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Kritik ist sinnlos !

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank

Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Frank » 11. April 2006, 09:27

Mannoman,
da wage ich es doch, eine Regelvariante für Thurn&Taxis vorzuschlagen
und werde gleich überhäuft:

* Ein gutes Spiel sollte man nichtverbessern.
* Es ist arrogant, zu unterstellen, das Vielspieler nur Konfrontationsspiele wollen

usw.usw.

Darf man denn gar keine Kritik mehr äußern ?
Darf man denn nicht mehr äußern, das einem das Anspruchsniveau in einem Spiel zu gering ist ?
Muß man jedes Wort auf die Goldwaage legen und immer so formulieren, das man sagt "die Vielspieler, die ich kenne (immerhin ein gutes Dutzend), finden das Spiel nett aber eben nicht mehr" ?

Es kotzt mich an !!! Ehrlich.
Hey. Dies ist ein Forum in dem kontrovers diskutiert werden sollte !!!

Oder wie seht Ihr das ?

Frank
PS: Wer mag, kann im letzten T&T-Thread nachlesen, was und wen ich meine. Meinen ausdrücklichen Dank an diejenigen, die sich inhaltlich mit der Regelvariante auseinandergesetzt haben. Ja, die Variante ist destruktiv und lenkt das Spiel in eine andere Richtung. Wir werden es halt mal probieren. Denn im normalen Spiel geht der Wiederspielreiz bei uns gegen Null.

Und das muß und darf gesagt werden !!

Und natürlich ist A.Seyfarth ein guter Autor und hat mit Puerto Rico einen Klassiker erschaffen. Hat das jemand bestritten ? Was ist mit Knizia ? Der Mann hat geniale Spiele geschaffen, aber er produziert soviel, das da auch einfach Schrott bei ist. Wie engstirnig sind eigentlich manche Leute hier im Forum ?

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torben

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon torben » 11. April 2006, 09:42

Hi.

Ich habe Deinen T&T-Thread nicht gelesen, da ich das Spiel (noch) nicht kenne. Aber ich möchte Dich ermutigen, weiterhin Regelvarianten vorzuschlagen und Kritik an Spielen zu üben. Denn das macht für mich (neben Regelerläuterungen o.ä.) den Sinn dieses Forums aus.

Und ich finde, solange alle schön oberhalb der Gürtellinie und themenbezogen bleiben, ist auch Kritik am Kritiker oder am Kritiker des Kritikers oder am Spielegeschmack der Tante meines Nachbarn nicht nur ok sondern auch aus meiner Sicht wünschenswert.

Torben

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Marion Menrath
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Beiträge: 447

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Marion Menrath » 11. April 2006, 09:55

Tja Du meinst sicher mich. Mir geht hier im Forum in letzter Zeit auch einiges auf die Nerven und darauf habe ich reagiert.

Z.B auf die Unterstellungen nicht nur in Deinem Thread, sondern auch in einem vorigen, dass Vielspieler diesem Spiel generell nichts abgewinnen können. Also ist dann jeder, der es mag, ein Gelegenheitsspieler?

War nicht gegen Dich persönlich gerichtet (ich kenne Dich doch wahrscheinlich gar nicht), sondern richtet sich gegen die auch in einem anderen Forum angesprochene zunehmende Tendenz, in Freak-spieler und andere zu unterscheiden.

Marion

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Dirk Piesker
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Beiträge: 950

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Dirk Piesker » 11. April 2006, 09:56

Hallo Frank,

> Es kotzt mich an !!! Ehrlich.
> Hey. Dies ist ein Forum in dem kontrovers diskutiert werden
> sollte !!!

Die Antworten zu Deinem Beitrag waren doch kontrovers, oder?
Oder meinst Du das so, dass Du etwas kontroverses sagst, und die
anderen dann zustimmen sollten? :-)

>
> Oder wie seht Ihr das ?

Ich sehe das so, dass die Antworten sehr moderat und überlegt waren,
in keiner Weise Dich diskreditiert haben, aber nun mal alle Poster zu dem Schluss kamen, dass Dein Ansatz für Sie nicht in Frage kommt. Und zwar aus
verschiedenen Gründen. Und es waren doch nur 4 Antworten.



Viele Grüße,
Dirk

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Frank

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Frank » 11. April 2006, 10:00

Ja, Dich meinte ich auch :-)
Ich habe nicht unterstellt, das Vielspieler dem Spiel generell nichts abgewinnen können. Aber in meinem Spielekreis ist das nunmal so. Wir finden das Spiel halt eher langweilig und anspruchslos. Und das ist nicht arrogant, sondern einfach nur unsere Meinung.

Gruß
Frank

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Frank

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Frank » 11. April 2006, 10:07

:-)
Neinnein.
Mit Meinungsaustausch meinte ich nicht, das die anderen meine Meinung annehmen sollen :-)
Ja, zwei Antworten haben sich kontrovers auseinandergesetzt,
dafür habe ich mich ja auch bedankt.
Aber ich meinte die Reaktionen wie
"A. Seyfarth ist ein Autor, der seine Spiele gut durchdenkt und den Mechanismus fein abstimmt", "ein gutes Spiel sollte man nicht verändern" etc.
Ein gutes Spiel ist Geschmacksache. Ich habe halt einen anderen Geschmack und wollte eine inghaltliche Diskussion und nicht so ein Kleinkindergefasel.
Das fällt mir auch in anderen Threads auf.
Wehe dem z.B. der sich negativ über "Kleopatra" geäußert hatte.
Das Spiel wurde hier so gehypt, das man bei jeder Kritik fast gesteinigt wurde. ich kenne das Spiel noch nicht, habe aber den Eindruck gewonnen, das es wunderschön ausgestattet ist, aber vielleicht auch nicht so den großen Anspruch hat. Aber das werde ich die Tage selber testen. Dieses undifferenzierte Hypen eines Spieles führt dann immer wieder zu Threads wie "nach all den positiven Meinungen habe ich mir gestern das Spiel XYZ gekauft und bin sehr enttäuscht" Da lache ich mich immer tot, wenn ich sowas lese.

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Chregi Hansen

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Chregi Hansen » 11. April 2006, 10:16

Hallo Frank

Ich habe jetzt extra den T&T-Thread durchgelesen und kann deine Aufregung wirklich nicht begreifen. Du hast einen Vorschlag gemacht, und offenbar findet ihn keiner gut. Und nun? Nichts hindert dich daran, das Spiel so auszuprobieren und dir selber eine Meinung zu bilden. Mit der Wortwahl in diesem Thread machtst du dir jedenfalls sicher keine Freude.
Und Kritik ist mit Sicherheit in diesem Forum nicht sinnlos und durchaus gewünscht. Ich jedenfalls habe immer meine Meinung gepostet und habe nie negative Erfahrungen gemacht. Und ich bin ganz und gar nicht immer gleicher Meinung wie die anderen.

Also: Schreib weiter, was dir wichtig ist, aber achte 1. auf die Wortwahl und erwarte 2. nicht immer einfach Applaus. Und probier deine Variante und poste die Erfahrung. Vielleicht kannst du dann die Skeptiker umstimmen.

Gruss aus der Schweiz
Chregi (der Thurn und Taxi ned kennt und im Prinzip meist regelgetreu spielt, aber durchaus beim einen oder anderen Spiel die Regeln etwas abändert)

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Dirk Piesker
Kennerspieler
Beiträge: 950

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Dirk Piesker » 11. April 2006, 10:26

Hallo Frank,

[sarkasmus on]
Natürlich kriegst Du auf die Glocke, wenn Du es wagst, die
objektiv festgelegte Wahrheit des Forums zu kritisieren.
[off]

> und wollte eine inghaltliche Diskussion und nicht so ein Kleinkindergefasel

Ich sehe häufig eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen/Forderungen
von Forumsteilnehmern an den Diskussionsstil der Anderen und Ihrem eigenen
Stil.

Könntest Du Dir vorstellen, dass o.g. Zitat nicht dazu ermuntert, sich freundlich
und konstruktiv mit Dir auseinanderzusetzen?

In der Kneipe bei einem Bier kannst Du Marion mit so einem Spruch vielleicht kommen, aber hier und so?

Wie schon häufig beschrieben sollte man, wenn man schriftlich miteinander kommuniziert, gewisse Vorsicht walten lassen, da Zwischentöne, leichte Ironie oder Ähnliches schnell mal unter den Tisch fallen.

Und ja: trotzdem kanns kontrovers und sogar hart sein. Ich sollte mir nur gut überlegen was ich wie schreibe, und mein Posting nochmal gegenlesen auf genau diesen Aspekt der Kommunikation.


Viele Grüße,
Dirk

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Tyrfing

Ist Kritik an der Kritik denn nicht auch legale Kritik?

Beitragvon Tyrfing » 11. April 2006, 11:33

Ein System, bei dem man nichts mehr kritiseren darf, hat definitiv etwas falsch gemacht.

Interessant finde ich aber, dass du anscheinend mit zweierlei Maß misst, denn:
Deine Kritik an dem Spiel ist in Ordnung. Die Kritiker deiner Kritik sind hingegen unfair?
Sind Kritiken, die sich auf deine Kritiken beziehen nicht auch legale Kritiken?

Ich unterstütze Kritiken eigentlich grundsätzlich immer, aber diese sind dann natürlich auch "kritisierbar" und eben just dies ist geschehen ;)

Ich hab dem Ursprungsthread nicht gelesen, aber ist es nicht vielmehr eine Chance, wenn man in einem Forum über Regelvarianten "streiten" kann und so seine Ursprungsideen verbessern (oder varieren) kann?

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Braz
Kennerspieler
Beiträge: 6431

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Braz » 11. April 2006, 11:40

Hallo Frank,

prinzipiell begrüße auch ich div. Regeländerungen zum Verbessern eines bestehenden Spielprinzips. So gefällt mir die Regelvariante zu einem meiner Lieblingsspiele "Carolus Magnus" ausgesprochen gut und erhält mE erst dadurch den notwendigen taktischen Tiefgang.


Zu deinem Vorschlag nun: Ich finde es super, wenn sich jnd damit auseinandersetzt NUR bitteschön sind doch auch Gegenmeinungen diesbezüglich auch erlaubt, oder?!
...und wenn ich mir so dein jetziges Posting durchlese,dann finde ich, daß du -basierend auf dem ursprünglichen Thread- maßlos übertreibst, denn ich finde, daß die meisetn Antworten sehr sachlich auf deinen Regelvorschlag eingegangen sind. Du hingegen tust hier so, als seist du "in den Boden gestampft" worden......


Frank schrieb:
>
> Mannoman,
> da wage ich es doch, eine Regelvariante für Thurn&Taxis
> vorzuschlagen
> und werde gleich überhäuft.......
> Darf man denn gar keine Kritik mehr äußern ?
> Darf man denn nicht mehr äußern, das einem das
> Anspruchsniveau in einem Spiel zu gering ist ?
> Muß man jedes Wort auf die Goldwaage legen und immer so
> formulieren, das man sagt "die Vielspieler, die ich kenne
> (immerhin ein gutes Dutzend), finden das Spiel nett aber eben
> nicht mehr" ?
> Es kotzt mich an !!! Ehrlich.
> Hey. Dies ist ein Forum in dem kontrovers diskutiert werden
> sollte !!!


sorry, aber deine jetzige Reaktion finde ich deplatziert und kann sie in keinster Weise nachvollziehen.....muß es ja aber auch nicht ;)


friedvollen Gruß
Braz

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B.Marck

Re: Kritik vor Ostern

Beitragvon B.Marck » 11. April 2006, 11:45

Frank schrieb:
>
> Darf man denn gar keine Kritik mehr äußern ?

Das frage ich mich auch :) manchmal :).

> Muß man jedes Wort auf die Goldwaage legen und immer so

In Punkto "erwartete Formulierungskunst" kann sich mancher Thread im Forum mit juristischen Foren messen.

> Es kotzt mich an !!! Ehrlich.

Na na, jetzt mal nicht überreagieren (ich hol schon mal 'nen Eimer)...

> Hey. Dies ist ein Forum in dem kontrovers diskutiert werden
> sollte !!!

Klaro! Wenn ich das Spiel kennen würde, wäre ich eventuell an deiner Variante interessiert.
In my honest opinion spürt man in Foren deutlich, wenn Feiertage anstehen. Dann reagieren alle "etwas gereizter".

> wen ich meine. Meinen ausdrücklichen Dank an diejenigen, die
> sich inhaltlich mit der Regelvariante auseinandergesetzt

Ehrlich gesagt finde ich, dass das sogar nicht mal wenige waren. Jeder Poster hat sich konstruktiv mit deinem Vorschlag auseinander gesetzt. Hauptsächlich Marions letztes Posting äußert deutliche Kritik an der Fragestellung (indem sie eigentlich ein ganz anderes Thema anspricht, nähmlich ihren geänderten Anspruch an Spiele).

> Schrott bei ist. Wie engstirnig sind eigentlich manche Leute
> hier im Forum ?

;) Schmunzel ;)

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B.Marck

OT: Carolus Magnus Variante

Beitragvon B.Marck » 11. April 2006, 11:49

Braz schrieb:
>
> Verbessern eines bestehenden Spielprinzips. So gefällt mir
> die Regelvariante zu einem meiner Lieblingsspiele "Carolus
> Magnus" ausgesprochen gut und erhält mE erst dadurch den
> notwendigen taktischen Tiefgang.

Aha! So so, welche Variante denn? Kenn' ich die? Wie funktioniert die denn??

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Mike Merten

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Mike Merten » 11. April 2006, 11:54

Frank schrieb:
> "ein gutes Spiel sollte
> man nicht verändern" etc.

Das ist richtig. Aber was zum Teufel ist ein "gutes Spiel"? Für mich (und wohl für die meisten anderen) gibt es da nur ein wirkliches Kriterium: Wenn es mir gefällt.

Und deshalb darf natürlich jeder jedes Spiel verändern. Vor allem dann, wenn es einem nicht gefällt, man aber das Gefühl hat, im dem Spiel stecke Potential, das man mit der einen oder anderen Änderung hervorholen könne.

Ein Spiel für sich persönlich besser zu machen, muß legitim bleiben. Auch, wenn es in der Ursprungsversion 98% der Forums-Schreiber 100%ig gefällt.

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: OT: Carolus Magnus Variante

Beitragvon Braz » 11. April 2006, 11:56

..die kennst du bestimmt schon längst... ;)

Dennoch: http://www.hall9000.de/navi/varianten.html

Ich meine die erste Variante.

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B.Marck

Re: OT: Carolus Magnus Variante

Beitragvon B.Marck » 11. April 2006, 12:02

Braz schrieb:
>
> ..die kennst du bestimmt schon längst... ;)
>
> Dennoch: http://www.hall9000.de/navi/varianten.html

Nö, kannte ich nicht. Muss vor meiner Zeit gewesen sein. Wie schön, dass CM noch im Hause ist :)
Apropos: CM fand ich auch ohne Variante nett und einzigartig. (Nur mal so off Topic.)

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Braz
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Re: OT: Carolus Magnus Variante

Beitragvon Braz » 11. April 2006, 12:15

B.Marck schrieb:

> Apropos: CM fand ich auch ohne Variante nett und einzigartig.
> (Nur mal so off Topic.)

...ist es ;)

Die Variante mindert nur den Glücksanteil beim "Aus-dem-Beutel-ziehen" und so ist das Spiel IMHO um einiges taktischer, denn ich kann vorher überlegen, welche Steine noch ausliegen und ob sie der oder die Gegenüber gebrauchen kann....

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Mike Merten

Re: Ist Kritik an der Kritik denn nicht auch legale Kritik?

Beitragvon Mike Merten » 11. April 2006, 12:22

Tyrfing schrieb:
>
> Sind Kritiken, die sich auf deine Kritiken beziehen nicht
> auch legale Kritiken?
>

Natürlich müssen auch Kritiken kritisierbar sein. Aber nehmen wir folgenden Satz:
"Andreas Seyfarth ist meiner Meinung nach ein Autor, der lange und intensiv Mechanismen aufeinander abstimmt." Was will uns die Autorin damit sagen? Wahrscheinlich, das Andreas Seyfarth ein Autor ist, der Spiele entwickelt, die ihr sehr gefallen. Sagt das aber auch irgendetwas darüber aus, ob die vorgeschlagene Änderung das Spiel für andere nicht interessanter machen könnte? Nein.

nice dice
Mike

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Chregi Hansen

Re: Ist Kritik an der Kritik denn nicht auch legale Kritik?

Beitragvon Chregi Hansen » 11. April 2006, 12:46

Mike Merten schrieb:

> Natürlich müssen auch Kritiken kritisierbar sein. Aber nehmen
> wir folgenden Satz:
> "Andreas Seyfarth ist meiner Meinung nach ein Autor, der
> lange und intensiv Mechanismen aufeinander abstimmt." Was
> will uns die Autorin damit sagen?

Ich lese da raus: "Andreas Seyfarth hat sich wohl sehr lange und intensiv mit den verschiedenen Mechanismen beschäftigt und dabei vielleicht sogar über die vorgeschlagene Variante nachgedacht und sie wieder verworfen". Ich lese auch daraus: "Die meisten Spieleautoren feilen sehr lange an der endgültigen Fassung herum und lassen dabei viele Ergebnisse von Testspielrunden einfliessen". Ich lese da auch raus: "Das Spiel ist das Ergebnis eines langen Prozesses des Probierens, Weglassens, Umgestaltens und kein Schnellschuss. Der Vorschlag von Frank ist hingegen ein Schnellschuss, er hat ihn noch gar nicht ausprobiert". Und ich lese da raus, dass die Postende daher eher auf das Seifarthsche Ergebnis vertraut als auf die Lösung von Frank. Und das ist ihr gutes Recht und darf sie IMHO auch so formulieren, ohne gleich so angeschnauzt zu werden.

Gruss aus der Schweiz
Chregi (der auch schon Varianten ausgedacht hat, die super klingen, dann aber beim Testen gemerkt hat, dass sie nicht das Gelbe vom Ei ist)

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Mike Merten

Re: Ist Kritik an der Kritik denn nicht auch legale Kritik?

Beitragvon Mike Merten » 11. April 2006, 13:17

Chregi Hansen schrieb:
> Ich lese da raus: "Andreas Seyfarth hat sich wohl sehr lange
> und intensiv mit den verschiedenen Mechanismen beschäftigt
> und dabei vielleicht sogar über die vorgeschlagene Variante
> nachgedacht und sie wieder verworfen". Ich lese auch daraus:
> "Die meisten Spieleautoren feilen sehr lange an der
> endgültigen Fassung herum und lassen dabei viele Ergebnisse
> von Testspielrunden einfliessen". Ich lese da auch raus: "Das
> Spiel ist das Ergebnis eines langen Prozesses des Probierens,
> Weglassens, Umgestaltens und kein Schnellschuss. Der
> Vorschlag von Frank ist hingegen ein Schnellschuss, er hat
> ihn noch gar nicht ausprobiert". Und ich lese da raus, dass
> die Postende daher eher auf das Seifarthsche Ergebnis
> vertraut als auf die Lösung von Frank. Und das ist ihr gutes
> Recht und darf sie IMHO auch so formulieren, ohne gleich so
> angeschnauzt zu werden.
>

Der erste Punkt ist eine reine Spekulation. Aber nehmen wir ruhig an, er entspräche den Tatsachen: Wo ist die Gewähr, daß es sich dabei um etwas handelte, was Seyfahrt nicht gefiel und auch niemand anderen gefallen würde?
Warum läßt man Frank das nicht einfach ausprobieren, sondern kommt gleich mit solchen Totschlage-Argumenten??? Die finde ich genauso wenig hilfreich wie das "das kotzt mich an". _Beides_ führt leider nicht zu konstruktiven Diskussionen.

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Chregi Hansen

Re: Ist Kritik an der Kritik denn nicht auch legale Kritik?

Beitragvon Chregi Hansen » 11. April 2006, 13:33

Mike Merten schrieb:
> > Warum läßt man Frank das nicht einfach ausprobieren, sondern
> kommt gleich mit solchen Totschlage-Argumenten??? Die finde
> ich genauso wenig hilfreich wie das "das kotzt mich an".
> _Beides_ führt leider nicht zu konstruktiven Diskussionen.

Wo ist das passiert?

Matthias schrieb: "Aber probier es aus und lass es uns wissen"

Kai schrieb: "Grundlegendes Problem in der Regel sehe ich, dass damit effektiv eine der Spielende-Bedingungen ausgehebelt wird etc." (hat sich also mit dem Vorschlag auseinandergesetzt)

Die beiden anderen sind der persönlichen Meinung, dass das Spiel so gut ist, wie es ist.

Wenn Frank eine Variante als Vorschlag präsentiert, muss er doch damit rechnen, dass es andere gibt, die es anders sehen. Das hat doch mit Totschlag-Argumenten nichts zu tun, sondern mit Diskutieren. Dass keine seinen Vorschlag lobt, kann man den Benutzern dieses Forum nicht vorwerfen. Offenbar hat seine Idee bei den anderen keine Begeisterungsstürme ausgelöst. So what?

Gruss aus der Schweiz
Chregi (der prinzipiell zu mehr Gelassenheit rät ;-) )

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Grzegorz Kobiela

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 11. April 2006, 13:45

Da das Problem hier nicht nur ein Einzelfall ist, poste auch ich mal meine Meinung dazu.

Zunächst haben viele meiner Vorposter Recht, dass sich im TuT-Thread alle (mit Ausnahme Marions) konstruktiv mit dem Regeländerungsvorschlag auseinander gesetzt haben und zum Schluss gekommen sind, dass er nicht funktionieren könnte. Obwohl ich nie TuT gespielt habe und mir das Spiel nach einigen Rezensionenlektüren absolut nicht gefällt und ich es so nie spielen werde, kann ich den Kritikern nur zustimmen, dass deine Regel das Spielsystem auseinander nehmen (sprich kaputt machen) würde.

Nun zu Marions Postings. Diese sind natürlich wirklich daneben, wie ich finde. Allein der erste Satz:

> Dann spielt doch lieber gleich ZuZ oder Funkenschlag, statt Thurn und Taxis kaputt zu regeln.

Das allein ist schon ein direkter Angriff an Frank. Erstens darf jeder so viele Houserules erfinden, wie er will und sich sein Spiel "kaputt regeln" wie er möchte. Ihm das Spielen und Erfinden zu untersagen, wie der zitierte Satz suggeriert, ist vollkommen daneben. Was Frank lieber spielen sollte, weiß er selber und so eine Art ihn anzusprechen, ist schlicht unhöflich. Weiterhin mag Seyfarth ein toller Autor sein und bla. Errare humanum est. Auch ihm kann mal ein schlechtes Spiel passieren. Das Beispiel Knizia war hier sehr angebracht. Er produziert zu 50% reinen Müll, schafft aber auch geniale Spiele, die man sehr gerne spielt. So kann es jedem Autor ergehen. Das Argument, Seyfarth durchdenke seine Spiele (übrigens, welcher Autor macht das denn nicht?), bringt hier rein gar nichts und dient nur als Pseudo-Argument, da Marion anscheinend keine echten hat. Das mit der Arroganz-Sache ist sowieso Unterstellung. Interpretiere nicht in Franks Worte hinein. Nirgendswo hat er erwähnt, du seist ein Gelegenheitsspieler, nur weil du destruktive Spiele nicht magst.

Schließlich komme ich nun zum Titel des Threads und seiner eigentlichen Aussageabsicht, dass hier im Forum zu viel Haarspalterei betrieben wird. Dem stimme ich voll zu. Ich möchte vor dem Erstellen eines Beitrags kein Jurastudium abschließen müssen, um meine Sätze so zu formulieren, dass sie evtl. ein Schwarzer in Amerika nicht missversteht (bewusst überspitzt formuliert). Hört einfach alle auf immer irgend etwas Unterschwelliges in den Beiträgen anderer zu sehen oder sie überzuinterpretieren bzw. immer haargenau wortwörtlich zu nehmen. Political Correctness is der größte Schwachsinn der Menschheit, geradezu geschaffen, um die Konflikte auf dieser Erde noch mehr zu fördern, neue zu schaffen und Menschen arroganter zu machen. Ein Haarspalter ist in meinen Augen schlicht arrogant. Er hält sich für was Besseres, weil er die Fähigkeit hat, seine Sätze so zu formulieren, dass sie von Jedermann auf dieser Welt exakt so verstanden werden, wie er es beabsichtigt, und er macht andere, die diese Fähigkeit nicht haben, runter, indem er bewusst ihre Sätze zehnmal auseinander nimmt und in allen 237 verschiedenen Interpretationsweisen auslegt, um klar zu stellen, wie sehr das Opfer doch im Unrecht ist, allein dadurch, dass seine Sätze nicht gesetzesbuchreif sind. Das ist lächerlich.

Wie viele vielleicht merken, ist mein Beitrag bewusst provokant und exakt das Gegenteil von dem, was sich ein Haarspalter wünschen würde. Eine Frau wird mit Gelegenheitsspieler angesprochen, viele Sätze sind salopp formuliert, unterschwellig in manchen Augen usw. Mögen den Haarspalter die Haare ausfallen, wenn sie meinen Beitrag lesen. Ärgert euch, steinigt mich, mir ist das absolut egal. Denn jeder einfache durchschnittliche, normale, Mensch wird meinen Beitrag und seine klare Intention richtig verstehen, ohne vorher Jura oder Germanistik studiert zu haben.

Und Frank, ich kann verstehen, dass dich genau das ankotzt. Mich tuts auch. Amen.

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Grzegorz Kobiela

Re: Ist Kritik an der Kritik denn nicht auch legale Kritik?

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 11. April 2006, 13:48

Ein Satz wie "mir gefällt das Spiel so wie es ist" hat in einem Thread über eine Regeländerung nichts zu suchen. Das interessiert einfach keinen, noch weniger den Threadersteller. Ihn interessiert, was andere über seinen Vorschlag denken, nicht wie sie das Grundspiel finden.

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Marten Holst » 11. April 2006, 14:32

Moin,

In einem Buch von Umberto Eco (ich meine, es war das Focaultsche Pendel, weiß es aber nicht, da es nie von mir selber gelesen wurde) wurde die Kunst angesprochen, ein Haar in vier genau gleiche Teile zu spalten. In meinem Freundeskreis wurde mir eine Ehrendoktorwürde in dieser Disziplin verliehen. Von daher fühle ich mich mal angesprochen :-)

> Nun zu Marions Postings. Diese sind natürlich wirklich
> daneben, wie ich finde. Allein der erste Satz:
>
>> Dann spielt doch lieber gleich ZuZ oder Funkenschlag, statt Thurn und Taxis kaputt zu regeln.
>
> Das allein ist schon ein direkter Angriff an Frank. Erstens
> darf jeder so viele Houserules erfinden, wie er will und
> sich sein Spiel "kaputt regeln" wie er möchte. Ihm das
> Spielen und Erfinden zu untersagen, wie der zitierte Satz
> suggeriert, ist vollkommen daneben.

Hier tust Du allerdings - in meinen Augen - das, was Du später anderen vorwirfst, nämlich interpretieren. Für sich zu Hause darf jeder alles tun (also zumindest alles, was hier sinnvoll erwähnt werden könnte), aber wer hier in die Öffentlichkeit tritt und Meinungen hören will, der kann auch Meinungen zu hören bekommen.

Und wenn ich jetzt mal Marions Meinung interpretiere, komme ich in etwa auf: "TuT ist an Dir (Frank) vorbei entwickelt. Es ist nun allerdings wohl erfolgversprechender, ein Spiel zu spielen, das von vornherein Deinen Erwartungen eher entspricht, als in einem Spiel, das dies nicht tut, an ein paar Schrauben zu drehen, da so etwas (fast immer) an anderen Ecken die Balance eines Spieles aushebelt."

Abschließend finde ich Marions direkte Angriffe weniger deftig, als Franks Ausgangsposting in diesem Thread (was, um das klar zu stellen, natürlich auch noch locker von so manchem Post in anderen Foren getoppt wird).

> Schließlich komme ich nun zum Titel des Threads und seiner
> eigentlichen Aussageabsicht, dass hier im Forum zu viel
> Haarspalterei betrieben wird. Dem stimme ich voll zu. Ich
> möchte vor dem Erstellen eines Beitrags kein Jurastudium
> abschließen müssen, um meine Sätze so zu formulieren, dass
> sie evtl. ein Schwarzer in Amerika nicht missversteht
> (bewusst überspitzt formuliert). Hört einfach alle auf
> immer irgend etwas Unterschwelliges in den Beiträgen
> anderer zu sehen oder sie überzuinterpretieren bzw. immer
> haargenau wortwörtlich zu nehmen. Political Correctness is
> der größte Schwachsinn der Menschheit, geradezu geschaffen,

Äh, hier komme ich nicht mit. Weder sehe ich, wo man hier "juristsch präzise" schreiben muss (und wie präzise juristisch sich auswirkt sehen wir gerade an der lustigen Passarge-Spielepizza-Episode - ich verstehe da kein Wort :-) ), noch was das jetzt auf einmal mit PC zu tun haben soll.

Was allerdings immer beachtet werden sollte, ist dass schriftliche Kommunikation mit vielen unbekannten Leuten mit teilweise anderem "kulturellen" Hintergrund (und das können schon 4 Jahre Altersunterschied bewirken) zwangsläufig anders - und zwar vorsichtiger - sein muss, als mündlicher Text mit jahrelang Bekannten, denn dort gibt es zum Beispiel Mimik, Tonfall, etc. - und der Möglichkeit, Reaktionen zu erkennen und abzufedern, wenn man sich doch vertan hat.

> Haarspalter ist in meinen Augen schlicht arrogant. Er hält
> sich für was Besseres, weil er die Fähigkeit hat, seine
> Sätze so zu formulieren, dass sie von Jedermann auf dieser
> Welt exakt so verstanden werden, wie er es beabsichtigt,
> und er macht andere, die diese Fähigkeit nicht haben,
> runter, indem er bewusst ihre Sätze zehnmal auseinander
> nimmt und in allen 237 verschiedenen Interpretationsweisen
> auslegt, um klar zu stellen, wie sehr das Opfer doch im
> Unrecht ist, allein dadurch, dass seine Sätze nicht
> gesetzesbuchreif sind. Das ist lächerlich.

Wenn diese Missverständnisse bewusst gesucht werden, sicherlich. Aber manchmal passiert es, dass man einen Satz wirklich so versteht, wie man es vorgibt, und dann sauer ist, weil er eben - so verstanden - beleidigend war. Und dafür immer den Empfänger als Schuldigen zu sehen, das empfinde ich als lächerlich. In einem Forum schreibt man etwas, um anderen etwas mitzuteilen (wer nur schreibt, um sich selbst daran zu erfreuen, möge einfach zu Hause die Wand vollschreiben), und da ist es verdammt noch mal die Aufgabe, auf die potenziellen Leser einzugehen. Die haben nicht die Pflicht, Texte durchzukauen, bis sie verstanden (zu) haben (meinen), was der Autor hätte sagen wollen.

Und wo Du gerade allgemein wurdest: oftmals (und ich meine jetzt nicht diesen Thread, sondern Forenkultur allgemein) sehe ich es nicht als mangelnde Fähigkeit, sich klar auszudrücken, sondern bestenfalls als Sorglosigkeit, schlimmstenfalls als Arroganz - wenn das Wort so beliebt ist - dass meine Kommunikationsform wichtiger und besser ist, und wenn Du nicht verstehst, was ich meine, dann bist Du wohl dumm.

> Denn jeder einfache durchschnittliche, normale,
> Mensch wird meinen Beitrag und seine klare Intention
> richtig verstehen, ohne vorher Jura oder Germanistik
> studiert zu haben.

Vielleicht bin ich nicht einfach, durchschnittlich oder normal genug, trotz fehlendem Jura- oder Germanistikstudium, aber während ich weite Teile Deines Textes zu verstehen meine, sehe ich einfach den Zusammenhang nicht. Und was mich ankotzt, sind sinnlose Schimpf- und Wuttiraden.

Tschüß
Marten

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Mike Merten

Re: Ist Kritik an der Kritik denn nicht auch legale Kritik?

Beitragvon Mike Merten » 11. April 2006, 14:48

Chregi Hansen schrieb:
>
> Mike Merten schrieb:
> > > Warum läßt man Frank das nicht einfach ausprobieren,
> sondern
> > kommt gleich mit solchen Totschlage-Argumenten??? Die finde
> > ich genauso wenig hilfreich wie das "das kotzt mich an".
> > _Beides_ führt leider nicht zu konstruktiven Diskussionen.
>
> Wo ist das passiert?
>

Das Zitat stammt aus dem Posting von Marion.

>
> Die beiden anderen sind der persönlichen Meinung, dass das
> Spiel so gut ist, wie es ist.
>

Das stört mich auch nicht. Aber den Autor dann als Autoritätsperson vor sich her zu tragen empfinde ich dann nicht als ziemlich überflüssig.

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Frank

Re: Kritik ist sinnlos !

Beitragvon Frank » 11. April 2006, 14:50

Ich sage nur:
Danke Grzegorz !


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