Beitragvon Eric » 29. Oktober 2005, 15:50
Dann versuche ich einmal den Spielablauf zusammenzufassen. Die Regeln sind wirklich etwas konfus, die Regelerklärung auf der Messe hilft da immens weiter...
ZIEL DES SPIELS::
Bankier zu werden und die meisten Zustimmungpunkte der Bevölkerung zu erhalten
SIEGPUNKTE (Zustimmungpunkte) erhält man durch:
1. Bau am siebenstufigen Turm (nur als Bankier möglich)
Punkte:
- je 1 + Baustufe des eigenen Turmbausteins
- zusätzlich 1 Extrapunkt für denjenigen, der die allerhöchste (7.) Stufe gebaut hat
- 2 Extrapunkte für die Mehrheit der Bausteine (evtl. erhalten mehrere Spieler den Bonus)
Kosten:
- 10 für die Mauerer pauschal PLUS 5*Baustufe (Stufe 4 kostet 10+20)
- Ausnahme: letzte Stufe kostet 10+50 (statt 10+35)
2. Anheuern von Künstlern (nur Bankier kann das auslösen)
- Ein Bankier im Wirtshaus kann die Versteigerung eines Künstlers auslösen, aber alle dürfen mitbieten. Allerdings kennt nur der Versteigerer den Punktwert des Künstlers, alle anderen bieten blind, ausser sie dürfen durch Sonderkarte/Bezahlung ebenfalls vorher informieren.
3. Zustimmungskarten (Werte 1-4)
3a) beim Warenverkauf (Händler)
- immer wenn ein Spieler Waren verkauft, kann er vom Verdienst für 10 eine Zustimmungskarte blind ziehen oder für 15 sich die bessere von 2 Karten aussuchen.
3b) Schenkung an den Dom (nur Bankier)
- einmalig im ganzen Spiel kann der Spieler Geld an den Dom spenden (Kosten abhängig vom aktuellen Vermögen) und sich die besten 2 von 4 Zustimmungskarten nehmen.
4. Reichtum
+2 Bonus für den reichsten Spieler
-2 Malus für den ärmsten Spieler
ENTWICKLUNGSSTUFE DER SPIELER:
Das Spiel kennt 3 Entwicklungsstufen für die Spieler: Bauer, Händler, Bankier.
Jede Entwicklungsstufe birgt eigene Einkommensmöglichkeiten und Aktionsmöglichkeiten. Ein Stufenaufstieg ist freiwillig und funktioniert per Deklaration am Rundenende.
Bauer -> mind. Vermögen: 30 -> Händler -> mind. Vermögen: 80 -> Bankier
Nur der Bankier hat einen Spielstein mit dem er in der Stadt herumzieht, alle Bauern und Händler haben keinen Spielstein mit dem sie sich bewegen (ausser auf der Leiste für die Handelsreise).
Achtung: nur ein Bankier kann das Spiel gewinnen!
GELDEINKOMMEN:
1. Warenverkauf (nur Bauer & Händler)
Produzierte Waren können verkauft werden. Dazu werden vom gerade aktiven Spieler Produktionskarten gespielt, die den entsprechenden Zähler der Warensorten vorschieben. Wenn ein Zähler das Ende überschreitet, wird diese Warensorte produziert und der Zähler am unteren Ende der Zählleiste wieder neu eingesetzt. Jede auf seinen Produktionskarten abgebildetete Warensorte kann der Spieler nach der Produktion verkaufen, allerdings als Bauer nur die Sorten gelb, rot, grau oder als Händler nur die Sorten blau, weiss und auch nie mehr als 1 Warenstein pro Sorte.
2. Handelsreise nach Florenz / Arezzo (nur Händler)
Produktionskarten zeigen häufiger auch ganz unten ein Symbol für eine Handlungsreise. Wenn diese gespielt werden, kann der Händler statt Waren nach der Produktion zu verkaufen eine Handelsreise antreten und bekommt dafür eine feste Pauschale am Zielort. Der Weg nach Florenz braucht 3 Felder (Reisekarten) und bringt 20 ein, der Weg nach Arezzo braucht 2 Felder (Reisekarten) und bringt 10 ein. Die Reise kann, wenn sie nicht in einer Runde vollständig durchgeführt wird entweder in der nächsten Runde weitergeführt werden, oder abgebrochen werden, wobfür es noch einen Teil der Erträge (3/5) gibt
3. Bankiereinkommen:
- automatisches Einkommen: 8 Gulden
- Luxussteuer: je 3 Gulden für jede verkaufte Ware blau oder weiss der anderen Spieler
- Spielzug endet in gelben Stadtviertel: je 5 Gulden
- Spielzug endet in Banchi de Sotto oder Via Dei Servi: je 20 Gulden pro dort ausgespielter passender Banchi/Via-Karte
- Piazza Sambeni: zufälliges Einkommen per Glücksspiel wenn Piazza-Karte gespielt wird
RUNDENABLAUF:
1. Rundenzähler vorrücken
2. Spielerreihenfolge anhand des Reichtums neu bestimmen
3. Aktionskarten kaufen / versteigern
- Es werden 2 * Spieleranzahl Karten neu aufgedeckt, Karten mit * werden auf einen Stapel gelegt (evtl. mit bereits aus vorherigen Runden vorhandenen *-Karten) und nach Wert sortiert, mit dem niedrigsten Wert nach oben.
- Zuerst werden alle Karten ohne * verteilt, der ärmste Spieler hat 1. Wahl, dann der Zweitärmste (siehe Spielerreihenfolge), etc
- Kosten: aufgedruckte linke Zahl plus Extrakosten (0-3) für Spielerreihenfolgeposition. 0er-Karten sind immer kostenlos!
- jeder Spieler erhält maximal 2 Karten
- man kann auch passen (aber selten sinnvoll)
- danach: Versteigerung der obersten Karte des *-Stapels
- überall: Handkartenlimit von 7 beachten!
4. Aktionskarten ausführen
Der in der Spielreihenfolge letzter Spieler bestimmt, wer anfängt. Dann in Spielreihenfolge von hinten nach vorne von diesem Spieler ausgehend.
Bauern & Händler spielen üblicherweise Produktionskarten und verkaufen danach Waren. Sie können aber auch Ärgerkarten für Bankiers (Kurtisane, etc. spielen)
Bankiers spielen üblicherweise beliebige Karten als Bewegungskarten (Zahl rechts oben), um sich in der Stadt zusätzlich zu bewegen (Normalbewegung ist ja nur 1 Feld pro Runde) und dann eventuell passende Karten für das Feld auf dem sie landen oder führen die Aktion des Feldes aus, auf dem sie stehen.
SPIELENDE:
Wenn das 7. Turmteil gebaut wurde oder der höchstwertigste Künstler aus dem Wirtshaus versteigert wurde
SPIELZEIT:
3 Stunden sollte man einplanen, evtl. geht es mit etwas Übung dann schneller.
Falls noch Detailfragen auftauchen, versuche ich sie zu beantworten (bitte hier stellen).