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Erweiterungen zu teuer

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank Schaubrenner

DiamantenJoe zu günstig?

Beitragvon Frank Schaubrenner » 8. Mai 2006, 23:36

huhu,

nicht mal 50% vom ursprünglichen Normalpreis finde ich nicht sooooo teuer *g*, wobei mir Niagara nicht gefällt und ich es nicht habe/brauche.

Bei diesen Erweiterungen wurden ja nicht nur Material für zusätzliche Mitspieler hineingetan (wie z.B. bei Siedler 5/6) sonderen es handelt sich um neue Spielkomponenten die entsprechend getestet werden "durften" und wohl auch anderst kalkuliert werden müssen als das Grundspiel mit seinen sehr hohen Auflagen.

nun zur Überschrift,

wenn diese Erweiterungen zu teuer waren, ist dann DiamantenJoe (weis nicht wie er sich spielerisch auswirkt) seinerzeit zu günstig gewesen? Immerhin gab es ihn wenn ich mich recht erinnere in nicht geringer Zahl gegen eine Spende einfach so.

Denke also nicht, dass die Argumente die im Gesamtthread auftauchen wie z.B. "Wucherer" so richtig treffen, sicher will Zoch möglichst viel aus den Spielen mit höherer Auflage herausholen, denke aber nicht, dass solche Erweiterungen, für Leute die das Grundspiel "veredeln" wollen allgemein zu teuer sind.



Gruss
Frank
(Abgesehen von Ursuppe erweiterungslos, ---- leider--- weil so nen paar WoC Roboerweiterungen hätten schon Charme :-) )

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Grzegorz Kobiela

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 9. Mai 2006, 01:50

Sicher ist es schwer, hier die Leistung genau einzugrenzen, aber sicher sollte sie nicht absurd hoch sein. Klar, dass die Leistung nicht nur aus dem Material besteht und keinesfalls ein Spiel bzw. seine Erweiterung an dem Preis des Materials bemessen werden sollte. Dennoch sollte er akzeptabel sein, d.h. verglichen mit anderen Produkten (Spielen) und deren Inhalt (sowohl materiell als auch geistig) nicht allzu weit entfernt liegen.

Angenommen ich erfinde eine "Erweiterung", die nur aus zusätzlichen Regeln besteht, d.h. quasi eine Variante. Diese verpacke ich wunderbar in eine Schachtel und verkaufe sie für 10 Euro, weil das so üblich ist bei Erweiterungen. Rate mal, wie viel ich damit verdiene - pro Bekanntenkreis maximal einmal. Und wenn es sich schnell genug im Internet rumspricht noch weniger. Denn ich biete außer dem neuen Gedankengut NIX. Wenn nun aber dieses NIX gegen paar Holzpöppel ersetzt wird, so ist das kein großer Unterschied. Und somit sollte der Preis auch nicht bei 10 Euro wie im vorliegenden Fall sein. So sehe ich das zumindest.

Anders bei Erweiterungen mit vielfältigem neuen Material, etwa Flussgeister, Alhambra-Erweiterungen, wo es nicht nur Pöppel sind, sondern verschiedene Elemente. Da akzeptiere ich einen Preis um 10 Euro. Weil ich da evident "mehr" kriege, wenn es auch materiell gesehen wenig ist. ;)

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Axel Bungart

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Axel Bungart » 9. Mai 2006, 07:56

Ich glaube, Chris meint eher das Preis-Leistungsverhältnis. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist doch wohl zunächst einmal unabhängig davon, ob es einer kaufen soll oder will.

Gruß
Axel

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: RoboRally-Erweiterungen

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 9. Mai 2006, 08:57

Frank Schaubrenner schrieb:
>
> wenn diese Erweiterungen zu teuer waren, ist dann
> DiamantenJoe (weis nicht wie er sich spielerisch auswirkt)
> seinerzeit zu günstig gewesen?

Wie auch CC-Der Fluß?


> Frank
> (Abgesehen von Ursuppe erweiterungslos, ---- leider--- weil
> so nen paar WoC Roboerweiterungen hätten schon Charme :-) )

Welche zum Beispiel?

Gruß Carsten (der einer der aktivsten RoboRally-pbem-Spieler ist)

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 9. Mai 2006, 09:29

Im Prinzip gebe ich Dir nicht Recht, da nicht jede Erweiterung zu teuer ist:

Zu teure Varianten:
- Alhambra Varianten
- AD&D Brettspiel Erweiterungen

Mittelteure Varianten:
- Formula De Rennstrecken
- Herr der Ringe (Knizia) Erweiterungen
- Carcassonne Erweiterungen
- Ohne Furcht und Adel Erweiterung
- Siedler Erweiterungen
- Axis and Allies Erweiterungen

"Preiswerte" Varianten:
- HdR-Risiko Erweiterung
- Warcraft das Brettspiel Erweiterung
- Ringkrieg Erweiterung

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Mike Merten

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Mike Merten » 9. Mai 2006, 10:16

Wenn jemand sagt "mir zu teuer", dann kann ich das absolut verstehen. Mir sind mache Spiele/Erweiterungen auch zu teuer. Jemand anderes hatte es auch schon erwähnt: Es wäre mehr als schade, wenn Spiele in ein Preissegment abdrifteten, das sie zu einem Luxusgut macht. Auch Harz-IV-Empfänger sollten sich das eine oder andere gute Spiel leisten können. Zum Glück gibt es aber auch Verlage, die preiswerte Spiele anstreben.

Aber:
Wie leben (zum Glück) in einer Markwirtschaft. Das heißt: Preise werden weder vom Staat noch von irgendeiner "moralischen" Instanz vorgegeben. Den legen die Leute fest, die das Teil verkaufen wollen. Das führt ab und zu zu Preisen, die ich weit überteuert finde, aber die Alternative wäre ja wohl eine staatliche Preisaufsicht. Will das wirklich jemand?

Natürlich hat jeder das Recht zur freien Meinungsaußerung, also auch dazu, Preise zu kritisieren. Aber auch ich habe das Recht so eine Kritik für ähnlich sinnvoll zu halten wie Kritik am Wetter. Sie dient bestenfalls zum Frustabbau.

nice dice
Mike

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Joerg

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Joerg » 9. Mai 2006, 10:20

Hallo, was ich mich hierbei Frage ist: Hätte man viele Spiele nicht gleich komplett veröffentlichen können ?
Seid es Siedler gibt, gibt es ständig Erweiterungen. Siedler hätte man auch gleich für 6 Personen auslegen können. Also keine Zusatzverpackungen etc..
Die Abstände zwischen den Originalen und den Erweiterungen erscheinen doch teils zu kurz.
Bei Blue Moon waren Sie z.B. von Anfang an geplant.

Ich bin nicht gegen Weiterentwicklungen z.B. Themensets für Siedler Kartenspiel, sehe aber System bei einigen Zusätzen. (oder Gespenster ?)
MfG Joerg

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Ulix

Re: Erweiterungen gar nicht teuer genug

Beitragvon Ulix » 9. Mai 2006, 11:34

Begründung? Argumente?

Dazu reicht meine satirische Energie momentan nicht. Und alles was ich dazu gerade noch schreiben könnte wäre Sarkasmus, den will ich hier aber niemandem zumuten.

Ulix (der nicht suizidgefärdet ist, um Beileidsbekundungen vorzubeugen)

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Lutz

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Lutz » 9. Mai 2006, 12:28

Witzig:

In regelmäßigen Abständen taucht dieses Diskussionsthema auf, mit stets gleichem Verlauf.
Und dabei ist die Aussage immer viel zu pauschal. Aber dabei sind Erweiterungen faktisch nicht zu teuer, sondern sie sind in diesem Fall IRGENDJEMANDEM zu teuer. Mehrere Möglichkeiten stehen Dir offen:

- Kauf sie gebraucht
- Handle den Preis runter
- Warte bis sie billiger werden
- Kauf sie nicht.

Es ist doch wirklich ganz einfach:

- Die Nachfrage regelt den Preis. Erweiterungen für erfolgreiche Spiele verkaufen sich gut. Ich würde als Verleger den Preis auch so hoch wie möglich ansetzen, um meinen Gewinn zu maximieren.

- Gegenwert: nur das Material zählen? Wieso denn das? Ein Buch ist ein Stapel bedruckten Papiers für wenige Cent, Eine CD ist ein ein Rohling für wenige Cent, ein Gemälde ist eine Leinwand mit Farbe für wenige Cent,...
Der Gegenwert beinhaltet auch ideelle Werte (Sammler), und der Spielwert ist ebenso entscheidend. So what?

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

Lutz

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chris

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon chris » 9. Mai 2006, 12:39

An so etwas hatte auch niemand im enfernsten gedacht. Hatte ja schon gesagt das Zoch da die Preise etwas niedriger hätte ansetzen sollen.

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Mike Merten

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Mike Merten » 9. Mai 2006, 12:42

chris schrieb:
>
> An so etwas hatte auch niemand im enfernsten gedacht.

Könnte ich mir auch nicht vorstellen, daß jemand das in Erwägung zieht.

> Hatte
> ja schon gesagt das Zoch da die Preise etwas niedriger hätte
> ansetzen sollen.

Aber warum???
Ein Merkmal unseres Wirtschaftsystemes ist doch, daß der Anbieter frei über den Preis entscheidet. Dort, wo es genügend Alternativanbieter gibt, funktioniert das doch auch ganz gut. Warum sollte Zoch jetzt seine Preispolitik vor irgend jemandem rechtfertigen müssen? Das wird doch indirekt verlangt, wenn gesagt wird. Zoch solle billiger anbieten.

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chris

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon chris » 9. Mai 2006, 12:45

Lutz schrieb:
>
> Witzig:
>
> In regelmäßigen Abständen taucht dieses Diskussionsthema auf,
> mit stets gleichem Verlauf.
> Und dabei ist die Aussage immer viel zu pauschal. Aber dabei
> sind Erweiterungen faktisch nicht zu teuer, sondern sie sind
> in diesem Fall IRGENDJEMANDEM zu teuer. Mehrere Möglichkeiten
> stehen Dir offen:
>
> - Kauf sie gebraucht
> - Handle den Preis runter
> - Warte bis sie billiger werden
> - Kauf sie nicht.
>
> Es ist doch wirklich ganz einfach:
>
> - Die Nachfrage regelt den Preis. Erweiterungen für
> erfolgreiche Spiele verkaufen sich gut. Ich würde als
> Verleger den Preis auch so hoch wie möglich ansetzen, um
> meinen Gewinn zu maximieren.
>
> - Gegenwert: nur das Material zählen? Wieso denn das? Ein
> Buch ist ein Stapel bedruckten Papiers für wenige Cent, Eine
> CD ist ein ein Rohling für wenige Cent, ein Gemälde ist eine
> Leinwand mit Farbe für wenige Cent,...
> Der Gegenwert beinhaltet auch ideelle Werte (Sammler), und
> der Spielwert ist ebenso entscheidend. So what?
>
> Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
>
> Lutz


Klar denke das sich die Dicke Luft in der Gruft nicht nur gut verkauft hat sondern die meisten es auch gerne spielen und so eine Erweiterung die das Spiel noch etwas besser macht nicht abgeneigt währen. Aber Zoch hat da doch etwas übertrieben. Denn wie gesagt sie macht das Spiel nur einen Tick besser.
Der Gegenwert hier ist außer dem wenigen Material also so groß nicht.
Wenn mit wenig Material viel erreicht wird und das Spiel erheblich verbessert/ verändert dann ist es ja was anders hier aber nicht.

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chris

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon chris » 9. Mai 2006, 12:47

Finde Frische Luft in der Gruft (und nur das) einfach zu teuer für das gebotene.
Vielleicht haben sie am Ende Recht und es verkauft sich die Frische Luft sehr gut.
Aber ich werde lieber meine Groschen für andere Spiele ausgeben.

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peer

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon peer » 9. Mai 2006, 15:21

Hi,
RedPiranha schrieb:
>>
> Natürlich darf man die Preise kritisieren, aber wenn ich
> alles was mir zu teuer ist kritisieren würde, käme ich
> garnicht mehr dazu noch etwas anderes zu schreiben.

Die Länge des Threads deutet daraufhin, dass du recht hast, die anderen aber weniger skrupellos sind ;-) :P

> Wenn man
> also an Erweiterungen interessiert ist muss man auch dafür
> sorgen, dass diejenigen, die davon leben auf ihre Kosten
> kommen, ansonsten hat die "Geiz ist geil"-Mentalität
> irgendwann die Verlage vom Markt gefegt.

Mit anderen Worten: Ich muss etwas kaufen, dass ich nicht will, damit die Verlage auch mal was rausbringen, dass mir gefällt?

Tut mir Leid das ist Blödsinn. Die Verlage sind ja keine Wohltätigkeitsorganisiationen, die ich zu unterstützen habe (was ich übrigens tue, soviel zu Geiz-ist-geil), sondern wirtschaftliche Betriebe. Folglich müssen die so kalkulieren, dass sie einen Gewinn machen und das heisst auch, Spiele (und Erweiterungen) rauszubringen die gekauft werden, zu dem Preis. Sicherlich: Ich hätte gerne Verlage, die alles rausbringen können, was sie wollen und sich nicht nach dem Markt richten müssen, aber das funktioniert nicht (auch wenn ich deren Erweiterungen kaufen würde), wie man am Beispiel Ludoliere sieht.
Davon ab dürften sich die Flußgeister auch ohne meine Hilfe gut verkaufen. :-)

Und: Ja man darf anmerken, dass man einen Preis übertrieben findet, dazu ist das Forum ja da. Das kann realistisch oder unrealistisch sein, führt aber i.A. zu interessanten Diskussionen. Ich denke weiter oben hat chris was über Packungsgrößen erfahren, über das er vorher noch nicht nachgedacht hat. Ich (und vielleicht auch Eric) hab in vergangenen Diskussionen viel über Preiskalkulation gelernt und sehe jetzt so manchen Preis mit anderen Augen. Was nicht bedeutet, dass ich nicht auf den Preis achten muss. Mein Budget ist leider beschränkt. Geiz-ist-geil hin oder her. Schulden mache ich für Spiele nicht! ;-)

ciao
peer (der sich erlaubt auch mal ein Spiel NICHT zu kaufen, wenn es ihm zu teuer ist)

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peer

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon peer » 9. Mai 2006, 15:27

Hi,
Mike Merten schrieb:
> Ein Merkmal unseres Wirtschaftsystemes ist doch, daß der
> Anbieter frei über den Preis entscheidet. Dort, wo es
> genügend Alternativanbieter gibt, funktioniert das doch auch
> ganz gut. Warum sollte Zoch jetzt seine Preispolitik vor
> irgend jemandem rechtfertigen müssen? Das wird doch indirekt
> verlangt, wenn gesagt wird. Zoch solle billiger anbieten.

Naja, es geht chris hier um die Diskussion. Und die läuft darauf hinaus: Bietet die Erweiterung für den Preis genug? Das ist -Marktwirtschaft hin oder her - legitim. Wenn ich bedeke wieviele "Luft-in-Schachtel"-Diskussionen es hier schon gab ;-)

Und ich finde solche Diskussionen nicht schlecht. So halte ich Just4fun und Hart an der Grenze von Kosmos überproduziert: Die Spiele sind nicht schlecht für das Gebotene aber imho zu teuer. Darüber kann man diskutieren, was interessant ist oder mit "Mal sehen was der Markt sagt" abwatschen. "Freie Marktwirtschaft" könnte man auch als Argument nehmen, warum Monopoly immer noch das beste aller Spiele ist. Macht aber keiner... :-)

ciao
peer

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Thomas

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Thomas » 9. Mai 2006, 17:42

Grzegorz Kobiela schrieb:
> Angenommen ich erfinde eine "Erweiterung", die nur aus
> zusätzlichen Regeln besteht, d.h. quasi eine Variante. Diese
> verpacke ich wunderbar in eine Schachtel und verkaufe sie für
> 10 Euro, weil das so üblich ist bei Erweiterungen.

Stell dir mal vor, da sitzt einer ein, zwei Jahre, und "erfindet" eine neue Melodie und einen neuen, dazu passenden Text. Das ganze produziert er an drei Tagen im Tonstudio und verpackt es als CD in eine Plastikhülle. Die verkauft er dann für 29 Euro, weil das bei CDs so üblich ist.

Soll er dafür jetzt lieber kein Geld bekommen, weil seine Arbeit hauptsächlich aus einer Idee und nicht aus einem anfassbaren Produkt besteht? Wer würde heutzutage noch Bücher schreiben, wenn er nur Papier und Tinte ersetzt bekäme?

Und warum wird der Kino-Eintrittspreis nicht billiger, je mehr Leute am gleichen Tag ins Kino gehen? Schliesslich fallen für den Kinobetreiber die gleichen Kosten an, und die Heizkosten sind sogar anti-proportional.

Oder noch besser: Man verkauft nur die ersten X Spiele, bis man seine Produktionskosten wieder raus hat und verschenkt den Rest der Auflage.

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chris

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon chris » 9. Mai 2006, 18:46

Hast recht darum geht es mir eigentlich. Sind zwei treffende Beispiele.
Das bringt mich wieder auf eine Betrachtungsweise was die Austattung angeht.
Hart an der Grenze ist super ausgestattet aber eben ein Funspiel, ähnlich wie Kleopatra und die Baumeister das superschön ist aber doch recht unterschiedlich ankommt und eher in die Kategorie Familie abdriftet, oder ihre ich mich?
Jeff Widderich hat ja mal gesagt solche Spiele seien Kunstwerke. Aber ob da der spielerische Aspekt nicht zu kurz kommt? Ich kenn seine Spiele nicht und weiß nur das Pompeji und H2olland von Design und Austattung sicherlich Klasse sind aber bieten sie spielerisch genug?
Ich weiß nicht wie ihr darüber denkt, aber zuerst sollte doch das Spiel stehen und dann erst Austattung und Design.
Ich denke es kommt darauf an ob man soviel Wert auf die Austattung legt oder doch lieber etwas weniger opulenter ausgestatte dafür spielerisch überzeugendere Spiele wie zum Beispiel Caylus bevorzugt.

Für die Austattung( Karten, einige Plastikpöppel und Spielfeld) als auch für das spielerische zu teuer ist Just4Fun.
Wieder der Name schon sagt ein spaßiges kleines Spielchen das aber zum Beispiel an Einfach Genial nicht herankommt.
Letzendlich auch die von mir schon häufig angesprochene Erweiterung Frische Luft in der Gruft ist für das Gebotene (Material und natürlich auch spielerischer Aspekt) einfach zu teuer.

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Grzegorz Kobiela

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 9. Mai 2006, 19:03

Schön und gut, dass Musik dann 30 Euro kostet, weil es so üblich ist. Und weil es so üblich ist, gibt es um Vielfache mehr Raubkopien als Originale... Eine tolle Politik...

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Peter Gustav Bartschat

Ausreden zu billig

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 9. Mai 2006, 19:31

Raubkopien gibt es, weil Kriminelle sie herstellen, verbreiten und erwerben.

Das da:

> Und weil es so üblich ist, gibt es um Vielfache
> mehr Raubkopien als Originale... Eine tolle Politik...

... ist nur ein Rechtfertigungsversuch kriminellen Verhaltens.

"Die Gesellschaft hat mich kaputt gemacht" ist auch ziemlich beliebt, oder "Ich habe das nur gemacht, weil ich das so im Fernsehen gesehen habe."

Menschen sind für ihr Handeln selbst verantwortlich, und Schuld an der Existenz von Raubkopien tragen die Raubkopierer und ihre Hehler, nicht die Künstler, für die der Verkauf ihrer Werke ihre Art ist, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Peter Gustav Bartschat

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 9. Mai 2006, 19:43

RedPiranha schrieb:
> Wenn man
> also an Erweiterungen interessiert ist muss man auch dafür
> sorgen, dass diejenigen, die davon leben auf ihre Kosten
> kommen, ansonsten hat die "Geiz ist geil"-Mentalität
> irgendwann die Verlage vom Markt gefegt.

peer schrieb:
> Mit anderen Worten: Ich muss etwas kaufen, dass ich nicht
> will, damit die Verlage auch mal was rausbringen, dass mir
> gefällt?
> Tut mir Leid das ist Blödsinn.

Das ist in der Tat Blödsinn, und vor allem ist es nicht das, was Red geschrieben hatte, "mit anderen Worten". :-)

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Gregor Breckle
Kennerspieler
Beiträge: 648

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Gregor Breckle » 9. Mai 2006, 19:52

Hallo,

Thomas schrieb:
> Stell dir mal vor, da sitzt einer ein, zwei Jahre, und
> "erfindet" eine neue Melodie und einen neuen, dazu passenden
> Text. Das ganze produziert er an drei Tagen im Tonstudio und
> verpackt es als CD in eine Plastikhülle. Die verkauft er dann
> für 29 Euro, weil das bei CDs so üblich ist.

Stell dir mal vor, derselbe Mensch sitzt ein halbes Jahr später, nachdem sich die CD gut verkauft hat, wieder im Tonstudio und "erfindet" ein neues Gitarren-Solo für sein Stück, das aber nur in Kombination mit der Original-CD abspielbar ist (was im Digital-Zeitalter nicht alles möglich scheint ... :-) ) und verkauft das ganze dann für 10 Euro, weil das so üblich ist...

Ein geneigter Fan wird sicherlich denken, "Boah, das brauche ich unbedingt". Ein anderer, der die CD vielleicht ganz gut fand, wird sich vielleicht mal umhören, ob sich das Solo lohnt und ein dritter wird sicher auch finden, dass 10 Euro für ein Gitarren-Solo von ca. 15 sek zu teuer ist und man das Stück ja vorher auch schon gut anhören konnte. In einem Forum zur Musik dieser Gruppe kann man dann vielleicht einen Thrad lesen ...

Ich finde dein Vergleich hinkt ein wenig, auch wenn ich insoweit mit die übereinstimme, dass man nicht die reinen Materialkosten sehen darf. Und natürlich ist es für Autoren und Verlage legitim, auf ein gut laufendes Spiel weiter zu setzen. Und ich verlange auch von keinem Verlag, solche Goodies kostenlos zu verteilen (na ja, eigentlich schon, aber wenn´s nicht anders geht...und bitte nur an mich). Aber genauso legitim ist es, das Preis-Leitungs-Verhältnis zu diskutieren.
Letztendlich bleibt es ja doch jedem selbst überlassen, wofür man sein sauer verdientes Geld ausgibt und zur Entscheidung ob einem eine Erweiterung oder auch ein Spiel das Geld wert ist oder nicht dient ja nicht zuletzt auch dieses Forum. (apropos: Danke Knut für 7 Jahre Forum)

> Oder noch besser: Man verkauft nur die ersten X Spiele, bis
> man seine Produktionskosten wieder raus hat und verschenkt
> den Rest der Auflage.

Coole Idee :cool: Aber die Reaktionen hier im Forum ...

Viele Grüße

Gregor

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peer

Re: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon peer » 9. Mai 2006, 19:57

Hi,
chris schrieb:
>> Hart an der Grenze ist super ausgestattet aber eben ein
> Funspiel, ähnlich wie Kleopatra und die Baumeister das
> superschön ist aber doch recht unterschiedlich ankommt und
> eher in die Kategorie Familie abdriftet, oder ihre ich mich?

"Abdriftet" halte ich für den unpassenden Ausdruck (es soll wohl so sein, wie es ist und das ist nix schlimmes), abe ansonsten hast du recht. Bei Kleopatra kann man sagen: Ohne die Ausstattung wäre es bedeutend weniger interessant. Ein grenzfall (ha welch Wortspiel!) genau wie Hart an der Grenze. Beide leben auch ein bisschen von ihrem Material, wobei letzteres vielleicht besser "kleiner" geblieben wäre.

> Jeff Widderich hat ja mal gesagt solche Spiele seien
> Kunstwerke. Aber ob da der spielerische Aspekt nicht zu kurz
> kommt? Ich kenn seine Spiele nicht und weiß nur das Pompeji
> und H2olland von Design und Austattung sicherlich Klasse sind
> aber bieten sie spielerisch genug?

Ich hab leider beide nicht gespielt (irgendwie komme ich in Essen nie dazu zu Jeff zu gehen... Aber ich nimms mir immer vor).
Allgemein gesagt sollte man formulieren: Ausstattung ist wichtig und kann Athmosphärisch was retten, aber letztlich ists das Spiel, das zählt. Lieber ein tolles Spiel mit mieser Ausstattung als umgekehrt!

> Für die Austattung( Karten, einige Plastikpöppel und
> Spielfeld) als auch für das spielerische zu teuer ist Just4Fun.
> Wieder der Name schon sagt ein spaßiges kleines Spielchen das
> aber zum Beispiel an Einfach Genial nicht herankommt.

Geschmackssache (peröhnlich gebe ich dir aber recht), aber auf alle Fälle für das Gebotene zu teuer. Und das "Gebotene" meint hier Spielspass und Ausstattung. Das Spiel könnte als Familienspiel überzeugen, aber da gibts einfach zu viele preisgünstigere Alternativen, die zudem besser aussehen ;-)

ciao
peer

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Grzegorz Kobiela

Re: Ausreden zu billig

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 9. Mai 2006, 23:09

Dann hast du mich missverstanden. Ich rechtfertige keine Kriminellen. Ich möchte nur diejenigen, die an grenzenlose Preisvorgaben durch Künstler glauben und diese um alles in der Welt rechtfertigen wollen, darauf hinweisen, dass genau so ein Verhalten kontraproduktiv ist. Wenn etwas der Masse zu teuer ist, und sie entsprechend moralisch degradiert ist, wird sie sich das Produkt anderweitig besorgen, bei Musik und Software zum Bsp. raubkopieren, und so verdient der Autor letztendlich nix an seinem Produkt. Je vernünftiger aber der angesetzte Preis, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt von einer größeren Zahl Kunden gekauft wird. Fakt ist aber, dass die Anbieter kurzsichtig denken. Statt ihren Artikel zugänglicher zu machen, sprich den Preis zu senken, und somit mehr zu verkaufen und mehr zu verdienen, setzen sie ihn sehr hoch an, um überhaupt etwas an den ehrlichen Leuten zu verdienen und drohen mit zig Gesetzen gegen Raubkopierer alle möglichen Strafen an. Erst das Übel provozieren und dann bekämpfen... Damit schiebe ich NICHT die Schuld für kriminelle Handlungen auf die Autoren, Künstler etc. Ich weiß nicht, wo du das heraus gelesen hast, Gustav. Sieh mal aber auch den Tatsachen ins Auge: Je teurer das Produkt, desto kleiner die Bereitschaft, es zu kaufen. Und da es aber Leute gibt, die zwar den Kauf verweigern, aber auf das Produkt dennoch nicht verzichten wollen, so wächst die Schar der Raubkopien. Und so übersteigt sie bei Weitem den realen Verkauf. Und alle gesetzlichen Drohungen sind da machtlos. Viel schlimmer, sie sind nicht nur nutzlos, aber gehen vor allem den ehrlichen Kunden auf den Senkel. Denn wieso muss ich - wenn ich eine DVD legal kaufe - erst einmal 5 Minuten lang irgendwelche dummen Warnungen lesen, die ich nicht einmal vorspulen kann, die ich alle schon das x-te Mal sehe und die mich teilweise mit provozierender Anti-Raubkopier-Propaganda (die zudem noch geschmacklos ist, siehe Happy Birthday...) volldröhnen, wo ich doch die DVD legal erworben habe?! Mein Nachbar, der sich die DVD aus dem Internet saugt, der muss sich diesen Kram nicht ansehen, denn da ist das längst rausgeschnitten. Wen also erreicht die Propaganda? Den Ehrlichen. Ich werde quasi dafür bestraft, eine DVD legal erworben zu haben. Das ist die kranke Politik, die viele als die so tolle freie Marktwirtschaft preisen: Wucherpreise setzen, Kriminelle damit provozieren, dann gegen sie vorgehen, aber auf Kosten des ehrlichen Kundens, der nicht nur so dumm war, den Wucherpreis zu zahlen, nein - er muss sich noch alle mögliche Hetze antun...

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Thomas Conrad
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Re: Ausreden zu billig

Beitragvon Thomas Conrad » 9. Mai 2006, 23:33

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
> Raubkopien gibt es, weil Kriminelle sie herstellen,
> verbreiten und erwerben.
>
> Das da:
>
> > Und weil es so üblich ist, gibt es um Vielfache
> > mehr Raubkopien als Originale... Eine tolle Politik...
>
> ... ist nur ein Rechtfertigungsversuch kriminellen Verhaltens.
>
> "Die Gesellschaft hat mich kaputt gemacht" ist auch ziemlich
> beliebt, oder "Ich habe das nur gemacht, weil ich das so im
> Fernsehen gesehen habe."
>
> Menschen sind für ihr Handeln selbst verantwortlich, und
> Schuld an der Existenz von Raubkopien tragen die Raubkopierer
> und ihre Hehler, nicht die Künstler, für die der Verkauf
> ihrer Werke ihre Art ist, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Hallo!

Ganz meine Meinung! Die Ausrede es gäbe so viele Raubkopien weil die Originale so teuer sind, ist mit das dümmsten was Menschen in der Neuzeit so von sich geben.

Gruß Thomas

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Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Erweiterungen zu teuer

Beitragvon Marten Holst » 9. Mai 2006, 23:48

Moin Gregor,

okay, es passt nicht wirklich auf Dich. Aber auf Grezgorz (es leben die gleichen Namen verschiedener Staaten - irgendein Georg hier, der Yrjö genannt werden mag? ;-) ) noch etwas weniger.

Wenn ich ein Produkt - ein Lied, ein Spiel, ein Computerprogramm, wie auch immer, entwickele, und ich mag es nun einmal fü 999 Euro verkaufen - und nicht billiger - wieso bin ich dann im Unrecht? Jeder darf sagen "Der Marten hat einen an der Meise", dass er so viel Geld will, aber das muss mir doch erlaubt sein?

Ähnlich mit Erweiterungen zu Spielen: wenn ich als nbieter den Preis für gerechtfertigt halte, dann darfst Du als Konsument sagen "nö", und dann haben wir beide ein Problem. Aber dass ich hier nicht nachlassen will, das ist dann "meine Sorge", oder?

Tschüß
Marten


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