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Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Immanuel

Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Immanuel » 12. Oktober 2005, 10:14

Hallo zusammen,

gestern abend haben wir in unserer Runde zum ersten Mal Elasund gespielt. Nach der leichten Enttäuschung mit Candamir war ich, wie andere es hier auch schon kundgetan haben, doch sehr positiv überrascht. Ein spannendes Spiel mit schönen Mechanismen, die gut ineinander greifen, und bei dem man mit etwas Glück sogar nach echten Anfangsfehlern noch gewinnen kann - wie ich unter Beweis gestellt habe :grin: .

Einziger Haken aus meiner Sicht: Obwohl wir alle vier recht erfahrene Spieler sind, haben wir deutlich über zwei Stunden dran gespielt, und selbst wenn wir als Erfahrungswert unterstellen, dass die Spieldauer nach zwei bis drei Partien um ein Drittel kürzer wird, bleiben etwa eineinhalb Stunden übrig. Irgendwie ist das dann doch etwas lang für die Möglichkeiten "Baubriefe setzen/umsetzen/aufwerten" und "bauen/überbauen/Mauer bzw. Kirche bauen".
Wie sind Eure Erfahrungen mit der Spieldauer, und ändert sich etwas, wenn die Kirche früher gebaut wird? (Bei uns kam insgesamt nur eineinziges Kirchenbauteil ins Spiel!)

Grüßle,
Immanuel

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Michael Blumöhr
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Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Michael Blumöhr » 12. Oktober 2005, 10:34

Hallo,

ich habe es jetzt schon mehrfach gespielt und immer mit Neulingen, denen ich das also erst erklären musste. Da gab es auch die Über-2-Stunden-Partie, aber das war die Ausnahme, selbst mit Anfängern dauerte das max. 90 Minuten (klingt irgendwie kürzer ;-) ) Uns kam aber keine Partie lang vor, es war immer spannend und auch immer recht knapp am Ende.
Was die Kirche betrifft, so hat damit meist der Führende noch mehr Druck gemacht. Im Schnitt kamen bei uns 3-5 Kirchenteile auf den Plan, die sich aber meist nur auf 2 Spieler verteilten.

Grüße,
Michael (fast schon unterwegs nach Essen :-)

http://www.darmstadt-spielt.de

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Dieter Niehoff

Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Dieter Niehoff » 12. Oktober 2005, 10:50

Unsere erste Partie (zu dritt) benötigte 2,5 Std. Spielzeit. Als der Sieger sein 10 Siegpunkte hatte, waren die anderen bei 7 und 5 Siegpunkten.

Wir meinten zuvor, die zweite Partie würde weniger Zeit benötigen, aber dem war nicht so.
Wieder waren es 2,5 Std. Das erklärt sich aber wohl aufgrund des knappen Ausgangs: 10-9-7 Siegpunkte. Es war insb. in den letzten 45 Minuten ein langes Vorbereiten finaler Züge und ein ständiges Drohen mit Baubriefen und Überbauen gegnerischer Gebäude.

Jedenfalls füllten wir uns während der gesamten Zeit sehr gut unterhalten. Und im Gegensatz zu Dir freue ich mich, dass dieses Spiel abendfüllend ist. Ich mag es gar nicht, wenn ein wirklich gutes Spiel nach einer "Einspielzeit" direkt in die "letzten Züge" über geht (z. B. Der T"urmbau zu Babel")

Dieter Niehoff

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RedPiranha
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Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon RedPiranha » 12. Oktober 2005, 11:07

In vielen Fällen hängt die Spieldauer auch davon ab wie man spielt: Wenn man "friedlich" nebeneinander baut, dann geht es sicherlich schneller, wenn man auf jeden Baubrief des Mitspielers mit einem eigenen reagiert, dann kann es schon länger dauern. Kommt das erste Kirchenplättchen früh, kann man abschätzen wo man sicherer bauen kann. Unterschätzen sollte man auch nicht die Stadtmauer, in vielen Fällen ist das die einzige Chance an Machtkarten zu kommen, ohne die es in der Endphase schwierig wird noch etwas zu reißen. Die Spieldauer hängt natürlich auch davon ab wann die Mitspieler anfangen über ihren Zug nachzudenken, wenn das erst passiert wenn sie dran sind dauert es entsprechend länger. Ich habe bisher noch nie den Eindruck gehabt, dass das Spiel zu lange dauert, höchstens die Phasen in denen die Mitspieler überlegen. ;-)

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Jürgen Schuckenbrock

Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Jürgen Schuckenbrock » 12. Oktober 2005, 12:47

Hallo,

wir haben es gestern Abend auch zum ersten Mal gespielt. Da wir sehr erfahrenen Spieler sind haben wir sehr taktisch und zerstörerisch gespielt. :o)
Wenn man die Zeit der Regelerklärung abzieht haben wir trotdem fast 2,5 Stunden gespielt. Die gingen sehr schnell um, da die Partie immer spannend blieb und das Endergbnis 10-9-9-7 war.

Ich finde es nicht schlimm, dass das Spiel so lange dauert. Man sollte vielleicht auf der Packung 90 - 120 Min. angeben. Vielleicht ist das Kosmos auch bewusst, aber eventuell will man Kurzspieler und Familien nicht gleich abschrecken. ;o)

Kann natürlich auch sein, dass die Spieldauer auf 2 Personen bezogen ist.

Unterm Strich kann ich aber sagen, dass es bei uns öfters auf den Tisch kommen wird.

Grüße
Jürgen

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Helmut Lehr

Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Helmut Lehr » 12. Oktober 2005, 14:22

Wir haben bisher in unterschiedlichen Gruppen immer 2 Stunden gebraucht, aber das war eine angenehme Unterhaltungszeit. Keiner hat gesagt: "Und wann ist das Spiel zu Ende?"

SG
Helmut

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Ein halber Mitspieler

Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Ein halber Mitspieler » 12. Oktober 2005, 16:08

Moin!

Jürgen Schuckenbrock schrieb:
>
> Hallo,
>
> Wenn man die Zeit der Regelerklärung abzieht haben wir
> trotdem fast 2,5 Stunden gespielt.

[b]
Und wenn man dann noch bedenkt, dass 2 Mitspieler ein Team gebildet und den Spielbetrieb durch ausschweifende Absprachen und Uneinigkeiten gebremst haben, ist das nicht mal so viel... ;-)
[/b]

Gruß vom halben Mitspieler

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Peter Steinert

Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Peter Steinert » 12. Oktober 2005, 16:23

Meine kürzeste Online-Partie war etwa 25 Minuten (zu zweit) :D

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Immanuel

Danke und Nachtrag

Beitragvon Immanuel » 12. Oktober 2005, 17:18

Hallo zusammen,

ich wollte mit meinem obigen posting keinesfalls den Eindruck erwecken, das Spiel hätte uns keinen Spaß gemacht oder sei uns langatmig vorgekommen.
Grundsätzlich spiele ich schon auch mal gerne ein längeres Spiel, aber es ist irgendwie doch schön, das vorher zu wissen. Deshalb wollte ich Eure Meinungen zu meinem Eindruck hören, dass es sich wohl eher um ein Zwei-Stunden-Spiel handelt.
Kosmos hat hier sicher ein tolles Spiel im Programm, das aber m.E. von Wenigspielern (steinigt mich nicht gleich wegen des Ausdrucks, ich meine halt Gelegenheitsspieler und die "klassische" Familienrunde) durch einen Schachtelaufdruck "90-120 Min" (wie in einer Eurer Antworten schon erwähnt) etwas besser kalkuliert werden könnte.

Vielen Dank jedenfalls für Eure Eindrücke,
Grüßle,
Immanuel

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Roman Pelek

Re: Nochmal Elasund, hier: Spieldauer

Beitragvon Roman Pelek » 13. Oktober 2005, 01:10

Hi Immanuel,

Immanuel schrieb:

> Einziger Haken aus meiner Sicht: Obwohl wir alle vier recht
> erfahrene Spieler sind, haben wir deutlich über zwei Stunden
> dran gespielt, und selbst wenn wir als Erfahrungswert

Ich habe heute mit langjährigen Mitspielern Candamir zwei Mal zu viert gespielt - für uns alle die ersten beiden Partien überhaupt.

Der erste Durchgang dauerte knapp 70 Minuten, wobei das dem Umstand zu verdanken war, dass ich quasi durchmarschiert bin und kein echtes Spiel gegen den Führenden zustande kam (kein Kunststück, da ich der einzige war, der sich vorher gedanklich mit den Regeln und Möglichkeiten im Spiel auseinander gesetzt hatte). Endergebnis war 10:7:5:1 und in diesem Spiel wurden auch nur 1-2 Kirchenplättchen verbaut - eine recht einseitige Geschichte.

Die zweite Partie hingegen nahm 90 Minuten in Anspruch. Es kam viel mehr gezieltes Spiel gegen den Führenden zustande, und hätte der Hintenliegende vor Schluss seine Möglichkeiten zum Schaden beider Führenden sowie seinem eigenen Vorteil nicht übersehen, wären wir sicher bei 100 Minuten gelandet. In diesem Spiel entschieden die Kirchenplättchen, der Sieger setzte das siebte zum Endstand 10:9:8:6. Diese Partie war sehr spannend, nach meinem Empfinden gegen Ende aber leicht zäh.

> unterstellen, dass die Spieldauer nach zwei bis drei Partien
> um ein Drittel kürzer wird, bleiben etwa eineinhalb Stunden
> übrig. Irgendwie ist das dann doch etwas lang für die
> Möglichkeiten "Baubriefe setzen/umsetzen/aufwerten" und
> "bauen/überbauen/Mauer bzw. Kirche bauen".

Hm, ich bin mir nicht sicher, ob sich die Spieldauer bei ähnlich starken Spielern wirklich verkürzt. Die Entscheidungen werden gegen Ende durchaus diffizil, und wenn sich auch die Hintenliegenden Mühe geben, nicht mutwillig Königsmacher sein zu wollen, bleibt als spielantreibendes Moment im Zweifelsfall noch die Kirche über, sofern man sich auf dem Brett geschickt auspattet und die Mauer abgegrast ist (in diese Richtung gestaltete sich unsere zweite Partie).

Wie dem auch sei, ich denke, dass 60 Minuten für eine Runde zu viert auch bei geübten Elasundern eher nicht zutreffen - der Geschwindigkeitsvorteil könnte durch das gezielte taktische Belauern gegen Ende wieder aufgefressen werden. Ich will jedoch hoffen, dass ich in meinen Runden selbst zu viert nie bei 2,5h lande, denn über diese Dauer würde sich das Spiel für mich nicht tragen ;-) Wobei sich diese Problematik in kleineren Besetzungen schätzungsweise nicht stellen dürfte.

Ciao,
Roman

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Ralf Arnemann
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Spielende garantiert?

Beitragvon Ralf Arnemann » 13. Oktober 2005, 09:40

> Ich habe heute mit langjährigen Mitspielern Candamir zwei Mal
> zu viert gespielt -
Candamir mit Kirchenplättchen - ganz neue Welten tun sich auf ;-)

> Die Entscheidungen werden gegen Ende durchaus diffizil, und wenn
> sich auch die Hintenliegenden Mühe geben, nicht mutwillig
> Königsmacher sein zu wollen
Das ist das bisher einzige Problem, daß ich bei diesem ansonsten sehr überzeugenden Spiel sehe: Bei erfahrenen Spielern könnte es sein, daß am Ende der Sieger absichtlich oder unabsichtlich von einem Dritten bestimmt wird.

Und was mir auch nicht klar ist (ich habe das Spiel selber noch nicht, daher auch nicht alle Details zum Nachschauen): Ist überhaupt sicher, daß es ein Spielende geben wird?

Die Siegpunkte über Handel, Kirche und Stadtmauer sind ja begrenzt. Wenn die gleich verteilt sind, entscheiden die Gebäude. Ich könnte mir schon vorstellen, daß die kleinen Gebäude so verteilt sind, daß es nicht mehr möglich ist, große Gebäude gegen den Widerstand der Mitspieler zu erzwingen und damit bleibt man auf irgendeiner 9-9-8-8-Verteilung hängen und muß warten, ob nicht doch einer einen Fehler macht.

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Immanuel

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Immanuel » 13. Oktober 2005, 10:00

Hallo Ralf,

> Und was mir auch nicht klar ist (ich habe das Spiel selber
> noch nicht, daher auch nicht alle Details zum Nachschauen):
Ich leider auch noch nicht, aber lass mich mal laut überlegen:
> Ist überhaupt sicher, daß es ein Spielende geben wird?

Bei neun Kirchenpunkten gibt es auf jeden Fall für mindestens einen Spieler schon mal drei Siegpunkte auf diesem Weg. Wenn ich mich recht erinnere, sind insgesamt 16 Mühlen auf dem Spielbrett, wodurch bei einer Gleichverteilung - als ungünstigstem Fall - jeder auf vier Mühlen und damit genau einen zusätzlichen Siegpunkt käme. Die Gebäude dürften auch bei ungünstiger Verteilung für jeden mindestens vier Siegpunkte einbringen. Überbau ist ja möglich, und irgendwann werden einfach die Sechsergebäude gebaut und damit ggf. auch wieder Bauplätze auf der Fläche von teilüberbauten Gebäuden frei, in die zumindest ein Einsergebäude mit seinem Siegpunkt passt. Wenn wir also davon ausgehen, dass jeder mindestens vier SP über die Gebäude erreicht, hat ein Spieler schon mal auf jeden Fall acht SP. Dann gibt es noch die Stadtmauern, die im Schnitt auch einen SP bringen sollten - wer diesen nicht hat, wird mindestens ein Gebäude mehr haben. Macht also neun SP. Und zu guter Letzt pflanzt man eben einfach noch irgendwo ein Einsergebäude rein oder überbaut ein Zweiergebäude, und schwupps, schon hat man gewonnen und gar nicht gemerkt, dass schon wieder zweieinhalb Stunden rum sind :wink:

Und vermutlich wird Dir hier gleich irgendein Mathegenie per Formel beweisen, dass es rein rechnerisch sowieso nicht zu einem Patt kommen kann, weil bei n Spielern auf p Spielfeldern mit s Siegpunkten, h Handelspunkten und m Mauerpunkten die Summe für eines der Elemente aus n immer >9 sein muss.
Aber ich hatte nur Mathe-Grundkurs.

> Die Siegpunkte über Handel, Kirche und Stadtmauer sind ja
> begrenzt. Wenn die gleich verteilt sind, entscheiden die
> Gebäude. Ich könnte mir schon vorstellen, daß die kleinen
> Gebäude so verteilt sind, daß es nicht mehr möglich ist,
> große Gebäude gegen den Widerstand der Mitspieler zu
> erzwingen und damit bleibt man auf irgendeiner
> 9-9-8-8-Verteilung hängen und muß warten, ob nicht doch einer
> einen Fehler macht.

Der Widerstand der Mitspieler ist irgendwann mal sehr begrenzt, wenn es auf der Fläche enger wird und nicht mehr so viele Baubriefe platziert werden können.

Grüßle,
Immanuel

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Roman Pelek

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Roman Pelek » 13. Oktober 2005, 12:27

Ralf Arnemann schrieb:

> Und was mir auch nicht klar ist (ich habe das Spiel selber
> noch nicht, daher auch nicht alle Details zum Nachschauen):
> Ist überhaupt sicher, daß es ein Spielende geben wird?
>
> Die Siegpunkte über Handel, Kirche und Stadtmauer sind ja
> begrenzt. Wenn die gleich verteilt sind, entscheiden die
> Gebäude. Ich könnte mir schon vorstellen, daß die kleinen
> Gebäude so verteilt sind, daß es nicht mehr möglich ist,
> große Gebäude gegen den Widerstand der Mitspieler zu
> erzwingen und damit bleibt man auf irgendeiner
> 9-9-8-8-Verteilung hängen und muß warten, ob nicht doch einer
> einen Fehler macht.

Hm, mal theoretische Überlegungen für den "worst case" der Siegpunktverteilung mit der Bitte an Interessierte, sie mal nachzuprüfen:

Es gibt 18 Mühlen im Spiel, bei Gleichverteilung haben 2 Spieler 5 und 2 Spieler 4 Mühlen besetzt. Macht 2x 2 SP und 2x 1 SP (insgesamt 6 SP).

20 Mauerteile können gesetzt werden; setzt also jeder 5, bekommt jeder nur 1 SP (der 2. SP ist ja auf dem 6. Mauerplättchen, oder habe ich das grade falsch im Kopf?). Ingesamt also 4 SP. Jetzt haben 2 Spieler 3 SP und 2 Spieler 2 SP.

Die 9 Kirchen-SP verteilen wir auch noch gleichmäßig: Einer hat 3 SP, die drei anderen 2 SP. Nehmen wir an, dass die 3 SP einer der "Hintenliegenden" hat, kommen wir damit auf 5,5,5 und 4 SP, insgesamt 19 SP. Und Mauer, Handelspunkte bzw. Kirche wären abgehakt.

Nachdem die Kirche verbaut ist, bleiben von den 9x 10 = 90 Feldern auf dem Plan noch 81. Nehmen wir nun an, dass jeder Spieler seine 4 eigenen Gebäude ohne SP unterbringen konnte, damit wären weitere 4x (1+2+2+2)= 28 Felder weg. Sind noch 53 Felder übrig.

Parkettieren wir dieser Felder nun (zumindest nach meiner Kurzskizze ist dies möglich) wie folgt:

3x 6er Gebäude: macht -18 Felder und +6 SP.
8x 4er (es sind doch 2x 4 4er im Spiel? Oder sogar je Sorte 5?): macht -32 Felder und +8 SP.

Nun bleiben 53-18-32=3 Felder übrig und wir haben 14 SP erreicht. Die 3 Felder füllen wir mit 1 1er Gebäude (1 SP) und 1 2er Gebäude (1 SP), dann ist der Plan voll und wir erreichen 16 SP, die wir gleichmäßig auf die Spieler verteilt sehen wollen, also gönnen wir jedem genau 4 SP.

Nun ist jegliche Möglichkeit, etwas zu tun, erschöpft und wir landen bei einen Stand von 9:9:9:8 SP, insgesamt 35. Um ein sicheres Spielende zu gewährleisten fehlen also 2 SP, damit zumindest ein 10:9:9:9 drin wäre.

Dies ist sicher ein hochgradigst theoretisches Rechenspielchen, dennoch würde mich interessieren, ob meine Rechnung überhaupt zutreffend ist. Vor allem, ob es im Spiel möglich ist, die o.g. Parkettierung mutwillig zu erreichen oder ob irgend etwas sowieso elementar dagegen spricht (mal ganz abgesehen davon, dass selbst in 1000 Spielen niemand jemand so eine verquere Situation auch nur annähernd erreichen dürfte, wenn nicht alle 4 gezielt darauf hinspielen, das Brett bei gleichmäßiger SP-Verteilung voll zu bekommen - und sowas machen nur die beknacktesten Testgruppen, aber sicher keine normalen Menschen ;-) ).

Ciao,
Roman

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Peter Steinert

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Peter Steinert » 13. Oktober 2005, 13:39

Hallo Roman,

ich vermisse in Deinem Worst-case-Szenario das Überbauen mittels 3 gleicher Machtkarten (Überbauen gleich großer Geböude möglich).
Wie doof müsste eine Spielgruppe sein, wenn der von Dir geschilderte Fall tatsächlich einträfe?

Ich habe noch ein Worst-case-Szenario, welches auch Für Löwenherz gilt und das Spiel unbeendet zurücklässt:

Stell Dir vor, jeder Spieler sammelt nur Gold und baut nix...

Viele Grüße
Peter

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Roman Pelek

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Roman Pelek » 13. Oktober 2005, 14:16

Hi Peter,

Peter Steinert schrieb:

> ich vermisse in Deinem Worst-case-Szenario das Überbauen
> mittels 3 gleicher Machtkarten (Überbauen gleich großer
> Geböude möglich).

Hm, aber auch dazu bräuchtest Du einen oder mehrere Baubriefe, falls Du das meinst. Ansonsten: warum soll speziell das Überbauen gleich großer Gebäude in der Überlegung wichtig sein? Interessant ist doch die etwas allgemeinere Überlegung, ob man generell auch mit Überbauen in Situationen kommt, wo der Spielplan zumindest "sehr voll" wird.

> Wie doof müsste eine Spielgruppe sein, wenn der von Dir
> geschilderte Fall tatsächlich einträfe?

Ich zitiere mal aus meinem vorhergehenden Posting: "nur die beknacktesten Testgruppen, aber sicher keine normalen Menschen"... :-)) Aber ich kann's auch gerne nochmal anders sagen: das Nichtspielende ist m. E. eine praxisferne Überlegung, die maximal dann eintreten könnte, wenn alle am Tisch probieren, dieses Ende heraufzubeschwören.

Nichtsdestotrotz deuten diese Überlegungen zumindest rudimentär darauf hin, dass bei sehr ausgeglichenem Spiel und recht dicht bebautem Plan die Endphase auch in der Praxis durchaus etwas langwieriger werden kann, bevor ein Spieler zum entscheidenden Schlag ausholt.

> Ich habe noch ein Worst-case-Szenario, welches auch Für
> Löwenherz gilt und das Spiel unbeendet zurücklässt:
>
> Stell Dir vor, jeder Spieler sammelt nur Gold und baut nix...

Naja, dieser Vergleich kommt jetzt aber mit 'nem argen Krückstock angekrochen... ;-)

Der Grundgedanke hier ist ja, dass jeder erstmal für sich etwas in seinem Sinne tut und das Spiel ausgeglichen verläuft. Und eine voll bebaute Mauer mit sehr ausgeglichener SP-Verteilung ist wahrlich nicht unrealistisch, auch bei den Handelspunkten kann es zumindest über mehrere Runden zu einem reichlich ausgeglichenen Stand kommen...

Die Überlegungen, den Spielplan nun wirklich komplett voll zu bekommen, ohne ein Ende zu haben, sind da ein (reichlich praxisfernes) Denksport-Schmankerl obendrauf - was ja aber nicht heißen muss, dass es nicht Spaß macht, sowas nebenher auch mal (mit) zu durchdenken.

Ciao,
Roman

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Peter Steinert

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Peter Steinert » 13. Oktober 2005, 15:22

Roman Pelek schrieb:

> Nichtsdestotrotz deuten diese Überlegungen zumindest
> rudimentär darauf hin, dass bei sehr ausgeglichenem Spiel und
> recht dicht bebautem Plan die Endphase auch in der Praxis
> durchaus etwas langwieriger werden kann, bevor ein Spieler
> zum entscheidenden Schlag ausholt.

Kann ich überhaupt nicht zustimmen - dies nach ca. 25 Partien, davon zahlreiche online. Das Spiel zog sich auch in knappen Endspielen überhaupt nicht, der Finalschlag war dann meist ein recht schneller 1er-Brunnen (oft auch auf einem Küstenfeld).

> > Ich habe noch ein Worst-case-Szenario, welches auch Für
> > Löwenherz gilt und das Spiel unbeendet zurücklässt:
> >
> > Stell Dir vor, jeder Spieler sammelt nur Gold und baut nix...

> Naja, dieser Vergleich kommt jetzt aber mit 'nem argen
> Krückstock angekrochen... ;-)

Finde ich nicht. Es ist sogar ein Szenario, das sofort dann eintritt, wenn zwei Trotzköppe die gleiche Idee durchsetzen wollen - meiner Überzeugung nach könnte das tatsächlich öfter passieren als das von Dir gezeichnete Szenario ;-)

> Die Überlegungen, den Spielplan nun wirklich komplett voll zu
> bekommen, ohne ein Ende zu haben, sind da ein (reichlich
> praxisfernes) Denksport-Schmankerl obendrauf - was ja aber
> nicht heißen muss, dass es nicht Spaß macht, sowas nebenher
> auch mal (mit) zu durchdenken.
>
> Ciao,
> Roman

Ich gebe zu, dass ich an ein Spiel eher selten so herangehe, finde es aber natürlich legitim, es zu tun. Nur möchte ich mit solchen Analysen nicht unbedingt unmittelbar am Spieltisch konfrontiert werden, wenn ich eigentlich an meinem Rotwein nippen, spielen und gegnerische Elasunder mit Kirchen und Kontor plattmachen möchte ;-)

Viele Grüße
Peter

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Elasunder

Spieldauer ist variabel !!! und das ist gut so !

Beitragvon Elasunder » 13. Oktober 2005, 16:17

HAllo !

Unser kurzestes Spiel ging 1 1/4 Stunde , das längste knapp 3 !


Bo eyh !

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Roman Pelek

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Roman Pelek » 13. Oktober 2005, 17:36

Hi Peter,

Peter Steinert schrieb:
>
> Roman Pelek schrieb:

> Kann ich überhaupt nicht zustimmen - dies nach ca. 25
> Partien, davon zahlreiche online. Das Spiel zog sich auch in
> knappen Endspielen überhaupt nicht, der Finalschlag war dann
> meist ein recht schneller 1er-Brunnen (oft auch auf einem
> Küstenfeld).

Das mit dem 1er-Brunnen klingt nachvollziehbar. Wäre auch am ehesten mein Argument gewesen, warum die theoretischen Überlegungen zum (Nicht-)Spielende in der Praxis irrelevant sein sollen. Schließlich passen die Dinger überall hin und haben, wie die Kirchenteile, das beste SP pro Platz-Verhältnis :-)

> > Naja, dieser Vergleich kommt jetzt aber mit 'nem argen
> > Krückstock angekrochen... ;-)
>
> Finde ich nicht. Es ist sogar ein Szenario, das sofort dann
> eintritt, wenn zwei Trotzköppe die gleiche Idee durchsetzen
> wollen - meiner Überzeugung nach könnte das tatsächlich öfter
> passieren als das von Dir gezeichnete Szenario ;-)

Hm, dann sollte ich mal darauf achten. Aber gibt's da nicht ein natürliches Ende? Ich meine, man kommt ja nicht vorwärts und theoretisch lässt man anderen (3., 4. Mitspieler) damit ja nur die Chance, derweil Punkte zu machen...

> Ich gebe zu, dass ich an ein Spiel eher selten so herangehe,
> finde es aber natürlich legitim, es zu tun. Nur möchte ich
> mit solchen Analysen nicht unbedingt unmittelbar am
> Spieltisch konfrontiert werden, wenn ich eigentlich an meinem
> Rotwein nippen, spielen und gegnerische Elasunder mit Kirchen
> und Kontor plattmachen möchte ;-)

Deswegen macht's ja auch jeder halbwegs normale Mensch nicht beim Spielen, sonst würden wir in diesem Fall vermutlich über gruselige 4-5h-Spieldauern mit nervenzermürbenden Wartezeiten reden :-D

Ciao,
Roman

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Ralf Arnemann
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Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. Oktober 2005, 10:20

> Nun ist jegliche Möglichkeit, etwas zu tun, erschöpft
> und wir landen bei einen Stand von 9:9:9:8 SP,
> insgesamt 35. Um ein sicheres Spielende zu
> gewährleisten fehlen also 2 SP, damit zumindest
> ein 10:9:9:9 drin wäre.
Genau so etwas hatte ich befürchtet.
Wobei einerseits klar ist, daß nur sehr erfahrene Spieler es schaffen, sich gegenseitig so im Zaum zu halten, daß nicht doch jemand vorzeitig mal kurz einen Vorsprung bekommt und die 10 SP schafft.

Andererseits muß die Parkettierung lange nicht so perfekt sein!
Denn es reicht ja, daß es nirgends mehr möglich ist, drei halbwegs zusammenhängende Baubriefe zu platzieren um ein großes Gebäude zu bauen.
D.h. auf dem Spielplan kann es noch eine ganze Reihe verstreuter Lücken geben, und entsprechend ein/zwei mittelgroße Gebäude weniger.

Und ich habe so ein Gefühl, daß bei sehr guten und siegorientiert spielenden Leuten ein solches "Nicht-Spiel-Ende" gar nicht so unwahrscheinlich ist.
Weil in so einer Runde sehr darauf geachtet wird, daß keiner davonzieht und daß bei den Baubriefen keine großen Manöver möglich sind - d.h. man ist gezwungen, seine Beute mit kleinen Gebäuden schnell in die Scheune zu bringen, eine Auffüllung des Geländes ist daher sehr wahrscheinlich.

Dem hohen Spielwert von Elasund und der Eignung als Familienspiel täte dieses Endspielproblem (falls es wirklich so existiert, wie es gerade aussieht) aber keinen Abbruch.

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Roman Pelek

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Roman Pelek » 14. Oktober 2005, 12:16

Hi Ralf,

Ralf Arnemann schrieb:

> Andererseits muß die Parkettierung lange nicht so perfekt sein!
> Denn es reicht ja, daß es nirgends mehr möglich ist, drei
> halbwegs zusammenhängende Baubriefe zu platzieren um ein
> großes Gebäude zu bauen.
> D.h. auf dem Spielplan kann es noch eine ganze Reihe
> verstreuter Lücken geben, und entsprechend ein/zwei
> mittelgroße Gebäude weniger.

Ja, aber die kann man ja leicht mit kleinen Gebäuden füllen, und dann kommt man locker über die Zahl von 37 SP gesamt. Das ist ja das, was Peter auch aus der Praxis heraus angedeutet hat. Meine Parkettierung ist ja ein Konstrukt, dass darauf basiert, kleinen SP-Gebäuden keine Chance zu lassen (d. h. den Platz radikal zu verbauen und davon auszugehen, dass kleine Gebäude möglichst schnell durch größere eliminiert werden, bevor jemand die 10 SP vorzeitig erreicht).

> Dem hohen Spielwert von Elasund und der Eignung als
> Familienspiel täte dieses Endspielproblem (falls es wirklich
> so existiert, wie es gerade aussieht) aber keinen Abbruch.

Ich glaube auch nicht, dass es Praxisrelevanz besitzt. Eher deutet einiges daraufhin, dass gegen Ende bei sehr ausgeglichenem Spiel vielleicht kein großer Überbauungscoup mehr möglich ist, sondern die letzten 1, 2 SP dann über das möglichst schnelle Bauen kleiner Gebäude geholt werden.

Ich bin jedenfalls mal gespannte auf weitere Erfahrungen am Spieltisch und freu' mich auf die nächsten Partien, mal schauen, welche Erkenntnisse sich dort noch so ergeben :-)

Ciao,
Roman

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Peter Steinert

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Peter Steinert » 14. Oktober 2005, 13:29

Hi Roman,

ich würde gern mal eine Partie online mit Dir versuchen.
Bist Du zufällig in der Onlinewelt?

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Roman Pelek

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Roman Pelek » 14. Oktober 2005, 14:36

Hi Peter,

Peter Steinert schrieb:
>
> Hi Roman,
>
> ich würde gern mal eine Partie online mit Dir versuchen.
> Bist Du zufällig in der Onlinewelt?

Ich habe den Client zwar gezogen, mich aber noch nicht angemeldet, da ich mir noch die genauen Kündigungsbedingungen in Ruhe durchlesen wollte.

Heute komme ich nicht mehr dazu, aber ggf. morgen oder Sonntag. Wann bist Du für gewöhnlich online? Schreib' mir einfach 'ne Mail, dann schauen wir, dass wir was ausmachen können, ich wollte es nämlich gerne mal online ausprobieren.

Ciao,
Roman

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Spielende garantiert?

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. Oktober 2005, 15:30

> Meine Parkettierung ist ja ein Konstrukt, dass darauf basiert, kleinen
> SP-Gebäuden keine Chance zu lassen ...
Ups, das hatte ich übersehen.
Ich dachte, daß der Platz schon durch die kleinen (und zwar alle kleinen, auch die mit SP) gefüllt ist und man SPs nur durch die großen Gebäude (und Verdrängung der nicht SP-relevanten kleinen) bekommen kann.

Wenn genügend von den ganz kleinen 1-SP-Gebäuden vorhanden sind, ist diese Überlegung völlig hinfällig.
Dann wird es in der Praxis auch immer ein Spielende geben.


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