Beitragvon Marten Holst » 12. Dezember 2005, 10:26
Moin,
> Im Spiel zu fünft hinten liegen?? Freiwillig würde mir das
> nie einfallen. Dieser klitzekleine genannte Vorteil ist fix
> keiner mehr, wenn die anderen abenso aggressiv den Vogt
> verschieben
In diesem Fall hat man dafür häufig den Vorteil, dass man dann auch weiß, ob sich Investitionen lohnen oder man besser spart. Vorige müssen ja gerne auch mal "präventiv" den Vogt "überverschieben". Mit der Drohgebärde, letzter zu sein, zwingt man oft genug andere zu "sinnloser" Geldausgabe.
Zugegeben wiegt das für mich den Vorteil des "Hinten stehens" auch nicht wirklich auf. Und die Startthese, dass man als letzter der Spielreihenfolge auch oft genug letzter auf der Brücke ist, müsste ich erst mal untersuchen, bevor ich sie so glaube :-)
> - Der Erbauer der "Kathedrale" (25 Siegpunkte) hat bei uns
> noch nie gewonnen
Och doch, kommt vor - wobei ich noch keine Kathedrale im 5er gesehen habe. Mir scheint zwar im Moment noch "allgemein" das "auf blau spielen" etwas riskanter zu sein, als das tröpfchenweise Spiel, aber 25 Punkte wollen auch erst mal anderweitig gemacht sein. Ich glaube sogar, der Erbauer der Kathedrale hat bei uns "immer" gewonnen - zugegeben wurde sie allgemein nicht so oft gebaut.
> - Gunst des Königs: die Zeile "Ressourcen gewinnen"
> erscheint uns bislang eher schwächlich. Die Zeile D
> (Gebäude bauen) wird bei uns gerne genutzt. Mit ihr kann
> man z. B. im Endspiel (wenn man i. d. R. genügend Rohstoffe
> besitzt) noch locker zusätzliche Siegpunkte einfahren. Und
> es ist die wunderbare Möglichkeit, "müheloser" an grüne und
> blaue Gebäude zu kommen.
Ressourcen scheinen mir auch am erst einmal uninteressantesten, wenn man allerdings bis zum Gold durchkommt, werden die auch ausgesprochen lecker. Und natürlich haben sie auch einen "direkten" Vorteil, die Bauzeile ja nicht, und auch die ersten Siegpunktfelder sind eher mau. Gebäude sind lecker, aber haken etwas am Start - je mehr Spieler desto wichtiger natürlich. Zu den Siegpunkten habe ich ein gespaltenes Verhältnis: andere gewinnen damit, ich geh immer an der "Optionslosigkeit" baden. Naja, und Geld können wir ja immer brauchen :-) Was meines Erachtens oftmals wichtig ist, ist allerdings Konsequenz, sich auf (je nach Spielverlauf) zwei Zeilen konzentrieren hilft mehr, als kurz vor Schluss noch die Siegpunkte anzufangen und zwei Günste für läppische drei Punkte zu verpfeffern.
> Ich glaube, man kan durch stetigen Einsatz im Schloß das
> Spiel gerwinnen. Wenn man jemanden dort alleine "wegziehen"
> lässt, dann wird er uneinholbar sein. Und wenn eine Partie
> lange dauern wird (durch häufigen "Rückzug" des Vogts),
> dann wird der Sieg des "Königsgünstlings" umso sicherer
> passieren.
Ohne Schloss geht gar nichts, das ist schon mal klar :-) Wichtig ist dabei das Timing, wann ich meinen Arbeiter dort einsetze. Je früher, desto Gunst, denn der "Break" gegen den Erstbauenden um die Gunst ist, gerade in regelmäßigen Baurunden, doch etwas teurer. Zu früh kostet es mich jedoch die wichtigen Felder unten. Und an dieser Stelle kommen wir auch zur Rohstoffzeile mit ihrer leckeren Freinahrung, die kann sonst schon schnell mal knapp werden.
Ist halt ein schönes Spiel mit vielen Possibilitäten :-)
Tschüß
Marten