Anzeige

Messepreise-diesmal Stuttgart

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
guido

Messepreise-diesmal Stuttgart

Beitragvon guido » 30. Oktober 2005, 17:47

Als ich gestern über die Messe ging war es echt interessant, wenn man die Preise der bekannten Internet Versender im Gedächtnis hat, was manche Aussteller als Preise für Spiele verlangen.
Während im Internet das Spiel Conquest of Empire als günstigster Preis mit 36,95 Euro gehandelt wird, gab es auf der Messe tatsächlich einen Aussteller der für dieses Spiel 50 Euronen verlangte. Also wer diesen Preis bezahlt ist selber Schuld

Benutzeravatar
Michael Andersch

RE: Messepreise-diesmal Stuttgart

Beitragvon Michael Andersch » 30. Oktober 2005, 20:49

"guido" hat am 30.10.2005 geschrieben:
> Als ich gestern über die Messe ging war es echt
> interessant, wenn man die Preise der bekannten Internet
> Versender im Gedächtnis hat, was manche Aussteller als
> Preise für Spiele verlangen.
> Während im Internet das Spiel Conquest of Empire als
> günstigster Preis mit 36,95 Euro gehandelt wird, gab es auf
> der Messe tatsächlich einen Aussteller der für dieses Spiel
> 50 Euronen verlangte. Also wer diesen Preis bezahlt ist
> selber Schuld

Also ich fand auch, dass die Preise in Stuttgart (zumindest für aktuelle Spiele) nahezu durchgehend recht teuer waren. Bei älteren Spielen konnte man teils recht gute Schnäppchen machen, aber die aktuellen lagen größtenteils deutlich über Internet-Niveau und auch deutlich über den Preisen von Essen.

Micha

Benutzeravatar
achim

Re: Messepreise-diesmal Stuttgart

Beitragvon achim » 30. Oktober 2005, 20:50

Hallo Guido,

in Essen konnte man das Spiel kurzfristig für 29 Euro erwerben.
Wer nicht in Essen war ist selber Schuld - oder wie soll ich deine Aussage verstehen?

Gruß
Achim

Benutzeravatar
David
Brettspieler
Beiträge: 90

Re: Messepreise-diesmal Stuttgart

Beitragvon David » 30. Oktober 2005, 23:58

> der Messe tatsächlich einen Aussteller der für dieses Spiel
> 50 Euronen verlangte. Also wer diesen Preis bezahlt ist
> selber Schuld
Das sehe ich auch so. Aber statt den Höchstpreisen würden mich die Niedrigstpreise noch mehr interessieren ;)
Gab's keine richtigen Schnäppchen? Oder give-aways? .... Wenigstens Flohmarkt?

Grüße, David (der vermutet, sich die Fahrt von Karlsruhe nach Stuttgart berechtigterweise gespart zu haben)

Benutzeravatar
peer

Re: Messepreise-diesmal Stuttgart

Beitragvon peer » 31. Oktober 2005, 17:18

Hi,
wobei die Frage ist, was du als "Aussteller" definierst ;-) Ich vermute mal, die 50 EUR waren nicht der Preis vom Verlag?
Das Beispiel ist sicherlich krass.

Andererseits liegen günstige Versender oft unter den Verlagspreisen - die berechnen die Händlerpreise (also ihre Absatzpreise) ja nach ihrer Preisempfehlung. Und wenn sich die Verlage selbst nicht an ihre eigenltiche Empefhlung halten, vergrätzen sie wiederum die Händler (Es gab da mal ne Diskussion um Queen....).

Das hat jetzt nicht unbedingt mit deinem Posting zu tun, aber ich wollte dies mal im Zusammenhang Preis Verlag-Versand anmerken, da gerne übersehen wird, dass die Preisgestaltung von Verlagen durchaus Berechtigung hat (manchmal :-) )

ciao
peer (der weiss, dass Jamdudel im Direktvertrieb viel mehr Gewinn für Bambus bedeutet als der Händlerverkau)

Benutzeravatar
zerics

Stuttgart ist nicht Essen

Beitragvon zerics » 2. November 2005, 17:20

also nun mal dazu:
Stuttgart kann man in keinster weise mit essen vergleichen. Essen ist die messe für uns freaks, die wissen auch was manche spiele im netz kosten und in essen herrscht preiskrieg - das ist fakt. kaufmännisch macht man in essen lieber die augen zu, da wird manch spiel zum ek-preis + mwst verramscht.
Sicherlich kann sich dies in stückzahlen aufs jahr gesehen auch für den händler lohnen, da bessere preisstaffeln bei den herstellern erzielt werden... aber kann auch, langfristig, den untergang bedeuten..
Stuttgart ist hingegen eine Kombimesse, zusammen mit drei anderen Messen, die Bastelmesse, Hobby-Elektronik (jeder zweite Stand verkauft hier Druckertinten), die Modelbau und eben die sogenannte Süd-Deutsche Spielemesse..
Also eher was für den Famillienausflug wie für Hardcore-Gamer. Selbst der Branchenprimus Hasbro hält es nicht für nötig sich auf der Messe zu präsentieren.
Hans im Glück, bisher immer mit einem Stand vertreten, lies sich dieses Jahr durch Schmidt präsentieren (der kleinere Vertriebspartner Drei Magier Spiele war aber da, wie immer mit einem schönen Stand) Goldsieber/Noris fehlanzeige. Immerhin Kosmos,Ravensburger, Amigo, Zoch, Queens, Haba, Piatnik, ProLudo, Adlung, Heidelberger (die auch nur Lagerbestand/Transportschäden verramschten) waren da und seit langen auch mal wieder die Spielewerkstatt. (sorry, wenn ich noch einen vergaß). Kleinverleger fehlanzeige.
Das Publikum war aber eindeutig die Familie. Also gelegenheitsspieler.
Wenn ich richtig bemerkt habe waren sehr viele Spielehändler diesmal dabei, vielleicht weil es der Messeleitung nicht gelang die Hallen voll zu bekommen oder warum auch immer.
Ich denke das es durch viele Händler aber auch nicht mehr publikum anzieht und nun der kuchen durch ein vieles mehr geteilt werden muß und vielleicht auch ein schuß nach hinten ist hier einen preiskrieg toben zu lassen. Messestände sind ja bekanntlich nicht billig, die kosten kommen hierbei mal auf locker 5000 € und die müßen erstmal in der kasse sein. wie gesagt in essen ist man fast komplett mit der zielgruppe in kontakt in stuttgart eher die gelegenheitskäufer die vielleicht gerade ein niragara getestet haben und es gleich mitnehmen, so zu weihnachten...
oder weil man gerade auch was für seinen computer gekauft hat und zufällig in die spielmessehallen geraten ist..
also werden die absatzzahlen weitaus geringer sein und es den händlern auch nicht möglich sein billiger anzubieten und mal ehrlich, in welcher anderen branche werden bestseller, wie das spiel des jahres, verramscht. das verstehe ich nicht. da hätten die fachhändler ein gut gehendes produkt um den umsatz anzukurbeln, kosten zu decken und von handelsketten wird immer versucht dies zu verramschen, das hilft doch keinem. Die verlage können ja durch solche absatzreisser auch spiele auf den markt bringen die evt nicht den gewinn bringen. Was war kosmos den in ihrer vor-siedler-phase? eher ein kleinverlag, oder?
Ich denke man kann hierbei den händler nicht unbedingt böse sein wenn sie höher liegen als zb. im netz oder essen.
Schliesslich hat man vor ort ja meist kompetende verkäufer die man nach tipps und highlights fragen kann, nach "ist es für meinen fünfjährigen jungen auch was" oder ähnliche Dinge wie Spielablauf etc und auch die möchten ja bezahlt werden.
Nein ich vertrete nicht die these "ich geh zur beratung ins fachgeschäft, infos sammeln und bestelle dann billig im netz" denn irgendwann gibt es den beratenden verkäufer nicht mehr...

Grüße Zerics
(lieber für mehr service zahlend als geiz ist geil hereinfallend)

Benutzeravatar
Peter Gustav Bartschat

[OT] Apropos Kosmos

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 2. November 2005, 20:14

zerics schrieb:
> Was war kosmos den in ihrer vor-siedler-phase?
> eher ein kleinverlag, oder?

Hier heißt die richtige Antwort: "Oder".

Kosmos war in der "Vor-Siedler-Phase" bereits einer der wichtigsten deutschen Jugendbuch-, Ratgeber- und Naturführer-Verlage, durch seine Bastel- und Experimentierkästen auch im Spielwarenhandel gut positioniert, und stellte optische Hobby-Geräte (z.B. für Amateur-Astronomen) her.

Aus der Jugendbuch-Produktion von Kosmos wird Mancher vielleicht die auch heute noch erfolgreiche Krimiserie "Die drei ???" kennen.

Gesellschaftsspiele kamen in den 80er Jahren als kleinere Produktlinie hinzu und sind auch heute - obwohl sie natürlich einen wesentliche größeren Stellenwert bekommen haben - nur eines unter mehreren Produkten, die Kosmos herstellt und vertreibt.

Um mal einen Blick auf die Größenordnung zu werfen: Kosmos bringt jährlich zwar ca. 15 Spiele heraus, aber weit über 100 Bücher. Dazu kommen noch Kalender, Experimentierkästen usw.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

Benutzeravatar
zerics

Re: [OT] Apropos Kosmos

Beitragvon zerics » 3. November 2005, 07:38

hallo gustav,
mir ist die weitere verlagstätigkeit von kosmos durchaus bekannt, schliesslich hab ich im zarten jugendalter sämtliche drei ??? verschlungen, auch die sache mit den
experimentierkästen kenn ich.
ich meinte diesbezüglich nur die franch spiele galerie, klein und fein damals (auch kostspielig wie zb. Tal der Könige)
erst durch siedler wurde kosmos einer der großen am markt der spielehersteller.
darauf bezog ich meine aussage über den "klein-verlag"
Auch nen lieben Gruß
Zerics


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste