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Spiel abbrechen oder nicht???

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Tom

Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Tom » 1. März 2006, 08:46

Hallo,

neulich hatten wir ein ätzend langweiliges Spiel auf dem
Tisch (ich nenne keinen Titel :)
Jemand machte den Vorschlag: "Lasst uns doch etwas anderes Spielen".
Sofort gab es "tumulte": "Das wird jetzt zuende gespielt!"; "Man kann doch ein Spiel nicht einfach abbrechen - vielleicht wird es ja noch besser"; "Wenn man ein Spiel anfängt, muss man es auch zuende Spielen!".

Welche Meinung vertretet ihr (und dabei meine ich nicht die Spiele, die man vorzeitig beendet, weil man keine Zeit mehr hat).

Gruß

Tom
PS: Ich hätte das Spiel abgebrochen - wir haben es aber zuende gespielt - es wurde nicht besser :(

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 1. März 2006, 09:20

Manchmal geht es einfach nicht anders.
Wenn alle nur über das Spiel meckern und keiner wirklich Spaß hat, dann sollte man sich einen Punkt setzen, zu dem man das Spiel beenden möchte, um dann noch mal zu schauen, ob sich etwas getan hat - wenn dem nicht so ist, dann ab in die Tonne und zum nächsten Spiel.

Gruß Carsten (der von 2 Spielen weiß, die er abgebrochen hat)

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Tanja Koch

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Tanja Koch » 1. März 2006, 09:24

Hallo,

die Diskussion gab es bei uns erst einmal... Leider in Essen *grummel*

Wir waren zu fünft, nach einer halben Stunde meinten zwei von uns: "Laßt uns doch lieber abbrechen, das Spiel macht keinen Spaß..."

Tja, dann folgte die gleiche Argumentation, wie bei Dir.
Nach einer weiteren Stunde war das Spiel dann fertig gespielt und es wurde unterwegs auch nicht besser... Eine gaaaaanz tolle Sache, wenn man nur einen einzigen Tag in Essen verbringen kann.

Ansonsten hatten wir ein solches Problem noch nie.
Ich denke aber, man kann einen Kompromiss finden: "Wir spielen jetzt noch xx Minuten, wenn's bis dahin nicht besser ist, hören wir auf"
Allerdings würde ich persönlich dann das Spiel nochmal in einer anderen Runde testen. In der einen Runde floppt gerne mal was, in einer anderen kommt es dafür super an. (Celtica ist dafür ein aktuelles Beispiel...)

Viele liebe Grüße, Tanja

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Klaus B.

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Klaus B. » 1. März 2006, 09:25

Bevor mein Gesicht auf der Tischplatte einschlägt, bitte abbrechen!!!!

Gruß
Klaus B.
der letztens so ein Spiel hatte - UAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHH!
Gott war das LANGWEILIG!!!!!!!

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Mike Merten

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Mike Merten » 1. März 2006, 10:01

Ich habe ähliches auch schon bei einem Spiel erlebt, das eigentlich einen recht großen Freundeskreis hat. Aber einer Mitspielerin machte es überhaupt keinen Spaß. Da stellt sich dann nur eine Frage: Wozu spielen wir? Um Spaß zu haben. Wenn dem dann nicht der Fall ist: Spiel einpacken, ein anderes nehmen.

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andre

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon andre » 1. März 2006, 10:01

Wenn die mehrheit der spieler für abbrechen ist, dann wird auf jedenfall abgebrochen. Ein schlechtes spiel ist schon schlimm genug, aber noch viel schlimmer ist die verschenkte lebenszeit...

Gruß
Andreas (der auch aus dem Kino geht, wenn eine Celluloid-Katastrophe auf der Leinwand flimmert....)

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Marco Stutzke

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Marco Stutzke » 1. März 2006, 10:13

hmmm .... mich würde interssieren, welche Spiele es waren ......

mfg m.

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Timo Koelner

Immer schön rum um den heißen Brei...

Beitragvon Timo Koelner » 1. März 2006, 10:35

Nachdem alle so schön um den heißen Brei geredet habe, würde mich aber schon interessieren, bei welchen Spielen ihr schon mal abgebrochen habt (nicht falsch verstehen, hehe ;-) ). Noch viel mehr würde mich aber interessieren, warum ihr die Spiele nicht einfach nennt. Das ist doch hier ein offenes Diskussionsforum, da darf man auch schon mal die Dinge beim Namen nennen...
Ich selbst kann ich mich an keine abgebrochene Partie erinnern, nur daran, dass wir bei Tongiaki kurz davor waren, weil es in unserer Gruppe einfach nicht gezündet hat. Aber auch hier haben wir es durchgespielt, weil man ja nie weiß, wie sich der Spannungsbogen noch entwickelt. Da tat sich zwar nichts, war aber nicht schlimm.
Vielleicht hängt es auch von der angegebenen Spieldauer ab, ob man abbricht oder nicht. Wenn ich befürchten muss, dass ich noch weitere 3 Stunden meine Armeen mittels W6 von A nach B bewegen und ab und zu C verhauen soll, dann ist schneller die Abbruchreife erreicht als beim oben genannten Tongiaki, nach dem man ja immer noch was anderes auf den Tisch bringen kann :-)

LG Timo

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Christian Koppmeyer

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Christian Koppmeyer » 1. März 2006, 10:37

1.) Man spielt damit alle Spaß haben. Wenn also mehr als einer für Abbrechen ist dann sollte man da nicht drüber streiten.

2.) Die Mehrheit hier im Forum sind gestandene Spieler mit viel Spielerfahrung. Da kann man doch ungefähr abschätzen was einem ein Spiel zu bieten hat. Ein vorzeitiger Abbruch hat also durchaus was mit mündiger Spielermeinung zu tun. Wir sind doch keine Lemminge.

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Achim Nieder-Vahrenholz

Ich trau mich...

Beitragvon Achim Nieder-Vahrenholz » 1. März 2006, 10:39

Hallo,

das einzige Spiel, was wir einmütig abgebrochen haben, war "Beim Zeus".
Kurz davor waren wir bei "Krieg und Frieden".

Grüße

Achim

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Niccolo
Kennerspieler
Beiträge: 1333

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Niccolo » 1. März 2006, 11:24

Witzig - das Thema kommt ja auch immer wieder gerne hier... bilde mir ein mich zu erinnern, dass beim letzten Mal weit mehr bekennende "Zu Ende Spieler" als Antworter dabei waren.

Ich find dieses Verhalten nämlich das wirklich überlegenswerte Phänomen :)

Wenn ein Spieler um einen Abbruch ersucht, tut er das ja nicht, weil gerade irgendwelche Synapsen lustigerweise diese Laute zu seinen Lippen sendete - da hat er sich wohl schon ein Weilchen innerlich befragt.


> Sofort gab es "tumulte": "Das wird jetzt zuende gespielt!";

Wär halt interessant wie weit dieses "Ende" noch in der Zukunft liegt.
Da kann man sich schon mal hin quälen.

Aber ansonsten würd ich schon überlegen, ob ich tatsächlich meine lebenszeit mit miesen Spielen und offensichtlichen Sadisten verbringen muß.

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Andreas Kwasniak

Lemming

Beitragvon Andreas Kwasniak » 1. März 2006, 11:26

Hallo,
manchmal bin auch ein Lemming, wenn das Spiel bereits läuft und ich sehe, dass es Mitspieler am Tisch gibt, die echte Freunde am Spiel zeigen.
Bei zu viel langen Gesichtern ist die Sache natürlich klar.
Denn, zuvor hatte man sich einstimmig ( ich finde Grundvoraussetzung) eben auf dieses Spiel geeinigt.
So habe ich schon viele für mich eher langweilige Spiele (lemminghaft) höflicherweise (mitge-) zuendegespielt.
Manchmal heißt es, Augen zu und durch!
Meine Vermeidungsstrategie ist, selbst Spiele zu entwickeln. Wenn den Mitspielern dann langweilig wird, habe ich selber Schuld.
Ich wünsche Dir und anderen möglichst lemmingfreie Spielauswahl! Andreas

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Gerald Rüscher

Re: Spiel abbrechen --> Gib Schrott keine Chance

Beitragvon Gerald Rüscher » 1. März 2006, 11:30

Tom schrieb:

> neulich hatten wir ein ätzend langweiliges Spiel auf dem Tisch [...]
> Welche Meinung vertretet ihr (und dabei meine ich nicht die
> Spiele, die man vorzeitig beendet, weil man keine Zeit mehr hat).

Ganz klar:

Es gibt viel zu viele gute Spiele und viel zu wenig Spieleabende
als dass man seine Zeit mit lausigen Spielen vertrödeln sollte.

Also: Ich bin grundsätzlich für Abbruch wenn's wirklich nervig ist.
Das letzte Mal abgebrochen haben wir bei "Cincinnati" (das neue
Würfelspiel von Amigo), als es nach ~5 Runden schon ungefähr
120.000 zu 10.000 stand und ich echt keinen Bock auf weiteres
frustrierendes Rumgewürfel hatte (zugegeben: es war auch schon
spät)

Zum Glück passiert das in der Praxis bei uns recht selten, da unser wirklich
sehr kompetenter Neuheitenaufdentischleger fast immer ordentliche bis
gute oder sehr gute Sachen mitbringt und die echten Grützspiele von
vornherein aussortiert sind.

Gruß,
Jerry

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Klemens

Outing? Ich auch!

Beitragvon Klemens » 1. März 2006, 11:36

Abgebrochen haben wir schon desöfteren. Wegen Müdigkeit.

Wegen des Spiels selbst bisher eigentlich nur Monster und Mythen sowie Hektor und Achill. Wobei wir für ersteres einfach die falsche Zielgruppe waren und zweiteres sich uns einfach nicht erschloss.

Meist sind es verstohlen-fragende Blicke. Wenn alle Mitspieler selbige aufgesetzt haben, muss es nur mehr ausgesprochen werden...

Grüße,
Klemens

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Maddin

Re: Ich trau mich... CAYLUS

Beitragvon Maddin » 1. März 2006, 11:43

Hihi -

ja, ich weiß ja, das war wirklich eine besondere Situation. Aber es war zugegebenerweise das letzte Mal, dass ich ein Spiel (natürlich in voller Übereinstimmung mit meinen Mitspielern) abgebrochen habe. Das war nämlich tatsächlich auch auf der Messe in Essen. Nach gut einer Stunde (EX-klusive Regelerklärung) waren wir immerhin bis zur Abrechnung des ersten Bauabschnittes "Bergfried" gekommen. Bis dahin hatten wir genug Eindrücke über die Vielschichtigkeit des Spiels gewonnen und habe uns dann geeinigt, lieber weiterzuziehen und noch mehr Eindrücke an anderen Ständen zu sammeln.

Ich habe mir dann ein CAYLUS gekauft zum "zuhause fertig Probieren".
*zwinker*

An den letzten Spieleabbruch wegen "erwiesener Langeweile" kann ich mich allerdings definitiv NICHT erinnern. Das muss - wenn es eine solche Situation mal gegeben haben sollte - Jahre her sein. Selbst "WONGAR" von Goldsieber haben wir mal zuende gespielt, obwohl nach drei Zügen klar war, dass das nicht besser werden würde...

Liebe Grüße,

Maddin = : - )
(dessen Spieleabende inzwischen so regelmäßig sind, dass sogar mal etwas Suboptimaleres dabei sein darf...)

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Arne Hoffmann

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Arne Hoffmann » 1. März 2006, 12:06

Moin Tom,

dass man ein Spiel, das man angefangen hat, auch zu Ende spielen muß, finde ich nicht. Wenn sich bei dem Großteil der Beteiligten kein Spaß einstellt, dann sollte in meinen Augen auch zwingend abgebrochen werden - immerhin spielt der Großteil von uns doch hoffentlich zum Vergnügen und nicht gegen Bezahlung.

Ich kann mich an diverse Partien erinnern, die wir aus diesem Grund abgebrochen haben, so z.B. bei "Im Zeichen des Kreuzes", "Die Gnümies" oder recht aktuell "Siena" und "Hazienda".

Ein anderer Fall, und auch schwieriger zu handhaben, ist der, wenn einer der Spieler aussichtslos hinten liegt und das Spiel noch ein/zwei Stunden mindestens vor einem. Tritt dies bei mir persönlich ein, bin ich zwar auch gefrustet, spiele aber schon noch weiter - z.T., um zu sehen, ob ich nicht doch noch irgendwie das Eisen aus dem Feuer reissen kann oder, wenn nicht, dann, um die Spielweise der anderen genauer zu beobachten (so z.B. bei "A game of thrones", bei dem ich recht früh fast ausgelöscht war und dann nur noch um das nackte Überleben aber nicht mehr um die vorderen Plätze kämpfte).

Des Weiteren finde ich es schon etwas ungerecht, wenn die vorderen Plätze nicht ausgefochten werden können, weil der Letztplazierte die Lust am Spiel verloren hat - aber wie gesagt, dieser Fall ist schwer zu handhaben. Haben schon das ein oder andere Spiel aus diesem Grund abgebrochen, weil der abgeschlagene Spieler partout keine Lust mehr hatte und damit eh die Partie zum Kippen brachte (so z.B. mal bei "Zeitalter der Renaissance", nachdem es einen Spieler früh mit Pest und Krieg getroffen hatte).

Generell spiele ich ein Spiel schon lieber bis zum Ende durch, da man häufig auch in Extremsituationen viel über das Spiel lernen kann. Sollte sich die Runde jedoch einig sein, dass das Spiel per se "Schrott" ist, so sollte man die Partie auch möglichst fix abbrechen und zu besserem greifen.

Schöne Grüße

- Arne -

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Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Werner Bär » 1. März 2006, 12:09

> PS: Ich hätte das Spiel abgebrochen - wir haben es aber
> zuende gespielt - es wurde nicht besser :(

Das hört sich so an, als wenn das Spiel für euch alle neu gewesen wäre.
In diesem Fall kann Abbrechen durchaus Sinn machen, um vor einem weiteren Versuch die Reglen nochmals zu lesen bzw. sich hier (oder bei bbg) umzuhören - vielleicht kam das spiel ja deswegen so schlecht an, weil ihr etwas falsch gespielt habt.

Werner.

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Volker L.

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Volker L. » 1. März 2006, 12:18

Tom schrieb:
>
> Hallo,
>
> neulich hatten wir ein ätzend langweiliges Spiel auf dem
> Tisch (ich nenne keinen Titel :)
> Jemand machte den Vorschlag: "Lasst uns doch etwas anderes
> Spielen".
> Sofort gab es "tumulte": "Das wird jetzt zuende gespielt!";
> "Man kann doch ein Spiel nicht einfach abbrechen - vielleicht
> wird es ja noch besser"; "Wenn man ein Spiel anfängt, muss
> man es auch zuende Spielen!".

Wie schon die anderen Antworten zeigen, sollte man hier verschiedene
Fälle unterscheiden:

Bei Testspielen auf der Messe (viel mehr Spiele, als man in den
kümmerlichen 35 Messestunden testen kann) ist Abbruch bei absehbarem
Nichtgefallen eher die Normalität - ich kenne auch Leute, die ebenfalls
vorzeitig abbrechen, wenn ihnen das Spiel so gut gefällt, dass sie nach
einer halben Partie wissen, dass sie es kaufen werdeen, auch wenn ich
und meine Esen-Gruppe eher nicht dazu gehören und sowas wenn überhaupt
nur bei extremer Zeitnot machen würden ;-)

Bei Spieleabenden sehe ich es eher enger als Andre oder gar Jerry:
[b]Abbruch nur bei Einstimmigkeit, Mehrheit reicht nicht.[/b]
solange ein Mitspieler wünscht, dass weitergespielt wird, wird weitergespielt.
Vorraussetzung ist, dass dieser Mitspieler tatsächlich dieses Spiel
spielen [i]will[/i], weil es ihm (als einzigem) wirklich Spaß macht und/oder
er einem absehbaren Sieg entgegebnsteuert und sich den Triumph nicht
nehmen lassen will - oder er wirklich die Hoffnung hegt, dass es noch
besser wird. Sollte er nur aus Prinzip weiterspielen wollen
("mir gefällt es zwar auch nicht, aber Papi hat mir beigebracht,
was angefangenes auch zuende zu bringen"), dann würde ich auch [i]intensiv[/i]
versuchen, ihn von der Unsinnigkeit seiner Einstellung zu überzeugen.

Gruß, Volker

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Niccolo
Kennerspieler
Beiträge: 1333

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Niccolo » 1. März 2006, 12:30

Arne Hoffmann schrieb:

> Ein anderer Fall, und auch schwieriger zu handhaben, ist der,
> wenn einer der Spieler aussichtslos hinten liegt und das
> Spiel noch ein/zwei Stunden mindestens vor einem.
[...]
> Tritt dies
> bei mir persönlich ein, bin ich zwar auch gefrustet, spiele
> aber schon noch weiter - z.T., um zu sehen, ob ich nicht doch
> noch irgendwie [...]

Logisch - "aussichtslos" ist ja nicht immer gleich "uninteressant geworden". Und wenn es die Zeit zulässt?

Solche Fälle werden ja in manchen CoSims auch ganz nett am Leben gehalten (Die Spanne des Sieges von Decisive, über Marginal Victory...)

Aber sonst ist eine "aussichtslose Situation" absolut als Abbruchsgrund verständlich.

> Des Weiteren finde ich es schon etwas ungerecht, wenn die
> vorderen Plätze nicht ausgefochten werden können, weil der
> Letztplazierte die Lust am Spiel verloren hat -

Ist korrekt - der "Nachteil" von div. Mehrpersonenspielen.

Da bin ich eigentlich auch mit nix zufrieden:

Einerseits find ich es nicht toll, wenn das Speilsystem selbst verhindert, dass 1 Spieler so weit ins Hintertreffen gelangen kann, dass er quasi ausscheidet -- andererseits ist es ausgesprochen Schade, wenn sich eine Spielrunde mehr und mehr in Spieler und Zuschauer aufspittert.

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Ernst Knauth

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Ernst Knauth » 1. März 2006, 12:46

Volker L. schrieb:
>
> [b]Abbruch nur bei Einstimmigkeit, Mehrheit reicht nicht.[/b]
> solange ein Mitspieler wünscht, dass weitergespielt wird, wird weitergespielt.
> Vorraussetzung ist, dass dieser Mitspieler tatsächlich dieses Spiel spielen [i]will[/i], ...

Genau so wird es bei uns auch gehandhabt.
Schließlich hatte man sich im Vorfeld auch [b]gemeinsam[/b] auf das Spiel geeinigt.

Ernst

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

[OT] Subobtimaleres

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 1. März 2006, 13:58

Maddin schrieb:
>
> Aber es war zugegebenerweise das letzte Mal, dass ich ein
> Spiel (natürlich in voller Übereinstimmung mit meinen
> Mitspielern) abgebrochen habe. Das war nämlich tatsächlich
> auch auf der Messe in Essen.

Das zählt nicht - da will man die Spiele doch hauptsächlich kennenlernen.


> (dessen Spieleabende inzwischen so regelmäßig sind, dass
> sogar mal etwas Suboptimaleres dabei sein darf...)

Das etwas subobtimal ist, kann ich mir vorstellen, aber was ist deine sonderbare Steigerung davon?

Gruß Carsten (den man auch nicht steigern kann)

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Lemming

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 1. März 2006, 14:10

Andreas Kwasniak schrieb:
>
> So habe ich schon viele für mich eher langweilige Spiele
> (lemminghaft) höflicherweise (mitge-) zuendegespielt.

Da fällt mir noch eine Runde [i]Aqua Romana[/i] ein, wo ich schon nach Kurzem nur noch 2 Spielsteine auf dem Plan hatte und einer davon kurz vor seinem Ende. Eine fiese Person hatte mich da kunstvoll eingebaut. Da habe ich dann meinen anderen Stein auch in eine Sackgasse geführt und so das Spiel für mich beendet.

Gruß Carsten (der diese oben erwähnte [i]fiese Person[/i] auch noch mit zu diesem Spieleabend gebracht hatte - bzw. sie mir, wir wollen ja bei der Wahrheit bleiben)

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Maddin

Re: [OT] Subobtimaleres

Beitragvon Maddin » 1. März 2006, 14:29

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:
>
> Maddin schrieb:
> >
> > Aber es war zugegebenerweise das letzte Mal, dass ich ein
> > Spiel (natürlich in voller Übereinstimmung mit meinen
> > Mitspielern) abgebrochen habe. Das war nämlich tatsächlich
> > auch auf der Messe in Essen.
>
> Das zählt nicht - da will man die Spiele doch hauptsächlich
> kennenlernen.

Sag ich doch. Ansonsten gilt Spielabbruch bei mir tatsächlich als Unsitte...

>
> > (dessen Spieleabende inzwischen so regelmäßig sind, dass
> > sogar mal etwas Suboptimaleres dabei sein darf...)
>
> Das etwas subobtimal ist, kann ich mir vorstellen, aber was
> ist deine sonderbare Steigerung davon?
>
> Gruß Carsten (den man auch nicht steigern kann)

Hihi, naja, etwas suboptimaler als der Durchschnitt eben, der qua definitionem SUB-optimal sein muss. Grauenvolle Vorstellung, dass man nur optimale Spiele spielen könnte.

Liebe Grüße,
Maddin = : - )
(der Komparative irgendwie charmanter findet als ständige Superlative wie "optimal")
(der übrigens auch keine Probleme damit hat, ein Bild mal ein wenig linkser an die Wand zu bringen und zu den Mahlzeiten Leckereres bevorzugt)
(und der Carstens Klammerzusätze meistens geistreich(er?) findet...)

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Mike Merten

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Mike Merten » 1. März 2006, 15:12

Volker L. schrieb:
> Bei Spieleabenden sehe ich es eher enger als Andre oder gar
> Jerry:
> [b]Abbruch nur bei Einstimmigkeit, Mehrheit reicht nicht.[/b]
> solange ein Mitspieler wünscht, dass weitergespielt wird,
> wird weitergespielt.

Dann sollten wir beide nicht in die gleiche Spielegruppe ;-) Ich würde immer sagen, daß es reicht, wenn 1 Spieler keinen Bock mehr hat. Schließlich geht es doch bei Spielen ausschließlich um Spaß haben.

Sollte sich aber jemand häufig auf dieses Recht berufen, dann würde ich mir natürlich andere Spielepartner suchen.

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Spiel abbrechen oder nicht???

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 1. März 2006, 15:26

Klar, abbrechen, was sonst .... der andere kann ja gerne weiter spielen *g

Beispiele:

Am Montag: Norden und Süden nach ca. 3 Stunden (auf der Packung steht etwas von 60 Minuten) auf "unentschieden" geeinigt. (Das Spiel finden wir aber sehr gut und werden es noch einmal spielen)

Länger her: Hannibal (Nach Lesen der Regel nix verstanden -> gar nicht erst angefangen)

In Essen 2005: Drachenrennen nach 2 Zügen abgebrochen -> Spiel hat nicht gefallen

METW: Trotz mehrstündigen Regelstudiums und Beginn des Spieles haben wir festgestellt, dass wir es nicht schaffen auch nur ansatzweise regelkonform zu spielen

Civilization: Die Anfängervariante abgebrochen, als wir feststellten, dass es auf ein Unentschieden rauslaufen würde.


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