Beitragvon Holger Kiesel » 11. April 2006, 07:34
Hallo!
Nun, ich kann zu Hart an der Grenze sagen, dass ich zunächst auch etwas skeptisch war!
Inzwischen habe ich aber mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich ein erster Eindruck beim Regellesen oft nicht bestätigt bzw. bestätigen muss, egal ob es ein positiver oder ein negativer Eindruck ist. So ähnlich war es auch bei Hart an der Grenze.
In meinen Runden hat das Spiel reichlich Spass gemacht, immer mit sechs Spielern.
Ich denke auch nicht, dass in voller Besetzung zu wenig kontrolliert wird bzw. das Risiko einer Kontrolle zu gering ist. Dank einer möglichen Zusatzkontrolle, und der möglichen Beschlagnahmung besteht immer die Gefahr kontrolliert zu werden.
Im Gegenteil, bei weniger als fünf Mitspielern fällt die Zusatzkontrolle sogar weg, damit das Risiko einer Kontrolle nicht zu hoch wird!
Allerdings habe ich festgestellt, dass der Spielspass auch von der Spielerunde abhängt. In der richtigen Besetzung kann ein regelrechtes Rollenspiel daraus werden und die Spieler gehen so richtig in ihren Rollen als Schmuggler, Zollbeamter oder ehrlich empörter Reisender, der nichts zu verbergen hat, auf. In solchen Runden ist spass pur angesagt!
Was die Ausstattung angeht, hätten natürlich keine Blechkoffer sein müssen. Letzlich handelt es sich um ein Kartenspiel, dass man weit günstiger hätte auf den Markt bringen können.
Mir allerdings gefällt eine ansprechende Ausstattung und ich bin bereit dafür einen höheren Preis zu zahlen. Jüngstes Beispiel ist Dungeon Twister. Hier habe ich mir die Collectors Box vorbestellt, obwohl das Spiel auch mit den Papp-Charakteren einwandfrei funktioniert.
Schön ist es natürlich, wenn man - wie bei letztgenanntem Spiel - die Chance hat zu wählen ob man einfacher ausgestattet und dafür günstiger oder "besser" ausgestattet und dafür teurer spielen möchte. Diese Wahl hat man bei Hart an der Grenze nicht.