Beitragvon Renate » 10. Januar 2006, 16:30
Hi,
jaja, es ist schon klasse für die Großen, wenn die Kleinen endlich mit am Tisch sitzen und man ohne Babysitter zu zahlen oder Großeltern zu verpflichten genüsslich als Familie spielen kann. Schließlich ja man die letzten Jahre mit Obstgarten, Memory und Lotti Karotti genug Geduld aufgebracht, um nun auch die Früchte seiner Mühe ernten zu wollen.
Nun aber mal ernsthaft: es kommt auf den Tisch, was den Kindern Spaß macht, auch wenn es mir nicht immer schmeckt. Carcassonne und Einfach Genial bieten sich unter anderem an. Aber auch wenn einen ganzen Urlaub lang UNO gewünscht wird: durchhalten ist die Parole !
Bei den Siedlern haben wir die Regeln anfangs nur unvollständig angewandt (nur würfeln, bauen und handeln), und erst nach und nach die Entwicklungskarten dazugenommen und noch später den Räuber. Sicher sind Kinder schnell in der Lage die Regeln zu erfassen. Wo es allerdings noch hapert, ist der Blick für die Situation der anderen und wie man denen schaden kann bzw. wie weit deren Punktekonto fortgeschritten ist.
Ich würde verschiedene Sachen ausprobieren, zumal bei meinen die Vorlieben ganz unterschiedlich sind (Würfeln, Glück und Zocken bzw. Grübeln und Strategie). Was man auch testen muss sind die Altersvorgaben. Hick Hack in Gackelwack ist für Kinder ab 8 empfohlen, das spielen aber schon Fünfjährige ohne Probleme. Niagara besticht beispielsweise durch den drohenden Absturz in die Fluten, ansonsten würde ich es eher für Größere empfehlen (falls es gefällt, uns hat es nicht überzeugt).
Wenn Du die Möglichkeit hast Spiele auszuleihen, dann würde ich das zunächst einem Kauf vorziehen. EUR 20 aufwärts sind mir einfach zu viel, wenn es nachher nur im Schrank steht oder mittelmäßig begeistert. Du wirst auch feststellen, dass trotz des Altersfortschritts (man, was für ein Wort) immer wieder auch Spiele für Jüngere gefordert werden. Bei uns ist Hamsterbacke von HABA so ein Kandidat (*wunder*). Uns Großen geht es aber doch ebenso: nicht jeden Abend will ich mich auf Puerto Rico oder Louis XIV einlassen.
Was bei uns immer wieder auf den Tisch kommt:
Einfach genial, Bohnanza, Hick Hack in Gackelwack, Engel und Bengel, Villa Paletti, Siedler, Carcassonne, TransAmerica, Kai Piranja, Kayanak, Saboteur, Gruselino, UNO, Monopoly. An der bunten Mischung merkt man, dass die Auswahl tatsächlich auch von der Tagesform abhängt. Ausprobiert haben wir auch Akaba (das mit dem Blasebalg und den fliegenden Teppichen) und Hexenkompott (beide schön zu spielen, kaufen wollten wir’s nicht).
Und Du hast übrigens recht, dass das Lesen schnell zum Problem wird. Selbst Achtjährige überfordert man schon mal mit dem Spielplan von Zug um Zug, weil auf großem Raum viel erfasst werden muss. TransAmerica hingegen erfassen die Kids schneller, warum auch immer.
Wenn Du Deinen Wohnort angibst, können andere Forumteilnehmer vielleicht beisteuern, wo man Spiele leihen kann. Beim jährlichen Treffen von ‚Darmstadt spielt’ (immer im November) kann man übrigens zwei Tage lang alles ausprobieren.
Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß !
Renate