Beitragvon Niccolo » 29. März 2006, 11:57
Marc schrieb:
> Mich würde interessieren, ob diese Kritiker Spiele wie z.B.
> Um Krone und Kragen, Mauerbauer oder sogar Heckmeck auch
> ablehnen bzw. in die Kategorie: "geht so" stecken.
Mauerbauer kenne ich nicht.
Um Krone und Kragen
'auch' ein Spiel, wo ich bedauere, dass es meine Erwartungen nicht erfüllte.
Also Basiserwartung war: ein flottes Spielchen, was man gern auch so "nebenbei" (z.B. zur Jause, einem guten Glas und Geplauder - eben ein klassisches Würfelspielchen) spielt...
In dieser Sparte habe ich echt nicht viel. Also Ziel: ein "anderes" Würfelpokern.
UKuK klang sehr vielversprechend.
Aus dem Probespiel ging ich mit einem "Geht gerade so" heraus.
Die Uridee - CCG trifft Würfelpoker - gefiel!
Dass das Spiel aber mehr und mehr von einem Würfeln zu einem 'Drehen' verkommt, gefiel mir weniger. Während ich bei Würfelpoker ja durchaus mit Spannung zugucke, wenn ein Gegenüber würfelt, verlier ich hier schnell das Interesse zuzugucken wie mein Gegenüber Karten einsetzt, dadurch Würfel mal dahin, mal dorthin dreht... Und beim eigenen Zug haut es mich auch nicht von den Socken.
Heckmeck
hingegen gefällt mir sehr gut. Es ist genaus das!: ein flottes, unterhaltsames Würfelspiel.
> M.E. sind das Beispiele für Spiele, die selbst ohne großen
> Handlungsspielraum und obwohl die auch von Kindern gespielt
> werden können immer wieder Spass unter Erwachsenen bringen
> können!
Hm... einfachere Spiele die ich auch mag, sind z.B.: Carcassonne, Take it Easy, Digit, Finstere Flure, Zug um Zug, Yellowstone Park, ...
Haben alle unterschiedlichsten Handlungsspielraum (Heckmeck ist ja ein gutes Beispiel, für einen ziemlich eingeschränkten)...
Wichtig ist mir, dass ich Entscheidungen treffen kann/muß. Vor allem Entscheidungen, wo nicht zwangsläufig beurteilt werden kann, ob diese Entscheidung jetzt gut oder schlecht war...
Bleiben wir bei Heckmeck - würfel ich weiter? Tu ich es nicht? Nehme ich das Risiko weiter zu würfeln, ist das a priori keine falsche Entscheidung.
Bei Kleopatra fällt mir jetzt eigentlich nichts ein, wo ich eine *Entscheidung* treffen muß. Mit den Mitteln die man zur Verfügung hat, kann man nur das Richtige, oder eben das Suboptimale machen.
> und sich auf diese Weise doch noch eine Kaufempfehlung geben
> lassen möchte - und dass nicht nur des Materials wegen!
Also ich würde sagen: Probespielen, oder es sich sehr gut im Spieleladen vorzeigen lassen.
Es ist halt recht schwer, so auf ein oder ein paar Spiele, einen Geschmacksabgleich zu fahren.
Ich fand Im Zeichen des Kreuzes ein nettes Spiel - fiel 'hier' ja deutlich durch;
Ich kann mit dem Herr der Ringe "Kooperations"spiel so gar nix anfangen - wird von vielen geliebt;
BTW: ich hab mir Keep Cool zugelegt - will noch nix dazu sagen, aber bzgl. Kooperationsspiel sicher interessanter -- es verlieren alle, oder es gewinnt einer! SO gehört ein Kooperationsspiel! Ein alle gewinnen oder alle verlieren, fühlt sich für mich nach aufgesplittetem Solospiel an.
Ich finde El Grande abgespielt (aus der Sparte kommt maximal San marco am Tisch) - manche packen es noch immer gerne aus;
Ich ziehe Battle Cry einem Memoire'44 vor... fürchte nach 2 Partien, dass auch Command and Colours Ancients, trotz einiger guter Ideen, diese Hürde nicht schafft;
usw, usw...