegenheitsspieler?

Beitragvon Jost Schwider » 7. Oktober 2005, 07:08

"Guido" hat am 05.10.2005 geschrieben:

> Aber ich habe eine andere Idee angesichts verschiedener
> Angebote: Mare Nostrum.
> Was meint Ihr (unter den gleichen Voraussetzungen)?

MN wird sehr kontrovers diskutiert - ich halte es für ein sehr schönes Spiel!

Allerdings: Die beiliegenden Originalregeln sind etwas "gewöhnungsbedürftig". Gerade wenn man es selten spielt, ist die "Kurzregel" nützlich:
http://www.schwider.de/mn.htm

Viele Grüße
Jost aus Soest ("jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiel - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]


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