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Sankt Petersburg

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Holger

Sankt Petersburg

Beitragvon Holger » 20. November 2005, 19:26

Hallo

Nach meinen letzten beiden Partien, habe ich mal wieder gemerkt, dass die Gebäude zwar recht teuer sind, aber im vergleich zu den Adligen doch einen echten Nachteil bringen. das war und ist bekannt und wurde m.E. hier schon häufig durchgehechelt. Nicht negativ zu sehen.

Wie wäre es denn, bei den Gebäuden ein Monopol oder ein Ministerium als Variante mit ins Boot zu nehmen.

Bei 5 Märkten, die im Spiel sind, könnte man doch ein Marktmonopol begünstigen, indem man gestaffelt Punkte nach den eigenen Märkten bekommt. Dito bei den Zollhäusern. Die Staffelung sollte ähnlich verlaufen, wie bei der Endwertung der Adligen.

Bevor nun ein Aufschrei der Entrüstung durchs Forum geht, dass dieses Spiel keine weitere Änderung erfahren sollte, möchte ich schon vorab auf die neuen Karten hinweisen.

Aber sollte sich jemand für diese Variante erwärmen, würde ich ihn doch bitten mir seine Erfahrungen mitzuteilen (wie ich übrigens auch) und mir einen Idee für die Wertung aufzuzeigen. Für diese finde ich zur Zeit nur eine schwache Lösung, die die Adligenwertung wiederum zu schwach macht.

Verspielte Grüße

Holger

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Eric

Re: Sankt Petersburg

Beitragvon Eric » 21. November 2005, 00:11

Es gab einen Vorschlag die blauen Gebäude am Spielende noch einmal extra zu werten, um den Vorteil der Adeligen etwas auszugleichen. Ausprobiert haben wir diese Variante allerdings bisher noch nicht...

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Axel Bungart

Re: Sankt Petersburg

Beitragvon Axel Bungart » 21. November 2005, 08:20

Hallo!

Ich finde, das würde das Bemühen um viele Adlige in der Schlusswertung ins Leere laufen lassen. Jemand, der auf einen hohen Adel-Bonus durch die Abschlusswertung baut, wird dann ja bestraft. Warum?

In unserer letzten Partie hatte einer recht viele Gebäude, sammelte dadurch in der aktiven Phase auch viele Punkte. Ein anderer ging auf die Adligen, lag ziemlich weit zurück, bekam aber am Schluss 36 Punkte Bonus. Es hat bis auf zwei Punkte trotzdem nicht zum Sieg gereicht. Aber:
1. Das Spiel war bis zum Schluss spannend
2. Der Gebäude-Bauer hatte ausreichend Punkte gesammelt.
3. Der Adlige hätte mit seiner Taktik und evt. ein bißchen mehr Kartenglück ebenfalls gewinnen können.

Ich denke, die Balance des Spiels würde durch eine weitere Gebäudewertung am Schluss ausgehebelt. Kann mich nicht dafür erwärmen.

Gruß
Axel

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Andrea

Re: Sankt Petersburg

Beitragvon Andrea » 21. November 2005, 09:50

Uns stören immer die beiden Sternwarten im Spiel. Bis jetzt hat immer derjenige gewonnen, der die Sternwarte früh gekauft hat und dann jedesmal bei blau eine Adelskarte zur Auswahl ziehen konnte. Keiner der anderen Spieler kann das mit blauen Gebäuden rausreißen, denn die sind sehr teuer und bringen nicht genug Einkommen. Sollte man die Sternwarten nicht lieber rausnehmen, um das Spiel spannender zu machen? Bei uns schafften es die Spieler dann immer 9 oder 10 verschiedene Adelige zu haben, wenn sie früh mit der Sternwarte spielen können. Die anderen kriegen höchstens 5 Adelige ab. Meistens spielen wir zu dritt.

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Claude

Re: Sankt Petersburg

Beitragvon Claude » 21. November 2005, 13:29

Also ich finde die Idee mit den Sternwarten ziemlich gut, konnte bisher auch nicht feststellen, dass nur der/diejenige mit Sternwarte gewinnt. Ich finde eher, dass die Sternwarte ein der Elemente ist, die ausmachen, dass StPetersburg bis am Ende spannend bleibt.. Und dass es spannend bleibt finde ich überhaupt einer der grossen Vorzüge dieses Spiels, und verstehe entsprechend auch nicht, wieso man noch unbedingt eine weitere Gebäudewertung braucht.
Aber ich bin gespannt auf die neuen Karten...

Mit besten Grüssen,
Claude

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Andrea

Re: Sankt Petersburg

Beitragvon Andrea » 21. November 2005, 18:56

Wäre dir sehr dankbar für Tips, wie man gewinnt, wenn ein Spieler früh eine Sternwarte bekommt und Adelige in Massen auflegen kann. Erst die günstigen später dann die teuren. Nur mit blauen Karten und 5 eigenen Adeligen kann man da nicht kontern, wie also dann? Wie sieht eine sinnvolle Taktik aus, damit man nicht einschläft bis der andere Spieler gewonnen hat, denn es gibt ja keine Interaktion. Es ist ja schließlich nicht so, dass der Andere gar keine blauen Gebäude auflegt. Er ist nur eben bei den Adeligen gut bestückt, was ja bekanntlich am Ende zählt.

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Michael Andersch

RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Michael Andersch » 22. November 2005, 08:17

"Andrea" hat am 21.11.2005 geschrieben:
> Wäre dir sehr dankbar für Tips, wie man gewinnt, wenn ein
> Spieler früh eine Sternwarte bekommt und Adelige in Massen
> auflegen kann. Erst die günstigen später dann die teuren.

Wenn Sie in dieser Reihenfolge kommen...
Meist kommen sie aber irgendwie, und wenn mir die Sternwarte einen 14er Adligen in einer frühen Phase des Spiels beschert, dann kann ich ihn mir entweder gar nicht leisten (nehme ihn vielleicht auf die Hand und blockiere einen Kartenplatz), oder ich kann ihn mir leisten, bin dafür aber blank und schaue in der Adligen-Phase in die Röhre (Kann da also nicht kaufen, sondern höchstens ebenfalls auf die Hand nehmen), und wenn's ganz dumm läuft bin ich auch in der nächsten Handwerkerphase finanziell noch etwas nackig...

Also - eine frühe Sternwarte ist noch lange keine "10-Adlige-Garantie". Abgesehen davon würde ich die Sternwarte in der Anfangspahse des Spiels eher für den Kauf zusätzlicher Handwerker nutzen. Aber das mag Geschmackssache sein.

Viele Grüße,
Micha

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Andrea

RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Andrea » 22. November 2005, 09:31

Komisch, in zahlreichen Runden zu dritt, hat es sich gezeigt, dass es zu Anfang schon entscheidend sein kann einen 14er Adeligen zu horten. Macht ja nichts, kann doch 3 Karten sammeln. Ziehe ich einen billigen Adeligen ist das Auflegen kein Problem, zudem die Adeligen im Gegensatz zu den meisten blauen Gebäuden ja auch noch Einkommen bieten. Vielleicht bieten die neuen Karten ja ein Gegengewicht zur Sternwarte. Außerdem ist es ja auch nur extrem sollten die Sternwarten Karten in einer der ersten Runden aufgedeckt werden.

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Joshua

RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Joshua » 22. November 2005, 10:55

Also ich muß mich Michael anschließen, wer die Sternenwarte hat und dafür einen Adligen zieht, setzt ja meißt auch einen Großteil seines Geldes für die kommende Adligenrunde ein und kann in dieser dann für gewöhnlich nichts mehr oder nicht mehr allzuviel kaufen. Wenn er die Sternenwarte tatsächlich aber benutzt, um einen Adligen mehr auf die Hand zu bekommen, dann sehe ich nicht wo sein großartiger Vorteil sein soll.
Einzige Möglichkeit hier, ein Spiel in dem sehr wenige Adlige überhaupt aufgedeckt werden und wegen Ende der Stapel Handwerker oder Gebäude besonders früh (für jemanden der bei Adligen hinten liegt) endet, dann sollte aber auch mindestens ein Spieler auf Gebäude gegangen sein, und diese (wenn es nicht gerade nur Zollhäuser mit recht teuer bezahlten Siegpunkte waren) durch Adligen Anzahl am Schluß aufzuholen ist nun wirklich nicht besonders einfach.
Kurz gesagt, habe ich in meinen bisherigen ca. 30 Partien St. Petersburg noch nicht einmal erlebt, daß die Sternenwarte tatsächlich eine "Killerkarte" dargestellt hätte, im Gegenteil bei uns wird sie spätestens nach der dritten Runde sogar meißt verschmäht und gar nicht gebaut. Sicherlich kann es Spielkonstellationen geben, in denen sie sich besonders auswirkt, aber ich habe auch schon ein Spiel hauptsächlich durch den Kauf des Theaters gewonnen, insofern...
Generell ist St. Petersburg ja auch eher ein lockeres Nebeher Spiel, bei dem ich mir niemals etwas auf meinen Sieg einbilden würde, man kann zwar einiges falsch machen, doch der Zufallsanteil ist dann doch zu hoch um mich am Ende einer Partie ob meiner überlegenen Siegstrategie loben zu wollen.

Vielleicht findet sich ja unter den neuen Karten auch ein Assassin und es lässt sich so der Adligenbestand der Mitspieler reduzieren? ;)

Gruß Joshua

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Droegi
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RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Droegi » 22. November 2005, 12:02

In 2er-Partien lasse ich die Sternwarte meist liegen, da sie für den Anfang viel zu teuer ist und die Handkarten blockiert. Effektiver ist es wirklich, sein Einkommen mit anderen Karten steigern zu können (Adlige oder Austauschkarten). Oftmals verliert der Spieler, die die Sternwarten genommen hat und früh nutzt, es sei denn, er hat viel Glück.

Diese Erfahrung kann ich aufgrund vieler 2er-Partien in der BSW machen. Für 3er und 4er (vielleicht je eine handvoll mal gespielt) kann ich mir kein Urteil erlauben.

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Andrea

RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Andrea » 22. November 2005, 13:59

In 2er Partien spielt die Sternwarte bei uns auch nicht so eine große Rolle. Nur die vielen dreier Spiele waren bei sehr frühen( 1. Runde) kaufen der Sternwarte unausgeglichen. Natürlich muss man auch Glück haben.

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Marten Holst
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RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Marten Holst » 22. November 2005, 15:26

Moin,

bei mehr Spielern ist die Sternwarte natürlich erheblich stärker, da hier die Kontrolle über die Anzahl der aufgedeckten Adligen doch kleiner ausfällt als bei zweien. Und die Sternwarte gut eingesetzt kann die Gegner auch schon nerven, aber ich sehe mittlerweile andere Dinge als wichtiger an. Bin zwar kein besonders guter Spieler, und kann daher keine "Standardvariante gegen Sternwartenstrategie" austeilen - aber wenn es die gäbe, wäre sie eher eine schlechte Karte. Allgemein ist nach meiner Erfahrung allerdings das Handkartenlimit und dessen Management schon ein Problem, sodass die Sternwarte da ordentlich handicapt (ein frühes Lagerhaus kommt selten an mir vorbei). Und eine frühe Sternwarte und ihre 6 Taler können auch teuer sein - genau die 6 Taler fehlen gerne um den zugehörigen größeren Adligen dann zu bauen.

Ich möchte ansonsten Joshuas "Glücksthese" widersprechen, wäre SP so glücksabhängig, gewänne ich öfter :-)

Tschüß
Marten

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Steffen S.

RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Steffen S. » 22. November 2005, 19:10

Hallo zusammen,

ich stimme mit den Vorrednern überein, die die Bedeutung der Sternwarte relativieren. Die Kunst bei StP liegt - und das wird gerade von Spielneulingen zwangsläufig noch nicht voll erkannt - im für den eigenen Nutzen (will heißen: die eigene, aktuelle Spielposition) optimalen "freisperren" von Nachlegeplätzen. Ein Beispiel: Bin ich in einer Dreierrunde bei der folgenden Adeligenphase als erster an der Reihe, sollte ich versuchen, 4 Nachlegeplätze für Adelige zu öffnen. Dann kann ich bei meinem ersten Zug einen auswählen, und komme zudem als einziger in dieser Runde noch zur Aufnahme eines zweiten. Die andere Möglichkeit ist, nur eine Nachlegeposition zu öffnen - dann bekomme ich eben als einziger die orangene Karte.
Genau dieses gezielte Freisperren ist der Sternwarte überlegen, da ich hier GEZIELT Karten aufnehmen kann, und nicht nach dem Prinzip Hoffnung verdeckt ziehe. Vor einiger Zeit kam im Forum hier auch malder Vorwurf, die niedrigen Gebäude aufzunehmen sei doch nutzlos. Auch dieser Vorwurf scheitert an obigem Sachverhalt: Gerade die billigen 5-er Gebäude (zumal sie zahlreich sind, und so ggf. immer billiger werden) sind ideale Aufnahmeobjekte zum Öffnen von Nachlegeplätzen.
Richtig ist, dass die hier angesprochene "Gezieltheit" bei 4 Spielern schlechter funktioniert. Bei drei Spielern funktioniert sie aber sehr gut, gerade durch das asymmetrische Karten-Spieler-Verhältnis (3 Spieler nehmen max. 8 Karten). Eine Überlegenheit der Sternwarte kann ich für 2-3 Spieler damit definitiv NICHT feststellen.
Die (meiner persönlichen Erfahrung nach) wesentlich bessere Siuation ist, in Runde 1 zwei Handwerker aufzunehmen (Standard...), danach hat man ca. 19-26 Rubel in der blauen Runde, kauft sich also maximal ein Potkjemkisches Dorf oder einen 5er (Taktisch - s.o.!) - ja, ggf. auch die Sternwarte - und erwischt in der Adeligenrunde mit >18 Rubeln auf der Hand den Baumeister. Der "sponsort" einen dann das ganze Spiel satt mit Punkten und Geld zum idealen Zeitpunkt. Wenn ich meine Statistik anschaue, liegt meine Siegquote genau bei diesem Spielverlauf mit Abstand am höchsten - man braucht dann eben wirklich den Dusel, den Baumeister gleich zu erwischen. Der 16-er ist alternativ auch noch ganz gut.

So long,
Steffen (der mittlerweile online-offline über 4000 Partien (uff...) StP hinter sich hat, Siegquote 72%)

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Eric

RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Eric » 23. November 2005, 08:50

Baumeister? Nach 4000 Partien noch nicht mal die Namen präsent...? ;-)

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Sankt Petersburg

Beitragvon Marten Holst » 23. November 2005, 15:10

Moin,

> Die (meiner persönlichen Erfahrung nach) wesentlich bessere
> Siuation ist, in Runde 1 zwei Handwerker aufzunehmen
> (Standard...),

Nicht nur das, sondern auch Regel :-) *nerv* *schwall* *laber* Zur 18er-Meisterin hast Du ja schon nen Kommentar bekommen, denk Dir noch einen, bin gerade faul ;-)

Und im Ernst: SP ist für mich ein schönes Beispiel, wie man die Theorie einer Strategie begreifen kann, und in der Praxis gnadenlos versagen - meine einzigen BSW-Siege gegen des Lesens kundige Gegner verdanke ich extremem Glück bei der Kartenverteilung :-)

Tschüß
Marten


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