Beitragvon Arne Hoffmann » 1. März 2006, 12:06
Moin Tom,
dass man ein Spiel, das man angefangen hat, auch zu Ende spielen muß, finde ich nicht. Wenn sich bei dem Großteil der Beteiligten kein Spaß einstellt, dann sollte in meinen Augen auch zwingend abgebrochen werden - immerhin spielt der Großteil von uns doch hoffentlich zum Vergnügen und nicht gegen Bezahlung.
Ich kann mich an diverse Partien erinnern, die wir aus diesem Grund abgebrochen haben, so z.B. bei "Im Zeichen des Kreuzes", "Die Gnümies" oder recht aktuell "Siena" und "Hazienda".
Ein anderer Fall, und auch schwieriger zu handhaben, ist der, wenn einer der Spieler aussichtslos hinten liegt und das Spiel noch ein/zwei Stunden mindestens vor einem. Tritt dies bei mir persönlich ein, bin ich zwar auch gefrustet, spiele aber schon noch weiter - z.T., um zu sehen, ob ich nicht doch noch irgendwie das Eisen aus dem Feuer reissen kann oder, wenn nicht, dann, um die Spielweise der anderen genauer zu beobachten (so z.B. bei "A game of thrones", bei dem ich recht früh fast ausgelöscht war und dann nur noch um das nackte Überleben aber nicht mehr um die vorderen Plätze kämpfte).
Des Weiteren finde ich es schon etwas ungerecht, wenn die vorderen Plätze nicht ausgefochten werden können, weil der Letztplazierte die Lust am Spiel verloren hat - aber wie gesagt, dieser Fall ist schwer zu handhaben. Haben schon das ein oder andere Spiel aus diesem Grund abgebrochen, weil der abgeschlagene Spieler partout keine Lust mehr hatte und damit eh die Partie zum Kippen brachte (so z.B. mal bei "Zeitalter der Renaissance", nachdem es einen Spieler früh mit Pest und Krieg getroffen hatte).
Generell spiele ich ein Spiel schon lieber bis zum Ende durch, da man häufig auch in Extremsituationen viel über das Spiel lernen kann. Sollte sich die Runde jedoch einig sein, dass das Spiel per se "Schrott" ist, so sollte man die Partie auch möglichst fix abbrechen und zu besserem greifen.
Schöne Grüße
- Arne -