Beitragvon Thomas » 10. Februar 2006, 16:44
Tom schrieb:
>
> Hallo,
>
> ich habe gerade die Nachricht über Niagara gelesen
> ([b]umsatzstärkstes[/b] Brettspiel 2005 mit über 295000 verkauften
> Exemplaren).
> In Nürnberg hing am KOSMOS Stand das Plakat "Das kleine
> Gespenst" [b]meistverkauftes[/b] Brettspiel 2005 (über 300000 mal).
>
> Was stimmt den nun?
Beides.
Umsatz = Anzahl * Preis
Wenn der Preis höher ist, kann die Anzahl kleiner sein, das Produkt aus beidem (also der Umsatz) jedoch trotzdem höher.
Stell dir mal in der Theorie vor, jemand würde ein Brettspiel (sagen wir mal Siedler oder CC) für nur 1 € verkaufen. Dann würde er damit - sofern die Qualität stimmt - bestimmt das "meistverkaufte Brettspiel" draufschreiben dürfen. Trotzdem würde er sich garantiert nicht darüber freuen, denn es wäre wohl trotzdem das recht umsatzschwach. Und von dem (negativen) Gewinn ganz zu schweigen.
Es kommt halt auf die Kriterien an, was man unter "bestes Spiel" verstehen will. Neben Verkaufszahlen, Umsatz, Gewinn/Deckungsbeitrag gibt es auch noch wesentlich subjektivere Kritieren: Platzierung beim Spiel des Jahres Kritikerpreis, Anzahl der tatsächlich gespielten Spiele (also wenn du dein CC nur dreimal im Jahr auf den Tisch packst, das Siedler aber zehnmal), Anzahl der Onlinepartien in der BSW (sofern das Spiel dort überhaupt aufgenommen wird), Anzahl der positivien Erwähnungen in Publikationen (evtl. vermengt mit deren jeweiligen Reichweite), ...
Am besten, man definiert sich vor Jahresbeginn seinen eigenen Begriff von "erfolgreich"; wenn man das erst nachher macht, kann man seinen Favoriten nämlich ganz gut schönrechnen.