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zum Thema Brettspiele im TV

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Michi

zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Michi » 20. Dezember 2005, 08:42

Hallo,

zuerst Teuber bei Raab und nun eine komplette Sendung, die einem Spiel gewidmet ist:
http://www.sat1.de/comedy_show/promi/das_spiel/
Wenn das Deutschland nicht zum Spielen bewegt! ;-)

Tschö,
Michi

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Andreas Resch

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Andreas Resch » 20. Dezember 2005, 08:53

So schön es auch ist Spiele in den Medien zu sehen, im Falle von "Promi ärgere dich nicht" ist der Effekt wohl eher ein schlechter als ein guter.
Einerseits wird wieder mal das Spieleklischee von "MÄDN", "Monopoly" etc. aufgefrischt und zweitens hat diese Show nur einen Zweck - möglichst viele Menschen zur Hauptsendezeit vor die Glotze zu bekommen - und da das mit einem "Promi-Caylus" nicht in diesem Ausmass vorzustellen wäre, greift man auf etwas zurück, was fast einem jeden ein Begriff ist. Ein kleiner Nebeneffekt der ganzen Sache - an diesem Abend sitzen wieder viele Leute vor dem Fernsehgerät welche dadurch NICHT spielen werden.

ICH werde es mir nicht anschauen ... :)

Grüße ... Andreas.

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Andreas Resch

Nachtrag

Beitragvon Andreas Resch » 20. Dezember 2005, 08:54

Hier ist ein besserer Weg um den Menschen Spiele näher zu bringen ... leider nur auf englisch ... aber man kann es sich ja trotzdem anschauen ...

http://scottnicholson.com/games/hourcny.html

Grüße ... Andreas.

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Michael Weber

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 09:25

> So schön es auch ist Spiele in den Medien zu sehen, im Falle
> von "Promi ärgere dich nicht" ist der Effekt wohl eher ein
> schlechter als ein guter.

JEDE Sekunde, die das Thema Spiel im TV bekommt, ist eine gute Fernsehsekunde für uns alle.

> Einerseits wird wieder mal das Spieleklischee von "MÄDN",
> "Monopoly" etc. aufgefrischt und zweitens hat diese Show nur
> einen Zweck - möglichst viele Menschen zur Hauptsendezeit vor
> die Glotze zu bekommen - und da das mit einem "Promi-Caylus"
> nicht in diesem Ausmass vorzustellen wäre, greift man auf
> etwas zurück, was fast einem jeden ein Begriff ist.

Das ist ganz in Ordnung, denn wie sollen denn sonst die Menschen üb erhaupt an andere Spiele herangeführt werden? Du und viele andere hier tun ja so, als wenn z. B. Monopoly des Teufesl wäre. Aber eben dieses Spiel ist doch füpr fast alle von uns Ausgangspunkt gewesen und es kennt vor allem jeder Zuschauer. Von daher ist es genau das richtige Spiel, um im Fernsehen präsentiert zu werden. Ein Puerto Rico würde gerade ein paar Tausend auf die Szene beschränkte Menschen interessieren, aber ein Millionenpublikum würde nur irritiert aus der Wäsche schauen, was das denn sein soll, und vermutlich leider schnell das Interesse verlieren. Was der Bauer nicht kennt ...

>Ein
> kleiner Nebeneffekt der ganzen Sache - an diesem Abend sitzen
> wieder viele Leute vor dem Fernsehgerät welche dadurch NICHT
> spielen werden.

? Sicher, aber dennoch hilft eine solche Sendung dem Spiel und der Spielewelt unegmein weiter. Wenn nur einer sich wieder für sein altes Monopoly interessiert, haben wir alle viel gewonnen!

Ich mag dieses "elitäre Gequatsche" nicht mehr hören, mit der die Szene um sich selbst dreht, ohne Chancen überhaupt zu bemerken, geschweige denn, sie gut zu heißen oder zu ergreifen. Frei nach dem Motto: Wenn du mein Caylus nicht kennst, will ich lieber gar nichts über Spiele sehen/hören/lesen/wissen. Entschuldigung, aber das ist wirklich armselig und trifft leider auf einen zu großen Teil der Szene zu. Alle jammern, dass Spiele mehr Aufmerksamkeit benötigen, wenn aber mal was passiert (siehe Teuber), sind alle über den Rahmen entsetzt. Viele vergessen, dass es jenseits des Szenekerns eben ganz andere Spiele gibt, die viel gespielt und verkauft werden (Monopoly - immer noch!; Uno, Risiko, Scrabble und dann mit Abstand vielleicht mal Die Siedler von Catan).

[Lieber Andreas, ich kenne dich nicht und will dir jetzt nicht eins drüber braten, aber dein Posting erinnert mich an viele, viele andere, die ich hier in letzter Zeit gelesen habe. Nimmst deshalb nicht zu persönlich, sondern sehe dich als Opfer einer Entwicklung, die mich zu dieser Antwort verleitet hat.]

Michael
(entschuldigt sich vorsorglich bei allen für die Wortwahl, aber nicht für den Inhalt)

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Andreas Resch

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Andreas Resch » 20. Dezember 2005, 09:50

Hallo Michael!

"Liebe Andreas - ich kenne dich nicht" ... das ist wohl wahr. Denn wenn du mich kenne würdest, wäre eine Wort wie "elitär" nicht in deinem Posting vorgekommen. So zählen weder Puerto Rico noch Caylus zu meinen Lieblingsspielen ... ob du es glaubst oder nicht - sie sind mir für ein Zwischendurchspiel etwas zu komplex.

Ich will auch nicht die Menschen dazu bekehren aus den Spieleolymp zu steigen und nur noch die sogenannte Creme-de-la-Creme der Spiele zu spielen - nein - ich finde nur, dass es schade ist wenn man immer nur die gleichen (und daher mit der Zeit langweiligen) Spiele spielt. Wenn du dir meinen Nachtrag ansiehst, und dir den Filmbericht darin zu Gemüte führst wirst du sehen, dass es auch andere und bessere Wege gibt um das Thema "Spiel" den Menschen näher zu bringen.

Ich vertrete diese Meinung nicht einfach nur so, um mich als "Ach-bin-ich-doch-ein-toller-Mensch"-Spieler darzustellen - das habe ich nicht nötig und entspricht auch gar nicht meinem Wesen. Ich spiele nur sehr oft mir Freunden, die alles andere als typische Spieler sind und merke, wie sehr sie sich mittlerweile über die Spiele freuen, welche sie nie kennengelernt hätten, wären sie nicht zu einem meiner Spieleabende gekommen. Viele von ihnen haben sich diese Spiele dann gekauft und spielen diese jetzt in ihren eigenen Spielerunden ... immer wieder ... und wieder.

Michael ... ich nehme dir deine Abneigung gegen Spieler, die sich über andere Menschen stellen nicht über ... Überheblichkeit ist ein Charakterzug, welcher auch mir widerstrebt (in jeder Beziehung) ... aber leider hast du mit deiner Antwort das Thema etwas verfehlt und ein etwas objektiverer Standpunkt wäre mir lieber gewesen ... es ist nicht alles schwarz und weiss.

Grüße ... Andreas.

[Michael ... ich kenne dich zwar nicht ... und deshalb habe ich auch keine Vorurteile dir gegenüber ... :) ... ]

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Droegi
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Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Droegi » 20. Dezember 2005, 09:55

Na Michael , hast Du heute morgen schlechten Tee zum Frühstück bekommen ?? ;-)

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Michael Weber

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 10:12

Andreas Resch schrieb:
> "Liebe Andreas - ich kenne dich nicht" ... das ist wohl wahr.
> Denn wenn du mich kenne würdest, wäre eine Wort wie "elitär"
> nicht in deinem Posting vorgekommen. So zählen weder Puerto
> Rico noch Caylus zu meinen Lieblingsspielen ... ob du es
> glaubst oder nicht - sie sind mir für ein Zwischendurchspiel
> etwas zu komplex.

Jo, war ja auch nicht gegen dich persönlich gerichtet, sondern gegen das Wasserfass, das gerade übergelaufen ist ;-)

> Wenn du dir
> meinen Nachtrag ansiehst, und dir den Filmbericht darin zu
> Gemüte führst wirst du sehen, dass es auch andere und bessere
> Wege gibt um das Thema "Spiel" den Menschen näher zu bringen.

Das mag wohl sein, aber ich mag nicht akzeptieren, dass jemand solche Sendungen von vornherein abkanzelt, nur weil "Langweilerspiele" drin vorkommen oder wie bei TV Total die Gefahr besteht, durch den Kakao gezogen zu werden. Ich freue mich über jede solcher Chancen, auch wenn ich die Sendung wahrscheinlich ganz scheußlich finden werde. Immerhin, kannst du nicht Millionen Fernsezuschauer zum Spieleabend einladen ;-)

> Michael ... ich nehme dir deine Abneigung gegen Spieler, die
> sich über andere Menschen stellen nicht über ...
> Überheblichkeit ist ein Charakterzug, welcher auch mir
> widerstrebt (in jeder Beziehung) ... aber leider hast du mit
> deiner Antwort das Thema etwas verfehlt und ein etwas
> objektiverer Standpunkt wäre mir lieber gewesen ... es ist
> nicht alles schwarz und weiss.

Mag sein, dass ich etwas scharf war, aber dennoch stehe ich inhaltzlich dazu., Und ich meine, dass es sehr wohl das Thema trifft. Statt durchaus berechtigte Verweise auf bessere Möglichkeiten, müssen wir uns zunächst auch mal über solche Chancen freuen, statt zu jammern, wie schlecht das wird. Und das ist etwas, woran die "Szene" meiner Meinung nach tatsächlich leidet. Alles bewergt sich in eingefahrenen Bahnen, die aus Angst vor der Gefahr jenseits der Strecke keiner Verlassen möchte.

Michael

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Michael Weber

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 10:15

Droegi schrieb:
>
> Na Michael , hast Du heute morgen schlechten Tee zum
> Frühstück bekommen ?? ;-)

Aber Jens, mein Tee war völlig in Ordnung (wenn auch zu hastig getrunken). Dennoch vermisse ich den Blick über den Tellerrand (oder eben den der Teetasse). Findest du nicht, dass man über solche TV-Sendungen geradezu froh sein muss?

Michael

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Tim-spielbox

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Tim-spielbox » 20. Dezember 2005, 10:17

> JEDE Sekunde, die das Thema Spiel im TV bekommt, ist eine
> gute Fernsehsekunde für uns alle.

Denke ich grundsätzlich auch; allerdings muß das ja nicht heißen, daß durch solche Sendungen auch nur ein einziges "ernsthaftes" Spiel zusätzlich verkauft wird. Möglicherweise werden durch solche Spieleshows bestehende Klischees nämlich nur verstärkt, und die Zuschauer denken sich anschließend: "Schöne Sendung, aber Spiele sind eben doch nur Kinderkram".

Sehr viel erfolgversprechender ist es meiner Meinung nach, Nichtspieler einfach mal auf Spieleabende einzuladen. Ich habe fast immer derselbe Erfahrung gemacht: Zunächst sagen sie, daß sie eigentlich nicht gern spielen - aber wenn man sie dann ganz sanft an das Thema heranführt (z.B. mit Carcassonne oder Scotland Yard), sind sie plötzlich begeistert.

Das unbefriedigende Image der Spiele ist eigentlich kein Wunder: In fast allen Kaufhäusern stehen Gesellschaftsspiele gleich neben den Barbie-Puppen (und nicht bei den Büchern und CDs, wo sie IMHO hingehören).


Tim

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Andreas Resch

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Andreas Resch » 20. Dezember 2005, 10:26

Hallo Michael!

Das Kriegsbeil sei begraben. Ich respektiere deine Meinung und stimme dir zu, dass jede Art von Publicity gut für das Spielen ist.
Ich zweifle allerdings daran - und diese Zweifel seien mir gestattet - dass eine Sendung wie "Promi ärgere dich nicht" eine merkliche Auswirkung auf den Spielemarkt haben wird. Sollte es anders sein und das auch gemessen werden können, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.
Wenn sich zwei Genres zusammentun kann es passieren, dass das eine das andere ausnutzt und zu seinen Gunsten verwendet. Ich fürchte in diesem Fall nutzt das Medium "Fernsehen" das Medium "Spiel" um sich etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken - ich glaube das muss man objektiv zugeben.

"Alles bewergt sich in eingefahrenen Bahnen" ... ich darf dich hier nochmal zitieren ... die eingefahrenste Bahn überhaupt, ist die Monotonie des heutigen Fernsehens welches IMMER und IMMER wieder Prominente hernimmt und irgendeine Show daraus macht - diese Sendung fährt leider MIT in dieser Bahn.

Grüße ... Andreas.

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Peter Gustav Bartschat

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 20. Dezember 2005, 10:54

Andreas Resch schrieb:
> Ich
> fürchte in diesem Fall nutzt das Medium "Fernsehen" das
> Medium "Spiel" um sich etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken -
> ich glaube das muss man objektiv zugeben.

Ich hingegen glaube, dass das genaue Gegenteil der Fall ist:

Wer kann den einen anderen irgendwo hin rücken? Der Schwächere den Stärkeren oder der Stärkere den Schwächeren?

Im Hinblick auf die Eigenschaft des Im-Rampenlich-Seins ist das Medium Fernsehen dem Medium Gesellschaftsspiel gegenüber um so vieles stärker, dass allenfalls das Fernsehen das Spiel in Rampenlicht rücken könnte, und zwar dadurch, dass Menschen, die ihren Fernseher einschalten, dort erfahren, dass es auch Spiele gibt. (Eher unwahrscheinlich erscheint es mir, dass jemand eine Spielschachtel öffnet und dabei erfährt, dass es auch Fernseher gibt.)

Insofern kann eine Präsentation des Mediums "Spiel" innerhalb des Mediums "Fernsehen" sich positiv auf den Bekanntheitsgrad des Mediums "Spiel" auswirken, während ich eine umgekehrte Auswirkung nicht für eine realistische Erwartung halte.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Andreas Resch

Finale

Beitragvon Andreas Resch » 20. Dezember 2005, 11:12

Mag sein, dass es mir an Erfahrung, Alter oder Weitblick fehlt um in dieser Aktion das zu finden was sich anderen hier anscheinend zu offenbaren scheint.
Für meinen Teil ist das Medium TV zur Zeit ein gefrässiges Monster, welches vor keiner Thematik halt macht um mehr und mehr Zuseher für sich zu gewinnen. Diesmal hat es eben ein bekanntes Spiel erwischt - ob sich das gut oder schlecht auf den Spielemarkt oder die Spielergemeinschaft auswirkt wird wohl nicht zu erheben sein.

Sollte mir einmal ein Spieleverkäufer sagen "Seit dieser TV-Sendung verkaufen sich meine Spiele, vor allem MÄDN viel besser" oder ich jemanden treffen, der meint "Erst nachdem ich diese Sendung sah, habe ich wieder Lust aufs Spielen bekommen" wird man einen äußerst überraschten Ausdruck in meinem Gesicht finden können ... :)

Liebe Grüße ... Andreas.

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Heinrich Glumpler

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Heinrich Glumpler » 20. Dezember 2005, 11:13

Hi,

vielleicht können wir uns darauf einigen, dass die Motivation der Sendeanstalten primär darin besteht, möglichst hohe Einschaltquoten zu erzielen und dass einem Teil der Verantwortlichen dafür ziemlich jedes Mittel akzeptabel erscheint.

Im Bereich der Brettspiele würde ich zustimmen, dass das kaum Schaden kann, wenn sie Bestandteil einer - wie auch immer gearteten - Sendung sind.

Kritischer würde ich das aber z.B. im Bereich der Rollenspiele sehen. Bisher ist mir noch keine Sendung bekannt, in der die positiven und reizvollen Eigenschaften von Rollenspielen dargestellt wurden - dagegen gab es schon einige Beiträge, die diese Art der Spiele in ein mehr als schlechtes Licht gerückt haben.

Aus eigener Erfahrung: ich wurde zum Thema Rollenspiel von einem Fernsehteam interviewed (igitt - was ein Wort) und hatte ernsthaft versucht, *alle* Facetten zu thematisieren - das Team interessierte sich nicht dafür.
Erstaunlicherweise wurden aber genau diese Fragen dann vom Sender selbst thematisiert (Mord und Totschlag), wobei unsere Aufnahmen gekürzt als Hintergrund (vorwiegend als Kinderei) verwendet wurde.

Verständlicherweise stehe ich den Motiven der Sender seitdem - ähem - etwas skeptisch gegenüber.

Grüße
Heinrich

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Peter Gustav Bartschat

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 20. Dezember 2005, 11:25

Heinrich Glumpler schrieb:

> vielleicht können wir uns darauf einigen, dass die Motivation
> der Sendeanstalten primär darin besteht, möglichst hohe
> Einschaltquoten zu erzielen und dass einem Teil der
> Verantwortlichen dafür ziemlich jedes Mittel akzeptabel
> erscheint.

Daran hege ich nicht den geringsten Zweifel.

Vergleichbares gilt übrigens auch für Filmproduzenten, Verleger und Lebensmittelhändler.

Trotzdem gibt es Fernsehsendungen, die ich immer wieder gern sehe (z.B. "Genial daneben", "Der Bulle von Tölz"), trotzdem gibt es Filme, die ich mir gleich mehrmals angesehen habe (z.B. "Serenity"), trotzdem veröffentliche ich hin und wieder ein Buch, trotzdem esse ich gern Currywurst mit Pommes.

Ich sehe keinen Grund, es abzulehnen, dass in einem Medium mit großer Breitenwirkung ein Thema behandelt wird, dem ich eine große Breitenwirkung wünsche.

Wäre "Niemals wird im Fernsehen das Thema Spiel erwähnt" denn besser für den Bekanntheitsgrad des Mediums Spiel, als "Hin und wieder wird im Fernsehen das Thema Spiel erwähnt, und daran sind Menschen beteiligt, die ihren Lebensunterhalt durch Fernsehsendungen verdienen."?

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Droegi
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Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Droegi » 20. Dezember 2005, 11:46

Ich habe mal auf die Seite geschaut und sie läßt mich völlig kalt.Sie ist Werbung und Antiwerbung für Brettspiele.

Spielen tut doch heutzutage jeder fast irgendwie - die einen mit ihren Kindern (manchmal auch nur zu Erziehungszwecken); vor dem Computer (+Internet); Karten zocken in der Kneipe; MäDN mit der Familie zu Weihnachten; Optionen und Futures handeln an der Börse; Sport (sind ja auch Spiele) als Aktiver oder Zuschauer + Wettbüros; und viele viele anderen Lebenssituationen.

Da fand ich die Raab/Teuber-Aktion schon um einiges besser (auch wenn ich anfangs doch etwas enttäuscht war)

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Heinrich Glumpler

Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Heinrich Glumpler » 20. Dezember 2005, 11:50

Hi,

ohne diese Diskussion ausufern zu lassen - ich stimme dir zu.

Aber wenn eine Sendung z.B. "Werwölfe von Düsterwald " als jugendgefährdent darstellen würde, wäre das auch eine "Breitenwirkung" - eine allerdings, die mir nicht so gefallen würde.

Wohlgemerkt: Ich möchte nicht alles über einen Kamm scheren - angesichts der Vielfalt von Sendern und vor allen Menschen, die Sendungen konzipieren - wäre das nicht richtig.

Uneingeschränkt empfehlenswert finde ich z.B., was letztens in den Regionalprogrammen des WDR lief - ebenso wie die Sendung an der Scott Nicolson (HourCNY) mitwirkte...
...und das nicht nur deshalb, weil in beiden "ZauberStauber" vorkam ;-)

Grüße
Heinrich

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Michael Weber

Raab-Teuber

Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 11:52

Droegi schrieb:
> Spielen tut doch heutzutage jeder fast irgendwie - die einen
> mit ihren Kindern (manchmal auch nur zu Erziehungszwecken);
> vor dem Computer (+Internet); Karten zocken in der Kneipe;
> MäDN mit der Familie zu Weihnachten; Optionen und Futures
> handeln an der Börse; Sport (sind ja auch Spiele) als Aktiver
> oder Zuschauer + Wettbüros; und viele viele anderen
> Lebenssituationen.

Das stimmt, aber wir meinen ja üblicherweise Gesellschaftsspiel im engeren Sinn.

> Da fand ich die Raab/Teuber-Aktion schon um einiges besser
> (auch wenn ich anfangs doch etwas enttäuscht war)

Sagen wir mal so: Der Klaus hat sich gut geschlagen. Aber all die, die positiv überrascht waren, kann ich nicht ganz verstehen, denn der ganze Beitrag wirkte für mich etwas zu spöde. Gerade die für die Sendung ungewohnte - fast schon - Ernsthaftigkeit hat dem Gast etwas an Charme genommen. Mag aber auch an den verschiedenen Erwartungshaltungen liegen.

Michael

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Michael Weber

Jugendgefährdung

Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 11:55

Heinrich Glumpler schrieb:
> Aber wenn eine Sendung z.B. "Werwölfe von Düsterwald " als
> jugendgefährdent darstellen würde, wäre das auch eine
> "Breitenwirkung" - eine allerdings, die mir nicht so gefallen
> würde.

Hm, ich bin mir nicht sicher. Das Licht auf Spiele wäre kein sehr positives, aber Jugendliche sehen dann "Analog-Spiele" vielleicht als cool an. ;-) Wäre auch nicht das schlechteste ...

Michael

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Jürgen Karla
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Re: zum Thema Brettspiele im TV

Beitragvon Jürgen Karla » 20. Dezember 2005, 12:07

Droegi schrieb:
>
> Na Michael , hast Du heute morgen schlechten Tee zum
> Frühstück bekommen ?? ;-)



Ich möche die Frage umbenennen:

Na Heilsbringer, hast Du heute morgen schlechten Tee zum Frühstück bekommen ?? ;-)

Viele Grüße
Jürgen Karla

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Michael Weber

Heilsbringer?

Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 12:10

Jürgen Karla schrieb:
> Ich möche die Frage umbenennen:
>
> Na Heilsbringer, hast Du heute morgen schlechten Tee zum
> Frühstück bekommen ?? ;-)

??? Das ist jetzt nicht dein ernst?

Michael

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Guido

Alles halb so wild...

Beitragvon Guido » 20. Dezember 2005, 12:36


> Sehr viel erfolgversprechender ist es meiner Meinung nach,
> Nichtspieler einfach mal auf Spieleabende einzuladen. Ich
> habe fast immer derselbe Erfahrung gemacht: Zunächst sagen
> sie, daß sie eigentlich nicht gern spielen - aber wenn man
> sie dann ganz sanft an das Thema heranführt (z.B. mit
> Carcassonne oder Scotland Yard), sind sie plötzlich begeistert.

exakt!

> Das unbefriedigende Image der Spiele ist eigentlich kein
> Wunder: In fast allen Kaufhäusern stehen Gesellschaftsspiele
> gleich neben den Barbie-Puppen (und nicht bei den Büchern und
> CDs, wo sie IMHO hingehören).
>
>
> Tim

Ich verstehe nicht, warum solche Ereignisse immer wieder Thema werden und Leute leicht aneinander geraten. Ich persönlich halte es mit Tims Meinung: Geht selbst auf Mission und gewöhnt Euch eine stoische Ruhe gegenüber den TV-Events an.
Nun, ich selbst denke, solche TV-Sendung bringen die wenigsten oder niemanden an den Spieletisch. Ist ja auch nicht Sinn der Sendung. Da geht es um leichten und unterhaltsamen Klamauk. Mehr nicht. Warum sich also darüber Gedanken machen, ob sowas nun Spielewerbung ist oder nicht?
Wenn ihr es doch tut, nehmt Ihr Eurer Hobby doch etwas zu ernst, oder nicht? Solange ihr selbst Spaß an der Sache habt und auch andere im persönlichen Kontakt begeistern könnt, ist doch solche eine Sendung völlig schnurztpiepegal. Es ist auch hier wie im Spiel: Konzentriert Euch doch nicht auf Felder, die ohnehin keine (Prestige-)Punkte geben.

Um das Facettenreichtum der Spiele und vorallem den Spaß den man damit haben kann weiter geben zu könne, sollte man die Leute unbedingt persönlich mit dem Spiel konfrontieren und nicht passiv vor die Kiste setzen. Der Aha-Effekt kann nur beim Spielen selbst kommen. Der persönliche Kontakt ist ausßerdem viel schöner und vorallem erbaulicher, wenn dann tatsächlich ein Nichtspieler gesteht, mal hin und wieder ein Spielchen auf den Tisch zu bringen, was ihm in unserer Spielrunde gefallen hat. Große Spieleabende sind, wenn ich zu Hause bin fester Bestandteil der Freitzeitplanung meines Feundeskreises und alle kommen wirklich gerne und haben ihren Spaß. Jetzt muss ich nur noch die restlichen Leute dazubewegen, auch mal in meiner Abwesenheit sowas zu organisieren.... ;-) Darüber könnte man etwas betrübt sein, dass ich den Funken nicht über die von mir geplante Runden hinaus übertragen kann. Aber was soll's?! Ich habe jedesmal meinen Spaß und andere auch. Und ich arbeite weiter daran. Was will man mehr?
Es ist doch alles nur ein Hobby von uns, oder? Nun, vielleicht auch etwas Lebenseinstellung ... aber nehmt es gelassen. Man kann nicht immer gewinnen...und trotzdem wird man klüger ;-)

Gruß
Guido

PS.: Die Idee mit den Spielen bei Büchern und CD finde ich erfrischend gut! Vielleicht sollte man sowas mal dem Handel vorschlagen!

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Jürgen Karla
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Re: Heilsbringer?

Beitragvon Jürgen Karla » 20. Dezember 2005, 12:50

Hallo Michael,

Dein Einsatz für das Brettspiel in allen Ehren. Aber selbst mit einer Bergpredit würdest Du nicht das von Dir gewünschte Ergebnis erzielen. Insbesondere dann nicht, wenn Du diese Predit weiterhin hier in diesem Szene-Forum hältst. ;-)

Viele Grüße
Jürgen Karla

...der Gamemob.de mit kritischen Augen betrachtet, dem aber einen gewissen Erfolg nicht absprechen kann...

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Peter Gustav Bartschat

[OT] Erfolgsaussichten der Bergpredigt

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 20. Dezember 2005, 13:15

Jürgen Karla schrieb:
> [...] Aber selbst
> mit einer Bergpredit würdest Du nicht das von Dir gewünschte
> Ergebnis erzielen.

Zum Erzielen von Ergebnissen scheint mir die Anwendung der Bergpredigt ohnehin wenig geeignet zu sein, denn nach meinem Kenntnisstand haben die, die keine Gewalt anwenden, immer noch nicht das Land geerbt; die Trauernden werden höchstens in Ausnahmefällen getröstet, und ob die Barmherzigen selbst Erbarmen finden, erscheint mir sehr fraglich.

Vielleicht sollte man die Imagewerbung für Gesellschaftsspiele zumindest hin und wieder doch mal alternativ mit einer Fernsehsendung versuchen?

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Re: [OT] Erfolgsaussichten der Bergpredigt

Beitragvon Jürgen Karla » 20. Dezember 2005, 13:22

Peter Gustav Bartschat schrieb:
> Vielleicht sollte man die Imagewerbung für
> Gesellschaftsspiele zumindest hin und wieder doch mal
> alternativ mit einer Fernsehsendung versuchen?



Genau meine Meinung :-)

Viele Grüße
Jürgen Karla

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Michael Weber

Re: Heilsbringer?

Beitragvon Michael Weber » 20. Dezember 2005, 13:38

Jürgen Karla schrieb:
> Dein Einsatz für das Brettspiel in allen Ehren. Aber selbst
> mit einer Bergpredit würdest Du nicht das von Dir gewünschte
> Ergebnis erzielen. Insbesondere dann nicht, wenn Du diese
> Predit weiterhin hier in diesem Szene-Forum hältst. ;-)

Ähm, ich wollte in dieser Diskussion eher auf das Missverhältnis von Jammern über fehlende Öffentlichkeit und Ablehnung von Plattformen im Fernsehen hinweisen. Und das ist ein Problem, das ganz genau hier in die Szene gehört, denn eben der fehlt meiner Meinung nach der Blick über den Tellerrand. Wo, wenn nicht in diesem Forum sollte denn diese Diskussion sonst geführt werden? Um in deinem Bild zu bleiben, kann ich immerhin sagen: Ich fürchte mich nicht, denn ich bin nicht allein mit dieser Meinung.

> Viele Grüße
> Jürgen Karla
>
> ...der Gamemob.de mit kritischen Augen betrachtet, dem aber
> einen gewissen Erfolg nicht absprechen kann...

100 Prozent deiner Meinung. Und um es vorsichtig auszudrücken: Man muss ja nicht alles gut finden, ein erfrischend anderer Ansatz ist es allemal.

Michael
(garantiert kein Heilsbringer oder Prophet)


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