Anzeige

Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Franz-Benno Delonge
Kennerspieler
Beiträge: 277

Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 16. Januar 2006, 11:20

Liebe Spieltechnologen,
der Entertaible wurde ja unten schon ausgiebig diskutiert. Ich will das Thema nochmal aufgreifen, und zwar in Form eines ganz konkreten "Anforderungsprofils". Tatsächlich warte ich auch schon seit Jahren darauf, dass etwas in der Richtung auf dem Markt erscheint und der Brettspielszene neue Perspektiven eröffnet.

Kleine Stoffsammlung:

1. Grundlegende Vorteile
a) Verbindung von Computertechnik mit dem Erlebnis echter Mitspieler, die gemeinsam um einen Tisch sitzen
b) Bequeme Übernahme nerviger "technischer" Spielfunktionen wie Aufbau, Berechnungen, organisatorischer Ablauf. Manche Spiele könnten damit zum erstenmal überhaupt ihre eigentlich einfache Struktur zeigen und im vergnüglichen Sinn "spielbar" werden
c) Endgültige Abschaffung des Betrugs und der unsinnigen Regeldiskussionen
d) Möglichkeit exakter Grübelzeitlimits

2. Grundlegende Nachteile
a) Im Vergleich zum klassischen Brett deutlich höhere Kosten
b) Reduzierung des haptischen Vergnügens
c) Reparaturanfälligkeit
d) Fundamentale Einwände der Jute-statt-Plastik-Fraktion.

Ohne den Entertaible in natura erlebt zu haben, resultiert daraus für mich folgendes "Anforderungsprofil" als Voraussetzung für einen dann aber wohl durchschlagenden Erfolg:

1. Ein quadratischer, flacher Bildschirm in der Tischmitte in den Abmessungen eines typischen, größeren Spielbretts.
2. Möglichkeit der problemlosen Eingabe einzelner Spiele durch transportable Datenträger (CD o.ä.)
3. Möglichkeit der Wiedergabe perfekter, von Spiel zu Spiel total unterschiedlicher Grafik.
4. Vollständige Übernahme aller Berechnungen und spieltechnischer Fieseleien durch den Rechner mit jeweils umgehender und exakter Anzeige auf dem Brett.

5.
Alternative a):
Eingabe der Spielzüge und Entscheidungen der einzelnen Spieler durch reale 3D-Figuren und Karten, die auf dem Brett bewegt bzw. auf dieses gelegt werden, wobei das Brett alle relevanten Einzelheiten exakt erkennt und umsetzt.
(Problem: Dies erfordert wohl unterschiedliches 3D-Material für jedes unterschiedliche Spiel. Die jetzt offenbar vorgesehenen vier Spielsteine scheinen mir nicht sehr variabel.)

Alternative b) (gefiele mir per Saldo besser):
Für jeden Spieler eine eigene Tastatur mit kleinem separatem Bildschirm. Der Spieler gibt seinen Spielzug über die Tastatur ein; das Brett setzt sofort und für alle Mitspieler sichtbar um. Was nur der einzelne Spieler sehen darf, zB Handkarten, taucht nur auf seinem "privaten" kleinen Display auf der Tastatur auf.

6. Und das alles für den Preis eines handelsüblichen Fernsehers der oberen Mittelklasse.

Sobald 1-6 funktioniert, kann man bei mir Umsatz machen, und ich denke, dass dann auch Millionen von bisher brettspieldesinteressierten PISA-Opfern plötzlich mit um den Tisch sitzen.
Wer weiß, wie weit es da beim real existierenden Entertaible noch fehlt?
Bzw. wie würdet ihr das Anforderungsprofil abändern?

Schönen Gruß
Benno

Benutzeravatar
Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 16. Januar 2006, 13:16

Hallo, Benno,

warum muss das Brett-Display "quadratisch" sein - TransAmerice lässt sich bspw. auch auf einem länglichen Brett-Display darstellen :-)

Eine Funktion wäre noch das mögliche Abspeichern von Spielständen, damit man ggf. auch mal länger andauernde Spiele auf mehrere Abende verteilen kann. Das scheidet jetzt von vornherein aus, weil man sich nicht merken und/oder notieren will, wer welche Pöppel gerade wo platziert hat.

Stefan Risthaus

Benutzeravatar
Ferendra

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Ferendra » 16. Januar 2006, 13:18

Hallo Benno,

Musik gehört auch noch dazu.
Nettes Hintergrundgesabbel und spielgesteuerte Ereignis-Jingles.


Gruss
Ferendra

Benutzeravatar
Daniel_R

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Daniel_R » 16. Januar 2006, 13:31

Hallo Herr Delonge

Im Rahmen eines Anforderungsprofils sehe ich folgende Punkte welche für den
Betrieb des Entertaible problematisch sind (technischer und betriebswirtschaftlicher Natur):

- Einführen/Integrieren von Hausregeln
-> Kein Lösungsvorschlag

- Offene vs. verdeckte Informationen
-> Eine zusätzliche Bildschirm/Tastatur-Kombi würde wohl den Preisrahmen des
Erträglichen bei weitem überschreiten. Evtl. würde es auch ein Java-Applet
auf dem Handy tun (= Hardware, welche meistens schon vorhanden ist),
Kommunikation via Bluetooth.

- Aufzeigen möglicher Spielzüge
-> Ein Vorteil für den überforderten Spieler, aber wohl nicht akzeptierbar für
die Spieler, die ohne elektr. Hilfe spielen wollen. Muss abschaltbar sein.

- Entertaible-Kompatible Spielfiguren
-> da sie teuer sind, müssten sie in versch. Spielen genutzt werden können
-> der Entertaible müsste auch gestapelte Figuren (Chips) erkennen können

- Innovation
-> Eine Umsetzung von Monopoly oder Spiel des Lebens würde mich wohl kaum
dazu motivieren, einen mind. 1000 Euro teueren Entertaible zu kaufen.
Es braucht neuartige Spiele.

- Grafische Umsetzung
-> Hier müsste es besondere Anforderungen an die Übersichtlichkeit geben. Man
stelle sich Caylus vor, wo man kaum erkennen kann, wo schon ein Arbeiter
steht und wem das Gebäude gehört (auf Pappe und 3D einfach zu erkennen,
aber 2D auf dem Screen?) In einer echten Caylus-3D Umsetzung mit den
haptischen Vorteilen müsste der Entertaible sogar über 300 Spielsteine
unterscheiden können.

- Preisgestaltung
-> Ein PC- bzw. Videospiel ist heute merklich teurer als Brettspiele
(Ausstattungsgiganten wie Descent oder Conquest of the Empire mal
ausgenommen). Beim Entertaible kommt beides zusammen: Software und
haptisches Material. Der Geiz-ist-geil Kunde dürfte sich weiterhin
für günstigere Alternativen entscheiden.


Trotz aller Technikbegeisterung meinerseits bin ich skeptisch ob ein Hersteller das finanzielle Risiko eingeht, dieses Produkt auf dem Markt einzuführen (v.a. in den nächsten 5 Jahren).

Viele Grüsse
Daniel

Benutzeravatar
Ilka

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Ilka » 16. Januar 2006, 14:11

Stefan/Norddt. Spielekultur schrieb:
> Eine Funktion wäre noch das mögliche Abspeichern von
> Spielständen, damit man ggf. auch mal länger andauernde
> Spiele auf mehrere Abende verteilen kann. Das scheidet jetzt
> von vornherein aus, weil man sich nicht merken und/oder
> notieren will, wer welche Pöppel gerade wo platziert hat.

Das Gerät speichert automatisch ab und zeigt beim Neustart an, wo welche Figuren zu plazieren sind. Es sind auch keine speziellen Figuren für Entertaible notwendig.
Ilka

Benutzeravatar
Ilka

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Ilka » 16. Januar 2006, 14:11

Stefan/Norddt. Spielekultur schrieb:
> Eine Funktion wäre noch das mögliche Abspeichern von
> Spielständen, damit man ggf. auch mal länger andauernde
> Spiele auf mehrere Abende verteilen kann. Das scheidet jetzt
> von vornherein aus, weil man sich nicht merken und/oder
> notieren will, wer welche Pöppel gerade wo platziert hat.

Das Gerät speichert automatisch ab und zeigt beim Neustart an, wo welche Figuren zu plazieren sind. Es sind auch keine speziellen Figuren für Entertaible notwendig.
Ilka

Benutzeravatar
Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 16. Januar 2006, 15:48

>
> Das Gerät speichert automatisch ab und zeigt beim Neustart
> an, wo welche Figuren zu plazieren sind. Es sind auch keine
> speziellen Figuren für Entertaible notwendig.

Danke für die Info, Ilka.
Trotzdem gehört es zu den Anforderungsprofilen, die Benno aufgelistet haben wollte-unabhängig davon, was das konkrete Produkt alles kann.

Grüße

Stefan (der schon sehr gespannt auf die erste Partie mit dem Ding ist)

Benutzeravatar
Tom

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Tom » 16. Januar 2006, 15:49

> Alternative b) (gefiele mir per Saldo besser):
> Für jeden Spieler eine eigene Tastatur mit kleinem separatem
> Bildschirm. Der Spieler gibt seinen Spielzug über die
> Tastatur ein; das Brett setzt sofort und für alle Mitspieler
> sichtbar um. Was nur der einzelne Spieler sehen darf, zB
> Handkarten, taucht nur auf seinem "privaten" kleinen Display
> auf der Tastatur auf.

Wo ist denn da noch der große Unterschied zum PC?
Wenn ich keine Figuren mehr habe. Die Karten auf dem Monitor sehe.
Meine Züge mit einer Tastatur eingebe und der Computer alles berechnet und auf dem großen Bildschirm in der Mitte anzeigt, geht mir persönlich wahrscheinlich etwas vom Spielgefühl verloren.

Für mich wäre ein Optimum, wenn man Figuren wie z.B. bei "Die Insel" hätte und bewegen könnte (und der Computer wüßte wo sie stehen).

Gruß

Tom
PS:
Kennt ihr das Mißtrauen am PC gegenüber diesen "virtuellen" Würfeln?

Benutzeravatar
Horst Kannenmüller

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Horst Kannenmüller » 16. Januar 2006, 18:49

Franz-Benno Delonge schrieb:
> 1. Grundlegende Vorteile
> a) Verbindung von Computertechnik mit dem Erlebnis echter
> Mitspieler, die gemeinsam um einen Tisch sitzen
> b) Bequeme Übernahme nerviger "technischer" Spielfunktionen
> wie Aufbau, Berechnungen, organisatorischer Ablauf. Manche
> Spiele könnten damit zum erstenmal überhaupt ihre eigentlich
> einfache Struktur zeigen und im vergnüglichen Sinn "spielbar"
> werden
> c) Endgültige Abschaffung des Betrugs und der unsinnigen
> Regeldiskussionen
> d) Möglichkeit exakter Grübelzeitlimits

Genau dieses hat alle die das erste Mal mit dem Touchscreen in Berührung kamen so richtig begeistert!

> 2. Grundlegende Nachteile
> a) Im Vergleich zum klassischen Brett deutlich höhere Kosten
> b) Reduzierung des haptischen Vergnügens
> c) Reparaturanfälligkeit
> d) Fundamentale Einwände der Jute-statt-Plastik-Fraktion.

Für die Spielfiguren bleibt die Haptik erhalten, dem Entertaible Ist egal was auf ihm steht. Ein zusätzliches, fast sinnliches Erlebnis bringt dann noch der Touchscreen in das Spiel.

> 5.
> Alternative a):
> Eingabe der Spielzüge und Entscheidungen der einzelnen
> Spieler durch reale 3D-Figuren und Karten, die auf dem Brett
> bewegt bzw. auf dieses gelegt werden, wobei das Brett alle
> relevanten Einzelheiten exakt erkennt und umsetzt.

Funktioniert ohne Probleme!

> (Problem: Dies erfordert wohl unterschiedliches 3D-Material
> für jedes unterschiedliche Spiel. Die jetzt offenbar
> vorgesehenen vier Spielsteine scheinen mir nicht sehr
> variabel.)

Jedes Material ist möglich, die Glaststeine sind nur ein Gimmick!

> Alternative b) (gefiele mir per Saldo besser):
> Für jeden Spieler eine eigene Tastatur mit kleinem separatem
> Bildschirm. Der Spieler gibt seinen Spielzug über die
> Tastatur ein; das Brett setzt sofort und für alle Mitspieler
> sichtbar um. Was nur der einzelne Spieler sehen darf, zB
> Handkarten, taucht nur auf seinem "privaten" kleinen Display
> auf der Tastatur auf.

Wurde komplett verworfen, man wollte ja weg vom "online" Computerfeeling! - hin zum „Brettspiel!“

> 6. Und das alles für den Preis eines handelsüblichen
> Fernsehers der oberen Mittelklasse.

Aktuell wohl etwas für Kneipen und Bibliotheken, im Versuchsstadium ist aber auch schon eine „rollbare“ Version eines „Brettspiel-Displays!“ - ich schätze mal so in 4 - 6 (8) Jahren liegt der Entertaible in erschwinglichen Kategorien, was die Preisvorstellungen betrifft. Übrigens wird die Umsetzung von Spielideen auf den Entertaible eine ziemlich einfache Sache, es wird mehr ein Frage-, Tipp- und Antwortespiel, welches auch von Autoren fast alleine zu bewältigen ist! Als Auflagenhöhe der Spiele ist ein Bereich von deutlich über 200.000 anvisiert, aber das wird die Zukunft zeigen.

Horst

Benutzeravatar
Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 16. Januar 2006, 18:59


>
> > (Problem: Dies erfordert wohl unterschiedliches 3D-Material
> > für jedes unterschiedliche Spiel. Die jetzt offenbar
> > vorgesehenen vier Spielsteine scheinen mir nicht sehr
> > variabel.)
>
> Jedes Material ist möglich, die Glaststeine sind nur ein
> Gimmick!
>
> > Alternative b) (gefiele mir per Saldo besser):
> > Für jeden Spieler eine eigene Tastatur mit kleinem separatem
> > Bildschirm. Der Spieler gibt seinen Spielzug über die
> > Tastatur ein; das Brett setzt sofort und für alle Mitspieler
> > sichtbar um. Was nur der einzelne Spieler sehen darf, zB
> > Handkarten, taucht nur auf seinem "privaten" kleinen Display
> > auf der Tastatur auf.
>
> Wurde komplett verworfen, man wollte ja weg vom "online"
> Computerfeeling! - hin zum „Brettspiel!“
>


Hi,

wie funktioniert das dann mit Spielmaterial, das eigentlich vor den anderen geheim gehalten werden kann wie Spielkarten? Werden die in einer Ecke des Screens abgebildet, die ich mit einem Sichtschirm vor den Blicken der anderen Spieler schützen kann oder muss ich die dann separat in der Hand halten und (umständlich) per Hand eingeben, wenn ich die ausspiele?

Stefan

Benutzeravatar
ferdinand köther

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon ferdinand köther » 16. Januar 2006, 21:58

Bis auf "quadratisch" absolutement d'accord.

Ferdi
PS. Ob wir das noch erleben werden? Wollen? Was kann das Gefühl ersetzen, eine Schachtel zu öffnen, die Plättchen und Marker auszucountern, Regel lesen ... die "Wahrheit" liegt vermutlich irgendwo dazwischen, die Idee ist jedenfalls faszinierend.
Aber mir scheint, das "Brettspiel" hat eine Zukunft auch in (ferner) Zukunft, es ist beruhigend zu wissen, daß sich Leute darum Gedanken machen.

Benutzeravatar
Horst Kannenmüller

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Horst Kannenmüller » 16. Januar 2006, 23:31

Stefan/Norddt. Spielekultur schrieb:
> schützen kann oder muss ich die dann separat in der Hand
> halten und (umständlich) per Hand eingeben, wenn ich die
> ausspiele?

einfach auf dem Bildschirm ablegen!
Horst

Benutzeravatar
Frank Schaubrenner

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Frank Schaubrenner » 17. Januar 2006, 00:42

weitere mögliche Anforderungen

Regeländerungsoption für Hausregeln

Onlinefähigkeit für
1) Regelergänzungen/Änderungen von Verlagsseite (Updates)
2) Vernetzung, z.B.
-für zwei getrennte Spielrunden die zusammen spielen wollen
(jeweils die nicht anwesenden Figuren würden dann wohl virtuell abgebildet, ich weis sowas hat was von BSW o.ä. denke aber es ist dennoch was anderes *g*))
-für Spiele die in grösseren Gruppen mit mehreren Spielplänen gespielt werden können (z.B. Fische Fluppen) oder die auf grossen Spielplänen gespielt werden)
bzw. könnte ich mir da nette Spiele über mehrere Tische/Räume/ vorstellen wobei die Tische mehr oder weniger gegeneinander antreten o.ä das Gerät würde die Funktion des Spielleiters übernehmen.

Einfacher Zugang zu Spieleentwicklungssoftware und idealerweise einfache Bedienbarkeit der selben, damit Spiele auf dem Gerät nicht in der Hand von 2-4 grossen Verlagen vor sich hingammeln, ohne das komplette Potential zu nutzen

einfache technische Upgrademöglichkeit und Erweiterbarkeit, da gerade in der Sparte die Entwicklung sehr schnell geht und man ja nicht alle 2 Jahre ein neues Gerät kaufen will.

toll unabhängig vom eigentlichen Gerät wäre es wenn ältere verwaltungsaufwendigere Spiele umgesetzt würden...

denkt sich
Frank
der nicht weis ob er sowas will, aber so ne Runde Merchant oder Roborally auf dem Gerät hätte was für sich *g*

Benutzeravatar
Holger

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Holger » 17. Januar 2006, 09:12

Um einen individuellen Bereich für die Spieler zu erhalten, könnte (ein entsprechend großer Spielplan vorausgesetzt) ein auf das Display gesetzter Pappschirm die Einsicht der Mitspieler verhindern. Hätte den Vorteil, das keine separaten Teile (Bildschirm,..) notwendig sind.
Außerdem hätte man wieder etwas in die Hand zu nehmen beim Aufbau :-)

Gruß
Holger

Benutzeravatar
Ferendra

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Ferendra » 17. Januar 2006, 09:40

....Phantasie durchbrenn...

und wenn dann erstmal die großen Gewinnchancen für Unternehmen klar sind, wird es "MS-Digital-Boardgaming" geben. Für jedes Einzelspiel wird es überteuerte Lizenzen (natürlich für jeden Spieler einzeln) geben....


...und natürlich darf auch der Sammelcharakter nicht fehlen. Es wird Spiele geben, zu denen die Spieler individuell Erweiterungen kaufen können, die nur für sie anwendbar im Grundspiel mit anderen Spielern einsetzbar sind. Um Siegchancen zu haben muß jeder Spieler seine Lizenzen/Materialien aufrüsten...

Herzlichst Ihr
B.Gates

Benutzeravatar
Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 17. Januar 2006, 09:59


> > schützen kann oder muss ich die dann separat in der Hand
> > halten und (umständlich) per Hand eingeben, wenn ich die
> > ausspiele?
>
> einfach auf dem Bildschirm ablegen!
> Horst

Danke erst mal für die Antwort. Wie erkennt der Bildschirm denn die entsprechende Karte? Wohl doch durch Eingabe per Hand oder Platzieren der Karten in entsprechenden Ablagefeldern? Oder hat der auch eine Scan-Funktion und erkennt alle Karten?
Wie hält man geheime Zielkarten wie bei TransAmerika? Werden die dem Gerät nicht mitgeteilt oder sogar von diesem zugewiesen?

Kann man das Wunder-Ding in Nürnberg testen? Oder wo kann man das mal Live erleben?

Bin jedenfalls sehr gespannt (und ein bisschen skeptisch :-) )

Stefan

Benutzeravatar
Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Marten Holst » 17. Januar 2006, 11:59

Moin,

> Musik gehört auch noch dazu.
> Nettes Hintergrundgesabbel und spielgesteuerte
> Ereignis-Jingles.

Aber bitte bitte nicht immer spielrelevant und daher abstellbar :-)

Tschüß
Marten

Benutzeravatar
Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Marten Holst » 17. Januar 2006, 11:59

Moin,

> - Offene vs. verdeckte Informationen
> -> Eine zusätzliche Bildschirm/Tastatur-Kombi würde wohl
> den Preisrahmen des
> Erträglichen bei weitem überschreiten. Evtl. würde es
> auch ein Java-Applet
> auf dem Handy tun (= Hardware, welche meistens schon
> vorhanden ist),
> Kommunikation via Bluetooth.

Hmmm, "externe Hardware" halte ich für problematisch, rein prinzipiell. Und noch bin ich nicht sicher, ob jeder ein hinreichend modernes Handy hat. Aber im Zweifel müssten ja Kleinst"taschenrechner" a la Gamedisk reichen, die kosten ja auch nicht mehr die Welt.

> - Aufzeigen möglicher Spielzüge
> -> Ein Vorteil für den überforderten Spieler, aber wohl
> nicht akzeptierbar für
> die Spieler, die ohne elektr. Hilfe spielen wollen. Muss
> abschaltbar sein.

Jo. Wobei "semiautomatische Auswertung" (hängt nicht direkt zusammen, fällt mir gerade ein, Punkt 4 bei dem komischen Gerichtsfritzen vom Ursprungspost :-) ) auch stufenweise regelbar sein sollte von "gleich neue Spielsituation erfassen" bis "jeder Talerstandswechsel wird ausführlich erklärt".

> Trotz aller Technikbegeisterung meinerseits bin ich
> skeptisch ob ein Hersteller das finanzielle Risiko eingeht,
> dieses Produkt auf dem Markt einzuführen (v.a. in den
> nächsten 5 Jahren).

Eventuell vorübergehend gar nicht wünschenswert, wenn der Markt nicht da ist. Denn so ein Produkt könnte mich schon reizen, aber wenn es floppt, ist der Produkttyp erst mal wohl weg.

Tschüß
Marten

Benutzeravatar
Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Marten Holst » 17. Januar 2006, 11:59

Moin,

> und wenn dann erstmal die großen Gewinnchancen für
> Unternehmen klar sind, wird es "MS-Digital-Boardgaming"
> geben. Für jedes Einzelspiel wird es überteuerte Lizenzen
> (natürlich für jeden Spieler einzeln) geben....
>
> ...und natürlich darf auch der Sammelcharakter nicht
> fehlen. Es wird Spiele geben, zu denen die Spieler
> individuell Erweiterungen kaufen können, die nur für sie
> anwendbar im Grundspiel mit anderen Spielern einsetzbar
> sind. Um Siegchancen zu haben muß jeder Spieler seine
> Lizenzen/Materialien aufrüsten...

Au ja :-)

Obendrein muss man dann ans Netz um Softwareupdates zu erhalten und dabei werden alle Nutzungsdaten zu statistischen Zwecken und für gezielte Bildschirmwerbung übermittelt :-)

Tschüß
Marten (nach Diktat zur Börse)

Benutzeravatar
Ferendra

Technik

Beitragvon Ferendra » 17. Januar 2006, 13:27

Hallo Stefan,

die Technik steht schon bereit E-ink (auch "digitales Papier" genannt) und RFID-Chips. Die Chips könnten sowohl in den Figuren, als auch in Karten enthalten sein.

Gruss
Ferendra

PS Ich rechne mit maximal 8 Jahren, bis es solche (oder ähnliche) "Spieltische" geben wird.

Benutzeravatar
Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: Technik-Prototyp in Nürnberg?

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 17. Januar 2006, 14:21

Hi, Danke für die Info

Das heißt, dass das Ganze noch richtig entfernte Zukunftsmusik ist-oder? Gibt es wenigstens schon mal einen Prototypen in Nürnberg? Weiß da einer was? Kann man sich vielleicht noch als Testspieler bewerben :-) ;-) ?

Stefan

Benutzeravatar
Ferendra

Re: Technik-Prototyp in Nürnberg?

Beitragvon Ferendra » 17. Januar 2006, 14:35

ehm.. das denke ich weniger, da dies Ideen von mir sind mit welchen Techniken von heute sich so etwas u.U. realisierbar machen könnte. E-Ink steckt noch in den Kinderschuhen und RFID-Chips sind relativ groß.
Aber da passiert noch viel in naher Zukunft.

Zur Messe in Nürnberg:
Als normaler Endverbraucher lohnt diese Messe nicht, da sie i.d.R. nur für Fachpublikum ausgelegt ist. Für Spieler ist Essen die Messe !

Gruss
Ferendra

Benutzeravatar
Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: Technik-Prototyp in Nürnberg?

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 17. Januar 2006, 14:59

:
> Als normaler Endverbraucher lohnt diese Messe nicht, da sie
> i.d.R. nur für Fachpublikum ausgelegt ist. Für Spieler ist
> Essen die Messe !
>


Danke für den Hinweis, aber du hast eine wichtige weitere Gruppe vergessen: Die Spiele-Autoren sind in Nürnberg auch immer mit von der Party (kein Schreibfehler :-) ).

Insofern lohnt das Ganze und ich werde da sein. Sieht man sich, ggf. auf der SAZ-Party?

CU
Stefan Risthaus

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Entertaible (nochmal und grundsätzlich)

Beitragvon Attila » 17. Januar 2006, 19:53

Hiho,

Ich verfolge die Sache mit dem "Entertaible" mit grossen Interesse, muss aber immer wieder feststellen wie schnell solche neuen Technologien in eine Form "gepresst" werden. Hier ist es meist die Form eine Computerspieles, was man an einem Bildschirm (der als Tisch fungiert ist und mit Touch-fähigkeiten) zu mehreren Leuten spielt. Oder auch ein Brettspiel als Computerversion ....

Anstatt zwei Welten miteinander zu verbinden und/oder eine neue Welt zu "erfinden" - lieber in eine bekannte Welt reinpressen.

So ein "Entertaible" bietet *neue* Möglichkeiten - kann es da quint-essenz sein altes (möglicherweise bewährtes) auf biegen und brechen auf diese neue Technologie zu "konvertieren"? - Ich finde das ziemlich fantasielos! - Der Reiz ist doch wohl eher in den Möglichkeiten zu suchen die es bisher nicht gab!

Wieso sollte man nicht mit Spielkarten, Geld (so richtig analog) udn Spielfirguen auf solche einem Gerät ein Spiel spielen können? - Und möglicherweise sogar eins, was mehr bietet als ein Brettspiel oder ein Computerspiel.

Brett- und COmputerspiele können mittels solche einer Technologie miteinander verschmelzen - und das Ergebnis ist keines von beiden - was neues!

Monopoly auf so einem Gerät? - Sorry, aber sowas braucht die Welt sicher nicht - ein paar verrückte Technik-Junkie holen sich da ihren "Schuss" mit - aber letztendlich ist es Monopoly - da ist nichts innovatives dran!

Atti

Benutzeravatar
Jürgen Karla
Kennerspieler
Beiträge: 725
Kontakt:

Re: Technik-Prototyp in Nürnberg?

Beitragvon Jürgen Karla » 17. Januar 2006, 20:18

Ferendra schrieb:
> E-Ink steckt noch in den Kinderschuhen und
> RFID-Chips sind relativ groß.


Hallo,

ersteres hängt von der Anwendung ab. Produkte von E ink oder Gyricon Media werden durchaus bereits eingesetzt (z.B. bei Regalstoppern oder Preisanzeigen).
irextechnologies.com (eine Ausgründung der Philips) möchte ab April ein erstes E-Book-ähnliches gerät auf den Markt bringen.

Viele Grüße
Jürgen Karla

...der heute einen größeren Vortrag zu einem verwandten Bereich halten durfte...


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 15 Gäste