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Parthenon: Schönes Spiel, aber...

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Björn Kalies

Parthenon: Schönes Spiel, aber...

Beitragvon Björn Kalies » 12. Dezember 2005, 00:05

Gerade habe ich meine erste Partie Parthenon gespielt und und ich mag dieses spiel eigentlich sehr gerne. (Immerhin ist es ja bei spieleumfrage.de auf Platz 11 gelandet)

Leider gab es ein paar heftige Punkte in dem Spiel, dass es recht zufällig werden lassen kann.

Die Gefahrenkarten waren zu heftig und konnten einen/die Spieler enorm zurückwerfen - da hilft es meist auch nicht nur wenig zu laden oder gar eine Poseidonkarte an Bord zu haben.

Die Hafenkarten waren ebenfalls zu zufällig um irgendwas sinvolles planen zu können.

Ich möchte in der nächsten Partie mal folgendes ausprobieren.

1. Die Gefahrenkarten werden um je eine starke Sturm- und Piratenkarte verringert.
2. Eine Poseidonkarte schützt nach Abgabe konkret vor einer Sturmkarte - bei einer Piratenkarte kann man eine Karte mehr behalten als ursprünglich.
3. Der Archon kann (muß?) in der Eventkarte eine Hafenstatuskarte aufdecken. Im Frühjahr und Herbst eine Nachbarkarte und im Herbst und Winter eine fremdländische Karte.
4. Wunder etwas abwerten: Statt ausschliesslich auf Fertigstellung der Wunder zu gehen, gibt es für Gebäude Punkte:
Vollständiges Wunder 4 oder 5 Punkte, 2. Stufe 2 Punkte, Plan 1 Punkt
Akropolisgebäude: je 2 Punkte
Handwerksgebäude: je 2 Punkte
normales Gebäude: 1 Punkt
Gibt es jetzt Punktgleichstand, werden die restlichen Punkte der Regel abgearbeitet (Philosophen, Armeen etc)

Wer das Spiel kennt - was haltet Ihr von dern Änderungen?


Ich berichte dann auch mal, wie sich die Änderungen auf das eigentlich sehr schöne Spiel ausgewirkt haben.

Grüße,
Björn.

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Norman Bates

Re: Parthenon: Schönes Spiel, aber...

Beitragvon Norman Bates » 12. Dezember 2005, 09:34

Hallo Björn,

Björn Kalies schrieb:
>
> Die Gefahrenkarten waren zu heftig und konnten einen/die
> Spieler enorm zurückwerfen - da hilft es meist auch nicht
> nur wenig zu laden oder gar eine Poseidonkarte an Bord zu
> haben.

Findest Du? ALso ich habe mit Poseidon ein gutes Verhältnis. AUf die langen Fahrten sollte man nach Möglichkeit auch ein Kriegsschiff mitnehmen. Damit lässt sich das Zufallselement gut kontrollieren.
Allerdings... wenn Du es darauf anlegst, riskant zu spielen, kann natürlich auch viel passieren.... :)



> Die Hafenkarten waren ebenfalls zu zufällig um irgendwas
> sinvolles planen zu können.

Wieso? Da sie ohnehin aufgedeckt werden müssen, wenn man dort handeln will, verliert man maximal 1 Zug, wenn ein Mitspieler etwas besonders gutes entdeckt.




> Ich möchte in der nächsten Partie mal folgendes ausprobieren.
>
> 1. Die Gefahrenkarten werden um je eine starke Sturm- und
> Piratenkarte verringert.

Gib lieber jedem Spieler zum Start eine zusätzliche Poseidon-Karte!




> 2. Eine Poseidonkarte schützt nach Abgabe konkret vor einer
> Sturmkarte - bei einer Piratenkarte kann man eine Karte mehr
> behalten als ursprünglich.

Poseidon schützt vor ALLEN Hazard-Karten!
"allows a Fleet to ignore the current Hazard card"



> 3. Der Archon kann (muß?) in der Eventkarte eine
> Hafenstatuskarte aufdecken. Im Frühjahr und Herbst eine
> Nachbarkarte und im Herbst und Winter eine fremdländische
> Karte.

Find ich nicht gut. Gerade das Element der unbekannten Hafenkarten ist wichtig für den Reiz des Entdeckens.




> 4. Wunder etwas abwerten: Statt ausschliesslich auf
> Fertigstellung der Wunder zu gehen, gibt es für Gebäude Punkte:
> Vollständiges Wunder 4 oder 5 Punkte, 2. Stufe 2 Punkte, Plan
> 1 Punkt
> Akropolisgebäude: je 2 Punkte
> Handwerksgebäude: je 2 Punkte
> normales Gebäude: 1 Punkt
> Gibt es jetzt Punktgleichstand, werden die restlichen Punkte
> der Regel abgearbeitet (Philosophen, Armeen etc)

Wieso findest Du, dass die WUnder abgewertet werden müssten? Sie sind teuer und haben beschränkten Nutzen. Wer zu früh in die Wunder investiert, bremst seine Wirtschaftskraft. Und da man ohnehin ALLE Gebäude bauen muss um zu gewinnen, kann man die Wunder auch irgendwann am Ende fertigstellen. Meist lässt sich ja gut abschätzen, wann es soweit ist.

Übrigens: Wenn Du wie fürs erste Spiel empfohlenen Event-Karten aus dem Spiel nimmst, endet das Spiel fast immer im dritten Jahr mit der Fertigstellung aller Gebäude. :)






> Ich berichte dann auch mal, wie sich die Änderungen auf das
> eigentlich sehr schöne Spiel ausgewirkt haben.

WIllst Du sie einzeln probieren, oder alle zusammen?



gruss,
N.B.
(dem Poseidon wohlgesonnen ist :-) )

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Parthenon: Schönes Spiel, aber...

Beitragvon Attila » 12. Dezember 2005, 12:14

Hiho,

Ich kann dazu nur sagen, das Spiel ist gut so wie es ist !

Bevor man daran rumfummelt, sollte man vieleicht einfach ein anderes Spiel spielen.

Atti

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Michael Weber

Spielregeln ändern

Beitragvon Michael Weber » 12. Dezember 2005, 12:21

Also, ich finde es grundsätzlich doch arg bedenklich und auch befremdlich, dass nach einer oder wenigen Partien die Regeln eines Spiels - wie mir scheint - so grundlegend geändert werden sollen. Man sollte den Autoren und Verlagen zugestehen, dass Sie sich Gedanken um die Regeln gemacht haben und diese nicht ohne Grund so und nicht anders sind. Ein unbedachtes Eingreifen kann gerade bei nicht zu simplen Spielmechanismen zu katastrophalen Folgen in der Balance führen.

Da halte ich es ausnahmsweise mal grundsätzlich mit Atti: Wer das Spiel so nicht mag, sollte vielleicht etwas anderes spielen.

Michael
(ändert Spielregeln eher aus Versehen ;-) )

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Björn Kalies

Re: Spielregeln ändern

Beitragvon Björn Kalies » 12. Dezember 2005, 12:28

Grundsätzlich sehe ich das auch schon so... aber bei Parthenon stecke ich etwas in der Zwickmühle - 3 von 4 Spielern hat die Idee und Art des Spiels sehr gefallen - aber der Glücksfaktor war dermaßen hoch ausgefallen - das so sich keiner mehr sich dran wagen wollte. :-(
(Wir hatten allerdings auch viel Pech - gerade in der Anfangsphase)

Ein anderes Spiel spielen ist generell kein Problem (500 stehen zu Auswahl) - aber mir fällt keines ein, dass in etwa in die gleiche Richtung geht. Vielleicht hat ja jemand Vorschläge?

Björn.

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Norman Bates
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Beiträge: 207

Re: Spielregeln ändern

Beitragvon Norman Bates » 12. Dezember 2005, 13:35

Björn Kalies schrieb:
>
> Grundsätzlich sehe ich das auch schon so... aber bei
> Parthenon stecke ich etwas in der Zwickmühle - 3 von 4
> Spielern hat die Idee und Art des Spiels sehr gefallen - aber
> der Glücksfaktor war dermaßen hoch ausgefallen - das so sich
> keiner mehr sich dran wagen wollte. :-(

Also hat es ihnen doch nicht gefallen? :)



> (Wir hatten allerdings auch viel Pech - gerade in der
> Anfangsphase)

Jetzt kennt ihr ja die Risiken. Beim nächsten Spiel werdet ihr vorsichtiger sein und weniger Pech haben. Im Zweifelsfall einfach jedem einen Extra-Poseidon geben.



> Ein anderes Spiel spielen ist generell kein Problem (500
> stehen zu Auswahl) - aber mir fällt keines ein, dass in etwa
> in die gleiche Richtung geht. Vielleicht hat ja jemand
> Vorschläge?

Waren produzieren, damit handeln, neue Gebäude bauen? Hm, da fallen mir aber einige ein... :)



gr,
N.B.
(der ausnahmsweise mal einer Meinung ist mit Atti und Micha.)

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Norman Bates
Kennerspieler
Beiträge: 207

Re: Spielregeln ändern

Beitragvon Norman Bates » 12. Dezember 2005, 13:37

Michael Weber schrieb:
>
> Michael
> (ändert Spielregeln eher aus Versehen ;-) )

*lol*

(sorry, couldn't resist :) :) :) )

N.B.
(der sich letztes WE durch die Regeln von H2Olland gekämpft hat und seitdem ob der tristen Farben jenseits der nächsten Glasscheibe furchtbar deprimiert ist. Oh, es klart auf, ich muss weg....)

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Tom

Re: Spielregeln ändern

Beitragvon Tom » 12. Dezember 2005, 13:39

Kleine Anekdote:

Ein Bekannter hat mit einmal folgendes Berichtet:

- Er hatte sich die Regeln eines Spieles durchgelesen.
- Diese schienen ihm an drei Punkten nicht sinnvoll.
- Diese drei Punkte hat er nach seiner Meinung "verbessert".
- Das Spiel hat er mit Freunden nur in der von ihm abgewandelten Form gespielt.
- Das Spiel hat nicht funktioniert und machte keinen Spaß.
- Er beschwerte sich bei dem Verlag, wie man ein solches Spiel überhaupt auf den
Markt bringen könne.
- Außerdem wollte er wissen, wie man das Spiel mit seinen "notwendigen"
Regeländerungen noch verbessern, bzw. überhaupt spielbar machen könnte.
- Gleichzeitig hat er das Spiel dem Verlag zurückgeschickt mit bitte um
zurückerstattung des Spielpreises inkl. notwendigen Portos und Verpackung.

Ich war sprachlos als mein Bekannter mir davon erzählte und kann seitdem nur erahnen mit welchen Kunden sich Verlage herumschlagen müssen.

Tom

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Björn Kalies

Re: Spielregeln ändern

Beitragvon Björn Kalies » 12. Dezember 2005, 15:59

naja, so ist es hier nu aber nicht... wir haben ja nach den Orginalregeln gespielt.

Ich hoffe ja auch, dass ich es nochmal zu einer Partie ohne Regeländerung schaffen - erstens ist man sicherlich wirklich vorsichtiger und zweitens hat man nicht wieder den worst case getroffen.

Björn.

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Tom

Re: Spielregeln ändern

Beitragvon Tom » 12. Dezember 2005, 16:02

nö ... war ja nich auf dich gemünzt - is mir bei dem thema nur wieder eingefallen

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Christian Schnabel
Kennerspieler
Beiträge: 642

Re: Parthenon: Schönes Spiel, aber...

Beitragvon Christian Schnabel » 12. Dezember 2005, 17:17

Hallo Björn,

man mag diese Unwägbarkeiten bei Parthenon oder eben auch nicht. Im 2. Fall solltet ihr einfach die Finger von diesem Spiel lassen (oder max. jedem Spieler zu Beginn eine Poseidonkarte geben).

Viele Grüße

Christian Schnabel

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Spielregeln ändern

Beitragvon Marten Holst » 12. Dezember 2005, 17:42

Moin,

komische Bekannte haben manche Leute ;-) Spielt der zufällig in der BSW viel Sankt Petersburg, Carcassonne und Siedler? :-)

> - Er hatte sich die Regeln eines Spieles durchgelesen.
> - Diese schienen ihm an drei Punkten nicht sinnvoll.

auch eines der Vergnügen der ersten Partie ist ja, wenn man mittendrin den "Aha-Effekt" bekommt, weil man auf einmal sieht, warum eine schwachsinnig klingende Regel (wer von uns hat sie denn noch nie gelesen?) eben doch im Spiel ist oder zumindest sein könnte :-)

Tschüß
Marten


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