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undankbarer Job - Spielregel erklären

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Guido
Kennerspieler
Beiträge: 404

undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Guido » 22. März 2006, 13:29

Hallo,

ich muss nun doch mal die Pädagogen unter Euch konsultieren. Ihr kennt sicherlich alle die Situation ein Spiel zu erklären. Jeder merkt schnell, dass da eine gewisse Systematik vorhanden sein muss, damit andere auch kapieren, was Sache sein soll. Aber gerade da wird's schwierig, speziell für mich. Denn ich habe just eine Diskussion mit einem eher Wenigspieler gehabt, der stur und steif daran festhält, dass eine Realsimulation des ersten Spiels á la Prof Easy besser ist, als ein Spiel im Überbau zu erklären, kurz noch auf evtl. wichtige Ausnahmeregeln einzugehen und dann loszulegen und weitere Unklarheiten während des Spiels zu klären.
Wie ihr merkt, finde ich die Prof. Easy- Weise eher doof, weil sie nur auf bestimmt Spiele anzuwenden ist, deren Ablauf immer gleich ist und es somit wenig andere Möglichkeiten gibt, irgendwas zu machen, so z.B. Siedler. Haben wir da aber ein Puerto vor unsl liegen, die eher komplexer sind, sieht es meiner Meinung nach anders aus. Es gibt viele Möglichkeiten in einem Spielzug, abgesehen von den vielen Gebäuden bei Puerto, die auch erstmal verinnerlicht werden sein wollen. Wie macht man das einem Wenigspieler klar, der aber sofort abschaltet, wenn man es anders erklären will?
Ich finde, man landet schnell in einer Zwickmühle. Erklärt man es Schritt für Schritt, fangen sich die anderen bei einem komplexeren Spiel schnell an zu langweilen, weil sie die einzelnen Komponenten nicht grob überschauen können. Wofür mach ich was? Denn vielfach bestimmt der erste Schritt beim Zug, was sich am Ende noch machen lässt. Solcherlei Dinge kann ich aber nicht bei einer Prof. Easyerklärung einbinden, denn sonst bin ich wieder bei einer Übersichtserklärung, wie ich sie am Anfang hatte, und der Gegenüber schaltet ab. Erkläre ich aber diese "strat. Grundüberlegungen" nicht, weiss keiner genau, was man eigentlich warum machen soll. Die Lust am Spiel schwindet. Zieh ich die Prof-Variante gnadenlos so durch, gewinne ich, denn ich weiss, worauf es ankommt; ich kann den anderen aber nur erklären, was im unmittelbaren Zug zu machen ist, damit nicht abgeschaltet wird. Und dann heisst es, ich hätte den anderen wichtige Details vorenthalten.
Abgesehen davon dauert die Prof. Easy-Sache so lange. Wenn ich mir vorstellt, dass man auf der SPIEL so erlären würde, müsste man die Besucherzahlen begrenzen, damit überhaupt jemand spielen kann.
Nun, könnt ihr mir Tipps geben, wie man gut erklärt und alles unter einen Hut bringt? Kann ich von den Leuten beim Erklären nicht ein mindestmaß an Konzentration fordern? Ich weiß, einer Erklärung wie bei Puerto zu folgen ist nicht so einfach, aber es ist auch längst nicht so schwer. Wenn man spielen will, so kann man sich doch auch selbst etwas anstrengen, oder? Ich merke, dass aber dazu gerade Wenigspieler nicht bereit sind. Sie wollen spielen, gerne auch was Anspruchsvolles, aber eben bitte nur mit minimalem Aufwand. Möglichst viel für möglichst wenig. Wie soll das gehen? Unmöglich!

verzweifelte Grüße
Guido

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olve

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon olve » 22. März 2006, 13:52

...da ich oft und gerne neue Spiele anschleppe, bleibt es meist an mir hängen, diese auch zu erklären. Daher einige Tipps:

-Wichtig ist es, ganz am Anfang das Ziel des Spiels zu erklären und grob den Weg zu umreißen, wie man dahinkommt (z. B. Puerto Rico: Ziel: Die meisten Punkte, Punkte gibts für...)

-Ich erkläre ALLE Teile der Regel, weil es sonst - ob gerechtfertigt oder nicht - an irgendeiner Stelle den Einwand gibt: "wenn ich das gewusst hätte, hätte ich..."

-Wenn Leute beim Erklären nicht zuhören, ist das deren Pech! Mit anderen Worten: Wenn sie durch Unkenntnis eines erklärten Sachverhalts einen fatalen Fehler machen, kann der nicht revidiert werden. Das hilft villeicht nicht im aktuellen Spiel, aber spätestens beim nächsten Spieleerklären gibt es einen aufmerksamen Zuhörer mehr.

-Der Weg ist das Ziel: Regelkerklären muss Dir und den Zuhörern Spaß machen und sollte nicht nur ein lästiges Vorspiel sein. Wenn das nicht so ist, sollte man dann doch lieber ein bekanntes Spiel spielen. Ich spiele lieber eine Partie "Mensch ärgere Dich nicht" als meinen Mitspielern die neuesten Spielregeln des allertollsten Spiels aufzudrängen, wenn diese nicht wollen. Hauptsache ist doch, das Spielen macht Spaß und neu gekaufte Spiele werden ja nicht schlecht, wenn sie erst in der Ecke liegen müssen.

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Jost Schwider

RE: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Jost Schwider » 22. März 2006, 13:58

"Guido" hat am 22.03.2006 geschrieben:

> Wie ihr merkt, finde ich die Prof. Easy- Weise eher doof,

Ich finde sie gut, allerdings sind sie nicht für jedes Spiel geeignet.

Wenn jemand die Beispiel-Einführung bevorzugt, so mache es doch einfach so:
1. Erkläre die minimal benötigten Regeln (und ganz kurz den angedachten Rahmen-Mechanismus).
2. Spiele 2-3 Runden und kläre dabei die Detailregeln.
3. Fange ein richtiges Spiel an.

zu 2: Wichtig ist es hier, [i]vorher[/i] deutlich klarzumachen, dass es sich nur um eine Testpartie handelt!

Viele Grüße
Jost aus Soest ("jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiel - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]
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Andreas Kwasniak

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Andreas Kwasniak » 22. März 2006, 14:12

Hallo Guido,

gerade bei komplexeren Spielen sind Wenigspieler schnell überfordert.
Ergeht mir auch so, wenn eine Fülle von Informationen über mich hereinbricht.

Wenn Dir etwas an besagtem Spieler liegt, hilft wohl nur "Einzelunterricht" zu Bedingungen des Gegenübers, bis die Spielabläufe verstanden sind.
Eine Bereitschaft vom Spieler sich das Spiel von Dir erklären zu lassen setze ich natürlich vorraus.
Wenn Du nach einer halben Stunde zu hören bekommst, er würde doch lieber UNO spielen, hast Du wohl was falsch gemacht :-) .
Die anderen Spieler werden solange mit Kurzweiligem beschäftigt bis der Kandidat soweit ist, notfalls im Nebenraum!
Viel Spaß und noch mehr Geduld wünscht Andreas

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Eric

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Eric » 22. März 2006, 14:13

Bei der Regelerklärung fange ich eigentlich immer hinten an, also wie man gewinnt (meistens Siegpunkte) und wie man sich das erarbeitet. Dann gebe ich einen Überblick über die Spielphasen des Spiels, bevor ich in die Details gehe. Bei den Details lasse ich die Sonderregeln für Ausnahmesituationen erstmal weg, ausser es wird danach gefragt. Bei der Erklärung versuche ich schon soweit wie möglich das Spielmaterial mit einzubeziehen und gebe visuelle Beispiele. Irgendwann im Laufe der Detailerklärung kann es passieren, dass die Leute ungeduldig werden und sagen wir fangen einfach mal an. Zu dem Zeitpunkt erzähle ich dann nur noch die absolut notwendigen Regeln und dann fangen wir an.

Das erste Spiel läuft bei uns sowieso unter dem Motto "Probespiel", um die Taktiken und Mechanismen kennenzulernen. Bei der ersten Partie wird auch in der Runde recht offen darüber diskutiert, was denn aktuell der beste Spielzug für den jeweiligen Spieler sein könnte. Beim Auftreten der Sonderfällen werden dann die ausgelassenen Spezialregeln nachgeschoben. Wer die erste Partie gewinnt ist dabei meistens eh egal, weil der Sieger ja auch von den Mitspielern im Laufe des Spiels möglicherweise gut beraten wurde.


Also meine Erklärstrategie: Das Wichtigste zuerst, damit die Leute mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne wissen um was es geht bevor sie abschalten. Die verpassten Detailregeln und Taktiken kann man dann auch nochmals im Laufe des ersten Spiels erläutern. Und immer mit Visualisierung und Beispielen arbeiten, das kann die Aufmerksamkeitsspanne vor dem Abschalten verlängern.

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Daniel_R

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Daniel_R » 22. März 2006, 14:17

Da ich auch ab und zu Regeln erklären muss und mir dabei die Motivation der Anwesenden nicht durch Ausschweifigkeit kaputt machen will, gehe ich folgendermassen vor:

1. Spielziel erläutern
2. Erklärprämisse: vom Groben zum Feinen
3. Regelparagraphen in Spielprozesse verwandeln
(= prozedural erklären) hoffentlich ist klar, was ich meine.
4. Spezielles/Details/Fragen

Während dem ersten Spiel unbeholfenen Spielern Tips geben, um frustrierende Fehler zu vermeiden, auch wenn man selber deswegen verlieren tut. In der zweiten Runde wird dann aber schon etwas ernster gespielt, die Schonfrist ist vorbei ;) .

Grüße
Daniel

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Michael Schlepphorst
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Beiträge: 793

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Michael Schlepphorst » 22. März 2006, 14:24

Hallo Guido!

Auch ich muss Partei für die Prof Easy -Anleitungen ergreifen. Ich habe auf diese Weise z.B. Elasund und Candamir gelernt oder zumindest so weit verstanden, dass die Regel dann schnell gelernt war.

Da ich auch zu der Liga der Erklärbären gehöre, kann ich vieles von meinen Vorrednern unterstreichen.

Das dankbarste sind natürlich Spiele, bei denen man das Spiel während des Spiels erklären kann. So z.B. bei Nottingham. Da kann man zunächst einmal schnell das Grundprinzip erklären und dann, wenn die einzelnen Kartentypen aufgedeckt werden gezielt darauf eingehen.

Das sind aber leider nur Ausnahmen ;-) Mein Standardsatz lautet eigentlich auch immer, "Spätestens nach 1-2 Runden wird allen klar wie es läuft". Dafür muss man dann aber auch ne Runde haben die so etwas akzeptiert. Ich erlebe es auch oft, dass die anderen lieber gleich richtig anfangen wollen. Und nachher kommen dann die Sprüche, "Hätte ich das vorher gewußt!". ;-)

Ich versuche es immer erst mit einem Grobanriss des Spielablaufs und des Ziels. Danach gehe ich auf die einzelnen Phasen genauer ein und Regeldetails versuche ich dann während des Spiels zu klären. Das klappt eigentlich immer ganz gut, ausser man hat jemanden dabei der ein Spiel sofort beim ersten mal komplett von Anfang bis Ende verstehen und durchplanen will. Für mich dient eine erste Partei eines neuen Spiels dagegen eher als Kennlern-Partie. Erst beim 2. oder 3. mal lege ich mir eine Strategie zurecht und versuche diese zu verfolgen.

Es hängt halt auch viel von den Mitspielern ab. Der Artikel der hier vor kurzem gepostet wurde mit den verschiedenen Typen der Zuhörer, war da auch sehr amüsant und zutreffend. Bin jetzt leider zu faul um zu suchen ;-)

Grüße

Michael

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Michael Schlepphorst
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Beiträge: 793

Erklären != gewinnen

Beitragvon Michael Schlepphorst » 22. März 2006, 14:27

Daniel_R schrieb:
>
> Während dem ersten Spiel unbeholfenen Spielern Tips geben, um
> frustrierende Fehler zu vermeiden, auch wenn man selber
> deswegen verlieren tut. In der zweiten Runde wird dann aber
> schon etwas ernster gespielt, die Schonfrist ist vorbei ;) .

Stimmt! Dieses Phänomen beobachte ich auch dauernd. Derjenige der ein Spiel erklärt gewinnt fast nie. Entweder erkläre ich zu gut oder ich verstehe zu schlecht :lol:

Grüße

Michael

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Niccolo
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Beiträge: 1333

RE: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Niccolo » 22. März 2006, 14:51

Jost Schwider schrieb:


> zu 2: Wichtig ist es hier, [i]vorher[/i] deutlich
> klarzumachen, dass es sich nur um eine Testpartie handelt!

Wobei mich schon interessiert, wodurch sich für die meisten Leutchen eine Testpartie von einer 'Echt'partie (nennt man das so?) unterscheidet.

Alles eine Frage der Ehre, hm? ;)

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Kathrin Nos
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RE: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Kathrin Nos » 22. März 2006, 15:27

Hallo Guido und alle anderen,

"Guido" hat am 22.03.2006 geschrieben:
> [...]
> Nun, könnt ihr mir Tipps geben, wie man gut erklärt und
> alles unter einen Hut bringt?
> [...]

Bereits als der Artikel von Stefan Ducksch auf der SdJ-Homepage diskutiert wurde, musste ich an folgenden Artikel aus dem (leider nicht mehr erscheinenden) Games Journal denken:
http://www.thegamesjournal.com/articles/TeachingRules.shtml

In diesem Artikel wird zwar sehr schematisch diskutiert, wie man beim Regelerklären eine Struktur aufbauen kann. Ich selbst finde diesen Artikel jedoch nicht nur lesenswert, sondern wende die Grundzüge davon beim Erklären selbst gerne an (oder versuche es - beurteilen mögen es meine Zuhörer, die mal mehr und hoffentlich auch mal weniger unter meinen Ausführungen leiden müssen ;) ).

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Matthias

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Matthias » 22. März 2006, 15:55

Hi Guido,

in den Beiträgen wurde nun desöfteren schon darauf verwiesen, dass man erstmal grob erklärt und dass dann nach 2-3 Partien die Regeln sitzen und man vernünftig spielen kann. Ich muss sagen, dass das bei relativ kurzen Spielen der Fall sein mag, aber bei komplexen wie Kaivai wird es schwierig, den Leuten nach 2 Stunden, in denen man kaum mal die Hälfte der Runden hinter sich hat, klarzumachen, dass es schon besser werden wird, wenn man erstmal die ersten paar Spiele hinter sich hat. An einem Spieleabend ist bei uns zumeist nicht genügend Zeit, die komplexen Spiele (die auch bei uns gern von Wenigspielern gefordert werden...) mehrmals zu spielen.
Andererseits teile ich die Meinung, dass es schwierig ist, Wenigspielern einen Weg zum Spielevergnügen zu öffnen, weil sie so schnell abschalten.
Was bei uns da auch manches Mal hilft ist, erst etwas einfacheres zu spielen - einen Warmmacher - den auch solche Mitspieler spannend finden und gewinnen können. Dann war bei uns eher schon die Bereitschaft zu merken, sich auch komplexeren Spielen zuzuwenden. Sozusagen das Hochgefühl nutzen, ein gutes Spiel schon vorher mal gewonnen (oder zumindest schon mal verstanden) zu haben...

Gruss

Matthias

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peer

RE: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon peer » 22. März 2006, 15:56

Hi,
Niccolo schrieb:
>
> Jost Schwider schrieb:
>
>
> > zu 2: Wichtig ist es hier, [i]vorher[/i] deutlich
> > klarzumachen, dass es sich nur um eine Testpartie handelt!
>
> Wobei mich schon interessiert, wodurch sich für die meisten
> Leutchen eine Testpartie von einer 'Echt'partie (nennt man
> das so?) unterscheidet.
>
> Alles eine Frage der Ehre, hm? ;)

Hm, er schrieb ja, dass die Testpartie nur 2-3 Runden dauert. Kan mir schon vorstellen, dass dann der Führende meckert, wenn man von vorne anfängt (während der Rest sagt "Aber es war doch nur eine Testpartie - da hab ich auch nicht richtig gespielt!".
Ich schätze mal die Echtpartien gehen dann bis zum regulären Spielende ;-)

ciao
peer

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Jost Schwider

RE: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Jost Schwider » 22. März 2006, 16:22

"peer" hat am 22.03.2006 geschrieben:

>> > zu 2: Wichtig ist es hier, [i]vorher[/i] deutlich
>> > klarzumachen, dass es sich nur um eine Testpartie handelt!
>>
>> Wobei mich schon interessiert, wodurch sich für die meisten
>> Leutchen eine Testpartie von einer 'Echt'partie (nennt man
>> das so?) unterscheidet.
>>
>> Alles eine Frage der Ehre, hm? ;)
>
> Hm, er schrieb ja, dass die Testpartie nur 2-3 Runden
> dauert. Kan mir schon vorstellen, dass dann der Führende
> meckert, wenn man von vorne anfängt (während der Rest sagt
> "Aber es war doch nur eine Testpartie - da hab ich auch
> nicht richtig gespielt!".
> Ich schätze mal die Echtpartien gehen dann bis zum
> regulären Spielende ;-)

Danke, wiedermal hast du meine Gedanken wunderbar zu Ende formuliert! :-)

Viele Grüße
Jost aus Soest ("jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiel - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]
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Marten Holst
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RE: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Marten Holst » 22. März 2006, 19:43

Moin,

>> > zu 2: Wichtig ist es hier, [i]vorher[/i] deutlich
>> > klarzumachen, dass es sich nur um eine Testpartie handelt!
>>
>> Wobei mich schon interessiert, wodurch sich für die meisten
>> Leutchen eine Testpartie von einer 'Echt'partie (nennt man
>> das so?) unterscheidet.
>>
>> Alles eine Frage der Ehre, hm? ;)
>
> Hm, er schrieb ja, dass die Testpartie nur 2-3 Runden
> dauert. Kan mir schon vorstellen, dass dann der Führende
> meckert, wenn man von vorne anfängt (während der Rest sagt
> "Aber es war doch nur eine Testpartie - da hab ich auch
> nicht richtig gespielt!".
> Ich schätze mal die Echtpartien gehen dann bis zum
> regulären Spielende ;-)

Was man ansonsten in Testpartien noch machen kann ist, Elemente einfach mal anzutesten und durchzuspielen, ohne die Sinnhaftigkeit jetzt strategisch zu durchdenken. Beispiel Junta "Ich putsch dann mal". Gerade in Erklärtestpartien m.E. ein durchaus legitimes Mittel.

Tschüß
Marten

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Guido
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Beiträge: 404

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Guido » 23. März 2006, 12:15

Vielen Dank,

sehr brauchbar scheint der Artikel zu sein, den Kathrin Nos verlinkt hat. Danke.
Im Grunde seid Ihr also alle der Meinung, ein kurzes Probespiel sei am besten.
Nun, mein Problem bei der Sache ist ja, dass, wie Michael Schlepphorst treffend beschrieb:
> Ich erlebe es auch
> oft, dass die anderen lieber gleich richtig anfangen wollen.
> Und nachher kommen dann die Sprüche, "Hätte ich das vorher
> gewußt!". ;-)

Das ist ja immer das Problem. Die Regel erarbeiten soll immer ich, auch erklären. Aber nachher wird immer gemeckert, ich hätte was ausgelassen, was ja soooo wichtig ist. Aber wie auch Michael, erkläre ich eigentlich ähnlich (bei selbstreflektion):

> Ich versuche es immer erst mit einem Grobanriss des
> Spielablaufs und des Ziels. Danach gehe ich auf die einzelnen
> Phasen genauer ein und Regeldetails versuche ich dann während
> des Spiels zu klären. Das klappt eigentlich immer ganz gut,

Da es aber (s.o.) immer heisst, ich lasse "essentielle" Details weg, weil sie gerade in der Prof. Easy -Variante nicht erklärbar sind, weil völlig aus dem Zusammenhang geholt, gibt's Mecker.
Erkläre ich es von vorherein, wird es als zu detaillastig abgetan und weggehört. *Grummel*. Zielkonflikt.
Vielleicht ist dieser Hinweis von Jost, ein Probespiel eindeutig anzukündigen und gewisse Optionen durchzusprechen doch am Sinnvollsten. Aber es geht halt Spielzeit drauf. Und wenn nicht "ernst" gespielt wird, finden es wiederum andere langweilig...

Ich habe mir vor kurzem den Spaß erlaubt, die Meckerer erklären zu lassen. Sie haben schnell gemerkt, dass man NICHT nach einer Minute Erklärzeit ein Hazienda oder St. Petersburg erklärt haben kann. Vielleicht ist dies auch eine Möglichkeit, einen gewissen "Konsens" und "Regelverständnis" zu erzeugen.

Dank an alle.

Guido

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Michael Schlepphorst
Kennerspieler
Beiträge: 793

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Michael Schlepphorst » 23. März 2006, 13:54

Guido schrieb:
>
> Das ist ja immer das Problem. Die Regel erarbeiten soll immer
> ich, auch erklären. Aber nachher wird immer gemeckert, ich
> hätte was ausgelassen, was ja soooo wichtig ist. Aber wie
> auch Michael, erkläre ich eigentlich ähnlich (bei
> selbstreflektion):

> Ich habe mir vor kurzem den Spaß erlaubt, die Meckerer
> erklären zu lassen. Sie haben schnell gemerkt, dass man NICHT
> nach einer Minute Erklärzeit ein Hazienda oder St. Petersburg
> erklärt haben kann. Vielleicht ist dies auch eine
> Möglichkeit, einen gewissen "Konsens" und "Regelverständnis"
> zu erzeugen.
>
Genau so mache ich es auch immer ;-)
Obwohl bei uns eigentlich nicht so oft "gemeckert" wird ...

Grüße

Michael

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 23. März 2006, 15:47

Ein Mitspieler oder ich lesen die Regel laut vor. Sobald es Nachfragen gibt, wird am Brett ein Beispiel demonstriert oder nachgelesen, wenn keiner die Antwort kennt.

Das erste Spiel wird GRUNDSÄTZLICH als Probespiel deklariert und meist nach 1 oder 2 Runden, wenn jeder das Prinzip verstanden hat, abgebrochen.

Danach fängt dann das eigentliche Spiel an.

Gruß W.

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Olivier Boss

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Olivier Boss » 23. März 2006, 19:36

Hallo WP,

Laut vorlesen finde ich die schlechteste Moeglichkeit ueberhaupt Regeln zu erklaeren. Da loescht es mir schon in der Haelfte des ersten Satzes ab. Durch meist den komplizierteren Satzbau im Schriftlichen im Gegensatz im Muendlichen sind Regeln in der Regel voellig ungeeignet, um sie auf diese Weise den Hoerer zugaenglich zu machen.

Da ist etwa so, wie ein Professor in einer Vorlesung ein Lehrbuch vorliest. Ich erwarte aber einen Vortrag ueber dieses Thema und keine kompliziert geschriebene Abhandlung.

Fuer mich persoenlich lerne ich mit den Augen viel schneller als mit den Ohren. Das heisst, wenn ich es selber lese, verstehe ich es besser als wenn ich es vorgelesen hoere. Ich finde Regeln erklaeren muss in einem Erklaerstil wie in einem Vortrag erfolgen.

Gruss
Olivier

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Olivier Boss

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Olivier Boss » 23. März 2006, 20:56

Hallo Guido,

Schau mal hier:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=132709&t=132709

Da wurde auch ueber die Meckerer diskutiert.

Tschuess
Olivier

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Michael Andersch

RE: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Michael Andersch » 23. März 2006, 22:48

Ich stimme dem von Olivier geschriebenen absolut zu. Aber: Jede Spielegruppe ist anders. Und wenn man nichts anderes kennt, dann ist vielleicht auch eine vorgelesene Regel mit anschliessendem Probespiel (das dann tatsächlich nötig sein dürfte, obwohl ich Probespiele normalerweise völligen Humbug finde, denn was soll ein "Probespiel" sein? Der "Gewinner" darf sich dann nicht über seinen Sieg freuen? Der Verlierer wird nicht verhöhnt, bis einer heult? Oder wird eine Ruden vor Schluß abgebrochen, um nur ja niemanden gewinnen zu lassen???) zielführend.

Unerprobte Grüße,
Micha

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Michael Andersch

Schöner Job - Spielregel erklären

Beitragvon Michael Andersch » 23. März 2006, 22:48

Nach all dieser Verzweiflung möchte ich nun doch mal eine Gegenmeinung kund tun: Ich erkläre gerne Spielregeln. Ganz egal, ob ich vorher die Gelegenheit habe, mir die Regel zu "erarbeiten" (welch hässliches Wort - eigentlich macht das doch Spaß, oder?) oder ob das Spiel am Spieleabend erst ausgepackt wird.

Im ersteren Fall ist die Erklärreihenfolge:

-Thema / Spielziel
- Spielmaterial
- Spielziel im Detail
- Wie erreiche ich dieses Ziel
- Wie sind die Abläufe
- Startaufstellung

Im zweiten Fall wird eben "an der Regel entlang" erklärt, unter Weglassung (=nicht laut Vorlesen) alles unwichtigen.

Das funktioniert im Normalfall recht gut und auf ein "Probespiel" (Meine Meinung dazu habe ich in einem anderen Posting in diesem Thread bereits kund getan) konnte ich bisher immer verzichten.
Gleiches gilt für "Erklärstörer", d.h. Leute, die gleich losspielen wollen, nicht zuhören oder sonstwie beim Erklären nerven. Einmal geht das. Da solche Personen aber häufig auch im Spiel negativ auffallen ("das hast Du aber nicht erklärt...", "ich fände es besser, wenn wir diesen Punkt anders spielen würden", "bei Siedler ist das aber nicht so",...) liegt mir eh nicht all zu viel daran, Mitspieler solchen Kalibers zu haben. Das Problem erledigt sich also meist von selbst.
"Angenehmen" Mitspielern, d.h. solchen, die wirklich an einem Spiel interessiert sind, liegt üblicherweise auch was daran, ein Spiel zu kapieren. Weswegen solche Mitspieler im Normalfall auch angenehme "Erklärtbekommer" und dadurch gleich doppelt angenehm sind.

Angenehmen Abend,
Micha

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Ralf Rechmann

Re: Erkläre nur, was Du auch erklären kannst!

Beitragvon Ralf Rechmann » 24. März 2006, 01:43

Guido schrieb:

> Ich merke, dass aber dazu gerade
> Wenigspieler nicht bereit sind. Sie wollen spielen, gerne
> auch was Anspruchsvolles, aber eben bitte nur mit minimalem
> Aufwand. Möglichst viel für möglichst wenig. Wie soll das
> gehen? Unmöglich!

Kann funktionieren! Ist Lösung dabei ist die richtige Auswahl an Spielen...

So ist z.B. Funkenschlag recht komplex im Ablauf was so alles während einer Spielpartie passieren kann in den Wechselwirkungen mit den Mitspielern, aber die zugrunde liegenden Spielregeln sind eher einfach, weil eingängig und Runde zu Runde gleich.

Wenn du dann noch Funkenschlag mehrfach gespielt und auch Vielspielern erklärt hast, dann ist es auch einfacher, Wenigspieler an ein solche Spiele jenseits UNO und Carcassone heranzuführen (Vergleich soll keine Abwertung sein, finde beide Spiele nur extrem einfach zu erklären!). Du kennst die Regeln in- und auswändig, hast Deine Kurzregel parat, kannst frei erklären und die Zusammenhänge so ordnen, dass die einfacher zu erfassen sind. Und ganz wichtig: Du bist nicht selbst mit der Regel beschäftigt, sondern kannst Dich beim Erklären voll und ganz Deinen Mitspielern widmen und die direkt einbeziehen - was wichtig ist, damit man keine Monologe hält und die Zeit vergisst, weil man sich gerne selbst beim Erklären zuhört. Also Spielmaterial zuordnen und aufbauen lassen, gezielt Verständnisfragen stellen, die leicht zu beantworten sind und so Sicherheit im Umgang mit dem Regelwerk bieten, durch Gestik und pointierte Denkpausen das Erklären strukturieren...

Sprich, Dir muss das Erklären Spass machen, dann macht es auch einem Wenigspieler Spass, von Dir ein neues Spiel erklärt zu bekommen. Erkläre das, was Du kennst und gerne spielst. Neuheiten würde ich mir dann erstmal für die Vielspieler aufheben...

Viel Spass und Erfolg dabei // Cu Ralf

PS: Werde kommende Woche Twillight Struggle mir und einen Kumpel erklären, der eher Wenigspieler aber begeisteter Thema-Spieler ist. Also wenn das Thema fasziniert, dann kann das Spiel auch noch so komplex sein. Und ich freu mich drauf! :)

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Roman Pelek

Re: Erklären != gewinnen

Beitragvon Roman Pelek » 24. März 2006, 01:59

Michael Schlepphorst schrieb:
>
> Daniel_R schrieb:
> >
> > Während dem ersten Spiel unbeholfenen Spielern Tips geben, um
> > frustrierende Fehler zu vermeiden, auch wenn man selber
> > deswegen verlieren tut. In der zweiten Runde wird dann aber
> > schon etwas ernster gespielt, die Schonfrist ist vorbei ;) .
>
> Stimmt! Dieses Phänomen beobachte ich auch dauernd. Derjenige
> der ein Spiel erklärt gewinnt fast nie. Entweder erkläre ich
> zu gut oder ich verstehe zu schlecht :lol:

Das Gefühl kenne ich auch sehr gut. Ich tröste mich gerne mit der Illusion, ich hätte Leute ein Spiel wirklich nähergebracht und dabei mein eigenes Handeln vernachlässigt. Gelegentlich ist aber auch nur eigene Dummheit am Start gewesen :-))

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Re: undankbarer Job - Spielregel erklären

Beitragvon Roman Pelek » 24. März 2006, 02:57

Hi Guido,

Guido schrieb:

> Nun, könnt ihr mir Tipps geben, wie man gut erklärt und alles
> unter einen Hut bringt? Kann ich von den Leuten beim Erklären
> nicht ein mindestmaß an Konzentration fordern? Ich weiß,

Eigentlich ja, kommt aber an, in welchem Umfeld. Wenn ich zu einem Spieleabend einlade, dann fordere ich für gewöhnlich die Konzentration ein. Aber: wenn ich merke, dass wir mehrheitlich irgendwie etwas "neben der Spur" laufen, spielen wir halt was Bewährtes. Oder erzählen einfach, machen 'ne DVD an oder erzählen einfach. Zwanghaft "gegen aller Leute Bedürfnisse zu spielen" macht ja auch keinen Sinn und es gibt ja zum Glück deutlich mehr "als nur Spiele". Das muss auch mal sein und in meinen Gruppen funktioniert das langjährig gut, das hält irgendwie auch menschlich (letzteres habe ich nie gesagt und gehört wohl in einen vermeintlich überlüssigen Klammersatz :-) ) eine vertraute Gruppe langfristig zusammen. Und die spielt dann wenigstens ein andermal immer wieder mit richtig Spaß an der Sache.

> Ich merke, dass aber dazu gerade
> Wenigspieler nicht bereit sind. Sie wollen spielen, gerne
> auch was Anspruchsvolles, aber eben bitte nur mit minimalem
> Aufwand. Möglichst viel für möglichst wenig. Wie soll das
> gehen? Unmöglich!

Das paraphrasiert eigentlich perfekt die Hölle der (Brett-)Spieleszene, an der wir teilhaben. Darüber grübeln Autoren, Redakteure, Jurys, Spieler und Rezensenten jedes Jahr wieder. Und staunen im Nachhinein, dass alles ganz anders läuft als erwartet. Was jedoch das Staunen der Spieler angeht: Hier wird mehr Akzeptanz außerorten erwartet, als mit unseren Liebhabereien zu holen ist.

Ciao,
Roman ("Well, this is progress? You must be joking.", Peter Hammill: "The future now", 1978)

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Jost Schwider

Probespiel (was: undankbarer Job - Spielregel erklären)

Beitragvon Jost Schwider » 24. März 2006, 06:17

"Michael Andersch" hat am 23.03.2006 geschrieben:

> [...] obwohl ich Probespiele normalerweise völligen
> Humbug finde, denn was soll ein "Probespiel" sein? Der
> "Gewinner" darf sich dann nicht über seinen Sieg freuen?
> Der Verlierer wird nicht verhöhnt, bis einer heult? Oder
> wird eine Ruden vor Schluß abgebrochen, um nur ja niemanden
> gewinnen zu lassen???)

Meine Definition von "Probespiel" bzw. "Testpartie":
Es wird nicht um den Sieg gespielt, sondern nur 2-3 Runden (also [i]nicht[/i] bis kurz vor dem Ende!). Man erläutert seine Spielzüge (spielt u.U. mit offenen Karten - auch im eigentlichen Sinn). Erst wenn der Spielablauf allen klar ist, wird umgehend eine richtige Partie gestartet.
Die von dir genannten Probleme können dann also gar nicht auftreten.

Manchmal kann man die Testpartie auch durch eine kleine Variante vermeiden/ersetzen, indem man die Siegbedingung auf eine kürzere Spielzeit trimmt. Dies erlaubt auch schon, ein erstes Gespür für mögliche Strategien zu bekommen. Sehr gut Erfahrungen habe ich z.B. mit Blitz-Antike gemacht (Spielzeit nur noch 45 Minuten).
Aber Achtung: Wenn die Variante zu gut ankommt besteht die Gefahr, dass alle nur noch diese kürzere Version spielen wollen... ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest ("jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiel - [i]Besser (Brett)Spielen[/i]
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