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Hart an der Grenze - bin enttäuscht

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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susanne

Hart an der Grenze - bin enttäuscht

Beitragvon susanne » 10. April 2006, 23:18

Hallo Spieler,
wir haben uns vorgestern Hart an der Grenze gekauft
- fazit : igendwie bin ich enttäuscht.
Sicher, die Blechkoffer sind schön und deshalb ist uns das Spiel auch ins Auge gestochen; aber da hat man das Gefühl, daß das Ganze auch in reiner Kartenspielform gereicht hätte, darüber hinaus sind, glaube ich die Blechkoffer im Spiel auch eher unpraktisch ( Karten wieder rausnehmen,..).

- Daher ein Spiel gekauft, und es sind nur schöne "Blechdosen" drinnen ?

Mir kommt auch vor, daß der Spielreiz nicht allzu groß ist, da bei größerer Spieleranzahl die Chance kontrolliert zu werden sehr gering ist, egal wieviele Karten man ansagt.

Irre ich mich da ? ( bitte steinigt mich nicht, weil ich dieses statement schreibe, obwohl ich nur die Regeln gelesen und das Spiel noch nicht gespielt habe)

Wie sind Eure Erfahrungen,
Liebe Grüße, Susanne

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Hart an der Grenze - bin enttäuscht

Beitragvon Braz » 11. April 2006, 00:11

susanne schrieb:

> Irre ich mich da ? ( bitte steinigt mich nicht, weil ich
> dieses statement schreibe, obwohl ich nur die Regeln gelesen
> und das Spiel noch nicht gespielt habe)


Hallo Susanne,

oh oh...das ist i.d.T. eine Sünde ein Posting zu verfassen, daß man enttäuscht von einem Spiel ist NOCH BEVOR (!) man dasselbige gespielt hat.

Wie willst du denn beurteilen wie es spielerisch ankommt bzw. gefällt ohne es zumindest 1x gespielt zu haben.... :???:
Hmm...dein Statement glibscht wirklich so messerscharf an einer -wie du es bezeichnest- "Steinigung" vorbei, daß es nur so kracht :))

Leider kann ich dir jetzt bezüglich "Hart an der Grenze" nichts Gegenteiliges sagen, da ich es leider nicht besitze...es ist nur so: Ginge ich bei so manchen Spielen lediglich an die Einleitung/Spielbeschreibung, dann würden mir so einige nicht gefallen!

Bespiele?

Gut hier sind welche:

- Nobody is perfect -> Einleitung für Doofe und so fühlte ich mich auch beim Durchlesen und dachte "naja...das wird ja ein Reinfall" ABER weitgefehlt: Bislang entpuppte sich "Nobody is perfect" in jeder meiner Spielerunden als Knaller!

- Herr der Ringe - Der Ringkrieg: *ufz was für ein Brocken die Anleitung. Ginge es nach ihr hätte ich lieber die HdR-Trilogie neu gelesen und wäre wahrscheinlich schneller dabei gewesen ABER ist man mal durch und spielt das Spiel.....siehe da: Ein super 2-Personen-Spiel für mE Vielspieler

...usw...usw...


also bitte mach nicht den Fehler ein Spiel schon vor dem ersten Spielen zu beurteilen, denn es mag in der Runde ein ganz eigenes Flair entfalten und somit echt super werden OBWOHL die Anleitung vielleicht a`weng öde ist....

zu den Koffern: Ich finde, daß sie super ausschauen und Flair rüberbringen......dies würden glaube ich Karten nicht. Stell dir vor man spielt Ca`n Guns, bei dem Schaumstoffpistolen dabei sind, ohne dieselbigen......wäre doch nur halbsoviel Spaß, oder ?! ;)


in diesem Sinn

Besten Gruß
Braz

P.S. Berichte lieber einmal wie es dir danach (= nach deiner ersten Partie) erging. Hat sich die Vermutung bestätigt? -> Das würde mich interessieren ;)

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Holger Kiesel

Re: Hart an der Grenze - bin enttäuscht

Beitragvon Holger Kiesel » 11. April 2006, 07:34

Hallo!

Nun, ich kann zu Hart an der Grenze sagen, dass ich zunächst auch etwas skeptisch war!

Inzwischen habe ich aber mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich ein erster Eindruck beim Regellesen oft nicht bestätigt bzw. bestätigen muss, egal ob es ein positiver oder ein negativer Eindruck ist. So ähnlich war es auch bei Hart an der Grenze.

In meinen Runden hat das Spiel reichlich Spass gemacht, immer mit sechs Spielern.
Ich denke auch nicht, dass in voller Besetzung zu wenig kontrolliert wird bzw. das Risiko einer Kontrolle zu gering ist. Dank einer möglichen Zusatzkontrolle, und der möglichen Beschlagnahmung besteht immer die Gefahr kontrolliert zu werden.
Im Gegenteil, bei weniger als fünf Mitspielern fällt die Zusatzkontrolle sogar weg, damit das Risiko einer Kontrolle nicht zu hoch wird!

Allerdings habe ich festgestellt, dass der Spielspass auch von der Spielerunde abhängt. In der richtigen Besetzung kann ein regelrechtes Rollenspiel daraus werden und die Spieler gehen so richtig in ihren Rollen als Schmuggler, Zollbeamter oder ehrlich empörter Reisender, der nichts zu verbergen hat, auf. In solchen Runden ist spass pur angesagt!

Was die Ausstattung angeht, hätten natürlich keine Blechkoffer sein müssen. Letzlich handelt es sich um ein Kartenspiel, dass man weit günstiger hätte auf den Markt bringen können.

Mir allerdings gefällt eine ansprechende Ausstattung und ich bin bereit dafür einen höheren Preis zu zahlen. Jüngstes Beispiel ist Dungeon Twister. Hier habe ich mir die Collectors Box vorbestellt, obwohl das Spiel auch mit den Papp-Charakteren einwandfrei funktioniert.

Schön ist es natürlich, wenn man - wie bei letztgenanntem Spiel - die Chance hat zu wählen ob man einfacher ausgestattet und dafür günstiger oder "besser" ausgestattet und dafür teurer spielen möchte. Diese Wahl hat man bei Hart an der Grenze nicht.

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Richard van Vugt | GAMEPACK.nl
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Re: Hart an der Grenze - bin enttäuscht

Beitragvon Richard van Vugt | GAMEPACK.nl » 11. April 2006, 11:00

Meine Einschätzung ist es, daß man in diesem Spiel ein bißchen schauspielen muß, um das Spiel besser zu geniessen zu können:
'Aufmachen!'
'Aber natürlich, mein bester. Darf ich nebenbei mal fragen, ob sie Kinder haben? Ein Töchterchen, aaach wie schön. Das geht schon zur Schule! Da werden sie ziemlich viel Kosten haben? Darf ich Ihnen zur Entschädigung einiges anbieten. Würden fünf Dollar reichen? Und ich darf die Koffer dann geschlossen halten?'

Die Blechkoffer sind sehr schön ausgestattet; meiner Meinung nach würde das Spiel an Reiz verlieren wenn es sie nicht gäbe.

Mit freundlichen Grüßen,
Richard van Vugt

www.gamepack.nl

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Hart an der Grenze - bin enttäuscht

Beitragvon Attila » 11. April 2006, 12:07

Hiho,

Es braucht nun aber auch nicht *jeder* in ein Posting Sätze zu schreiben wie "steigigt mich nicht weil ich das schreibe" ... :-)

Aber zu Hart an der Grenze:

In der Tat ist das Spiel im grunde ein Kartenspiel - Amigo hätte das in die Standard-Karten-Box gemacht. Anstatt Koffer gäb's schön bedruckte Karten, das Geld muss man sich aufschreiben, oder man sammelt die Karten einfach auf einem Stapel). Die Koffer sind vom Handling her ungünstig - auch das ist richtig.
Stört mich alles aber nicht im geringsten - im gegenteil das Ambiente von dem Spiel wird dadurch noch "verschärft". "Aufmachen!!" - "Äh - 3?" - "Aufmachen!!" - "5?" - "Mach den Koffer auf!" - "7?" ... und wenn die spieler dann an ihren Koffern rumnesteln ist das einfach nur Klasse. - Manche Spiele sind halt mehr als nur 'ne stille Runde an einem Tisch! :lol:

Der Spielreiz ist einfach der Riesenspass den man bei dem Spiel hat! - Für mich persönlich ist das eines der Top-Kriterien für den Spielreiz!

Die Chance kontrolliert zu werden sinkt nicht signifikant, wenn mehr Spieler mitspielen, denn man darf nicht vergessen das bei 5 und 6 SPielern ja die beiden Joker (Zusatzkontrolle, konfeszierung) ins Spiel kommen.
Bei 4 Spielern ist die reine Chance 1/3 das man erwischt wird (in jeder Runde). Bei 5 Spielern ist sie 5/12 (was höher als 1/3 ist) und bei 6 Spielern ist sie 1/3.

Auch vergisst man gerne das man den Sherrif ja umstimmen kann, wenn man ihn besticht - und auch hier vergisst man gerne das der Sherrif ja nicht weiss was man im Koffer hat, d.h. man kann teilweise mit kleinem Geld eine fette Ladung Illegales durchbringen - je nachedem wie bestechlich der Sherrif ist und wie er die aktuelle Lage einschätzt. Ist halt auch viel "Einschätzen der Mitspieler" im Spiel.

Atti

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Matthias

Hart an der Grenze - bin NICHT enttäuscht

Beitragvon Matthias » 11. April 2006, 12:38

Da kann ich mich nur anschliessen.
Ich fand das Spiel klasse. Natürlich braucht man auch die richtige Runde dafür. Bei uns (5 Leute) wurde unschuldig geschaut, abgelenkt, andere beschuldigt, ganz lässig nochn Schluck aus dem Bier genommen, geschwitzt etc...Spielspass pur würde ich sagen :). Man muss halt seine "Pappenheimer" gut kennen und entweder lügen dass sich die Balken biegen oder einfach mal ehrlich sein wenn keiner damit rechnet und es sich trotzdem lohnt. Nichts ist schöner als das Gesicht des Sherrifs wenn auf einmal doch 4 Sombreros im Koffer sind :).
Das die Koffer eigentlich unnötig sind brauch ich glaub ich nicht nochmal sagen, aber sie tragen auf jeden Fall zum "Schmuggelfeeling" bei.
Und jetzt noch ein bisschen Kritik:
30€ fand ich dann doch recht happig. Und ein weiterer kleiner Punkt hat mich gestört: Wieso um Himmels willen muss Kosmos die Aufkleber schon in die Koffer kleben? Und dann auch noch schief...sry da mach ich das lieber selbst...aber von der Qualität von Kosmosspielen bin ich eh nicht so angetan.

VG

Matthias

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Hart an der Grenze - bin NICHT enttäuscht

Beitragvon Attila » 11. April 2006, 14:58

Hiho,

30 Euro?

Bei den Versendern kostet es 22-24 Euro. Aber selbst das ist happig - aber dieses Ewige "viel zu teuer" - ist mir echt über. Wem's zu teuer ist der kauft es einfach nicht - man *muss* ja nicht alles haben - so die zumindest die Theorie. :lol:

Bei den meisten anderen Freizeitbeschäftigungen bekommen ich weniger und bezahle mehr (z.B. Kino, Rauchen, Kegeln, Kneipe ...)

Atti

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Matthias

Re: Hart an der Grenze - bin NICHT enttäuscht

Beitragvon Matthias » 11. April 2006, 15:08

Naja 30€ hat es gekostet weil wir schnell noch ein Geburtstagsgeschenk kaufen wollten und es im Fachgeschäft gekauft haben. Ich wollte ja nur sagen, dass ich vlt auch auf die Koffer verzichten könnte. Was dann noch von dem Spiel übrigbleibt sind ein paar Karten, ein paar Geldscheine, 6 Holzmarker und ein Pappstern für den Sherrif. Alles in allem nichts wofür ich mehr als 8-10€ ausgeben würde. Zieht man das vom Internetversandpreis ab habe ich 14€ für 6 Metallkoffer gezahlt die nicht sooooo sehr notwendig sind. Ich bin ja auch der Meinung, dass diese Koffer zur Athmosphäre beitragen, aber ich kann auch die Leute verstehen die da nur den Kopf schütteln können über den Preis.

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Gerald Rüscher

Hart an der Grenze - Eine der spaßigsten Neuerscheinungen

Beitragvon Gerald Rüscher » 11. April 2006, 16:33

Susanne schrieb:

> Mir kommt auch vor, daß der Spielreiz nicht allzu groß ist,
> da bei größerer Spieleranzahl die Chance kontrolliert zu
> werden sehr gering ist, egal wieviele Karten man ansagt.
>
> Irre ich mich da ? ( bitte steinigt mich nicht, weil ich
> dieses statement schreibe, obwohl ich nur die Regeln gelesen
> und das Spiel noch nicht gespielt habe)

Bei uns (5-Spieler-Runde) war "Hart an der Grenze" ein echter Kracher.

Ist halt ein echter Bluff-und-Laber-Spiel bei dem es weniger darauf
ankommt, zu gewinnen als vielmehr seinen Spaß zu haben. Wir hatten
das Glück, dass alle Spieler voll auf das Thema "Schmuggel an der
Grenze zur Bananenrepublik" eingestiegen sind und alleine die Dialoge
in dem Spiel waren schon Gold wert (alles mit spanischem Akzent gesprochen):

Zöllner: "Senor, darf ich fragen was sich in Ihrem Koffer befindet?"
Kofferträger: "4 wunderschöne Sombreros, wirklich"
Zöllner: "In so einem kleinen Koffer? Da wollen wir doch mal nachschauen"
Kofferträger: "Ähm, wollen Sie sich wirklich die Arbeit machen? Die Sombreros sind recht schwer zu heben"
Zöllner: "Sicher, ich tue ja nur meine Pflicht"
Kofferträger: "Natürlich. Aber es gibt doch wichtigeres. Und außerdem haben Sie doch sicher Frau und Kinder zuhause"
Zöllner: "Jaja."
Kofferträger: "Würden die sich nicht über ein schönes Geschenk freuen? Für 3 Dollar?"
Zöllner: "3 Dollar?"
Kofferträger: "3 Dollar! Nur für den Fall dass versehentlich irgendwas zwischen die Sombreros geraten ist"
Zöllner: "Ich habe aber 3 Kinder. Und Frau. Also wären 5 Dollar angemessen"
Kofferträger: "Natürlich. Hier bitte"
Zöllner: "Sie sind zu großzügig! Wünsche Ihnen noch eine gute Reise, Senor"

Sicher: Man hätte das Spiel auch als reines Kartenspiel zum halben Preis produzieren können aber ich persönlich finde die Koffer recht knuffig. Und: wenn man das Spiel mit beinharten "Die-deutsche-Brettspielmeisterschaft-gewinnen-Wollern" spielt, verliert es sicher an Reiz. Aber in lockerer Runde ist es (ab 4 Spieler) ein toller Spiel (und für mich eine klare Kaufempfehlung)

Gruß & nice dice,
Jerry

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Michael Schramm

Nur noch Regeln!

Beitragvon Michael Schramm » 11. April 2006, 17:56

Hi Braz,

>Braz schrieb:
> Hallo Susanne,
>
> oh oh...das ist i.d.T. eine Sünde ein Posting zu verfassen,
> daß man enttäuscht von einem Spiel ist NOCH BEVOR (!) man
> dasselbige gespielt hat.
>
> Wie willst du denn beurteilen wie es spielerisch ankommt bzw.
> gefällt ohne es zumindest 1x gespielt zu haben.... :???:


da mich deine 100% Zustimmung finde!

nice dice

Michael

PS: Sorry, hatte ich noch nicht wenig mehr Schreiben ( ich habe seit fast 14 Tagen schon ein Schlaganfall und keinen Sprechen nur ein bisschen!)!

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Conny

Re: Hart an der Grenze

Beitragvon Conny » 11. April 2006, 19:17

Hallo,

hier, habs auch schon gespielt, brauchte aber die Regel nicht lesen *höhö*.

Das Spiel ist hat was - eben auch Athmosphäre durch das Material. Es muss in der "richtigen" Runde gespielt werden, die sich auch auf Dialoge einlässt.

Und ich liebe schönes Material, ich würde mir diese Version aussuchen.

ansonsten wurde ja schon alles geschrieben.


Liebe Grüße
Conny


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