Beitragvon Roman Pelek » 9. März 2006, 12:01
Moin Arne & Günter,
Arne Hoffmann schrieb:
>
> Moin Günter!
>
> > Worin machst du Interaktion fest?
Ist in der Tat eine interessante Fragestellung von Günter in diesem Kontext...
> Die mache ich bei den beiden Spielen an der gegenseitigen
> Beeinflussung im ründlichen (heißt das so?) Spielgeschehen
> fest. Wie Roman schon schrieb, sammelt bei T&T jeder parallel
> zueinander ohne großes Störpotential bei der Streckenplanung.
> Klar, ich kann dem anderen die eine oder andere Karte
> wegschnappen (muß ich auch, um nicht immer Steilvorlagen zu
> liefern) und sollte zusehen, lukrative Sonderpunkte vor den
> anderen abzugrasen. Bei den Gebiets-Sonderpunkten geht dies
> m.E. nach aber nur beschränkt - eher schon bei den
> Streckenpunkten. Insofern ist hier alles eher statisch.
Exakt dieses Empfinden herrschte auch in unserer Runde vor, auch wenn Arne nicht mitgespielt hat und das gar nicht so genau wissen kann :-)) Aber Scherz beiseite und zu "Mauerbauer":
> Bei Mauerbauer kenne ich zwar nicht das Punktpotentail meiner
> Mitspieler, aber wir werkeln alle zusammen auf dem Plan
> herum. Jeder baut seine Mauerteile, vielleicht in der
> Absicht, einer großen Stadt, vieler kleiner Städte, vieler
> Einzelteile auf dem Plan, etc... Dies ist für mich im
> direkten Spielverlauf mehr Interaktion als bei T&T, auch wenn
> man die Möglichkeiten der anderen nicht so kennt.
Ja, auch wenn es richtig ist, dass man nicht "vorsätzlich" jemandem etwas kaputtmachen kann, sondern auch hier primär hinsichtlich der eigenen Karten optimiert, ist m. E. zumindest die gegenseitige Beeinflussung und der Ärgerfaktor höher. Zusammengefasst könnte man sagen, dass das, was ich bei "Mauerbauer" auf dem Brett veranstalte, unmittelbarere und größere Auswirkungen auf meine Mitspieler hat, als das, was ich bei Thurn&Taxis tue.
> > Bei Thurn und Taxis 'baut' man mehr in Konkurrenz zueinander.
> > Wer schneller ist, bekommt mehr Siegpunkte als der andere.
>
> Der Aussage stimme ich zu - sehe dies aber nicht so sehr als
> Interaktion an. Zumal das "Schneller", trotz der guten
> Einflussmöglichkeiten auf die Kartenauslage, nicht gerade
> unbedingt im direkten Zweikampf an derselben Strecke möglich
> ist.
Ich bin mal gespannt, ob sich dieser Eindruck mit mehr Spielpraxis abschwächt, als persönlichen Ersteindruck hätte ich jedoch auch hier den selben wie Arne.
> > Von Qualität und Spielgefühl her hat es mich
> > auch an KuK erinnert, wenngleich beide Spiele doch sehr
> > unterschiedlich sind. Es ist spielt sich weniger
> > konfliktreich und ist thematisch netter gemacht, während KuK
> > irgendwie gradliniger ist. Es sollte mich jedenfalls wundern,
> > wenn Thurn und Taxis nicht nominiert würde.
>
> Diesen Sätzen stimme ich voll und ganz zu. Und wie gesagt,
> müßte ich mich momentan zu einem der beiden Spiele
> entscheiden, so fiele die Entscheidung zu Gunsten von Thurn
> und Taxis aus - hier passt auf Anhieb der Mechanismus, das
> Material und die grafische Aufmachung noch besser zusammen,
> als bei Mauerbauer. Obendrein liegt es mir persönlich vom
> Mechanismus her mehr, als Mauerbauer.
Um mich an dieser Stelle Günter anzuschließen, entscheide ich mich zwischen beiden Spielen dann für das dritte, nämlich KuK - das ist mehr straightforward und konfliktreicher :-) Aber das stand ja nicht zur Debatte, insofern bleibe ich erstmal bei "Mauerbauer" und ignoriere nonchalant die Tatsache, dass "Thurn&Taxis" thematisch geringfügig dichter ist.
Ciao,
Roman (Hm, wäre Mauerbauer thematischer erschienen, wenn es den verfänglichen Untertitel "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten" trüge? ;-) )