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Etwas [OT]: Aussprache Caylus

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Kathrin Nos
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Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Kathrin Nos » 8. November 2005, 17:01

Hallo,

wie sprecht Ihr eigentlich "Caylus" aus?

Wie ich per Google herausfand, ist Caylus ein tatsächlich existierender Ort in den Midi-Pyrénées und gehört zum Departement Tarn-et-Garonne. Im Französischen ist mir nicht wirklich klar, wie man diesen Ortsnamen ausspricht...

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Daniel_R

Re: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Daniel_R » 8. November 2005, 17:16

Dürfte wohl so ähnlich wie "Gailüs" klingen.

Zu Beginn darf das C sicher nicht hart wie K betont werden, sondern etwas weicher, eben wie ein G.
Normalerweise würde das S am Schluss nicht betont, aber bei Ortsnamen wird dies anders gehandhabt.
Regional kann aber die Aussprache von Eigennamen natürlich von den Standardregeln wie französisch zu sprechen ist abweichen. Dennoch glaube ich, dem "orginal" ziemlich nahe zu kommen.

Umgekehrt scheren sich die Franzosen nicht viel um die korrekte Aussprache von Deutschen Namen (bitte nicht beleidigt sein). Ein Beispiel gefällig?

Aus Rudi Völler wird Rüdi Volör wobei dies phonetisch "voleur" entspricht, was wiederum mit "Dieb" zu übersetzen ist.
Aber auch Städtenamen wie Miami, phonetisch = "Meiämi" wird bei den Franzosen buchstäblich und phonetisch zu "Miami".

All meine Versuche (nicht Fremdsprachen-beherrschende) französische Kollegen auf diese Unzulänglichkeit hinzuweisen, scheiterten kläglich.

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 8. November 2005, 17:16

Ich sage [i]Kaj-lus[/i].

Gruß Carsten (der mit französisch - also der Sprache - sonst nicht viel am Hut hat)

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Christian Hildenbrand

Re: Etwas [OT]: "Kelüs"

Beitragvon Christian Hildenbrand » 8. November 2005, 17:27

Huhu Kathrin,

da ch den guten Cyril Demaegd gerade nebenan in einer Besprechung habe, hab ich ihn doch gleich mal gefragt.

Die "offizielle" Aussprache ich "Kelüs" - so zumindest hat es Cyril gerade erklärt. :-)

Südfranzösische Grüße,

Christian

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Niccolo
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Beiträge: 1333

Re: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Niccolo » 8. November 2005, 17:31

siehe : http://www.boardgamegeek.com/thread/83094

"with KAY being a hard K and a long A, and lus sounding like bus"

was als korrekt bezeichnet wurde. Wobei ich jetzt wanke - "bus" wie das Englisch gesprochene "bus"? Seltsam.

Also öffentlich doch eher treudeutsch "Kaylus" - eher für intime Kennerkreise ein niedliches "Gailüs" aufheben ;)

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Knut

RE: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Knut » 8. November 2005, 17:46

"Carsten Wesel | FAIRspielt.de" hat am 08.11.2005 geschrieben:
> Ich sage [i]Kaj-lus[/i].

"Kajstrichlus"?
Knut (SCNR)

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DiSta

Re: Etwas [OT]: "Kelüs"

Beitragvon DiSta » 8. November 2005, 19:13

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Huhu Kathrin,
>
> da ch den guten Cyril Demaegd gerade nebenan in einer
> Besprechung habe, hab ich ihn doch gleich mal gefragt.
>
> Die "offizielle" Aussprache ich "Kelüs" - so zumindest hat es
> Cyril gerade erklärt. :-)
>
> Südfranzösische Grüße,
>
> Christian



So wurde mir am Ystari-Stand in Essen auf meine diesbezügliche Frage, auch geantwortet...

nice dice
Dietmar

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Andreas Schröder

Re: Etwas [OT]:

Beitragvon Andreas Schröder » 8. November 2005, 19:34

Kelüs hört sich doch garnicht so schlecht an, besser als Keiluss, wie man es oft hört.

Gruss Andreas
der schon diesbezüglich an den Weihnachtsmann geschrieben hat, und hofft das der das auch kennt

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ferdinand köther

Re: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon ferdinand köther » 8. November 2005, 20:52

Daniel_R schrieb:
>

> Zu Beginn darf das C sicher nicht hart wie K betont werden,
> sondern etwas weicher, eben wie ein G.

Auf jeden Fall hart wie ein "K", ich kenne kein französisches Wort, bei dem ein C am Anfang gefolgt von z. B. "a" wie ein "g" gespochen wird, immer wie ein "k", auch das Wörterbuch rückt zumindest so auf die Schnelle mit keinem solchen Fall heraus.
Cathedrale, concierge und tausende andere usw. usw. - immer hartes "k".
Ok, "triben in Ssaxn" heißt das "Gadetrahle", aber wir wollen ja ordentlich sprechen ;-)
Siehe auch andere postings.

Vor einem "e" wird ein ein"c" wie ein scharfes "s" gesprochen - aber wie ein "g", niemals.

Schöne Crüße
Ferdi

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Marco Aschwanden

RE: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Marco Aschwanden » 9. November 2005, 08:25

"ferdinand köther" hat am 08.11.2005 geschrieben:
> Daniel_R schrieb:
>>
>
>> Zu Beginn darf das C sicher nicht hart wie K betont werden,
>> sondern etwas weicher, eben wie ein G.
>
> Auf jeden Fall hart wie ein "K", ich kenne kein
> französisches Wort, bei dem ein C am Anfang gefolgt von z.
> B. "a" wie ein "g" gespochen wird, immer wie ein "k", auch
> das Wörterbuch rückt zumindest so auf die Schnelle mit
> keinem solchen Fall heraus.
> Cathedrale, concierge und tausende andere usw. usw. - immer
> hartes "k".
also: Kateh'dral, Kon'si'ärsche

Mit deinem Postulat des harten "K" outest du dich in Frankreich als Deutscher. Wenn Daniel_R schreibt:

>> Zu Beginn darf das C sicher nicht hart wie K betont werden,
>> sondern etwas weicher, eben wie ein G.

Dann trifft er den Nagel auf den Kopf. Zwar kein G, aber um einiges Näher beim G als beim K. Ein zurückgehaltenes, explodierendes "G" eben.

Franzöische Grüsse,
Marco

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Kathrin Nos
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Danke!

Beitragvon Kathrin Nos » 9. November 2005, 09:21

Hi,

vielen Dank an alle :)
Viel Spass also mit Kelüs ;) - ein wirklich schönes Spiel!

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Thomas O.

RE: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Thomas O. » 9. November 2005, 09:22

Marco Aschwanden schrieb:
>
> >> Zu Beginn darf das C sicher nicht hart wie K betont werden,
> >> sondern etwas weicher, eben wie ein G.
>
> Dann trifft er den Nagel auf den Kopf. Zwar kein G, aber um
> einiges Näher beim G als beim K. Ein zurückgehaltenes,
> explodierendes "G" eben.

Hallo Marco,

Wenn dem so sein sollte, müssten wir uns dann umstellen und in Zukunft "Gagassonn" sagen ;-) ? Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine mich an eine Aussprachehilfe auf der Schachtelrückseite dieses Spiels zu erinnern, die besagte, dass es mit einem "K" am Anfang ausgesprochen wird. Hat unser lieber treuer HIG Verlag da etwa im Französisch-Unterricht nicht aufgepasst ;-) ?

Grüße, Thomas

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Franz-Benno Delonge
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Beiträge: 277

Keilus

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 9. November 2005, 10:10

Liebe Linguisten,
das war ja alles sehr erhellend, aber ich sage trotzdem weiter Keilus.
Und zwar solange, bis ich einen französischen oder amerikanischen Spielefreund treffe, der "In achtzig Tagen um die Welt", "Im Schatten des Kaisers" und "Die Rückkehr der Helden" korrekt aussprechen kann.
Muttersprachliche Grüße
Benno

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Christwart

Re: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Christwart » 9. November 2005, 10:17

ferdinand köther schrieb:
>
> Daniel_R schrieb:
>
> > Auf jeden Fall hart wie ein "K", ich kenne kein französisches
> Wort, bei dem ein C am Anfang gefolgt von z. B. "a" wie ein
> "g" gespochen wird, immer wie ein "k", auch das Wörterbuch
> rückt zumindest so auf die Schnelle

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Marco Aschwanden

RE: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Marco Aschwanden » 9. November 2005, 11:19

> Wenn dem so sein sollte, müssten wir uns dann umstellen und
> in Zukunft "Gagassonn" sagen ;-) ?

Genau und unterschlage das r nicht: 'Ga(r)'ga'sonn

> Ich bin mir nicht
> sicher, aber ich meine mich an eine Aussprachehilfe auf der
> Schachtelrückseite dieses Spiels zu erinnern, die besagte,
> dass es mit einem "K" am Anfang ausgesprochen wird. Hat
> unser lieber treuer HIG Verlag da etwa im
> Französisch-Unterricht nicht aufgepasst ;-) ?

Ich verstehe schon, warum man darauf verfällt zu sagen: Sprich es wie ein "K" aus. Erkläre einem Menschen wie er das Englische "TH" aussprechen soll... nun, jeder wird dich verstehen, wenn du "sä" für "the" sagst.

Jeder wird dich auch verstehen, wenn du "Kei-e" für "Cahier" sagst. Und jeder wird dich verstehen, wenn du "Karkasonn" sagst für "Carcasonne". Jedoch liegt bei beiden das "harte" G näher: 'Gei-ee bzw. 'Gar'gasonn. Da kann sich mein Vorredner noch so lustig drüber machen - lächerlich macht sich einzig er selbst in Frankreich.

Es gibt doch immer wieder Werbung mit Französinnen, die Deutsch sprechen (irgend so eine Bierwerbung). Versucht doch mal den Satz "Kommst du zu mir?" mit französischem Akzent auszusprechen: 'gommst du su miär? Würde diese Dame wohl sagen, weil sie das harte "K" beim besten Willen nicht beherrscht. So wie die Chinesen offenbar Mühe mit dem "R" haben.

Die Schweizer legen seit je her mehr Wert auf Schreibung und Aussprache von Fremdwörtern. Nehmen wir beispielsweise das geläufige Wort: "Coup". Wenn ihr in Deutschland dazu wirklich "Ku" und nicht 'Gu sagt, dann klingt das ziemlich barbarisch in unseren Ohren (und ich bin noch nicht mal Franzose, geschweige denn Welscher).

Im Wiktionary findet sich eine Aussprache-Tabelle:

http://fr.wiktionary.org/wiki/Annexe:Prononciation

Das französische "c" im An- und Auslaut wird mit /k/ geschrieben. Als Beispiele werden:

bec, cou

angeführt. Wer natürlich für "bec" "bek" sagt und nicht "be'gg" oder für "cou" nicht "'gu" sondern "ku", kommt natürlich zum gleichen Schluss.

Wahrscheinlich findet sich in jedem deutsch-französischen Dictionaire eine phonetische Tabelle, die das "c" mit deutschen Wörtern versucht zu erklären. Es hat keinen Sinn, wenn ich euch sage, dass das "c" wie ein starkes G (als ob man die Kraft des G zurückhält und dann schnell "Garten" sagt). Oder ein krepiertes "K" oder ähnlich dem "Q" in Quelle oder Qualle... wie gesagt... hmm... also, was ich sagen will: Sprecht es einfach wie ein bodenständiges deutsches "K" aus. Also nicht Zarzasonn sondern "KarKarsonn". Gut, ja, genau, wie ein "K"... ihr habt natürlich absolut recht... warum schreibe ich mir hier auch die Finger wund.

Vereinfachende Grüsse,
Marco

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Olav Müller
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Beiträge: 638

Re: Keilus

Beitragvon Olav Müller » 9. November 2005, 11:19

Franz-Benno Delonge schrieb:
> das war ja alles sehr erhellend, aber ich sage trotzdem
> weiter Keilus.
> Und zwar solange, bis ich einen französischen oder
> amerikanischen Spielefreund treffe, der "In achtzig Tagen um
> die Welt", "Im Schatten des Kaisers" und "Die Rückkehr der
> Helden" korrekt aussprechen kann.

Spielverderber. (Na gut, vielleicht hier im Forum ein zu hartes Wort ...)

Aber wenn wir schon abstimmen: Ich sage "Cailüs" (mit leicht frz. Nasallaut). Klingt einfach besser.

CU,
Olav

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Peter Gustav Bartschat

[OT] Nasallaut

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 9. November 2005, 12:03

Olav Müller schrieb:
> (mit leicht frz. Nasallaut).

Der einzige Nasallaut, den ich im Augenblick herausbringe, heißt "haaaaaa-TSCHI ! ! !"

Liebe Grüße
Gustav

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Thomas O.

RE: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Thomas O. » 9. November 2005, 13:30

Marco Aschwanden schrieb:
>
> Jeder wird dich auch verstehen, wenn du "Kei-e" für "Cahier"
> sagst. Und jeder wird dich verstehen, wenn du "Karkasonn"
> sagst für "Carcasonne". Jedoch liegt bei beiden das "harte" G
> näher: 'Gei-ee bzw. 'Gar'gasonn. Da kann sich mein Vorredner
> noch so lustig drüber machen - (...)

Marco, ich hoffe mit dem Vorredner bin nicht ich gemeint, denn es lag mir fern, mich über die französische Sprache lustig machen.

> (...) lächerlich macht sich einzig er selbst in Frankreich.

Das wundert mich dann doch sehr, gerade in Verbindung mit deiner folgenden Aussage:

> Es gibt doch immer wieder Werbung mit Französinnen, die
> Deutsch sprechen (irgend so eine Bierwerbung).

Ich selber habe mich in Frankreich mit meiner dilettantischen, da auf nichtexistente Sprachkenntnisse zurückzuführenden Aussprache französischer Wörter niemals lächerlich gemacht - zumindest nie eine erheiterte Reaktion eines Franzosen erlebt. Warum auch? Du sagst es doch selber mit deinem Werbebeispiel (BTW: Schöfferhofer): Kein Mensch regt sich in der Regel über den Akzent eines Reisenden auf, viele empfinden es sogar als charmant (warum auch sonst sollte das werbetreibende Unternehmen diese Form der Sprache gewählt haben?). Das Problem: Wir in Deutschland fürchten oft, im Ausland als Deutsche "enttarnt" zu werden und uns lächerlich zu machen und trainieren uns mit großem Ehrgeiz eine fremdsprachlich korrekte Aussprache an - andere Nationen schert das meist wenig, und keinen stört´s.

> Sprecht es einfach wie ein bodenständiges deutsches "K" aus.
> Also nicht Zarzasonn sondern "KarKarsonn". Gut, ja, genau,
> wie ein "K"... ihr habt natürlich absolut recht... warum
> schreibe ich mir hier auch die Finger wund.

Nun machst du dich lustig, über deutsche Bodenständigkeit und unsere Sprachkompetenz. Das sollte nicht der Sinn dieses Threads sein, denke ich.

Grüße, Thomas

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Thomas O.

Re: Keilus

Beitragvon Thomas O. » 9. November 2005, 13:43

Franz-Benno Delonge schrieb:
>
> das war ja alles sehr erhellend, aber ich sage trotzdem
> weiter Keilus.
> Und zwar solange, bis ich einen französischen oder
> amerikanischen Spielefreund treffe, der "In achtzig Tagen um
> die Welt", "Im Schatten des Kaisers" und "Die Rückkehr der
> Helden" korrekt aussprechen kann.

Bravo, Franz-Benno :-)
So deutlich wollte ich es in meiner Antwort an Marco nicht zum Ausdruck bringen, aber das trifft´s auf den Punkt!

Thomas (der gerne Wortspiele spielt, allen voran Tüpo ;-) )

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Marco Aschwanden

RE: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Marco Aschwanden » 9. November 2005, 14:09

> Nun machst du dich lustig, über deutsche Bodenständigkeit
> und unsere Sprachkompetenz. Das sollte nicht der Sinn
> dieses Threads sein, denke ich.

Falls dieser Eindruck entstanden ist, möchte ich mich in aller Form entschuldigen. Ich war etwas verärgert über die Art und Weise, wie Ferdi seine "plausiblen" Argumente vorbrachte und alles andere zur Seite wischte.

Ein aufrichtiges Sorry aus der ebenfalls an Ausprach-Minderwertigkeitskomplex leidenden Schweiz,
Marco

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Marco Aschwanden

RE: Keilus

Beitragvon Marco Aschwanden » 9. November 2005, 14:17

Ich hoffe zutiefst, dass einige Smileys fehlen... aber lassen wir diese fruchtlose Diskussion. Mit Spielen hat sie sowieso nix zu tun.

Gruss,
Marco

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Etwas [OT]: Aussprache Caylus

Beitragvon Marten Holst » 9. November 2005, 15:23

Moin,

> Ich selber habe mich in Frankreich mit meiner
> dilettantischen, da auf nichtexistente Sprachkenntnisse
> zurückzuführenden Aussprache französischer Wörter niemals
> lächerlich gemacht - zumindest nie eine erheiterte Reaktion
> eines Franzosen erlebt. Warum auch?

Mir wurde mehrfach aus berufenem muttersprachlichem Munde berichtet, dass meine englische Grammatik und mein Vokabular gut bis sehr gut seien, die Aussprache allerdings an Versuche erinnert, in englischen WK-2-Filmen die deutschen Soldaten zu veralbern. Ich werde also nie in den USA für einen Briten, in Großbritannien für einen Neuseeländer oder in Neuseeland für einen Australier gehalten werden, wie so viele stolz aus dem Urlaub erzählen (wobei letzteres vielleicht kein Kompliment sein muss ;-) ). Aber ich bekomme mit, was die Leute sagen, sie bekommen mit, was ich sage, Unfreundlichkeit habe ich nie erlebt.

Nicht einmal im Französischen, obwohl die Franzosen doch so Etepetete sein sollen. Sie warten geduldig, bis meine zwei Brocken (2 Jahre Französisch in der Schule, inklusive einiger nichtsoganzüberzeugender Noten) rausgewürfelt kommen, antworten langsam und überakzentuiert. Très bien. Umgekehrt habe ich dreifach erlebt, dass Deutsche im Ausland über das Deutsch des ansässigen Personals geschimpft haben - wunderbar verständlich, aber eben nicht fehlerfrei. Kann man sicher auch nicht verallgemeinern. Man sehe ansonsten mal CNN - unabhängig davon, ob man den Sender für ein objektives Informationsmedium hält, so viele Kommentatoren rund um die Welt mit so dicken Akzenten kenne ich von deutschen Sendern nicht.

Ach ja, zur Ausspracheerklärung: ich versuche immer noch zu entziffern, wie die Finnen ein "R" aussprechen (gerollt, aber nicht im Rachen, sondern auf der mittleren Zungenspitze), aber die eigentliche Frage soll ja an Finnen und Franzosen gehen: das "C" in "Carcaylus" also etwa wie das "kk" in "kukka"? Dann habe ich es schon wenigstens mal gehört - und werde wohl bei "Kah Kah ßonn" bleiben müssen, mangels besserer Fähigkeiten :-)

Tschüß
Marten

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Marten Holst
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RE: Keilus

Beitragvon Marten Holst » 9. November 2005, 15:23

Moin,

> Aber wenn wir schon abstimmen: Ich sage "Cailüs" (mit
> leicht frz. Nasallaut). Klingt einfach besser.

wie ein weiser Französischlehrer dereinst sprach: Das Französische hat vier grundverschiedene Nasallaute, nämlich 'önk', 'önk', 'önk' und 'önk'.

In diesem Sinne, a votre sante (oder so)
Marten

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Marten Holst
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RE: Keiler

Beitragvon Marten Holst » 9. November 2005, 15:23

Moin Marco,

> Ich hoffe zutiefst, dass einige Smileys fehlen... aber
> lassen wir diese fruchtlose Diskussion. Mit Spielen hat sie
> sowieso nix zu tun.

ich denke, dass Smileys in dem Sinne fehlen, dass FBD das verbissen/ernst meint, im wahren Aussagensinne allerdings ("Ich sage Keilus") denke ich, das wird er Ernst meinen. Und im Ernst: es ist unmöglich, alle fremdländischen Namen "korrekt" zu können, dass sich die Nachrichten im Fernsehen und Radio (ich meine jetzt die richtigen Nachrichten auf öffrecht Sendern ;-) ) da Mühe geben ist aller Ehren Wert, aber ich erinnere mich an die diversesten Aussprachen der niederländischen Stadt Enschede, als selbige wegen einer Feuerwerkskörperfabrikexplosion viel in den Nachrichten war. Es geht einfach manchmal nicht. Und dann ist umgekehrt ja auch eine Erkennung des Wortes durch den Adressaten wichtig - und um "Kelüs" zuzuordnen, muss man eben auch erst mal wissen, dass das Franzmännisch ist. Bei den ganzen Diskussionen um die Aussprache von "Tichu" war das leichter, da wusste jeder, was gemeint war :-) Mir wären "bewusste" Fehlsprachen zwar auch zuwider, aber manchmal geht es nicht anders. Nach ein paar Stunden konsequent fremdländisch ist der ungeübte deutsche Sprachapparat willens, einen Kamillentee zu trinken :-)

Tschüß
Marten (dem auf der Messe in Essen erklärt wurde, das Spiel spräche sich "Kajlüühsch", der feststellt, dass ihm eine phonetische Tastatur fehlt, und der diese Information gerade verdrängt)

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Peter Gustav Bartschat

Keilus, Paris und ein Hurrikan

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 10. November 2005, 06:21

Marco Aschwanden schrieb:
> Mit Spielen hat sie sowieso nix zu tun.

Ich hingegen sehe das als "Wortspiel".

Da fällt mir die Geschichte von der Aussprache des Wortes "Hurrikan" ein:

Ursprünglich stammt das Wort aus der Sprache karibischer Indianerstämme, heißt soviel wie "Der Wegblasende" und sprach sich - vermutlich - etwa "Hörrikön" aus. Aber weil sie keine Schrift hatten (oder uns zumindest keine überliefert ist), schrieben sie es nicht auf.

Die Engländer und später die US-Bürger sprachen es, nachdem sie es in Expeditionsberichten ihrer Landsleute geschrieben gesehen, aber nicht von den mittlerweise umgebrachten Indianern ausgesprochen gehört hatten, "Harriken" aus.

Wie sollen wir es heute also korrekt sprechen? Die englische Aussprache ist ja bereits eine falsche Aussprache. Aber andererseits könnte man es niemandem als Fehler ankreiden, der es englisch ausspricht, weil Kenntnisse über die Phonetik untergegangener karibischer Indianerstämme kaum als zur Allgemeinbildung gehörig betrachtet werden können.

Also kann man bei Verwendung des Wortes in einem deutschen Satz genau so gut jede Silbe so sprechen, wie man sie bei einem deutschen Wort sprechen würde und tatsächlich "Huh-Rie-Kann" sagen: Wer eine Schreibweise aus einer anderen Sprache übernimmt, ist ja nicht gezwungen, dafür die Ausspracheregeln seiner eigenen Sprache abzugeben. (Mann KANN, aber man MUSS NICHT.)

Sagt man also englisch "Harriken", dann benutzt man ein englisches Wort, sagt man "Huh-Rie-Kann", dann benutzt man ein deutsches Lehnswort.

Der Rechtschreib-Duden (21. Auflage, S. 360, mittlere Spalte) gibt interessanter Weise zwei unterschiedliche Pluralformen für "Hurrikan" an, und zwar abhängig davon, welche Aussprache man wählt: Bei englischer Aussprache "Hurrikans", bei deutscher Aussprache "Hurrikane".

Und wie spricht man eigentlich die französische Hauptstadt aus?

Korrektes Französisch wäre "Parie", aber welcher Deutsche macht das konsequent? Selbst in der Tagesschau, wo nun wirklich ein enormer Aufwand im Hinblick auf die Identifizierung von korrekter Aussprache ausländischer Namen getrieben wird, sagt man entsprechend der deutschen Ausspracheregel für die Schreibweise "Paris".

Mein Fazit: Wenn es in Ordnung ist, "Paris" zu sagen, dann ist es auch in Ordnung ist, "Kai-Luss" zu sagen.

Und wenn jemand lieber "Keh-Lüss" sagen will, dann finde ich das auch in Ordnung.

Meistens gelingt es ja, sich mit anderen Leuten hervorragend zu verständigen, wenn man bei Verständnisproblemen einfach mal nachfragt, wie dies und jenes gemeint war, statt sofort dem Gesprächspartner zu unterstellen, dass er etwas nicht "richtig" gemacht hätte.

Mit einem lieben Gruß
Gustav


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