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Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

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Frank Sippel

Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Frank Sippel » 7. März 2006, 13:39

In den letzten Wochen habe ich mir drei Spiele gekauft, die ich alle für völlig überteuert halte:

Werwölfe von Düsterwald, 10 Euro
Team Work, 7 Euro
Anno Domini, 13 Euro

Damit da erst gar kein falscher Eindruck entsteht: ich finde die Spiele toll und wenn man bedenkt wie oft man da mit Spaß haben kann und wird, dann ist der Preis gering, ABER ...

... diese Spiele kommen mir viel teurer vor als vergleichbare Produkte anderer Verlage.

Will sagen: Wenn ein Spiel in der Herstellung zB 2 Euro kostet, dann fände ich es OK, wenn der Verlag 100 Prozent draufschlägt und der Handel dann noch einmal 100 Prozent. Dann wäre der Endpreis 8 Euro. Aber 24 quadratische Karten bei den Werwölfen in einer labbrigen Schachtel?! Oder ca. 60 normale Spielkarten bei Team Work?! Oder die kleinen Karten (hab die gneuae Anzahl jetzt nicht im Kopf bei Anno Domini für 13 Euro?!

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Kartenspiel wie Team Work in der Herstellung mehr als einen Euro kostet. Dann wäre das der 7-fache Endpreis!!!
Ebenso die Werwölfe. Dann wäre das der 10-fache Endpreis.

Wie seht ihr das? Was ist fair und angemessen als Faktor Produktionspreis-Endpreis??

Und vielleicht kann ja jemand sogar konkret Einblick geben. Was kostet zB eine Spielkarte ca. in der Produktion?

Fragt sich Frank.

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Daniel_R

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Daniel_R » 7. März 2006, 13:50

Hallo Frank,

Ich hatte mal einen ähnlichen Thread in dem ich Dungeon Twister als für zu teuer empfunden habe, einerseits für das Material und andererseits weil mit Erweiterungen wie den Figuren oder 3-4 Spieler Paket nochmals kräftig Euronen verlangt werden.

Generell habe ich keine Beipflichtung erhalten, sondern Ratschläge wie "endlich mal die Klappe halten und zufrieden sein mit einem guten Spiel" oder etwas sachlicher: "bei einem Spiel bezahlt man nicht nur für das Material, sondern auch auch für die Spielidee selber", was für mich persönlich noch am einleuchtensten war, denn ein Buch beurteile ich auch nicht nach der Papierqualität, sondern nach dem Inhalt. ABER ein Vergleich mit Konkurrenzangeboten muss erlaubt sein. Schlussendlich schafft sich jeder Verlag/Vertrieb mit seiner Preisgestaltung einen eigenen Markt (Angebot/Nachfrage). Obwohl mir Dungeon Twister gut gefällt, habe ich mir (bisher) noch kein eigenes Exemplar gekauft.

Gruss Daniel

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richard sivel

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon richard sivel » 7. März 2006, 14:02

.. und dann kommt noch die mehrwertsteuer .. ;-)


Übllicherwesie wird mit produktionspreis * 4 bis 5 kalkuliert (soweit ich das überblicken kann).

Preis von spielkarten ist von vielen faktoren abhängig:
* standard-format?
* standard-anzahl?
* 4/4 farbdruck, oder 4/1-farbdruck. oder ...?
* Karton (dicke; spielkartenkarton, quartettkarton, oder gar plastik?)
* grafiker-kosten
* und vor allem: auflage !!!!

Pauschal kann man das also gar nicht sagen, erst recht nicht preis pro karte: 200 spielkarten sind nicht 10 mal so teuer wie 20 spielkarten ... eher nur 3 mal so teuer...


Schachteln: Verflixt teuer, egal ob labberig oder stabil; groß oder klein. Da sind viele arbeitsschritte erforderlich...



Und dann sind da noch:
* autorenhonorar
* laufende, projektgebundene kosten des verlages (z.b. lagerung)
* transportkosten: produzent -> verlag -> großhändler -> einzelhändler

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Anika

Re: Überteuerte Spiele - Idee

Beitragvon Anika » 7. März 2006, 14:04

Zu den Herstellungskosten kann ich nichts sagen. Dennoch muss doch auch die Idee und die Entwicklung mit beachtet werden. Und kleinere Verlage haben oft höhere Produktionskosten und geringere Absatzzahlen.
Mal ehrlich, wie oft bezahlst du in anderen Bereichen einen hohen prozentualen Anteil für einen Markennamen? Etwa für eine Jeans von Joop!. Sind da die Unterschiede absolut und relativ gesehen nicht prägnanter?

Sagt Anika aus dem Bauch heraus.

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Leander

Re: Überteuerte Spiele - Idee

Beitragvon Leander » 7. März 2006, 14:20

Naja ganz so ist es auch nicht mit dem "die Idee muß auch bezahlt werden".

Verkauft ein Händler "Werwölfe von Düsterwald" um € 7,-- oder um € 10,-- , dann macht das für die beiden die die Idee für dieses Spiel hatten keinen Unterschied. Die kriegen keinen Cent mehr. Die Marge bleibt dem Händler, aber vielleicht kriegt der nicht so gute Ek's und so im Endeffekt wieder dem Verlag, Vertrieb.

Sparsam ist nicht geizig - vergleichen zahlt sich aus!

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Hanno Schwede

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Hanno Schwede » 7. März 2006, 14:26

mm Kurz gesagt:

Herstellungskosten =/= Produktionskosten

Länger:

Verkaufspreis = HändlerEK + Marge
HändlerEK = GroßhändlerEK + Marge
GroßhändlerEK = Herstellungskosten + Marge

Herstellungskosten = Produktionskosten (+Marge des jeweiliger Herstellers(Karten, Pöppel, Kartonage)) + Kosten für Redaktionelle Tätigkeiten + Laufende Kosten des Verlags (Unterhalt, Lagerung usw...) + Honorare (Grafiker, Autor, Regelübersetzer)+ einige Posten die ich hier wahrscheinlich vergessen habe....

Grüße

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Frank Schaubrenner

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Frank Schaubrenner » 7. März 2006, 14:50

Huhu,
denke mal das mit dem überteuert kommt einem manchmal bei einigen Spielen erst mal so vor.
Aber genau 2 der 3 Beispiele finde ich sehr günstig, wenn ich es mit "vergleichbaren" grossen Brüdern vergleiche.

Teamwork ist ein Wortspiel, was ich immer in die Kathegorie "Partyspiele" einordne, guckst du da auf den Markt sucht du relativ lang bis du etwas Gescheites unter 30 Euro (Einzelhändlerpreis , wie bei deinen Beispielen) findest.
Kenne übrigens kein Kartenspiel, das beim normalen Händler unter den 6-7 Euro kostet (hast ja Einzelhändlerpreise genannt), Adlungspiele sind meist im Sortiment die unterste Preisgrenze :-).

Noch deutlicher bei Anno Domini,
hier sind 300 Karten drinnen, mit 300 nicht alltäglichen Ereignissen, wenn ich dies mit üblichen Vertretern des Gengres wie Nobody und Trivial Pursuit, Tabu, Outburst etc. vergleiche die evtl mehr Begriffe und manchmal auch mehr Karten beinhalten, aber gewiss weniger Recherchearbeit aufgrund der Begriffs und Fragenart haben, sehe ich keinen "Teuereffekt".

Dann bezahle ich dort für eine Sanduhr, einen Spielplan und eine grössere Schachtel 20-25 Euro Aufschlag.
So betrachtet (und von mir auch empfunden) ist Anno Domini ein Schnäpchen, wobei ich mir vorstellen kann, dass der beidseitige Druck von 300 Spielkarten nicht mit einem Euro abgehandelt werden kann, oder doch ? :-)

Gruss
Frank

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peer

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon peer » 7. März 2006, 15:13

Hi,
Interessantwerweise hast du nur Kartenspiele als überteuert angegeben. Woran das wohl liegt? Ich schätze mal, dass es gerade bei Kartenspielen einen Mindestpreis gibt, der zu unterschreiten einfach nicht möglich ist.
Bei Kartenspielen ist die Gewinnspanne auch eher geringer...

Bei dem Dungeon Twister war die Kritik noch eher nachvollziehbar, aber bitteschön:
> Team Work, 7 Euro

welches Spiel ist denn wirklich günstiger?
Eben mal nachgeguckt:
Doppelkopf kostet etwa 2 EUR. Da ist dann aber gar kein Autorengeld drin, die Graphik dürfte wohl auch nix kosten, sind also wirklich fast nur Herstellungskosten und eine ganz kleine Gewinnspanne.
Gerade bei letzteren vertue ich mich auch immer: Nimmt man 10% der Herstellungskoste müsse 90% der Auflage verkauft werden, damit man in die Gewinnzone kommt. Ein kleiner Verlag wie Adlung wird da eher in den Bereich 50% kommen (damit nur die Hälfte der Auflage verkauft werden muss). Außerdem kommt der Effekt zutragen, den Richard beschrieben hat (Kleinere Auflagen sind in der Herstellung teurer).
Ich glaube kaum, dass -wenn der Händler mitverdienen will- es günstiger als 5 EUR geht. Und 5,15, kostet das Ding bei Adam spielt...

> Anno Domini, 13 Euro

Das ist nun auch noch mit deutlich größerem Recherecheaufwand verbunden und 300 Karten sind schon ne Menge, zumal doppelt bedruckt.
Gerade hier bin ich ehrlich gesagt froh, dass die Verantwortlichen nicht die Schachtelgröße aufgebläht haben, um den Preis künstlich zu rechtfertigen.

> ... diese Spiele kommen mir viel teurer vor als vergleichbare
> Produkte anderer Verlage.

Welcher Verlag bietet vergleichbare Spiele zu günstigeren Preisen?
Übrigens ist dein Händler auch nicht günstig: Anno Domini kostet gerade mal 10 EUR, Teamwork 5,15 Online. Auch ein Faktor...
Und wenn der Händler 1 EUR mehr nimtm als ein anderer fällt das prozentual gesehen natürloch viel mehr auf, als bei großen Spielen.

> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Kartenspiel
> wie Team Work in der Herstellung mehr als einen Euro kostet.
> Dann wäre das der 7-fache Endpreis!!!
> Ebenso die Werwölfe. Dann wäre das der 10-fache Endpreis.

Wie Richard schon gesgat hat: der Faktor ist nicht nur Gewinn sondern eben auch Bezahlung für Autor und Graphiker, Steuern...

ciao
peer

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Leander

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Leander » 7. März 2006, 15:27

so kommen 3 % da drauf und 2 dort - multipliziert mit 1,36 (ganz beliebter Faktor, keine Ahnung warum) plus Steuer....Sogesehen sind die Spiele eh wieder billig, vergleichsweise teuer die Spritpreise *heul*

Seit Blokus von Winning Moves vertrieben wird erfuhr es (sie) eine wunderame Preiserhöhung - nicht nur im www auch außerhalb.

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Stefan/SAZ-Beriat

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Stefan/SAZ-Beriat » 7. März 2006, 15:28


> * autorenhonorar
> * laufende, projektgebundene kosten des verlages (z.b.
> lagerung)
> * transportkosten: produzent -> verlag -> großhändler ->
> einzelhändler

...wobei das Autorenhonorar zum Leidwesen der SAZ und Ihrer Mitglieder den geringsten Teil ausmacht :-)

Stefan

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Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 7. März 2006, 15:37

.. dann ist da noch zu bedenken, dass alle genannten Preise natürlich relativ sind. Je nach Einkaufskonditionen (Karstadt/Spezialeinzelhändler/Internet-Versandhandel) liegen die Preise 30 % unter den von Frank angegebenen.

Trotzdem kaufe ich mindestens ebenso gern beim örtlichen Einzelhändler, weil ich da nicht nur KOSMOS und MB kriege und eine Beratung obendrauf. Das ist mir 2€ mehr schon mal wert :-)

Stefan

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Bernd

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Bernd » 7. März 2006, 16:33

Hallo Frank,

ich gehöre keinem der oberen Verlage an - aber habe beruflich mit Karten usw. zu tun.

Deshalb kann ich sagen, dass die Spiele nicht unbedingt überteuert sind.
Das wichtigste sind die Auflagen. Alle drei genannten Verlage sind "Kleinverlage" deren Auflage nicht so hoch sind wie bei Ravensburger und Co.
Zum Beispiel verdoppelt sich der Preis eines Kartensatzes fast wenn man anstelle von 10000 nur 5000 Exemplare drucken lässt.

Lustigerweise sind gerade Karten bei der Herstellung nicht besonders günstig. Ein Papptableau ist (im Verhältnis gesehen) wesentlich günstiger als ein Satz Karten.

Dreihundert (oder wieviele Karten auch immer) in einem "Anno Domini" sind kosten mit Sicherheit nicht nur ein paar Cent.

Dazu kommen natürlich auch noch die Personalkosten, die Kosten für die Grafik, Spielregeln müssen übersetzt werden, Druckbögen, Werbung, Displays usw. kosten auch Geld.Auch der Autor möchte bezahlt werden. Ein Büro kostet Geld, Personalkosten usw.
All diese Allgemeinkosten müssen auf die Produkte aufgeschlagen werden. Besonders wenn man wie bei Adlung, Abbacus und Co. nicht soooo viele Produkte auf den Markt bringt, müssen die Laufenden Kosten auf die Produkte aufgeschlagen werden.

Natürlich wollen auch die Händler verdienen.

Reich wird bei solchen Spielen weder der Verlag, noch der Autor ... ich denke den besten Schnitt macht der Händler (wobei es durch das Internet und der Preisschlacht auch bei den Händlern oft zu sehr knappen Kalkulationen kommt).

Gruß

Bernd

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Braz » 7. März 2006, 16:35

Stefan/Norddt. Spielekultur schrieb:
> Trotzdem kaufe ich mindestens ebenso gern beim örtlichen
> Einzelhändler, weil ich da nicht nur KOSMOS und MB kriege und
> eine Beratung obendrauf. Das ist mir 2€ mehr schon mal wert :-)


...wenn`s das oft nur wäre...... oft ist der örtliche "besondere" Spieleladen aber auch leider noch teurer (oft sogar ca. 30% verglichen mit dem Onlineversender) ...und das sind schon Differenzen, welche man sich erstmal überlegen muß.......
..aber das ist jetzt auch eine andere Diskussion.... ;)


Gruß
Braz

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Frank Schaubrenner

Ot % vs Eurobeträge :-)

Beitragvon Frank Schaubrenner » 7. März 2006, 16:46

*g*
wobei die 2 Euro in diesem Preisbereich (Threadanfang) den 20-30 % entsprechen, aber 30 % sehen irgendwie schlimmer aus :-)

Gruss
Frank
dem bewusst ist, dass bei grossen Spielen aus 2 Euro auch 5-10 werden können.

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Markus N.

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Markus N. » 7. März 2006, 16:49

Da ich selber einen Spielelfachgeschäft besitze, ist meine Einstellung sicher etwas einseitiger, als der Spielekäufer.
Ohne zu heulen möchte ich als 1. sagen: reich werde ich als Spiele - Fachhändler nicht. Und wenn da nicht eine riesen Portion Enthusiasmus und Freude überhaupt am Spielen wäre: es gäbe tonnenweise andere Tätigkeiten, wo ich sicher ein ganz anderes Einkommen hätte.

Zum 2: bevor ich wusste, dass ich jemals in der glücklichen Lage sein werde, selber einen Spieleladen führen zu dürfen, da kaufte ich immmer in Fachläden ein.

Ob ein Spiel nun teuer ist oder nicht, hängt doch nicht mit seinem Preis zusammen. Viel eher damit, was es mir Wert ist!

Und mir war es schon seit jeher Wert, im Fachhandel ein Spiel zu erwerben ( auch wenn es ein bisschen teurer war als anderso), das dann auch gespielt wurde ( weil die Beratung stimmte); anstatt nur auf den niedrigen Preis zu schauen, und das Spiel dann im Schrank verstaubte, weil es Käse war.

So gesehen muss sich jeder selber fragen, was ist mir ein Spiel denn Wert.
Oder ist es nicht sinnvoller, die Spielepreise in irgendwelchen Foren zu zerreissen.........

Gruss
Markus

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Cäsar
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Beiträge: 421

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Cäsar » 7. März 2006, 17:08

Markus schrieb:

> So gesehen muss sich jeder selber fragen, was ist mir ein
> Spiel denn Wert.



Jepp !

Grüsse
Cäsar

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Michael Andersch

"Nebenkosten"

Beitragvon Michael Andersch » 7. März 2006, 17:20

"Bernd" hat am 07.03.2006 geschrieben:

> Dazu kommen natürlich auch noch die Personalkosten, die
> Kosten für die Grafik, Spielregeln müssen übersetzt werden,
> Druckbögen, Werbung, Displays usw. kosten auch Geld.Auch
> der Autor möchte bezahlt werden. Ein Büro kostet Geld,
> Personalkosten usw.

Nicht zu vergessen dicke Batzen wie Messeauftritte, die (bei gleicher Standgröße) gleich viel kosten, aber bei Umlage auf ein niederpreisiges Kartenspiel prozentual natürlich viel dicker auftragen als bei Umlage auf ein teureres Spiel in gleicher Auflagenhöhe.

Das trifft natürlich auf alle Punkte zu, die nicht in direktem Zusammenhang mit den reinen Produktionskosten eines Spieles stehen.

Viele Grüße,
Micha

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Cäsar
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Beiträge: 421

Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Cäsar » 7. März 2006, 17:27

Hallo,

schon mal überlegt, dass die Verlage einen genau kalkulierten Preis festlegen,
und zwar so, dass alle damit leben können; angefangen beim Autor über Redaktion, Verlag, Produzent, Fachhändler und .... Käufer.

Jeder, der diesen Preis über- oder UNTERbietet stört den normalen Prozess eines Spiels von Anfang bis Ende.

Irgendwann ZERstören Billiganbieter diesen Prozess:
Dann gibt es keine Spiele mehr !!!!!

Leider gibt es immer noch zu viele GEIZ IST GEIL - IDIOTEN, die das -Zerstören- noch fördern und kein bisschen (nach)denken.

Ein Spiel kostet immer soviel, wie es der Verlag berechnet hat, und glaubt mir, die können rechnen.

Wer es für weniger anbietet, mindert den Wert des Spiels und macht den Markt kaputt.

Ich kaufe nur beim Fachhändler, weil mir das Spiel das Wert ist, und weil ich den Fachhändler unterstütze, weil er den Mut hatte, ein Ladengeschäft auf die Beine zu stellen, mit Fachpersonal und vielen Unkosten.

Einen Lagerraum mieten und eine Website hinzustellen braucht keinen Mut, keine Inovation und kann jeder !!!
Ich sage dazu Abzocke auf billigste Weise auf Kosten der dringend gebrauchten Fachhändler.

Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.

Grüsse
Cäsar

PS:
Nein, ich besitze keinen Laden.

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Tim-spielbox

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Tim-spielbox » 7. März 2006, 17:39

> Einen Lagerraum mieten und eine Website hinzustellen braucht
> keinen Mut, keine Inovation und kann jeder !!!

Aha, Du warst also noch nie selbständig.

> Ich sage dazu Abzocke auf billigste Weise auf Kosten der
> dringend gebrauchten Fachhändler.

Der Begriff "Abzocke" taucht hier ja regelmäßig auf. Warum er vollkommen unsinnig ist, hatten wir auch schon mehrfach.

> Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein
> Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.

Warum soll ich für Beratung zahlen, die ich nicht benötige? Außerdem will ich die Spielebranche überhaupt nicht "unterstützen", sie ist ja kein Sozialfall. Wir sind hier nicht auf einer Benefizveranstaltung, sondern auf einem Markt.

Ciao


Tim

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Tobias / Glomeor

Überteuerte Spiele - Entwicklung

Beitragvon Tobias / Glomeor » 7. März 2006, 18:36

Auch wenn das Argument bei jeder Diskussionen zu diesem Thema kommt, möchte ich es auch hier anbringen:

Brett- und Kartenspiele sind aufgrund ihres Nieschendaseins günstig. Die Entwicklungskosten in diesem Sektor fallen nämlich kaum an, weil die meisten Autoren freiberuflich oder eigenverantwortlich arbeiten, von Ausnahmen mal abgesehen. Viele arbeiten hier einfach aus Freude an der Sache und nicht der dicken Kohle wegen.
Die Herstellung einer CD oder DVD ist im Allgemeinen nicht der Rede wert, trotzdem sind die Kunden bereit für ein Computerspiel im Schnitt mind. 40-50 EUR auszugeben. Hier scheint das Bezahlen von Entwicklungsarbeit akzeptiert. Warum sollte also ein gutes Kartenspiel, an dem viele Menschen lange gearbeitet haben, nicht 20 EUR kosten?

Tobias

Malte Kiesel
Kennerspieler
Beiträge: 450

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Malte Kiesel » 7. März 2006, 18:47

Frank Sippel schrieb:
ich finde
> die Spiele toll und wenn man bedenkt wie oft man da mit Spaß
> haben kann und wird, dann ist der Preis gering,

Dann ist doch alles in bester Ordnung! Wo ist dein Problem?

>
> ... diese Spiele kommen mir viel teurer vor als vergleichbare
> Produkte anderer Verlage.
>

Da du keinen Vergleich anbietest, ist leider keine Diskussionsgrundlage vorhanden...


> Wie seht ihr das? Was ist fair und angemessen als Faktor
> Produktionspreis-Endpreis??
>

Ich denke, in etwa die Preise, die du genannt hast. Sicherlich nicht höher, aber bestimmt auch nicht viel weniger. Du unterstellst hier praktisch den Verlagen und Händlern, dass sie sich an den Spielen dumm und dämlich verdienen und sie uns mit ihren Preisen über den Tisch ziehen. Wenn du mir einen Händler oder Klein-Verlag (nur solche nennst du in deinen Beispielen) nennen kannst, der durch den Verkauf dieser Spiele stinkreich geworden ist, dann lasse ich mich gerne eines besseren belehren...

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peer

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon peer » 7. März 2006, 18:55

Hi,
Zur Klarstellung: Ich wollte nicht die Preise des Händlers anprangern (mir ist klar, dass Spielehändler auch Kosten haben, mal davon ab, dass sie mit dem Weihnachtsgeschäft den Rest des Jahres finanzieren müssen....).
Allerdings darf wenn sich Frank über überteuerte Spiele aufregt ein Hinweis nicht fehlen, dass der "hohe" Preis zum Teil am Händler und nicht am Verlag lag...

Wobei er ja anscheinend nicht mehr als 3 EUR für ein Kartenspiel ausgeben will...

ciao
peer

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leo-spielbox

Re: Überteuerte Spiele

Beitragvon leo-spielbox » 7. März 2006, 19:07

Also wenn ich was kaufe, mache ich Preisvergleich. Die Werwölfe kosten in manch anderem Geschäft um die 7,-- z.B. Das kostet halt was anderes - Zeit. Andererseits zwingt einem ja keiner a) ein Spiel zu kaufen b) zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Wenn zu teuer (erscheint), dann lässt man's oder wartet, bis reduziert oder s. oben.
Spiele z.B. von Ravensburger gibt's in jedem Kaufhaus, d. h. breite Auflage bei wenig Service in Geschäften; da kann man - vielleicht- von überteuert reden. Kleine Spieleverlage/-sender haben ein vergleichsweise geringes Potential an Verkaufsläden/-flächen (sorry, ich habe mich hoffentlich richtig grade ausgedrückt) dafür eine meist vergleicshweise hohe Miete und erreichen deswegen nicht die breite Masse. Auch nehmen die kleinen Spieleläden nehmen sich Zeit zum Beraten beim Kauf; auch kann ich mir dort ein Spiel beim Probespielen erklären lassen (was angesichts mancher Regeln sich empfiehlt :-) . Versucht das mal in einem Kaufhaus! Deswegen habe ich volles Verständsnis. das Spiele "überteuert" sind. Wer will und soll nicht alles dran verdienen: Erfinder/in, Grafikbüro, Spieleverlag; Logistik, Einzelhandel, Staat (MWSt u.a.)... Es ist für mich ohne weiteres nachvollziehbar!

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leo-spielbox

Re: Überteuerte Spiele - Nachschlag zu meiner Meinung

Beitragvon leo-spielbox » 7. März 2006, 19:11

Hat sich eigentlich schon mal einer das Kosten.Verhältnis z. B. einer Flasche Coca-Cola überlegt? Was kosten da di e paar Tropfen Sirup, die mit deutschem Wasser aufgefüllt werden - und was zahlt einer an der Tanke/Im Laden??? Habe darüber noch niemandärgern hören.

Übrigens: Ich bin n i c h t im Handel tätg.

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Attila » 7. März 2006, 21:11

Cäsar schrieb:

> Jeder, der diesen Preis über- oder UNTERbietet stört den
> normalen Prozess eines Spiels von Anfang bis Ende.

Jeder soll seinen Preis festlegen wie er meint.

> Irgendwann ZERstören Billiganbieter diesen Prozess:
> Dann gibt es keine Spiele mehr !!!!!

Es gibt ja wohl noch etwas tzwischen den beiden Extremen "Billiganbieter" und "Wucher" ...
Wem das ein oder andere nicht gefällt, der soll sich beim Kaufen doch einfach zurückhalten.

> Wer es für weniger anbietet, mindert den Wert des Spiels und
> macht den Markt kaputt.

Quark.

> Ich kaufe nur beim Fachhändler, weil mir das Spiel das Wert
> ist, und weil ich den Fachhändler unterstütze, weil er den
> Mut hatte, ein Ladengeschäft auf die Beine zu stellen, mit
> Fachpersonal und vielen Unkosten.

Na da bist du einer der wenigen, glücklichen die einen Fachhändler in der nähe haben. Der die meisten "Fachhandel" vor Ort ist in meinen Augen nur Spielzeugläden mit ein paar Brettspielen (Hasbro, Kosmos und Ravensburger - und da auch nur wenige von).

Also ich muss mal eine Lanze für die Internetversender brechen: Der Service ist bei viele klasse und die beratung (eMail/Telefon) ebenso! - Da können sich so manche "Fachhändler" eine Scheibe abschneiden - die haben oft überhaupt keinen Plan von den dingen die sie verkaufen (zumindest im Brettspielbereich).

> Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein
> Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.

Dazu sollten die ach-so-tollen Fachgeschäfte erstmal einen Anreiz schaffen.

Atti


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