Beitragvon Hartmut » 21. März 2006, 23:23
"Helmut Lehr" hat am 21.03.2006 geschrieben:
> Hallo,
>
> zur Zeit bin ich dabei, die Caylus-Spielregel zu erlesen
> und zu kapieren.
> Das ist ein hartes Stück Arbeit. Wenn ich schaue, wie viele
> Seiten dick gedruckten Textes noch vor mir
> liegen....entmutigend.
>
> Wie geht Ihr denn an solch eine Spielregel heran?
Hallo Helmut,
ich kann Dich verstehen, so ging es mir einst bei der (ebenfalls sehr gut geschriebenen) Puerto-Rico-Regel. Abends nach der Arbeit einfach zu müde zur Aufnahme der Details und nach mehreren Anläufen nicht den Schwung gehabt, es endlich zu packen. Gut dass dann am Freitagabend danach im Spielekreis einer das Spiel schon kannte und uns einführte. Die Caylus-Regel habe ich in deutlich wacherem Zustand gelesen, da braucht es am Anfang die volle Aufmerksamkeit, um die Zusammenhänge der Details zu erfassen.
Wenn sich im Spielekreis nicht schon einer zum Erklären findet, so sind wir dort doch auch geduldig genug, uns die Regeln vorzulesen und gemeinsam am Tisch zu erarbeiten. So schön wie es ist ein Spiel erklärt zu bekommen, muss man auch zu dieser Vorgehensweise als Spieler grundsätzlich bereit sein und es hat, wie ich finde, auch Vorzüge: alle denken mit, Fragen bleiben nicht offen oder werden sofort einvernehmlich geregelt, fast nichts wird übersehen. Mit "Erklärbär" habe ich bei nachträglichem (dann leichten!) Regelstudium schon noch manches übersehene Detail entdeckt.
Wenn Deine Runde dazu bereit ist, kann ich die zweite Methode daher nur empfehlen. Klar, kostet Zeit, zumal auch das anschließende erste Spiel bei solchen Spiele wie Caylus erst einmal zum "Lehrgeld" zu zählen sind. Aber wer einen Abend mit Regelstudium und Einführungspartie als vertane Zeit betrachtet, hat ein Spiel wie Caylus eh nicht verdient ;-)
Also halt Dich wacker und dann ran ans Spiel, es lohnt sich! Beste Grüße
Hartmut