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Für eine lockere Spielrunde

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Wolfram Püchert alias WeePee

Ganz andere Ideen

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 24. April 2006, 23:28

Hallo, deine Spieleauswahl gefällt mir und meiner Freundin. Wir spielen auch die folgenden Spiele gerne:

Gemeinsam:
- Herr der Ringe (Knizia)
- Scotland Yard
- Incognito

Karten:
- Saga
- Zauberschwert & Drachenei
- Verräter
- Ohne Furcht und Adel

Für Zwischendurch:
- Karibik
- Das verrückte Labyrinth
- Cartagena

Strategie:
- Attila
- El Grande
- Samurai (Knizia)
- Risiko: Star Wars
- Kings & Things
- Anno 1452
- Durch die Wüste

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Tom

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon Tom » 24. April 2006, 23:42

Hallo Jörg,

hier ist meine Top-Liste an lockeren Spielen.
Alle erfolgreich bei Schwiegereltern, Geschwistern und
Nichtspielern eingesetzt.
Das Hauptkriterium dabei ist - einfache Regeln, kurze Spieldauer, großer Spielspaß:

- Trans America
- Gambler
- Viva il Re
- Ausgerechnet Buxdehude
- Hickhack in Gackelwack
- Igel ärgern
- Gulo Gulo
- Verflixxt
- Wie ich die Welt sehe
- Tabu
- Tick tack Bumm!
- Cash an Guns
- Fettnapf
- Diabolo
- Geschenkt
- Take it easy
- Cranium
- Make`n brake
- Halli Galli
...
- Zug um Zug
- Manila (aber nur mit Regelerklärer und Einführungspartie)

Der größte Fehler bei "Gelegenheitsspielern" ist die Überforderung.
Nicht das diese Spieler das Spiel nicht verstehen würden, sie möchten sich nur meist nicht die Mühe machen sich bei einem Spiel den Kopf zu zerbrechen.
Meist ist eine lockere Unterhaltung gefragt - Spielregeln bei denen man zuerst 15 - 30 Minuten zuhören muss, bevor überhaupt losgespielt werden kann, sind hier (meiner Meinung nach) fehl am Platz.
Ein weiterer großer Fehler sind Spiele, bei denen man zu Beginn gar nicht weiß, was man überhaupt machen muss. Kommentare wie "Spiel einfach mal diese Karte - du wirst schon sehen ..." sind Frustbringer.

Mein Tipp (auch für Vielspieler):
Man kann auch mir einfachen Spielen unglaublich viel Spaß haben - und auch "Quatschen" zwischen den Spielzügen können einer Spielerunde sehr gut tun!

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Stefanie
Brettspieler
Beiträge: 94

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon Stefanie » 25. April 2006, 01:03

Meine Vorschlaege (Wenig-Spieler getestet):

Robo Rally - kommt ein bisschen drauf an - meiner Erfahrung nach scheinen Leute mit Hang zu Naturwissenschaften das mehr zu moegen als andere.

Finstere Flure - ein bisschen Aehnlichkeit mit RoboRally, aber m.E. einfacher zu spielen

Attika - durch die Gewinnbedingung "Tempel verbinden" muss man gut im Auge behalten, was die anderen Spieler so vorhaben (koennten); insofern ein "spannendes" Spiel

Santiago - mit ein bisschen Gemeinheit durch den Kanalaufseher

Die sieben Siegel - Stichspiel, bei dem man Anzahl und Farbe eigener Stiche vorhersagen muss

Anno Domini - Einordnen skurriler Geschichtsereignisse in eine zeitliche Reihenfolge (wenn es das auf Englisch gaebe, kaeme das bei mir andauernd auf den Tisch). Es gibt > 10 verschiedene Sets mit je gut 300 Karten.

Apples to Apples - Partyspiel (gibt's auch auf Deutsch)

Viel Spass!

Stefanie

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Roman Pelek

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon Roman Pelek » 25. April 2006, 01:51

Hi Tom,

Tom schrieb:

> Der größte Fehler bei "Gelegenheitsspielern" ist die
> Überforderung.
> Nicht das diese Spieler das Spiel nicht verstehen würden, sie
> möchten sich nur meist nicht die Mühe machen sich bei einem
> Spiel den Kopf zu zerbrechen.
> Meist ist eine lockere Unterhaltung gefragt - Spielregeln bei
> denen man zuerst 15 - 30 Minuten zuhören muss, bevor
> überhaupt losgespielt werden kann, sind hier (meiner Meinung
> nach) fehl am Platz.
> Ein weiterer großer Fehler sind Spiele, bei denen man zu
> Beginn gar nicht weiß, was man überhaupt machen muss.
> Kommentare wie "Spiel einfach mal diese Karte - du wirst
> schon sehen ..." sind Frustbringer.
>
> Mein Tipp (auch für Vielspieler):
> Man kann auch mir einfachen Spielen unglaublich viel Spaß
> haben - und auch "Quatschen" zwischen den Spielzügen können
> einer Spielerunde sehr gut tun!

Da das Unterstreichen obiger Aussagen (und größtenteils auch der Empfehlungsliste) mittels Edding auf meinem TFT nurmehr eine unnötige optische Beeinträchtigung meiner persönlichen Sichtweise des Internets, aber keinerlei Öffentlichkeitswirkung bringen würde, stimme ich Dir hier lieber verbal ganz herzlich zu. Das trifft zu 100% meine Erfahrungen mit Menschen, die nicht so spielesüchtig sind wie wir, teils sogar die mit Spielesüchtigen ;-)

Wobei ich einschränkend vermerken möchte, dass man vor Ort sehr viel Staat mit einer gelungenen Erklärung machen kann. Das überlasse ich dann aber lieber meiner Frau, die erklärt auch ein "Fürsten" in zwei Minuten lückenlos und plausibel, während ich mit offenem Mund daneben stehe und so aussehe, als wäre einem U-Bahn-Tunnel die ihn frequentierenden Züge ausgegangen. Aber die überwiegende Mehrheit muss sich das selbst erarbeiten, und spätestens dann ist Schicht im Schacht (und nein, ich meine hier ganz und gar nicht den Michael gleichen Nachnamens ;-) ).

Ciao,
Roman

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Herbert

Igel ärgern und Billabong

Beitragvon Herbert » 25. April 2006, 09:09

Hallo Jörg,

ich habe mit Igel ärgern und Billabong beste Erfahrungen gemacht. Eines zum Einstieg, eines zum Ausstieg und dazwischen ein anspruchsvolleres Spiel, wie sie hier schon zu hunderten genannt wurden.

Beide Spiele sind schnell erklärt und schnell gespielt, der Nicht-Spieler kommt gut damit zurecht und ich kenne auch keinen Viel-Spieler, der sich daran überspielt hätte.

Gruss aus dem Münsterland
Herbert

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Andreas Odendahl

Re: OT: Alhambra

Beitragvon Andreas Odendahl » 25. April 2006, 09:30

Hi!

Oh, das freut mich, wenn es dir geholfen hat und jetzt gut gefällt.

Bei uns ist es halt so, dass wir fast ausschließlich zu zweit spielen und da war das Grundspiel zwar schon gut, aber nachdem wir eine Erweiterung ausprobiert hatten, wurde das Spiel immer facettenreicher und besser. Da hat's uns dann wohl erwischt...

Gruß...ode.

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Jan Mirko Lüder

Re: Igel ärgern und Billabong

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 25. April 2006, 09:56

Hallo Herbert,

ja, da hast du natürlich vollkommen Recht!

[b]Billabong[/b] zu vergessen ist natürlich töricht. Als lockeres Spiel ist es auf jeden Fall auch unbedingt(!!!) zu empfehlen (gehört definitiv auf meine Spiele-TopTen-Liste). Nicht zu vergessen ist natürlich auch [b]Blokus[/]!

Spielerische Grüße
Mirko (der zu Igel ärgern leider nichts sagen kann)

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Jan Mirko Lüder

Re: Igel ärgern und Billabong

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 25. April 2006, 09:57

:oops: sorry...

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j.ph.s

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon j.ph.s » 25. April 2006, 15:04

dankeschön für die vielen antworten, jetzt werd ich mich mal an die recherche machen..

:)

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DiSta

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon DiSta » 25. April 2006, 15:08

Pajdl schrieb:
>
> DAS sind für dich lockere Spiele für Spielneulinge???
>


Nein - sicherlich nicht für absolute Spieleneulinge - aber das war ja auch nicht die Frage.

Ausgangsfrage war doch m.E. lockere Spiele für die Spielegruppe um den Eingangsfrager, welche ansonsten sich mit recht ansehnlichen strategischen, komplexen Spielchen beschäftigen - und diese Gruppe wollte eben mal etwas "Lockeres" auf dem Tisch haben.....

Vor diesem Hintergrund habe ich die von mir genannten Spiele auch ausgewählt. Diese kamen und kommen bei unseren Bekannten - denen ich auch gerne mal etwas komplexeres vorsetzen kann und darf - recht gut an.

Bei absoluten Spieleneulingen würde ich dagegen sicherlich zu ganz anderen bunten Schachteln und/oder Röhren greifen - aber das war m.E. nicht gefragt....

nice dice
Dietmar

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DiSta

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon DiSta » 25. April 2006, 15:20

Pajdl schrieb:
>
> DiSta schrieb:
>
> Welches sind denn für dich schwierige Spiele für Vielspieler?


...das ist für mich persönlich ein Widerspruch in sich - es gibt an sich keine schwierigen Spiele - schon gar nicht für die Kategorie "Vielspieler". Welches Mitglied dieser Gruppierung würde sich schon eingestehen, dass ihm ein Spiel zu schwierig sei.....

M.E. gibt es daher auch keine schwieirgen Spiel - es gibt komplexere Spiele, welche es erst zu durchschauen gilt und die sich einem nicht schon nach 10 sek erschließen.

Doch was soll ein schwieriges Spiel sein ???

Manche Spiele lassen sich vielleicht schwieriger als andere erklären, vor allem einem absoluten Spieleneuling würde ich nicht unbedingt ein hochkomplexes Spiel erklären müssen - doch kann man dann gleich von einem schwieirgen Spiel sprechen ??

Auch solche Aussagen "...nee - lass uns was anderes spielen, das ist viel zu schwierig...." lassen nicht unbedingt auch den Schwierigkeitsgrad eines Spieles schließen, sondern eher auf die Nichtbereitschaft eines Menschens sich mal auf mal Neues einzulassen....
- ist deswegen das Spiel schwierig - ich würde sagen nein....

Schwierig finde ich - ist in diesem Zusammenhang das falsche Wort...

So denke ich über deine Frage - also ein rein subjektives Empfinden auf meine Person bezogen - wobei es sicherlich hierüber auch ganz andere Denkweisen geben wird, kann und darf.

nice dice
Dietmar
(...der aber manchmal Sinn und Zweck eines Spieles nicht versteht, wenngleich er dieses deshalb nicht als schwierig abstempelt - meist hat dies ganz andere Gründe ;) ....)

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DiSta

Re: [OT] Re: Robo Rally

Beitragvon DiSta » 25. April 2006, 15:24

Gerhard Passler schrieb:
>
> > P.S.: Für Roborally gilt: Es gibt auch Männer, die Mängel in
> > der räumlichen Vorstellungskraft haben ;-)
>
> Dem kann ich nur widerspruchslos zustimmen ... :grin:
>
> Verspielte Grüße
>
> Gerhard


...bei unserem letzten Spiel hat auch eine Frau gewonnen und eine zweite rangierte knapp dahinter, während der Mann, der unbedingt Robo Rally spielen wollte - (Anmerkung: Ich war's nicht...) - zu diesem Zeitpunkt immer noch vergeblich versuchte den ersten Checkpoint zu erreichen, an welchen ihn ein Expressband einige Runden vorher vorbeigeschippert hatte.....

nice dice
Dietmar
(...der sehr gerne Robo Rally spielt - aber eben viel zu wenig dazu kommt - und der endlich seine ganzen inoffiziellen Boards testen möchte.....)

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: [OT] Re: Robo Rally

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 25. April 2006, 15:46

DiSta schrieb:
>
> versuchte den ersten Checkpoint zu erreichen, an welchen ihn
> ein Expressband einige Runden vorher vorbeigeschippert
> hatte.....

Der [b]mechanische Arm[/b] ist mein Freund. :-)

> Dietmar
> (...der sehr gerne Robo Rally spielt - aber eben viel zu
> wenig dazu kommt - und der endlich seine ganzen inoffiziellen
> Boards testen möchte.....)

Gruß Carsten (der sehr gerne Robo Rally spielt - aber eben viel zu wenig dazu kommt und daher seine ganzen inoffiziellen Boards pbEm testet)

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DiSta

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon DiSta » 25. April 2006, 15:48

Jan Mirko Lüder schrieb:
>
> Hallo,
>
> deine Empfehlungsliste segne ich gerne ab, vielleicht würde
> ich statt [b]Ys[/b] allerdings eher [b]Morgenland[/b]
> empfehlen. Die spielerische Lockerheit bei den meisten der
> von dir genannten Titeln bewegt sich allerdings schon auf
> einem recht anspruchsvollen Niveau. Da wir uns aber schon in
> diesen Höhen bewegen, empfehle ich auch doch dringend zu
> [b]Euphrat & Tigris[/b]!
>
> Aktuell zu nennen sind in meinen Augen auch noch:
> [*] [b]Cash'n Guns[/b]
> [*] [b]Um Krone und Kragen[/b]
> [*] [b]China[/b]
> [*] [b]Die Dolmengötter[/b]
> [*] [b]Caylus[/b]
>
> Und die von mir favorisierten Klassiker in diesem Bereich:
> [*] [b]Einfach Genial[/b]
> [*] [b]Durch die Wüste[/b]
> [*] [b]Samurai[/b]
> [*] [b]Ra[/b] (ja, alles von Knizia...)
> [*] [b]Kardinal & König[/b] (siehe auch China)
> [*] [b]Attika[/b]
> [*] [b]Medici[/b]
>
> Wenn's auch mal ganz locker sein darf, rate ich noch
> unbedingt zu [b]Ein solches Ding[/b] oder besser gleich
> [b]Wie ich die Welt sehe[/b]! Vom gleichen Autor stammt auch
> der sehr empfehlenswerte Klassiker [b]Kreml[/b].
>
> Spielerische Grüße
> Mirko (der diese Liste sicher noch fortführen könnte)



Schöne Liste - gefällt mir sehr gut - bis auf drei Titel (und von denen werde ich mir sicherlich noch eines zulegen) ist auch alles in meinen Regalen zu finden...

nice dice
Dietmar
(...der wohl Morgenland mal wieder rauskramen muss....)

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Roman Pelek

"Schwierige" Spiele

Beitragvon Roman Pelek » 26. April 2006, 02:13

Hi Dietmar,

DiSta schrieb:

> ...das ist für mich persönlich ein Widerspruch in sich - es
> gibt an sich keine schwierigen Spiele - schon gar nicht für
> die Kategorie "Vielspieler". Welches Mitglied dieser
> Gruppierung würde sich schon eingestehen, dass ihm ein Spiel
> zu schwierig sei.....

Ich :-) Aber nur, wenn ich das von Dir gesagte mit Deinem Einverständnis mutwillig in eine leicht andere Richtung lenken darf ;-) Doch dazu zitiere ich Dich erstmal weiter:

> M.E. gibt es daher auch keine schwieirgen Spiel - es gibt
> komplexere Spiele, welche es erst zu durchschauen gilt und
> die sich einem nicht schon nach 10 sek erschließen.
>
> Doch was soll ein schwieriges Spiel sein ???

Für mich persönlich ist ein "schwieriges" Spiel ein Spiel, das eher kompliziert als komplex ist. Während es sehr schöne einfache Spiele gibt, die dennoch reichlich Komplexität an Entscheidungsmöglichkeiten im Spiel entfalten, gibt es m. E. auch solche, die regeltechnisch reichlich kompliziert sind, aber von der Spieltiefe eher Kinderbeckenqualitäten an den Tag legen. Sicher sind das keine Spiele, durch die Vielspieler rein intellektuell nicht durchsteigen könnten, aber solche, von denen man sich am Ende eines Tages sagen würde: "Diesen Aufwand war's nu' wirklich nich' wert."

> Manche Spiele lassen sich vielleicht schwieriger als andere
> erklären, vor allem einem absoluten Spieleneuling würde ich
> nicht unbedingt ein hochkomplexes Spiel erklären müssen -
> doch kann man dann gleich von einem schwieirgen Spiel
> sprechen ??

Hm, für normale Mitspieler vielleicht schon? Ist aber eine reine Frage der Begriffsdefinition, genau wie die beliebten Fragen "Was ist denn genau ein Vielspieler? Oder Spielefreak? Ab wann ist man Spielesammler?" (ich präferiere ja die vereinnahmende Bezeichnung "Wir Brettspielbekloppte", aber die ist nicht bei jedem Adressatenkreis angebracht. Manch verschattetes Irrlicht deutet apparante Selbstironie schließlich öffentlich auch gerne mal in Unseriosität um :-) ).

> Auch solche Aussagen "...nee - lass uns was anderes spielen,
> das ist viel zu schwierig...." lassen nicht unbedingt auch
> den Schwierigkeitsgrad eines Spieles schließen, sondern eher
> auf die Nichtbereitschaft eines Menschens sich mal auf mal
> Neues einzulassen....

Sicher richtig. Wobei das natürlich auch von der Tagesform abhängt. Selbst spielbegeisterte Menschen, die ich als Neu(igkeiten/-heiten)-gierig einstufen würde (inkl. mir) haben manchmal so Tage, an denen nix mehr geht außer das altbekannte "Tichu" oder eine Runde "Looping Louie". Wobei bei "Looping Louie" keiner mehr aus meinen Spielekreisen hinter mir sitzen will, seitdem ich rausgefunden habe, wie man den direkten Nachfolgespieler mit einem sanften, wohldosierten Lupfer seiner Hühnerchips beraubt, ohne dass dieser eine Chance hat, zu intervenieren :-))

> - ist deswegen das Spiel schwierig - ich würde sagen nein....
>
> Schwierig finde ich - ist in diesem Zusammenhang das falsche
> Wort...
>
> So denke ich über deine Frage - also ein rein subjektives
> Empfinden auf meine Person bezogen - wobei es sicherlich
> hierüber auch ganz andere Denkweisen geben wird, kann und darf.

Wie denkst Du denn über den Gedankenausflug in Richtung "schwierig = komplizierter, als es die Spieltiefe rechtfertigt"? Das ist sicher auch meilenweit von Objektivität entfernt, aber ein Ansatz, den ich gerne zur erklärenden Begründung subjektiven Empfindens bemühe :-)

> (...der aber manchmal Sinn und Zweck eines Spieles nicht
> versteht, wenngleich er dieses deshalb nicht als schwierig
> abstempelt - meist hat dies ganz andere Gründe ;) ....)

Zum Thema "schwierig" hätte ich noch ein schönes Zitat aus einer interdisziplinären Arbeitsbesprechung. Es ging schlicht darum, wie man Zeilen und Spalten einer Entscheidungsmatrix in einem Handbuch zu einem Softwareprodukt vertauscht und was dabei rauskommt.

Eine Mathematikerkollegin meinte dann ganz trocken: "Wo ist das Problem? Man transponiert die Matrix, in Excel gibt es dafür eine eigene Funktion, und fertig ist der Lack, die ganze Diskussion hier können wir uns sparen." Der allgemeine Kommentar: "Ihr Mathematiker mit Euren Lösungen seid manchmal schon ein bisschen schräg, also anders als andere Menschen irgendwie." ;-) Intern kam dann ihre Nachfrage: "Roman, sind wir wirklich so schräg?" - "Willst Du meine Hoffnung oder meine Befürchtung hören? Ohne speziellen Wunsch verkaufe ich am liebsten meine Befürchtung, da der Schutzreflex gegen vermeintliche Heilsbringer in Deutschland zum Glück gewachsen ist."

Und irgendwie kann ich mich des Gedankens nicht erwehren, dass uns Vielspieler eine 1:1 übertragbare Problematik plagt, nämlich die Diskrepanz zwischen der eigenen Wahrnehmung und der Außenstehender.

Ciao,
Roman ("Happy endings, no, they never bore me, they still don't bore me / but they have a way to make you pay / and to make you toe the line", Babyshambles: "@!#$ forever")

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Michael Schlepphorst
Kennerspieler
Beiträge: 793

Re: Für eine lockere Spielrunde

Beitragvon Michael Schlepphorst » 26. April 2006, 16:30

Martin schrieb:
>
> Der Anteil der S.d.J. bei dieser Vorschlagsliste ist ja
> brüllend groß:3 von10.

Das kommt daher das ich generell all die SdJ-Spiele als empfehlenswert für solch lockeren Spielrunden halte, aber selbst vorwiegend nur SvC, Carcassonne und Zug um Zug verwende wenn ich Einsteigern Spiele zeigen will. Damit habe ich eben auch immer gute Erfahrungen gemacht.
Ich denke aber, dass es bei den anderen SdJ ebenso wäre.

Michael, der gespannt ist wer dieses Jahr SdJ wird ...


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