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Wirklich schlechter SB-Artikel

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Steffen S.

Re: Dikussion macht Laune *unterschreib*

Beitragvon Steffen S. » 22. Dezember 2005, 13:59

Huhu Marcel,

den Betitrag möchte ich in der Hektik der Weihnachtsgeschenksuche (die übrigens je nach Ausführungszeitpunkt und gedanklicher Vorbereitung auch stark vom Zufall beeinflusst wird...;-)) malganz kurz DICK unterstreichen.

So, und jetzt aber nix wie los.

Suchende Grüße,
Steffen

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Ilka

Re: Kein wirklich schlechter SB-Artikel

Beitragvon Ilka » 22. Dezember 2005, 14:01

Ich muss da Andre vollkommen recht geben, wenn man bedenkt dass heute allein in Essen mehr Neuheiten vorgestellt werden als Anfang der 90er in Nürnberg und die aktuelle Neuheitenliste von Nürnberg sich Mengenmäßig nicht deutlich von Essen unterscheiden wird. Wenn man sich dann die Neuheiten selbst anschaut: Massenweise lieblose Lizenzprodukte, das soundsovielte Addon für ein ausgelutschtes Grundspiel und die restlichen "Neuheiten" strotzen auch nicht gerade von Ideenreichtum. Dies ist auch ursächlich dafür verantwortlich, dass soviele Kleinverlage ihr Glück versuchen, da werden die Absagen der Redaktionen einfach nicht ernst genommen.
Halten wir uns lieber an die Weisheit unseres Venedig-Bewohners die so ähnlich lautet: "wer braucht ein neues Spiel wenn es nicht wirklich NEU ist!"
Logischerweise findet jeder Spieler für sein Hobby wieder ein interessantes "neues" Spiel (oder auch mehrere), wer will dann schon selbst zugeben, dass die Neuheit in Wirklichkeit gar nicht so überwältigend ist, oder warum quellen viele Spielregale über und wenn man die Schachteln Revue passieren läßt, ist kaum eines von der spielerischen Seite ausreichend gewürdigt worden, oder war es das garnicht wert?
fragt sich Ilka schon lange nicht mehr.
WIRKLICH! verstanden hat den Artikel aus der SB anscheinend wirklich kaum einer?

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Günter Cornett

Re: Kein wirklich schlechter SB-Artikel

Beitragvon Günter Cornett » 22. Dezember 2005, 14:18

Ilka schrieb:
>
> Ich muss da Andre vollkommen recht geben, wenn man bedenkt
> dass heute allein in Essen mehr Neuheiten vorgestellt werden
> als Anfang der 90er in Nürnberg und die aktuelle
> Neuheitenliste von Nürnberg sich Mengenmäßig nicht deutlich
> von Essen unterscheiden wird. Wenn man sich dann die
> Neuheiten selbst anschaut: Massenweise lieblose
> Lizenzprodukte, das soundsovielte Addon für ein
> ausgelutschtes Grundspiel und die restlichen "Neuheiten"
> strotzen auch nicht gerade von Ideenreichtum. Dies ist auch

Das ist sicherlich diskussionswürdig - im Artikel 'Spieleautoren und der Zufall - Denn sie wissen nicht was sie tun' meiner Spielbox-Ausgabe stand allerdings nichts davon drin. Michael Knopf nimmt sich dem z.T. im Kreta-Artikel an.


> ursächlich dafür verantwortlich, dass soviele Kleinverlage
> ihr Glück versuchen, da werden die Absagen der Redaktionen
> einfach nicht ernst genommen.

Auch ein interessanter Diskussionspunkt:
Sind die Spiele von Kleinverlagen grundsätzlich schlechter als die von großen?


> Halten wir uns lieber an die Weisheit unseres
> Venedig-Bewohners die so ähnlich lautet: "wer braucht ein
> neues Spiel wenn es nicht wirklich NEU ist!"
> Logischerweise findet jeder Spieler für sein Hobby wieder ein
> interessantes "neues" Spiel (oder auch mehrere), wer will
> dann schon selbst zugeben, dass die Neuheit in Wirklichkeit
> gar nicht so überwältigend ist, oder warum quellen viele
> Spielregale über und wenn man die Schachteln Revue passieren
> läßt, ist kaum eines von der spielerischen Seite ausreichend
> gewürdigt worden, oder war es das garnicht wert?
> fragt sich Ilka schon lange nicht mehr.

Was hat das, was du hier schreibst, mit Zufall im Spiel zu tun?
Der Artikel handelt nicht davon, dass Spiele zufällig zustande kommen sondern es geht um die Bedeutung des Zufalls im Spiel. Die Siedler von Catan wird da als Negativbeispiel aufgeführt.

> WIRKLICH! verstanden hat den Artikel aus der SB anscheinend
> wirklich kaum einer?

Klär uns auf: Was steht drin? ;-)

Gruß, Günter

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Günter Cornett

Re: Wirklich schlechter SB-Artikel

Beitragvon Günter Cornett » 22. Dezember 2005, 14:21

andre schrieb:
>
> Wenn der Artikel auch nicht konkret wird, so kann ich dem
> Grundgedanken nur zustimmen...wenn man sich die Spiele der
> letzten Jahre anguckt...ich bin froh, mittlerweile keines
> mehr kaufen zu müssen (weil es ja vielleicht so toll aus
> sieht, und ich es blos nicht verpassen möchte)...Es ist
> einfach zuviel Masse statt Klasse


DAS steht in dem Artikel?

Offensichtlich gibt es unterschiedliche Ausgaben der Spielbox. ;-)

Es geht nicht generell um 'Unfähigkeit von Autoren' (und Verlagen dann wohl auch), sondern darum, dass Spieleautoren angeblich nichts von Mathematik, genauer gesagt Wahrscheinlichkeitsrechnung, verstehen. Die Siedler von Catan wurde dazu in dem Artikel ausdrücklich als Beispiel angeführt.

> ...die meisten Spiele sind wirklich die Pappe nicht wert, auf
> denen sie gedruckt sind...

Kann sein oder auch nicht. Ist sicherlich ein interessantes Thema. Aber das hat mit dem Artikel 'Spieleautoren und der Zufall' absolut nichts zu tun.

Gruß, Günter

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Kein wirklich schlechter SB-Artikel

Beitragvon Marten Holst » 22. Dezember 2005, 15:39

Moin,

>> Wenn man sich dann die
>> Neuheiten selbst anschaut: Massenweise lieblose
>> Lizenzprodukte, das soundsovielte Addon für ein
>> ausgelutschtes Grundspiel und die restlichen "Neuheiten"
>> strotzen auch nicht gerade von Ideenreichtum. Dies ist auch
>
> Das ist sicherlich diskussionswürdig - im Artikel
> 'Spieleautoren und der Zufall - Denn sie wissen nicht was
> sie tun' meiner Spielbox-Ausgabe stand allerdings nichts
> davon drin. Michael Knopf nimmt sich dem z.T. im
> Kreta-Artikel an.

...der ein paar ebenso richtige wie gleichzeitig falsche Ansätze enthielt. Aber diese Gedanken verdienen einen eigenen Thread :-)

>> ursächlich dafür verantwortlich, dass soviele Kleinverlage
>> ihr Glück versuchen, da werden die Absagen der Redaktionen
>> einfach nicht ernst genommen.
>
> Auch ein interessanter Diskussionspunkt:
> Sind die Spiele von Kleinverlagen grundsätzlich schlechter
> als die von großen?

These: ja (im wie auch immer zu bewertenden "Mittelwert"). Obendrein ist die Varianz höher. Die Frage bleibt allerdings, wie viel der "Liebe" zu Kleinverlagsspielen nicht der "Liebe" zum Verlag geschuldet ist. Ich behaupte mal, wenn Queen beim Fairplayscout ein Spiel mit Schnitt 2,4 (oder was Timbuktu eben hatte) platzieren kann, und Ystari eines mit 1,7 - dann wären die viel dichter zusammen, wenn beide bei egalwem, sagen wir mal "Days Of Wonder" erschienen wären. "Wir" lieben 2F, D&F und Lookout, wir mögen Queen, Eagle Games, etc. weniger. Alles Thesen. Aber auch die sollten in ihren eigenen Thread.

>> WIRKLICH! verstanden hat den Artikel aus der SB anscheinend
>> wirklich kaum einer?
>
> Klär uns auf: Was steht drin? ;-)

Mein Gedanke - wenn es da um lieblose Lizenzprodukte ging, dann habe ich ihn wirklich nicht verstanden, dann wäre es aber auch hilfreich gewesen, wenn der Autor die auch irgendwo erwähnt hätte. ;-)

Tschüß
Marten

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Ilka

RE: Kein wirklich schlechter SB-Artikel Aufklärung

Beitragvon Ilka » 22. Dezember 2005, 16:09

Marten Holst schrieb:
> > Klär uns auf: Was steht drin? ;-)

Warum ich, wer hat behauptet ich hätte den Sinn des Artikels hinterschaut?
Sobald ich jemand gefunden habe, der den Artikel verstanden hat werde ich nach intensiver Befragung hier Aufklären.
Bis dahin ein Frohes und sonstiges
Ilka

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Kein wirklich schlechter SB-Artikel Aufklärung

Beitragvon Marten Holst » 22. Dezember 2005, 17:36

Moin,

> Bis dahin ein Frohes und sonstiges
> Ilka

danke, wünsche ich auch :-)

Tschüß
Marten

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Wirklich schlechter SB-Artikel

Beitragvon Attila » 22. Dezember 2005, 22:28

Hiho,

Gib mal ein paar Beispiele!
Du redest immerhin von "den meisten", d.h. ja wohl das ein nicht unerheblicher Anteil der Neuerscheinungen (>50% denke ich mal, sind "die meisten") Schrott sind.

Atti

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18xx

RE: Kein wirklich schlechter SB-Artikel Aufklärung

Beitragvon 18xx » 22. Dezember 2005, 23:27

Interessante Diskussion zu diesem Artikel. Zum Thema Glück wurde je bereits viel diskutiert. Der SB-Autor mag es eben nicht, ok. Ob die großen Autoren wie Moon wirklich so gut in Wahrscheinlichkeitsrechnung sind, ist eine andere Frage. Muss man das wirklich sein, um ein gutes Spiel zu erfinden? Insgesamt finde ich den SB-Artikel ok, wenn auch sehr subjektiv. An der Reaktion hier sieht man, daß es viele ganz anders sehen. Frohe Weihnachten!

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Gerhard E. Kodys

DIE Lösung!!!

Beitragvon Gerhard E. Kodys » 23. Dezember 2005, 04:18

Günter Cornett schrieb:
> DAS steht in dem Artikel?
>
> Offensichtlich gibt es unterschiedliche Ausgaben der
> Spielbox. ;-)

Kleine Anregung für den Chefredakteur: Einfach nur den Titel drucken (möglichst vage und provokative Aussage) und danach 1 od. 2 leere Seiten!

Da kann sich dann jeder seinen eigenen Artikel machen, sich seine eigenen Argumente ausdenken und Diskussionen hier im Forum gibt's ohne Ende... :))

(Sammler aufgepasst: Jede Spielbox wird so auch zum Unikat!!!)

P.S.: Falls diese Idee verwirklicht werden sollte gleich mal vorsorglich meine Kontonummer: 234989-334115879000

:) :) :)

Frohes Fest und weiterhin so viel Spaß

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peer

Re: Wirklich schlechter SB-Artikel

Beitragvon peer » 23. Dezember 2005, 08:09

Hi,
Attila schrieb:
>
> Hiho,
>
> Gib mal ein paar Beispiele!
> Du redest immerhin von "den meisten", d.h. ja wohl das ein
> nicht unerheblicher Anteil der Neuerscheinungen (>50% denke
> ich mal, sind "die meisten") Schrott sind.

Und bei der Gelgenehiet wüsste ich auch gern wann denn "früher" war, als viel mehr gute Spiele rauskamen.
Und was das mit dem Artikel zu tun hatte?
(Vielleicht dass Civi und 18xx als Positivbeispiele genannt wurden. Das war dann in den 70ern. Übriges könnte man aus den Beispielen auch fokgern dass gute Spiele mindestens 5 Stunden dauern müssen. Oder von Tresham sein müssen :-) - aber was sagt der Autor dann zu Mainline??? )

ciao
peer

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Attila
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Beiträge: 4715

RE: Kein wirklich schlechter SB-Artikel Aufklärung

Beitragvon Attila » 23. Dezember 2005, 10:44

18xx schrieb:

> Wahrscheinlichkeitsrechnung sind, ist eine andere Frage. Muss
> man das wirklich sein, um ein gutes Spiel zu erfinden?

Wohl nur in den Augen deren die ein Spiel als "mathematischen Kunstwerk" halten ... ich gebe zu mich fanzinieren auch Spiele die Mathematisch gesehen einfach perfekt ausgeknobelt sind, aber noch viel mehr fazinieren mich Spiele wo man sich in der Athmosphäre verlieren kann!
Herr Klein vermittelt zumindest mir den Eindruck das kreativität etwas damit zu tun hat wie gut ein Autor die Wahrscheinlichkeitrechnung beherrscht (und sie in den Spielen umsetzt).

Man könnte das aber auch andersherrum formulieren! Autoren mathematisch "saubere" Spiele (im Sinn von ohne Glück) kaschieren mit ihrer vermeindlichen Kreativität doch lediglich ihre Ideenlosigkeit.

Letztendlich hätte der Artikel auch "Denn ich weiss nicht, was ich schreiben soll" heissen können - wäre wenigstens ehrlich gewesen.
Immerhin wissen wir nun das Herr Klein 18xx und Civ toll findet und Siedler und wohl alle Spiele mit Würfeln und Ereigniskarten Schrott. - Das muss man aber doch nicht als 2 seitigen Artikel kaschieren, oder? :-)

Atti


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