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Cash n Guns: Für welche Spielrunde interessant?

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Ralf Rechmann

Cash n Guns: Für welche Spielrunde interessant?

Beitragvon Ralf Rechmann » 19. Februar 2006, 12:18

Hallo,

tja, die neue spielbox lässt auf so manche Spiele blicken, die ich beim ersten Ansehen in Essen & Co übersehen oder schlicht als "brauch ich nicht" abgetan hab. "Cash n Guns" ist so ein Fall...

- Ab wievielen Personen macht das Spiel Fun? Die Regel spricht ja von 4 bis 6.

- Wie hoch ist der Wiederspielreiz, da die Spielelemente ja eher gewollt seicht sind?

- Für staubtrockene Taktiker ist das Spiel sowieso nix, aber wie ist es bisher bei Euch in Gruppen mit Nicht- oder Wenigspielern angekommen?

Oder gibt es bessere Alternativen, die auch jenseits der Faszination "ich ziele mit Schaumstoffpistolen auf meine Mitspieler" überleben, oder ist gerade DAS der Hauptreiz von Cash n Guns, der auch über mehrere Spieltreffs trägt?

Wobei ich so den Eindruck habe, dass das Spiel eher eine gesellige Grundstimmung einer Spielrunde aufgreift und verstärkt, oder taugt es auch zum "Eisbrecher"?

Viele Frage...

Thx/Bye
Ralf

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peer

Re: Cash n Guns: Für welche Spielrunde interessant?

Beitragvon peer » 19. Februar 2006, 12:29

Hi,
Ralf Rechmann schrieb:
> - Ab wievielen Personen macht das Spiel Fun? Die Regel
> spricht ja von 4 bis 6.

Zu viert gehts, aber besser sind schon 5-6...

> - Wie hoch ist der Wiederspielreiz, da die Spielelemente ja
> eher gewollt seicht sind?

Kommt drauf an - bei uns ist der Widerspielreiz ungebrochen. Es ist ja ein Bluffspiel - mag man sowas nicht, geht der Reiz natürlich verloren.

> - Für staubtrockene Taktiker ist das Spiel sowieso nix, aber
> wie ist es bisher bei Euch in Gruppen mit Nicht- oder
> Wenigspielern angekommen?

Sehr gut. Allerdings ist das Zielen mit Schaumgummipistolen natürlich nicht unbedingt jedermanns Sache.

> Oder gibt es bessere Alternativen, die auch jenseits der
> Faszination "ich ziele mit Schaumstoffpistolen auf meine
> Mitspieler" überleben, oder ist gerade DAS der Hauptreiz von
> Cash n Guns, der auch über mehrere Spieltreffs trägt?

Er trägt. Zum einen ist da der Bluffeffekt. Ich mag eigentlich keine Bluffspiele, aber durch das haptische ist das Spiel einfach deutlich lebhafter. Es hat was unberechenbares, und lebt von der Aktion. Ohne die Pistolen wärs deutlich zu trocken.

> Wobei ich so den Eindruck habe, dass das Spiel eher eine
> gesellige Grundstimmung einer Spielrunde aufgreift und
> verstärkt, oder taugt es auch zum "Eisbrecher"?

Hängt von der Gruppe ab, würd ich sagen. In Essen haben wirs schon abends als erstes Spiel gespielt. Hab noch keine Runde erlebt, die keinen Spaß daran hatte...

ciao
peer

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Herbert

Cash n Guns: Was an dem Spiel fasziniert die Welt?

Beitragvon Herbert » 19. Februar 2006, 16:38

Hallo Ralf,

mir ging es wie Dir: Ich habe den Stand in Essen gesehen, habe mir kurz die Regel durchgelesen - simples Partyspiel war mein erster Eindruck! Die Zusatzregeln kurz angelesen - das selbe in Grün! Die gerade probespielende Gruppe schien das Ende der Folge herbeizusehnen. In meinem Kopf kam eine Erinnerung an "Drunter und Drüber" auf (habe ich übrigens schon lange nicht mehr gespielt) und angesichts des Preises war Ca und Gun$ für mich die überteuerte Lachnummer der Spietage 2005.

Kurz danach stellte ich fest, daß die Leute beim Spieletreff im Sauerland (und da trifft man ja wohl kaum Gelegenheitsspieler an) das Teil auf den 7. Platz gesetzt haben. Daraufhin startete ich hier einem Thread. Die Frage, was an dem Spiel denn wohl so gefalle, wurde mit einigen wütenden Postings quittiert mit dem Resumee, dass auch leichtgewichtiges Freude machen könne und man nicht immer die Strategiehammer auf den Tisch zerren sollte und das Caylus ja ausserdem sehr komplex sei.

Dann lese ich die neueste Spielbox und sehe: Notendurchschnitt 10,0. Leute, holt euch die alten Spielboxen aus dem Schrank und seht nach, mit welchen Noten "Die Siedler von Catan" oder "Carcassonne" da wegkamen, 10,0 im Schnitt war glaube ich noch nie da, auch bei nur 2 Noten. Und dazu schreiben die noch eine Homage an Ludodelire. Ca 'n Gun$ also in der Tradition von Full Metal Planete und Formule De?

Leiden jetzt die beiden Rezensenten an totaler Geschmacksverirrung? Oder habe ich da ein Spiel falsch eingeschätzt?

Ich weiss es nicht, bin aber gespannt auf Reaktionen. Nicht auf solche der der Art "Oh, dir gefällt das Spiel nicht, und da darf es uns also auch nicht gefallen".

Mich würde von Spielern die Gefallen an Ca 'n Gun$ finden, eher mal interessieren:

1) Was ist nach eurer Ansicht das Tolle an Ca 'n Gun$
2) Welchen bekannten Spielen kommt Ca 'n Gun$ nahe
3) Wie sieht es mit dem Langzeitspielreiz aus?

Sorry Ralf, das war jetzt keine Antwort auf Deine Frage, eher noch eine Frage drauf. Aber ich denke, es passt in den Thread,

Verspielter Gruß aus dem Münsterland
Herbert

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Ralf Rechmann

Re: Cash n Guns: Für welche Spielrunde interessant?

Beitragvon Ralf Rechmann » 19. Februar 2006, 18:00

peer schrieb:

> Hängt von der Gruppe ab, würd ich sagen. In Essen haben wirs
> schon abends als erstes Spiel gespielt. Hab noch keine Runde
> erlebt, die keinen Spaß daran hatte...

Die 35 Euro auf der Messe waren mir zu hoch gegriffen für das Spiel. Aber inzwischen gibts Cash n Guns bei diversen Versendern schon für 25 Euro und das ist ein Preis, den ich ok finde... werde wohl zugreifen, wenn ich nicht noch absolut gegenteiliges lese, warum ich eher verzichten sollte oder lieber zu Spiel XYZ greifen sollte, was eh besser ist!?!

Cu/Ralf, der noch ein paar Fun-Spiele in seiner Sammlung braucht - als Alternative zu Caylus, Antike & Co! :)

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Ulrich Roth
Kennerspieler
Beiträge: 281

Re: Cash n Guns: Was an dem Spiel fasziniert die Welt?

Beitragvon Ulrich Roth » 20. Februar 2006, 01:14

Hallo Herbert,

> Dann lese ich die neueste Spielbox und sehe:
> Notendurchschnitt 10,0. Leute, holt euch die alten Spielboxen
> aus dem Schrank und seht nach, mit welchen Noten "Die Siedler
> von Catan" oder "Carcassonne" da wegkamen, 10,0 im Schnitt
> war glaube ich noch nie da, auch bei nur 2 Noten.

Ich habe die Spielbox noch nicht, und weiß also nicht, wer diese Noten mit welcher Begründung gegeben hat. Ich kann aber sagen, dass ich die gleiche Note geben würde! :cool:

> Leiden jetzt die beiden Rezensenten an totaler
> Geschmacksverirrung?

Das schon mal gar nicht, da ja jeder seinen eigenen Geschmack haben darf, gell!?
:wink:

> Oder habe ich da ein Spiel falsch eingeschätzt?

Nicht unbedingt:
Wenn du es in die Kategorie "Spiele, die die Welt nicht braucht" eingeordnet hast, dann ja, da das Spiel nachweislich vielen (den meisten?) Leuten einen Heidenspaß macht.
Hast du es jedoch lediglich unter "sowas brauch' ICH nicht" abgehakt, dann könnte dem durchaus so sein. Vielleicht solltest du es mal probespielen!

> Mich würde von Spielern die Gefallen an Ca 'n Gun$ finden,
> eher mal interessieren:
> 1) Was ist nach eurer Ansicht das Tolle an Ca 'n Gun$

Gute Frage, mal sehen:
- Auf seine abstrakte Struktur reduziert, ist "Ca 'n Gun$" ein clever komponiertes, perfekt funktionierendes Bluffspiel, mit einigen pfiffigen Zusatzideen (Feigheitsmarker, Spitzel...)
- Dazu kommt ein gewaltiger Mehrwert in Form des durchweg witzigen und lustvoll designten Materials (insbesondere die Knarren liegen echt gut in der Hand).
- Das Spiel hat einfach Charme, Charisma...
Man merkt, dass es mit echter Begeisterung kreiert wurde.
Beispiel aus der Spielregel: Wer sich nicht wegduckt, soll "GERONIMO!!!" rufen. Also für mich ist das Genius pur! :lol:

> 2) Welchen bekannten Spielen kommt Ca 'n Gun$ nahe

Ich kenne keins, aber das könnte natürlich eine peinliche Bildungslücke meinerseits sein. :oops:

> 3) Wie sieht es mit dem Langzeitspielreiz aus?

Da bin ich sehr optimistisch. Strategische Routine kann sich in einem Spiel, das auf der richtigen Einschätzung der Mitspieler basiert, per Definition nie einstellen.
Und Familienangehörige und/oder Freunde niederzumähen ist ein Bedürfnis, dass sich bei mir schon immer periodisch geregt hat, und nun endlich stilvoll befriedigt werden kann.

> Verspielter Gruß aus dem Münsterland

Dito aus Barcelona :smile:
Ulrich

(Derzeitiges Lieblingsspiel: "Amun Re")

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Herbert

Re: Cash n Guns: Was an dem Spiel fasziniert die Welt?

Beitragvon Herbert » 20. Februar 2006, 06:38

Hallo Ulrich,

danke für die umfassende Antwort!

Mein Fazit: Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde ich mich dem Spiel nicht verweigern.

Das mit dem "stilvollen niedermähen" würde mich ja schon reizen..... :-)

Verspielter Gruß aus dem Münsterland
Herbert

(Derzeitiges Lieblingsspiel: "Antike")

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Martin M.

Re: Cash n Guns: Was an dem Spiel fasziniert die Welt?

Beitragvon Martin M. » 20. Februar 2006, 11:10

> Mich würde von Spielern die Gefallen an Ca 'n Gun$ finden,
> eher mal interessieren:
>
> 1) Was ist nach eurer Ansicht das Tolle an Ca 'n Gun$
> 2) Welchen bekannten Spielen kommt Ca 'n Gun$ nahe
> 3) Wie sieht es mit dem Langzeitspielreiz aus?
>
1) Das Tolle ist:
- Simple Regeln, man kann sofort losspielen
- Wie schon erwähnt, witziges Comic-Design
- Die Atmosphäre: Man spielt eine Gruppe von Ganoven, die mit der Knarre in der Hand die Beute teilen will

2) Ich sehe Elemente von:
- Poker (was hat der andere für eine Karte?)
- Bluff (ist halt ein Bluffspiel...)
- Junta (nicht vom Spielprinzip, aber von der Atmosphäre - jeder will am meisten Geld an sich raffen und die anderen dabei umlegen)

3) Bluff ist in meiner Familie DAS Spiel mit dem besten Langspielreiz, und ich sehe Cash'n Guns da ähnlich - mit simplen Regeln und kurzer Spieldauer ein idealer Aufwärmer oder Absacker. Prima auch auf Parties zu spielen.


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