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Plädoyer für 'Made in Germany'

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Martin L. Beiwerk

Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 21. März 2006, 11:49

Plädoyer für 'Made in Germany'

Leute, eigentlich können wir doch froh sein in Deutschland zu leben, dem Brettspielerparadies! Brettspiele aus Deutschland sind weltweit begehrt. Oh Mann! Was bin ich froh, wenn ich auf einem Spiel, das ich gerne erwerben möchte 'Made in Germany' sehe. Halleluja! Da kann ich relativ sicher sein, dass die Komponenten auch was taugen.

Meine Güte, da steht 'Made in China' drauf! Das Spiel wandert häufig wieder ins Regal des Verkäufers zurück. Meine innere Stimme sagt: Vergiß es! Ja, ich gebe es zu, ich bin ein 'Made in Germany'-Brettspielekäufer. Was habe ich mich schon über lausige Brettspiele aus anderen Produktionsländern geärgert:

1. Miese Spielbretter. Arrrgh! Spielbretter, die sich wellen und aus so schlechter Pappe sind, dass jede mechanische Beanspruchung tiefe Spuren hinterläßt. Die Oberfläche so billig, dass der Druck innerhalb kürzester Zeit verblaßt. Und ein Tropfen hier und da sorgt für umgehende Blasenbildung.

2. Spielkarten, die man lamenieren muss, damit sie das erste Spiel überstehen. Ganz toll!

3. Plastikfiguren! Detailgetreu und echt schön zum angucken? Nein danke! Mein Alptraum! Ich will Holz! Diese idiotischen Plastikfiguren sind ein echt nerviger Trend aus USA. Wozu? Meißtens passen die sowieso nicht aufs Brett, weil maßlos überdimensioniert. Muss ich das Zeug dann auch noch anmalen, damit überhaupt ein Unterschied der Parteien erkennbar ist, dann ist bei mir der Ofen aus. Ich will Spielen, nicht basteln. Einfache Holzfiguren machen eine Spielsituation übersichtlicher und sind farblich kein Problem. Und die fassen sich einfach besser an... Aaaaah... Spielt Ihr auch so gerne mit Holzfiguren in Euren Händen, während ihr einen Zug durchdenkt? Dann wißt Ihr was ich meine. Und stabiler ist Holz auch noch. Ätsch.

4. Miese Verpackungen... Auweia! Kaum ausgepackt, schon abgenutzt. Eine schöne stabile Verpackung ist da doch was ganz anderes. Das animiert doch gleich viel mehr zum anfassen, auspacken und spielen... Mmmmmmh... Hey! Nicht das was ihr jetzt denkt! ;-)

Ich könnte zu jedem der obigen Punkte einige Beispiele nennen, unterlasse das jetzt aber besser. Moment! Ich weiß, ihr könnt gleich auch Gegenbeispiele anführen! Ihr seid zeimlich clever... schon klar. Aber ich bleibe dabei: In der Masse sind 'Made in Germany'-Brettspiele echt super. Die meißten Verlage wissen Gott sei Dank noch, was 'gute Produktionsqualität' bedeutet. Und die ist mir lieber, als ein paar Euro weniger zu bezahlen. Amen.

Ja, ich lebe im Paradies! Im Brettspielerparadies. Warum 'Aussteiger' werden? Ich bleibe in Deutschland direkt an der Quelle. Oder glaubt Ihr, die kennen 'German Boardgaming' in Alice Springs, Down Under? Aber Sydney wäre schon schön... Sonne, Strand und Boardgaming. :-)

Macht's gut und freut Euch. Denn nicht jeder kann von sich sagen, dass er in einem Paradies lebt (Leider!). Wir schon.

Martin L. Beiwerk

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Claude Théato

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Claude Théato » 21. März 2006, 13:59

Lieber Martin

Ja, die deutschen Spiele haben (meist) eine recht hohe Qualität, allerdings die meisten andere, die ich habe, auch.

Wie Du geschrieben hast, geht es nicht darum in einer solchen Situation Beispiele zu nennen, denn mit denen können wir uns wohl endlos überhäufen. Dennoch war ich ein wenig erstaunt über die Punkte, die Du angeführt hast. Nicht nur, dass ich die meisten nicht nachvollziehen kann, mehr noch, so wenigstens bei Punkt 3-Plasikfiguren, sehe ich keinen Grund, die deutschen Produzenten (insbesondere die Grossproduzenten und damit Marktführer) auszuschliessen. Ob das nun für oder gegen den persönlichen Geschmack ist, ist dann noch etwas anderes. Ich bin zwar ganz mit Dir eines Geschmacks, dass ich lieber Holzfiguren habe als Plastik, aber ich kenne genügend andere, für die die schön modellierten Plastikfigürchen eine Wonne darstellen und das Spiel umso stimmungsvoller machen.

Es würde mich aber auch noch interessieren, was für Spiele Du denn überhaupt spielst - ich musste noch nie Figuren anmalen um die Parteien erkennbar zu machen. Klar gibt es mal künstlerische Fehlgriffe, aber doch wohl nicht nur bei nicht-deutschen Spielen.

Desweiteren gibt es aber noch weitere Mängel an Spielen, die ich durchwegs auch bei deutschen Spielen ständig beobachte: nicht fertig gedachte Spielregeln (wir diskutieren hier im Forum täglich solche Beispiele), fehler- oder mangelhaftes Spielmaterial (auch wenn die Verlage hier meist - mit grossen explizitem Dank meinerseits - zuvorkommend reagieren und für Ergänzung sorgen).

Ich bin noch nicht sehr lange in der Spieleszene - vielleicht schliesst Deine Beobachtung viele ältere Beispiele mit ein - aber ich muss ich sagen, die Lage im Moment so schlecht nicht ist, so gut aber auch nicht.


Viele Grüsse,

Claude (der auch findet, dass das Land, in dem er wohnt, man als Paradies bezeichnen könnte - aber vielleicht auch das Land aus dem er kommt)

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Eric

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Eric » 21. März 2006, 15:44

Martin L. Beiwerk schrieb:
>
> Meine Güte, da steht 'Made in China' drauf! Das Spiel wandert
> häufig wieder ins Regal des Verkäufers zurück.

Das wird auch der Grund sein, warum sich diese Angabe häufig gar nicht auf der Aussenschachtel befindet...

... oder sogar komplett jegliche Angaben zum Herstellerland fehlen. (Beispiel: Dungeon Twister)

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Patrick

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Patrick » 21. März 2006, 16:46

Eric schrieb:
>
> Martin L. Beiwerk schrieb:
> >
> > Meine Güte, da steht 'Made in China' drauf! Das Spiel wandert
> > häufig wieder ins Regal des Verkäufers zurück.
>
> Das wird auch der Grund sein, warum sich diese Angabe häufig
> gar nicht auf der Aussenschachtel befindet...


... oder warum wir geographisch ganz neu denken müssen: da liegt RAVENSBURG seit geraumer Zeit in der CZECH REPUBLIC, wie es die Schachtel (z.B. Louis XIV) verrät.
Der Spielspaß hat halt auch im Spielewunderland Deutschland seine (Arbeitnehmer-) Grenzen.

Standort-verarmende Grüße
Patrick

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Attila
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Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Attila » 21. März 2006, 20:27

Hiho,

Ist mir alles eigentlich erstmal schnuppe. Ich will ein gutes Spiel spielen. Ein murks-Spiel "Made in Germany" gibt mir irgendwie nix.

Dann lieber ein "Made in XYZ", dafür aber ein Spiel was auch gut ist!
Wenn das Material dazu noch gut ist - um so besser.

Ob Holz oder Plastik ist völlig egal - Plastikfiguren haben auch ihne Vorzüge, wenn es vernünftig gemacht ist! - z.B. Doom mit Holzfiguren wäre doch ein wenig lächerlich. Oder Axis & Allies mit Holzpöppeln? :roll:

Die von dir beschriebenen Spielkarten, die man vorher laminieren muss habe ich noch nie erlebt - von welchen Spielen redest du da?

Atti

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Stefanie
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Beiträge: 94

[OT] Boardgaming Down Under

Beitragvon Stefanie » 22. März 2006, 07:31

Martin L. Beiwerk schrieb:

> Ja, ich lebe im Paradies! Im Brettspielerparadies. Warum
> 'Aussteiger' werden? Ich bleibe in Deutschland direkt an der
> Quelle. Oder glaubt Ihr, die kennen 'German Boardgaming' in
> Alice Springs, Down Under? Aber Sydney wäre schon schön...
> Sonne, Strand und Boardgaming. :-)

In Alice Springs glaube ich das auch nicht, nein (habe auch auf BGG keine
dortige Gruppe gefunden). Aber im laendlichen NSW, hinter den sieben Bergen, in Albury zum Beispiel, da kennt man das schon... siehe
http://www.boardgamegeek.com/thread/98442

(und zumindest in Sydney, Melbourne, Canberra, Brisbane und Perth gibt es aktive Spielegruppen).

Gruesse aus Melbourne,

Stefanie

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Christian Koppmeyer

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Christian Koppmeyer » 22. März 2006, 07:47

Hallo Martin,

ein weiterer, für die Verlage sicherlich relevanterer Punkt, ist die Planbarkeit. Wenn ich mir z.B. Railroad Tycoon (dt) ansehe und höre das dieses Spiel in China produziert wurde und es deshalb ewige Verzögerungen gibt/gab, dann kann mir keiner erzählen das sich dieses Negativimage positiv für einen Verlag auswirkt.

China ist halt nicht mal eben um die Ecke. Wenn ich da produzieren lasse, dann sind meine Planungen was den Erscheinungstermin betrifft auf Spekulation beschränkt. Und wenn ein heutiger moderner Verlag sich darauf einläßt, dann ist dies für mich eher ein Offenbarungseid. Heute in einer Zeit der kurzen Wege und der höchstmöglichen Planungssicherheit ist das einfach nicht hinnehmbar.

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Martin L. Beiwerk

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 22. März 2006, 08:06

Moin Moin Claude,

> wohl endlos überhäufen. Dennoch war ich ein wenig erstaunt
> über die Punkte, die Du angeführt hast. Nicht nur, dass ich
> die meisten nicht nachvollziehen kann, mehr noch, so

Ich bestelle Spiele häufig auch aus USA und dem EU-Ausland und habe da eben so meine Erfahrungen gemacht. Auch bei vielen englisch-sprachigen Spielen gibt es super Qualität... nur steht da dann häufig ebenfalls kleingedruckt 'Made in Germany' drauf.

> wenigstens bei Punkt 3-Plasikfiguren, sehe ich keinen Grund,
> die deutschen Produzenten (insbesondere die Grossproduzenten
> und damit Marktführer) auszuschliessen. Ob das nun für oder
> gegen den persönlichen Geschmack ist, ist dann noch etwas
> anderes. Ich bin zwar ganz mit Dir eines Geschmacks, dass ich
> lieber Holzfiguren habe als Plastik, aber ich kenne genügend
> andere, für die die schön modellierten Plastikfigürchen eine
> Wonne darstellen und das Spiel umso stimmungsvoller machen.

Das ist natürlich ein bißchen Geschmackssache. Plastikfiguren machen ein Spiel vor allem eins: Unübersichtlich. Den Trend Plastik ordne ich aber eindeutig den USA zu. Die Produktion von Plastikfiguren scheint billiger zu sein.
>
> Es würde mich aber auch noch interessieren, was für Spiele Du
> denn überhaupt spielst - ich musste noch nie Figuren anmalen
> um die Parteien erkennbar zu machen. Klar gibt es mal
> künstlerische Fehlgriffe, aber doch wohl nicht nur bei
> nicht-deutschen Spielen.

Ich spiele so ziemlich alles, auch viele Spiele aus USA (z.B. FFG). Bemalte Figuren sind bei einem ganz bestimmten Spiel notwendig, dass einem großen dreibändigen Epos folgt. ;-)

>
> Desweiteren gibt es aber noch weitere Mängel an Spielen, die
> ich durchwegs auch bei deutschen Spielen ständig beobachte:
> nicht fertig gedachte Spielregeln (wir diskutieren hier im
> Forum täglich solche Beispiele), fehler- oder mangelhaftes

Spielregeln sind ja grundsätzlich kein Materialmangel sondern ein redaktioneller Mangel. Das deutsche Spielregeln aber genauso gut oder schlecht sind ist absolut richtig. Schlecht sind nur die Übersetzungen ins Deutsche. Puuuuh! Da werden häufig schlechte Übersetzungsprogramme eingesetzt, die die schwierige Originalregel gleich doppelt unverständlich macht. Für mich das Spiel lieber im englischen Original.

Gruß
Martin L. Beiwerk

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Martin L. Beiwerk

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 22. März 2006, 08:22

Hallo Attila!

> Ist mir alles eigentlich erstmal schnuppe. Ich will ein gutes
> Spiel spielen. Ein murks-Spiel "Made in Germany" gibt mir
> irgendwie nix.
>
> Dann lieber ein "Made in XYZ", dafür aber ein Spiel was auch
> gut ist!
> Wenn das Material dazu noch gut ist - um so besser.

Das ist der Grund, warum z.B. in den USA fast nur noch billig produziert wird. Weil man sich dort damit abgefunden hat, das Mängel am Material "normal" sind. Gutes Material nehme ich dann sozusagen als Bonus mit, ist aber grundsätzlich nicht notwendig. ==> Nein danke. Wenn einem Spiel vorab schlechte Materialqualität nachgesagt wird, dann kaufe ich es nicht mehr. Die Auswahl ist mittlerweile so groß, dass ich das tun kann ohne auf alle spielerischen Top-Genüße verzichten zu müssen. Meine kleine Revolte gegen miese Produktionsqualität.
>
> Die von dir beschriebenen Spielkarten, die man vorher
> laminieren muss habe ich noch nie erlebt - von welchen
> Spielen redest du da?

Beispiele finden sich zuhauf auf BGG. Ich nenne hier keine. Sorry.

Gruß
Martin L. Beiwerk

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Martin L. Beiwerk

Re: [OT] Boardgaming Down Under

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 22. März 2006, 08:50

Hi Stefanie und G'Day Mate!

> In Alice Springs glaube ich das auch nicht, nein (habe auch
> auf BGG keine
> dortige Gruppe gefunden). Aber im laendlichen NSW, hinter den
> sieben Bergen, in Albury zum Beispiel, da kennt man das
> schon... siehe
> http://www.boardgamegeek.com/thread/98442
>
> (und zumindest in Sydney, Melbourne, Canberra, Brisbane und
> Perth gibt es aktive Spielegruppen).

Herrlich! Du hast es schön! Melbourne ist klasse! :-) Natürlich weiß ich von BGG, dass weltweit in fast allen Ländern und Städten der Erde gespielt wird. Deutschland ist nur so eine Art Produktionsquelle, und da sitzt man halt gerne dran. Laß mir doch wenigstens diesen Vorteil für Deutschland... ;-)

Grüße nach Melbourne, die heimliche Hauptstadt Australiens, obwohl mir Sydney fast besser gefällt... :-)

Martin L. Beiwerk


>
> Gruesse aus Melbourne,
>
> Stefanie

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peer

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon peer » 22. März 2006, 09:46

Hi,
Martin L. Beiwerk schrieb:
>> > Dann lieber ein "Made in XYZ", dafür aber ein Spiel was auch
> > gut ist!
> > Wenn das Material dazu noch gut ist - um so besser.
>
> Das ist der Grund, warum z.B. in den USA fast nur noch billig
> produziert wird. Weil man sich dort damit abgefunden hat, das
> Mängel am Material "normal" sind.

Mmh, "Mängel am Material" kann ich weder bei Avalon Hill (den neuen) noch bei Eagle Games*, noch bei Days of Wonder noch bei Fantasy Fligh feststellen...

Oder meinst du die Amerikanischen Kleinverlage (wie Cheapass?) - die müsstest du mit deutschen Kleinverlagen vergleichen...


> > Die von dir beschriebenen Spielkarten, die man vorher
> > laminieren muss habe ich noch nie erlebt - von welchen
> > Spielen redest du da?
>
> Beispiele finden sich zuhauf auf BGG. Ich nenne hier keine.

BGG ist aber auch dafür bekannt z.T. maßlos zu übertreiben. Wenn man danach geht:
1) Puerto Rico verharmlost den Sklavenhandel (Bitte, bitte, keine Debatte mehr dazu!)
2) (*) Ist Railroad Tycoon UNSPIELBAR weil das Brett riesige Wellen schlägt (dazu gabs jüngst ein Blogg auf boredgamegeek (?); anscheinend liegt das Brett bei der ersten Benutzung nicht ganz plan, was aber eher an der Größe als an der Qualität liegt. Einmal gegenbiegen und es liegt platt)
3) Ist El Grande schlecht ausgestattet, weil das Castillo nicht geräuschegedämpft ist und man beim reinwerfen hören kann wie viele Klötze da schon drin sind...
...

Ich kenne Leute die bei jedem (auch bei deutschen) Spielen die Karten laminieren, andere kaufen sich von ihren Lieblingsspielen mehrere Exemplare, wenn diese Karten beinhalten. Hat also nichts mit ameriksnischen Spielen zu tun. Karten sind immer ein schwaches Glied in der Kette...

Plastik vs. Holz: Ist natürlich Geschmackssache Ich stimme da aber Atilla zu: Hängt vom Spiel ab. Bei Caylus (franz.) passen die Holzfiguren, Plastik wäre schade. Bei Schatten über Camelot (USA) sorgen die Plastikfiguren für deutlich mehr Athmosphäre als es simple Holzpöppel können.

Und generell gabs hier auch zahlreiche Diskussionen über zu kleine/große Schachteln, falsche Schachteleinsätze, labbrige Karten, nach Lösungsmitteln stinkende Spiele, welligen Spielplänen, schlechtes Spielgeld (gerade bei Ostia), häßliche Graphik... Und die war unabhängig davon ob das Spiel in BRD, FRA, ITA, AUS oder USA oder Timbuktu (Hallo Michael!) produziert wurde.

Aber dir natürlich deine Meinung...
Meine ist übrigens: Gerade in Sachen Ausstattung sind amerikanische und französische Spiele oft besser ausgestattet - auch weil dort ein Spiel deutlich teurer sein kann als hier. Spieldesign ist dagegen eine andere Sache, da haben wir meistens (in der Masse) noch die Nase vorne. Aber auch das Spielen wird globaler und das ist eigentlich eine schöne Sache, oder?

ciao
peer

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peer

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon peer » 22. März 2006, 09:48

Hi,
Patrick schrieb:
>
> ... oder warum wir geographisch ganz neu denken müssen: da
> liegt RAVENSBURG seit geraumer Zeit in der CZECH REPUBLIC,
> wie es die Schachtel (z.B. Louis XIV) verrät.
> Der Spielspaß hat halt auch im Spielewunderland Deutschland
> seine (Arbeitnehmer-) Grenzen.

Wobei da die einzelnen Teile noch in Deutschland hergestellt worden sind, und in der Czechischen Republik nur konfektioniert wurde.

Aber wenn es hier Diskussionen gibt, warum Teamwork mit 7 EUR doch viel zu teuer ist, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Spieleverlage so bgünstig wie möglich produzieren...

ciao
peer

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andre

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon andre » 22. März 2006, 10:02

...das mit dem Material stimmt schon...deutsche Spiele haben allerdings ein anderes Problem: Aufgesetzte Themen...

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Plädoyer für gute Spiele

Beitragvon Ralf Arnemann » 22. März 2006, 10:59

Das Plädoyer von Martin kann ich nur rundweg ablehnen.

Es geht um gute vs. schlechte Spiele, um gutes vs. schlechtes Material - so ein schlicht-chauvnistisches "Deutsche Produkte sind per se besser" finde ich abwegig.
Gerade wenn ich aktuell sehe, welche sehr schönen und guten Spiele derzeit aus Frankreich und Italien kommen.

> Meine Güte, da steht 'Made in China' drauf! Das
> Spiel wandert häufig wieder ins Regal des
> Verkäufers zurück.
M. E. eine wirklich kindische Reaktion.
In vielen Spielen sind Teile aus China drin, manchmal ist es komplett dort gefertigt - ob der Hersteller das ehrlich auf der Packung angibt, kann nun wirklich kein Grund sein, ein ansonsten gutes Spiel abzulehnen.

> 3. Plastikfiguren!
Reine Geschmackssache.
Und in manchen Fällen auch eine Frage, was für ein Spiel besser geeignet ist.
Es ist eben nicht so, daß Holz automatisch besser wäre, das kommt immer aufs Spiel an.
Die Plastikfiguren bei "Zug um Zug" sind sinnvoll (weil das Spiel bei der Masse an Material sonst wirklich zu teuer würde), bei "Schatten über Camelot" geht es gar nicht anders, weil Holz nicht so variabel ist.

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Claude Théato

Re: Plädoyer für gute Spiele

Beitragvon Claude Théato » 22. März 2006, 11:20

Lieber Ralf

> bei "Schatten über Camelot" geht es gar nicht anders,
> weil Holz nicht so variabel ist.

Was heisst hier, nicht so variabel? Holz muss keineswegs variabel sein, man muss es nur jeweils mit rot, blau, grün, gelb, orange, weiss, schwarz oder lila übermalen. Was soll hieran nicht gehen.

Zugegebenermassen finde ich ja Holz generell schöner, die Figuren bei SüC stören mich aber nicht. Klar wären Holzklötze nicht so stimmungsvoll, aber an der Spielbarkeit würde sich nun absolut nichts ändern.

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Michael Schlepphorst
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Beiträge: 793

Re: Plädoyer für gute Spiele

Beitragvon Michael Schlepphorst » 22. März 2006, 11:41

Claude Théato schrieb:
>
> Zugegebenermassen finde ich ja Holz generell schöner, die
> Figuren bei SüC stören mich aber nicht. Klar wären Holzklötze
> nicht so stimmungsvoll, aber an der Spielbarkeit würde sich
> nun absolut nichts ändern.

Nun gut, aber Stimmung ist für mich persönlich ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Spielbarkeit. Zumindest bei Spielen bei denen die Atmosphäre auch ein wichtiger Faktor des Spiels sind. Klar könnte man SüC auch mit farbigen Holzpöppeln spielen und/oder die Katapulte durch Holzklötzchen ersetzen. Aber gerade die Atmosphäre bzw. die Stimmung die durch die Figuren entstehen macht für mich u.a. den Reiz dieses schönen Spiels aus.

Ähnlich vielleicht bei Inkognito von Alex Randolph. Gerade diese Plastikfigürchen machen dieses Spiel zu einem Erlebnis und ermöglichen es einem richtig in das Spiel einzutauchen.

Ich denke wer bevorzugt abstrakte Spiele mag, wird damit kein Problem haben, aber mir ist eine gewisse Atmosphäre im Spiel schon wichtig.

Grüße

Michael, der nur wenig abstrakte Spiele mag ...

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Dirk Piesker
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Beiträge: 950

Re: Plädoyer für gute Spiele

Beitragvon Dirk Piesker » 22. März 2006, 11:52

Hallo Ralf,

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Das Plädoyer von Martin kann ich nur rundweg ablehnen.
>
> Es geht um gute vs. schlechte Spiele, um gutes vs. schlechtes
> Material - so ein schlicht-chauvnistisches "Deutsche Produkte
> sind per se besser" finde ich abwegig.

Ich finde es bedenklich, Martins Posting als "schlicht-chauvnistisch" abzutun.
Selten habe ich so ein fröhliches und positives Pladoyer für etwas aus
Deutschland gelesen, dass meiner Menung nach nun so garnicht
chauvinistisch ist.

Du hast vielleicht folgenden Satz überlesen:

"In der Masse sind 'Made in Germany'-Brettspiele echt super"

Ich kann nur sagen: Volle Zustimmung.

Viele Grüße,
Dirk

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Martin L. Beiwerk

Re: Plädoyer für gute Spiele

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 22. März 2006, 13:41

Hallo Michael!

> Nun gut, aber Stimmung ist für mich persönlich ein nicht zu
> unterschätzender Faktor für die Spielbarkeit. Zumindest bei
> Spielen bei denen die Atmosphäre auch ein wichtiger Faktor
> des Spiels sind. Klar könnte man SüC auch mit farbigen
> Holzpöppeln spielen und/oder die Katapulte durch
> Holzklötzchen ersetzen. Aber gerade die Atmosphäre bzw. die
> Stimmung die durch die Figuren entstehen macht für mich u.a.
> den Reiz dieses schönen Spiels aus.

Gegenbeispiel: A Game of Thrones/Der eiserne Thron! Da gibt es sogar Holzbelagerungsmaschinen! Farblich unterscheidbare Holzfiguren in einem Ritterspiel und keine grauen Plastikfiguren, die bei gedämpftem (stimmungsvollem!!!) Licht aus einem Meter Entfernung zur grauen Masse verschwimmen. Und nein, ich habe kein Augenproblem ;-)

Anmerkung: Auch Holzfiguren können unterschiedliche Formen haben. Nur so am Rande bemerkt...

> Ich denke wer bevorzugt abstrakte Spiele mag, wird damit kein
> Problem haben, aber mir ist eine gewisse Atmosphäre im Spiel
> schon wichtig.

Das hat mit 'abstrakt' absolut nix zu tun. Wenn schon, dann vielleicht mit dem eigenen Geschmack. Aber am wahrscheinlichsten mit den Produktionskosten.

Gruß
Martin L. Beiwerk

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Martin L. Beiwerk

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 22. März 2006, 14:19

Hi Peer!

> Mmh, "Mängel am Material" kann ich weder bei Avalon Hill (den
> neuen) noch bei Eagle Games*, noch bei Days of Wonder noch
> bei Fantasy Fligh feststellen...

Days of Wonder produziert ja auch größtenteils nicht in den USA. Das wellige Spielbrett und die Gesamtqualität des Spielbretts von RT nicht als mangelhaft zu bezeichnen... na ja!

> BGG ist aber auch dafür bekannt z.T. maßlos zu übertreiben.
> 2) (*) Ist Railroad Tycoon UNSPIELBAR weil das Brett riesige
> Wellen schlägt (dazu gabs jüngst ein Blogg auf boredgamegeek
> (?); anscheinend liegt das Brett bei der ersten Benutzung
> nicht ganz plan, was aber eher an der Größe als an der
> Qualität liegt. Einmal gegenbiegen und es liegt platt)

Falsch! Bei einigen Kollegen wellt sich das Ding nicht nur einmal, sondern jedesmal! Schon schön, wenn die Lokomotiven auch mal Berg und Tal fahren dürfen...

> Und generell gabs hier auch zahlreiche Diskussionen über zu
> kleine/große Schachteln, falsche Schachteleinsätze, labbrige

Fehlende Schachteleinsätze sind allgemein ein Ärgernis. Das kommt langsam aber sicher immer mehr in Mode, um wieder ein paar Kröten zu sparen. Quark!

> Meine ist übrigens: Gerade in Sachen Ausstattung sind
> amerikanische und französische Spiele oft besser ausgestattet
> - auch weil dort ein Spiel deutlich teurer sein kann als
> hier.

Wieso das denn? Die sind nur dann teurer, wenn sie importiert werden müssen oder die Auflage kleiner ist. Deshalb sage ich ja: Wir leben in einem Paradies.

Gruß
Martin L. Beiwerk

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peer

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon peer » 22. März 2006, 14:31

Hi,
Martin L. Beiwerk schrieb:
>
> Hi Peer!
>
> > Mmh, "Mängel am Material" kann ich weder bei Avalon Hill (den
> > neuen) noch bei Eagle Games*, noch bei Days of Wonder noch
> > bei Fantasy Fligh feststellen...
>
> Days of Wonder produziert ja auch größtenteils nicht in den
> USA.

Sondern? Ist mir neu, dass die in eutschland produzieren.

>Das wellige Spielbrett und die Gesamtqualität des
> Spielbretts von RT nicht als mangelhaft zu bezeichnen... na ja!
Fehlt mir die Anschauung, die die ich gesehen habe, sind OK. Aber das ist EIN Spiel - was ist mit den anderen.

>>
> Falsch! Bei einigen Kollegen wellt sich das Ding nicht nur
> einmal, sondern jedesmal! Schon schön, wenn die Lokomotiven
> auch mal Berg und Tal fahren dürfen...

Genau wie mein Brett von den drei Königen (Noris)... Wellige Spielpläne kommen überall mal vor. Außer vielleicht bei den Ragnar Brothers ;-)

> > Meine ist übrigens: Gerade in Sachen Ausstattung sind
> > amerikanische und französische Spiele oft besser ausgestattet
> > - auch weil dort ein Spiel deutlich teurer sein kann als
> > hier.
>
> Wieso das denn? Die sind nur dann teurer, wenn sie importiert
> werden müssen oder die Auflage kleiner ist. Deshalb sage ich
> ja: Wir leben in einem Paradies.

Z.B. Jeanne D´Arc: Tolle Ausstattung die seinerzeit über 100DM kostete - das war für ein frantösisches Spiel (in Frankreich) normal, aber die deutschen konnten da Preismäßig nicht mithalten.
Und da ich glaube wir mißverstehen uns:
In Frankreich kostet ein Spiel generell mehr als bei uns. Das ist gut für uns, bedeutet aber im Umkehrschluß auch, dass die französischen Firmen mehr Material einpacken konnten, da die Schmerzgrenze höher lag.
Ähnliches gilt für die USA (so ein Halsband wie bei Halsband der Königin wäre bei einem deutschen Verlag undenbar weil nicht finanzierbar, das lief auch im Auslandf deutlich besser als bei uns, wo Kartenspiele keine 20 EUR kosten dürfen) oder Italien (Daymos ist schön, aber 40 EUR zahlt man hierzulande nicht für ein solches Spiel).

Insgesamt kann ich nach wie vor keine höhere Materialqualität in Deutschland sehen. Es gibt schöne und es gibt häßliche Spiele in Deutschland. Es gibt hochwertige und minderwertige (naja, jammern auf hhem Niveau) in Deutschland. Aber das gilt zumindest auch in Frankreich und den USA, mit Abstrichen auch in Italien und wenn Phalanx für Holland zählt, da auch :-) Nur Österreich hat Piatnik... :P

ciao
peer

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Martin L. Beiwerk

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 22. März 2006, 14:43

Hallo Peer,

> Z.B. Jeanne D´Arc: Tolle Ausstattung die seinerzeit über
> 100DM kostete - das war für ein frantösisches Spiel (in
> Frankreich) normal, aber die deutschen konnten da Preismäßig
> nicht mithalten.

Wir haben jetzt ja 3D-Siedler... ;-) Oder wird das in China gefertigt :-)

> Und da ich glaube wir mißverstehen uns:
> In Frankreich kostet ein Spiel generell mehr als bei uns. Das
> ist gut für uns, bedeutet aber im Umkehrschluß auch, dass die
> französischen Firmen mehr Material einpacken konnten, da die
> Schmerzgrenze höher lag.

Könnte das nicht generell an der höheren MWSt liegen? In Frankreich ist so ziemlich alles teurer... Zumindest noch...

Martin L. Beiwerk

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Flix

RE: Plädoyer für 'Made in Germany' Bsp. RRT

Beitragvon Flix » 22. März 2006, 15:06


> Railroad Tycoon UNSPIELBAR weil das Brett
> riesige Wellen schlägt (dazu gabs jüngst ein Blogg auf
> boredgamegeek (?); anscheinend liegt das Brett bei der
> ersten Benutzung nicht ganz plan, was aber eher an der
> Größe als an der Qualität liegt. Einmal gegenbiegen und es
> liegt platt)

Hallo Peer,

schön, wenn Dein Brett so anpassungsfähig war - die Debatte hate aber in der Tat Hand und Fuß, denn bei bei einem von den beiden RRT, die ich hatte/habe, ist die Wölbung
- deutlich
- nach den ersten Spielen sogar stärker geworden
- und tatsächlich lästig, da Plättchen verrutschen (allerdings nicht unspielbar, wie ich finde!)

Wenn selbst der Hersteller einräumt, daß die Verziehungen durch zu hohe Luftfeuchttigkeit bei der Produktion in China entstehen, liegt es wohl doch eher an etwas, daß man "Qualität" nennt und nicht "Größe"

BTW: Gegenbiegen hat nichts geholfen. Schade.

Grüße, Flix

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Thorman

Re: Plädoyer für 'Made in Germany'

Beitragvon Thorman » 22. März 2006, 15:12

Martin L. Beiwerk schrieb:
>
> Wir haben jetzt ja 3D-Siedler... ;-) Oder wird das in China
> gefertigt :-)
>

Die 3D-Siedler-Editon wurde in China gefertigt und schon gab es Probleme mit dem Rahmen.

Thorman, dem Holzfiguren auch lieber sind als die aus Plastik (gerade bei Siedler)

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Michael Schlepphorst
Kennerspieler
Beiträge: 793

Re: Plädoyer für gute Spiele

Beitragvon Michael Schlepphorst » 22. März 2006, 16:03

Martin L. Beiwerk schrieb:
>
> Gegenbeispiel: A Game of Thrones/Der eiserne Thron! Da gibt
> es sogar Holzbelagerungsmaschinen! Farblich unterscheidbare

Hmm, haben wir da unterschiedliche Spiele? Ich habe diese nämlich nicht! Oder gibt es die in der Erweiterung? (die fehlt mir leider noch ...)

> Holzfiguren in einem Ritterspiel und keine grauen
> Plastikfiguren, die bei gedämpftem (stimmungsvollem!!!) Licht
> aus einem Meter Entfernung zur grauen Masse verschwimmen.

Mag ja sein, dass DU das so empfindest. Ich aber eben nicht ;-) Siehe auch Dein Kommentar:
> Das hat mit 'abstrakt' absolut nix zu tun. Wenn schon, dann
> vielleicht mit dem eigenen Geschmack.

Das ist genau der Punkt!

> Anmerkung: Auch Holzfiguren können unterschiedliche Formen
> haben. Nur so am Rande bemerkt...

Ist echt wahr? Hätte ich ja nicht gedacht ...

> Das hat mit 'abstrakt' absolut nix zu tun. Wenn schon, dann
> vielleicht mit dem eigenen Geschmack. Aber am
> wahrscheinlichsten mit den Produktionskosten.

Das ist schon klar. Die Frage ist nur ob es so viele Leute stört, dass es sich lohnen würde dafür die kostspieligere Holzvariante zu wählen. Bin ja auch kein Plastik-Fetischist und kaufe mir deswegen die ganze Siedler-Ausrüstung noch mal neu. Aber auch bei diesem Spiel vermittelt die 3-D-Version zum Beispiel eine ganz andere Atmosphäre als die übliche Holz- oder Plastikversion.

Und alles was zur Atmosphäre eines Spiels beiträgt finde ich nur positiv. Ob es nun aus Holz oder Kunststoff ist, soll mir egal sein. Habe auch nix gegen Holzfiguren wenn sie die Stimmung eines Spiels unterstreichen.

Im aktuellen Fall wäre z.B. die Produktion eines Spiels wie "Cleopatra" mit Holz doch gar nicht mehr finanzierbar gewesen. Und wenn man die Bilder so sieht wäre das doch schade, oder? ;-)

Grüße

Michael

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Jost Schwider

Holzfiguren (was: Plädoyer für gute Spiele)

Beitragvon Jost Schwider » 22. März 2006, 16:22

"Michael Schlepphorst" hat am 22.03.2006 geschrieben:

>> Anmerkung: Auch Holzfiguren können unterschiedliche Formen
>> haben. Nur so am Rande bemerkt...
>
> Ist echt wahr? Hätte ich ja nicht gedacht ...

Entweder fehlt hier ein Smiley, um vor "Ironie" zu warnen, oder... ;-)

Wie auch immer: Heutzutage können Holzspielsteine gegossen werden; es ist also fast jede Form möglich.

Viele Grüße
Jost aus Soest (bevorzugt Holz, schreckt aber auch nicht vor schönem Plastikmaterial zurück)
http://www.schwider.de/spiel - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]
http://www.spielepizza.de/ - Moderne Spiele aus Italien


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