Beitragvon Klaus Zündorf » 19. Oktober 2005, 23:39
Hallo Karl,
wir haben Kaivai auch in Essen nur angespielt, trotz der großen Schachtel sofort eingekauft und inzwischen in einer 4er-Runde gespielt. Es ist bei uns sehr gut angekommen!
Da du es ebenfalls erstanden hast, gehe ich davon aus, dass du die Regeln inzwischen gelesen hast.
Es ist halt ein sehr stimmig umgesetztes Reihenfolgebieten-Entwicklungs-Rohstoffesammeln-Mehrheitenspiel, das auf vielen, bereits bekannten Einzelkomponenten basiert. Neu ist vielleicht, dass die Rohstoffe (Fische) und das Geld (Muscheln) jede Runde abgewertet werden.
Der "Dilemma-Faktor", die richtioge Entscheidung zu treffen, ist ungeheuer hoch!. Außerdem ist der, ich nenne es mal "Funkenschlag-Effekt" auch hier stark zu spüren. Da die Spieler ihr erstes Gebot auf die Zugreihenfolge abgeben, die am weitesten hinten liegen, haben sie eine starke Möglichkeit, den Führenden wieder einzuholen.
Bei uns ergab sich z.B. eine Situation, bei der die hinten Liegenden jeweils ein Schiff an einem "Fischatoll" und eines an einer "Handelsinsel" hatten, sich also nicht mit den Schiffen bewegen mussten. Dadurch konnten sie sich immer abwechselnd auf die 1 und die 10 setzen und damit immer als Erster eine Aktion durchführen (Fischen,Verkaufen), bzw. als Letzter billig bauen. Hier rächte es sich, die knappen Einflussmarker im Mittelspiel für "Lapallien" ausgegeben zu haben. Für die Anderen waren nämlich nun diese, für das weitere Fortkommen wichtigen Aktionsmöglichkeiten verwehrt. Auf die Kontermöglichkeit, mindestens eines der fest liegenden Schiffe zu zerstören, damit wieder Bewegung ins Spiel kommt, sind wir zu spät gekommen.
Du siehst, es sind einige Strategien möglich, deren Fülle sich aber sicherlich erst nach einigen Spielen erschlließen werden.
Klaus