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Eine Bitte an die SB-Redaktion

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Markus Barnick

Eine Bitte an die SB-Redaktion

Beitragvon Markus Barnick » 22. Dezember 2005, 17:11

hallo,
da habe ich als Heft 6 der Spielbox vor mir (oder über mir) liegen (ich les die meistens abends im Bett) und lese grade den Artikel über Zauberstauber von Michael Knopf.
Nachdem ich das Blabla der ersten 2 Spalten überflogen habe und nun in der 3. Spalte endlich zur Spielbeschreibung komme stoppe ich bereits in der 4. Spalte wieder:
Was meint der Autor mit "Schweif"?
Von was für Kurven redet er?
Was ist das denn für ein "Stauber", den man da von einem Schweif entfernen muss? Und warum?
Aha.. ein Zauberbuch ist da auch dabei. Da wird die Packung wohl wieder größer sein. Hoffentlich in der neuen Rechtschreibung ... ;-)

Mal im Ernst:
Ich bin mit der Beschreibung des Spieles absolut nicht klar gekommen.
Rumrätseln war mir abends zu aufwendig.

Ein paar Bilder hätten gut getan, aber auf den abgebildeten Farbflecken ist mit Ausnahme eines Buches nichts zu erkennen.

Könntet ihr bitte das Spielmaterial das ihr da beschreibt auch abbilden? Oder wenigstens Teile daraus? Das erleichtert den Durchblick nämlich ungemein. Gleiches in Bezug auf das Material gilt auch für die Beschreibung von "Alexander der Große" und von manch anderen Spielen auch. Aber bei Zauberstauber ist mir das eben extrem aufgefallen.

Mir ist immer noch nicht klar, was das Spiel mit Milimeterarbeit zu tun hat.
Und ob das jetzt eher eine RoboRally- oder eine Carabande-Variante ist.

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Gerald Rüscher

Re: Eine Bitte an die SB-Redaktion

Beitragvon Gerald Rüscher » 22. Dezember 2005, 17:29

Markus Barnick schrieb:

> da habe ich als Heft 6 der Spielbox vor mir (oder über mir)
> liegen (ich les die meistens abends im Bett) und lese grade
> den Artikel über Zauberstauber von Michael Knopf.
> [...]
> Was meint der Autor mit "Schweif"?
> Von was für Kurven redet er?
> Was ist das denn für ein "Stauber", den man da von einem
> Schweif entfernen muss? Und warum?
>
> Mal im Ernst:
> Ich bin mit der Beschreibung des Spieles absolut nicht klar
> gekommen.

Intelligente Leute hätten an dieser Stelle rücksichtslos Google gefragt
und wären dann z.B. hier gelandet:

http://www.spielbox-online.de/spielarchiv/press/zauberst.php4

Aber, hey, es war ja schon spät abends.

Jerry

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Markus Barnick

Re: Eine Bitte an die SB-Redaktion

Beitragvon Markus Barnick » 22. Dezember 2005, 17:35

schlaumeier.
Aber auf die guten Ideen kommt man manchmal nicht so schnell.

Ich glaube aber, dass mein Problem mehrere Leute betrifft und die SB da mal drauf achten könnte...

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Eine Bitte an die SB-Redaktion

Beitragvon Marten Holst » 22. Dezember 2005, 18:45

Moin,

> schlaumeier.
> Aber auf die guten Ideen kommt man manchmal nicht so
> schnell.
>
> Ich glaube aber, dass mein Problem mehrere Leute betrifft
> und die SB da mal drauf achten könnte...

Wobei mir nicht klar ist, was man mehr hätte machen sollen. Die "paar Farbflecke, von denen ich nur das Buch erkannte" sind eben das Spielmaterial auf einem Tisch in Aktion. Wenn man erkennt, dass es eben keinen Spielplan gibt, sondern (analog des "Kurztitels") eher "tabletopartig" einen Tisch geht, auf dem reale Entfernungen von Teilen zu bewerten sind, ist man weiter, aber das geht für mich aus verschiedenen Stellen hervor.

"Stauber" dürfte für "Staubsauger" stehen, moderne Hexen haben keine Besen mehr, in diesem Fall die Spielfigur.

Tschüß
Marten

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Eine Bitte an die SB-Redaktion

Beitragvon Attila » 22. Dezember 2005, 18:48

Hiho,

Heist das nun das Intelligente Leute einen Internetzugang haben?
Und wer keinen hat ist auch nicht Intelligent, sondern voll bekloppt? (Interpretiere ich jetzt mal so )

Nene, irgendwas ist da faul!

Atti

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Heinrich Glumpler

[INFO] ZauberStauber - Beschreibung

Beitragvon Heinrich Glumpler » 22. Dezember 2005, 21:08

Hi Markus,

bezüglich der SB kann ich dir wohl nicht weiterhelfen, aber da das Spiel aus meiner Feder ist, lohnt sich ein Blick auf meine Website www.erlkoenig.net - dort findest du ausführliche Beschreibungen - insbesondere hier:

http://tinyurl.com/a4hye

Unter den Registerkarten Regeln/Demonstration/Korrekturen/Antworten findest du dann weitere Infos (naja, unter Korrekturen nix ;-)

Und wenn dir dort was fehlen sollte, würde ich mich freuen, von dir zu hören.

Grüße
Heinrich

www.erlkoenig.net - Solitär ... und manchmal auch nicht

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Bernd

Re: Eine Bitte an die SB-Redaktion

Beitragvon Bernd » 22. Dezember 2005, 21:09


> Intelligente Leute hätten an dieser Stelle rücksichtslos
> Google gefragt
> und wären dann z.B. hier gelandet:
>
> http://www.spielbox-online.de/spielarchiv/press/zauberst.php4
>

Super ... das hilft auch denjenigen die die Zeitschrift im Zug oder auf der
Toilette lesen.

Grundsätzlich halte ich Markus Kritik für berechtigt. Die Artikel müssen so geschrieben sein, dass sie ohne weitere Nachforschungen und Vorkenntnisse verstanden werden können.

Gruß

Bernd

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xaverius
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Beiträge: 252

Zauberlob

Beitragvon xaverius » 22. Dezember 2005, 21:44

Ich muss einfach wieder einmal ein dickes Lob für die tolle Homepage von Heinrich G. aussprechen :-))
Sowohl die Beschreibungen der Spiele wie auch die Online-Umsetzungen sind beispielhaft für den ganzen Spiele-Bereich!
Vielen Dank!

gruss xaverius

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Stefan Dorndorf

Re: Eine Bitte an die SB-Redaktion

Beitragvon Stefan Dorndorf » 22. Dezember 2005, 21:59

Hallo,

das kann ich absolut nachvollziehen. Besonders die Kritiken von Michael Knopf kann man so richtig erst dann verstehen, wenn man das Spiel schon kennt. Die Abbildungen sind auch nicht so hilfreich, da sie meist nur kleine Details zeigen anstatt eine Übersicht - und manchmal auch mehrfach dasselbe, wie z.B. bei "Pueblo" vor 2 (3?) Jahren.

Es geht aber auch besser: Siehe z.B. die Kritiken auf Hall9000, da gibt es gute Übersichtsabbildungen und es reicht einmal Durchlesen, um sich ein gutes Bild vom Spiel machen.

Gruß Stefan (der auch über der SB-Zauberstauber-Kritik gebrütet hat)

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Dieter Niehoff

Schmeckt es?

Beitragvon Dieter Niehoff » 22. Dezember 2005, 22:54

Ein Redakteur hat einmal gesagt (oder vielleicht als Zitat gestohlen):

"Von einem Kritiker will ich nicht das Rezept wissen, sondern ich will wissen, wie es schmeckt."

Vielleicht ist MIchael Knopf (oder Matthias Hardel) Anhänger dieser Philosophie?

Und in den modernen (Internet)-Zeiten hat man als "Rezept-Interesierter" vielleicht so unglaublich viele Möglichkeiten eine Regelzusammenfassung zu erfahren. Aber etwas darüber zu lesen, wie das Spiel jemandem wirklich "schmeckt", dazu eignet sich das gute alte Printmedium vielleicht mehr als jedes andere .....

Und ich möchte einem meiner "Vorschreiber" zustimmen: Ich lese Michael Knopfs Rezensionen um so lieber, wenn mir as Spiel bereits bekannt ist.

Dieter Niehoff

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Michael Weber

Re: Schmeckt es? Selten eine Antwort

Beitragvon Michael Weber » 23. Dezember 2005, 09:17

Dieter Niehoff schrieb:
> Ein Redakteur hat einmal gesagt (oder vielleicht als Zitat
> gestohlen):
>
> "Von einem Kritiker will ich nicht das Rezept wissen, sondern
> ich will wissen, wie es schmeckt."

Das ist in der Tat zutreffend und leider viel zu selten umgesetzt.


> Vielleicht ist MIchael Knopf (oder Matthias Hardel) Anhänger
> dieser Philosophie?
>
> Und in den modernen (Internet)-Zeiten hat man als
> "Rezept-Interesierter" vielleicht so unglaublich viele
> Möglichkeiten eine Regelzusammenfassung zu erfahren. Aber
> etwas darüber zu lesen, wie das Spiel jemandem wirklich
> "schmeckt", dazu eignet sich das gute alte Printmedium
> vielleicht mehr als jedes andere .....

Im Imternet existieren viel mehr Freiheiten, die aber leider von den Spielemedien nicht mal ansatzweise genutzt werden. Im Grunde sind fast alle reinen Rezensionsseiten und eigentlich auch die Kritiken aller anderen Seiten mit Magazin-Charakter mehr oder weniger in der Struktur der Besprechungen austauschbar. Etwas mehr Abwechslung würde da nicht schaden. Andererseits will ja die "Szene" offenbar diesen Einheitsbrei genau so lesen. Vielleicht nach dem Motto: "Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht." Und das ist sehr, sehr bedauerlich. Denn Stillstand ist ja bekanntlich Rückschritt (zumindest auf Dauer).

Michael
(sitzt im Glashaus und schmeißt schon wieder Steine)

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Marten Holst
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RE: Schmeckt es? Selten eine Antwort

Beitragvon Marten Holst » 23. Dezember 2005, 10:30

Wobei sich natürlich die Frage stellt: können wir es groß anders. Nicht jeder, und auch hier werfe ich mit Granit durch die Gärtnerei, kann "mal so eben" einen anderen Stil an Rezension runterreißen. Passiert doch mal was anderes, wird es oft als "unqualifiziert" oder "zu subjektiv" behandelt. Man vergleiche Artikel eines Michael Jim Knopf.

Moin übrigens.

Ich erinnere mich, dass ich mit ein paar Freunden in Clausthal-Zellerfeld in einer Pizzeria war. Auf die obligatorische Nachessensfrage "Hatsgeschmeckt?" brachte einer es fertig, "nein" zu sagen. Es entspann sich eine freundliche und interessierte Diskussion, deren Quintessenz war, es hat nicht geschmeckt, weil er etwas bestellt hatte, von dem sich herausstellte, dass es nicht seine Geschmacksrichtung war. Das Essen per se war tadellos zubereitet. Nicht jede Kellnerin ist da so souverän, wie die in besagter Verköstigungsstube. Einige würden fragen, warum man etwas bestellt, was man nicht einsortieren kann, andere echauffieren sich eh schon, wenn man "nein" sagt.

Das einzig "objektive" an einem Spiel ist nun mal das Rezept. Schon ein "Dill sollte man aber mögen" ist ein Geschmack, den man sich vielleicht nicht traut - außer in extremen Fällen. Und dann fragt man sich, warum jemand ohne erotisches Verhältnis zu Gartenkräutern überhaupt Lachschnitzel in Dillsoße isst.

Ich denke, es ist ein Wechselspiel. Es ist schwer genug, "objektiv" zu schreiben, schon gar bei etwas subjektivem wie Geschmack. Oder Assoziationen. Wenn man es dann ein, zwei Male tut, und mit Bratpfanne und Nudelholz beworfen wird, dann lässt man es vielleicht. Aber ein "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht" wird sicherlich auch dabei sein. Dennoch, ich kann zwar Bohnen oder Reis kochen, aber ich traue mich auch selten an Poularden a la Chateaubriand de Dingeldongel mit gefilte Gewürzgurke. Warum soll man sich viel Mühe machen, wenn es nachher oft nicht entscheidend besser schmeckt als Schnitzel Wiener Art?

Tschüß
Marten

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Ingo Althöfer
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Beiträge: 585

Re: Schmeckt es? - Mein Senf

Beitragvon Ingo Althöfer » 23. Dezember 2005, 11:17

Dieter Niehoff schrieb:
> ... "Von einem Kritiker will ich nicht das Rezept wissen, sondern
> ich will wissen, wie es schmeckt."

Zuerst habe ich über Michael Knopfs Artikel
gestaunt und gebrütet - und bis jetzt nicht alle
Aspekte von Zauberstauber verstanden...
aber diese Unsicherheits-Spannung gefällt mir.

> ... in den modernen (Internet)-Zeiten hat man als
> "Rezept-Interesierter" vielleicht so unglaublich viele
> Möglichkeiten eine Regelzusammenfassung zu erfahren. Aber
> etwas darüber zu lesen, wie das Spiel jemandem wirklich
> "schmeckt", dazu eignet sich das gute alte Printmedium
> vielleicht mehr als jedes andere .....

Als ich vor Monaten eigene Spiele für das elektronische
"css-online" ("css" steht für ComputerSchach&Spiele) in einem
sehr seriösen Artikel beschrieben hatte, mailte der Redakteur
sinngemäss zurück: "Wer soll den eingetrockneten Kram lesen?"
Mein Soforteinwand "In der spielbox, der führenden Zeitschrift
für Brett- und Familienspiele, ist das aber der übliche Besprechungsstil."
führte nur zur Retour "dann tun mir die spielbox-Leser leid -
brezel den Artikel jetzt auf, Redaktionsschluss ist übermorgen"...
So tat ich - und weiss auch deshalb (wieder), dass eine Knopf-Besprechung
nicht einfach so auf Knöpfchendruck passiert.

Danke, und weiter so. Wir brauchen eine vielseitige spielbox.

Ingo Althöfer.

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Patrick Junge-Ilges

Re: Volle Zustimmung, noch ein Wunsch und dickes Lob

Beitragvon Patrick Junge-Ilges » 23. Dezember 2005, 11:21

Ich stimme Markus voll zu. Ohne Abbildung des wesentlichen Materials läßt sich eine Kritik viel schwerer bis gar nicht verstehen. Bei der letzten Umfrage war dies auch schon eine Bitte von mir.

Weiterer langer Wunsch: Noten und noch deutlichere Kaufempfehlung bei den Kinderspielen.

Ansonsten: Ein dickes Lob. Ich finde, dass die SB sich seit der letzten Umfrage kontinuierlich verbessert hat und dass, obwohl die SB schon zuvor sehr gut war. Die damalige Ankündigung von M. Hardel ist wirklich erfüllt worden und nicht nur wegen der schönen Beilagen.

In diesem Sinne: Danke und frohe Weihnachten !

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Ilka

RE: Schmeckt es? Fröhliches Schnitzel!

Beitragvon Ilka » 23. Dezember 2005, 11:26

Marten Holst schrieb:
> Lachschnitzel in Dillsoße

was ist das denn für ein lustiges Gericht
das Lokal wo so etwas heiteres serviert wird möchte ich kennen lernen
Ilka

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Volle Zustimmung, noch ein Wunsch und dickes Lob

Beitragvon Marten Holst » 23. Dezember 2005, 11:31

Moin,

> Ich stimme Markus voll zu. Ohne Abbildung des wesentlichen
> Materials läßt sich eine Kritik viel schwerer bis gar nicht
> verstehen. Bei der letzten Umfrage war dies auch schon eine
> Bitte von mir.

Wobei im konkret angesprochenen Artikel das wesentliche Material doch abgebildet war?!

Tschüß
Marten

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Roman Pelek

RE: Schmeckt es? Selten eine Antwort

Beitragvon Roman Pelek » 23. Dezember 2005, 12:07

Hi Marten,

Marten Holst schrieb:
>
> Wobei sich natürlich die Frage stellt: können wir es groß
> anders. Nicht jeder, und auch hier werfe ich mit Granit durch
> die Gärtnerei, kann "mal so eben" einen anderen Stil an
> Rezension runterreißen. Passiert doch mal was anderes, wird
> es oft als "unqualifiziert" oder "zu subjektiv" behandelt.
> Man vergleiche Artikel eines Michael Jim Knopf.

Nachdem ihr schon auf einem "stockpile of first stones" (Peter Hammill, "Comfortable", 1982, im übrigen ein wunderbares Lied darüber, wie man Religion als gesellschaftlichen Habitus leben kann ohne die Inhalte zu berücksichtigen, aber das führt hier sicher zu weit) steht, möchte ich mich auch mal kurz einmischen.

Zum Thema "Können": m. E. können es einige in der Spieleszene schon anders, sie machen es nur bewusst nicht, dazu weiter unten:

> Es entspann sich eine
> freundliche und interessierte Diskussion, deren Quintessenz
> war, es hat nicht geschmeckt, weil er etwas bestellt hatte,
> von dem sich herausstellte, dass es nicht seine
> Geschmacksrichtung war. Das Essen per se war tadellos
> zubereitet. Nicht jede Kellnerin ist da so souverän, wie die
> in besagter Verköstigungsstube. Einige würden fragen, warum
> man etwas bestellt, was man nicht einsortieren kann, andere
> echauffieren sich eh schon, wenn man "nein" sagt.

Nun, das macht ja eine gute Kellnerin aus: Souveränität und ein gewisses seelsorgerisches Talent. Leider ist der Job so schlecht bezahlt und dennoch viel nachgefragt, so dass man nicht davon ausgehen kann, diese Fähigkeiten allerorten anzutreffen. Ich persönliche ärgere mich über Bedienungen maximal dann, wenn ich zur Abwechslung mal in einem Luxusetablissement speise und ich merke, dass die Servierdame sich zwar die Arroganz, aber mitnichten die Kommunikationsfähigkeiten angeeignet hat, die ihr Beruf erfordern würde. Wobei ich ja Anhänger der These bin, dass man die besten Kellnerinnen in den vermeintlich miesesten Spelunken trifft. Die sind nämlich "viel menschliches Leid gewohnt" und deswegen gerne mal außerordentlich patente Zeitgenossen ;-)

> Das einzig "objektive" an einem Spiel ist nun mal das Rezept.
> Schon ein "Dill sollte man aber mögen" ist ein Geschmack, den
> man sich vielleicht nicht traut - außer in extremen Fällen.
> Und dann fragt man sich, warum jemand ohne erotisches
> Verhältnis zu Gartenkräutern überhaupt Lachschnitzel in
> Dillsoße isst.

Naja, im Nachgang kann man wohl nur sagen: "Selbst Schuld". Das Interessante ist aber ist doch das Prozedere vorher. Um mal beim Bild einer guten Kellnerin zu bleiben: Wenn ich merke, dass jemandem etwas vermutlich nicht schmecken wird, versuche ich vorher, sanft auf ihn respektive sie einzuwirken, um die Marotte auszutreiben, mit der er/sie sich selbst vermutlich in die eigene Unzufriedenheit begibt, oder?

> Ich denke, es ist ein Wechselspiel. Es ist schwer genug,
> "objektiv" zu schreiben, schon gar bei etwas subjektivem wie

Ich würde mal behaupten, eine "objektive Schreibweise" ist nahezu unmöglich zu realisieren. Dass, was so tituliert wird, ist oftmals lediglich ein Versuch, den kleinmöglichsten Nenner bei größtmöglicher Langeweile zu finden.

> Geschmack. Oder Assoziationen. Wenn man es dann ein, zwei

Assoziationen sind sowieso das größtmögliche öffentliche Tretminenfeld m. E. Nichts ist so stark abhängig vom Auge des Betrachters wie eine Assoziation (okay, vielleicht Satire, aber die basiert ja mitunter stark auf Assoziationen). Machst Du eine, wirst Du seltenes Schulturklopfen von Gleichdenkenden erfahren - aber noch sehr viel mehr Kritik von Leuten, die den Gedankensprung und seine Hintergründe nicht mitbekommen haben.

> Male tut, und mit Bratpfanne und Nudelholz beworfen wird,
> dann lässt man es vielleicht.

Meist wird es gelassen, würde ich behaupten. Die Problematik, die dem innewohnt, ist, dass es nirgendwo im Leben irgendwie weitergeht, ohne sich zwischenzeitlich mit Pfannen und Nudelhölzern bewerfen zu lassen. Nur ist in solchen Situation halt kaum jemand anderes da, der einen bestätigt; es ist immer ein Blindflug in der Hoffnung, dass am Ende etwas 'rauskommt, was weitreichendere Akzeptanz erringt. Und notfalls muss man sich selbst, um im Verköstigungsjargon zu bleiben, wieder vom Küchenboden aufkratzen, wenn's mal wieder "nicht geschmeckt" hat.

> Aber ein "Was der Bauer nicht
> kennt, das frisst er nicht" wird sicherlich auch dabei sein.
> Dennoch, ich kann zwar Bohnen oder Reis kochen, aber ich
> traue mich auch selten an Poularden a la Chateaubriand de
> Dingeldongel mit gefilte Gewürzgurke. Warum soll man sich
> viel Mühe machen, wenn es nachher oft nicht entscheidend
> besser schmeckt als Schnitzel Wiener Art?

Da bliebe dann die Fragen offen: wie bereitet man eigentlich ein Schnitzel richtig gut zu?

Ciao,
Roman

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Schmeckt es? Selten eine Antwort

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 23. Dezember 2005, 15:29

Michael Weber schrieb:
>
> Michael
> (sitzt im Glashaus und schmeißt schon wieder Steine)

OK, ich stehe hier in Pinneberg und fange den Stein gerne auf, eher er mein Glashaus trifft ;-)

Gruß Carsten (der derzeit allerdings im Keller sitzt)

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Markus Barnick

RE: Volle Zustimmung, noch ein Wunsch und dickes Lob

Beitragvon Markus Barnick » 24. Dezember 2005, 02:24

Der Fleck in der Mitte war durch die Heftung nicht ausreichend erkenntlich. Der Dumbledore auf dem Besen nutze mir nix und auf dem anderen Bild war im Wesentlichen nur ein Buch zu erkennen.
Ich verstand auch nicht wie denn dieses Spielmaterial anzuordnen war oder ob jetzt nur Teile abgebildet wurden - ich konnte mir einfach den Zusammenhang nicht vorstellen.

Ich hatte eigentlich gar kein Interesse an dem Spiel, aber wollte doch mal die Kritik lesen um mir wenigstens ein Bild machen zu können und bin dabei über Knöpfe gestolpert, die etwas unordentlich herumlagen.

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Markus Barnick

RE: Schmeckt es? Selten eine Antwort

Beitragvon Markus Barnick » 24. Dezember 2005, 02:34

Das mit dem "Nein" - sagen wenn mir das Essen nicht geschmeckt hat mach ich auch so, füge aber immer noch dazu, dass das nicht am Essen selber lag, sondern weil es eben meinen Geschmack nicht getroffen hat.
Ich habe es bisher nur 1-2 mal erlebt, dass ein Essen im Lokal wirklich schlecht war.

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Markus Barnick

Re: [INFO] ZauberStauber - Beschreibung

Beitragvon Markus Barnick » 24. Dezember 2005, 03:01

na das ist doch mal eine löbliche Anleitung!!!!
Sehr schön.
Und man erkennt auch das Material sehr sehr gut!
Weiter so!


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