Beitragvon Heinrich Tegethoff » 22. Januar 2006, 19:46
Hallo Timo et al,
obwohl ich dieses Forum erst seit zwei Jahren verfolge: ich schätze,
was SdJ-preiswürdig und was dann -preisfähig ist, ist so alt wie dieses
Forum.
Timo Alt schrieb:
> Warum immer nur Familienspiele?
Es ist schlicht und ergreifend NICHT so, dass wir oder eine artverwandte
Gruppe den Preis festlegen. Dies ist beim Deutschen Spielepreis so.
Das Spiel-des-Jahres ist nicht (und zwar gemäß Öffentlichkeitsarbeit
der Jury) das "beste" Spiel des Jahres, sondern das, welches die Jury
am geeignetesten hält, um das Kulturgut Spiel bzw. das Spielen selbst
zu fördern. Und da hat die Jury eine gewisse Zielgruppe vor Augen, auch
mit der Bandbreite der Jurymitglieder.
Ergo finden sich durch das Abstimmungsverfahren zwar auch "Aussenseiter"
auf der Nominierungsliste, wenn dies im Vielspielerbereich gut ankommt,
und somit kann ein Caylus den Slot für "das anspruchsvolle Spiel" bei der
Nominierung belegen - zum SdJ wird es nie und nimmer gewählt. Es erreicht
sicher nicht die Formel "unter den Weihnachtsbaum gelegt und am Ende
des 2. W-Tages dreimal gespielt" (meine und V.B.'s Formel).
Somit ist das Familiienspiel, typischerweise in den letzten Jahren ab 8
Jahren, klar favorisiert. Und damit liegt zB Mesopotamien oder Elasund klar
im Rennen, bei meinem Favorit Oltremare könnte bereits "ab 12" die Hürde
sein. Hazienda kenne ich noch nicht, Antike wäre passend, aber ein
2-Stünder kommt bestenfalls auf die Empfehlungsliste (auch dies ist bei
Caylus neben der Regelmenge eine zu grosse Gelegenheitsspieler-Hürde).
Ergo: meinem Empfinden nach ist das Feld nach Essen nicht allzu gross,
und viele potenzielle Kandidaten habe ich schon gespielt.
Aber dieses Jahr sind die Nürnberg-Neuheiten eh wieder besser dran, da
Ostern - und damit das Vorentscheidungswochenende für's SdJ - sehr spät
fällt und die N-Neuheiten im Gegensatz zum letzten Jahr in ihrer Breite
der Jury dann bekannt sind. Mein Tipp: es läuft eher wie 2004, nicht wie
2005, also N dominiert vor E. Okay, hängt auch von den Spielen ab...
Servus,
Heinz