Beitragvon Braz » 30. Mai 2006, 10:20
Stefan schrieb:
>
>
> > nur so als Anmerkung: Spiele wie Descent, Heroquest o.ä.
> > haben mit Pen&Paper Rollenspielen rein gar nichts zu
> > tun....
> [...]
> > Von daher ist der Rollenspieleinstieg mit Heroquest, Descent
> > o.ä. schonmal nicht schlecht ;)
>
> aha... ;(
Ich nehme an, daß du beides zitierst wegen evtueller Unstimmigkeiten....?
Nun gut -> eine Erklärung:
Descent, Heroquest = kein klassisches Pen&Paper Rollenspielen
JEDOCH für einen Rollenspieleinstieg nicht schlecht....wieso :???:
Grund: Im Spiel Heroquest entwickle ich meinen Charakter. Er wird von Spiel zu Spiel immer besser ABER ein "richtiges" Rollenspiel ist es mE nicht! Wieso? Nun ich kann meinen Charakter nur eindimesional entwickeln durch bessere Waffen, Schilde, Rüstungen das war`s.......bei einem eigentlichen Rollenspiel versetze ich mich in die Rolle, entwickle sie (Charaktereigenschaften, Stärke, Kleidung Rüstung), im Spiel kann ich nahezu alles machen: z.B. Könnte ich -wenn ich keine Waffe habe- einen Schuh ausziehen und diesen als Angriffswaffe gegen einen heranstürmenden Wolf nehmen -> der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Nicht so beim Heroquest!
Will sagen: Heroquest ist für mich der Einstieg zu einem "richtigen Rollenspiel", weil man während dem Heroquest vielleicht denkt: "Mensch, jetzt würde ich mal mehr machen, als nur den Dungeon erkunden und meine Waffe benutzen....vielleicht auch einmal in eine Stadt gehen, mit Leuten in dieser Stadt reden, mal ausprobieren wie es ist die Stadtwache anzugreifen -sofern ich schnell genug bin ;) - all dies kann ich in einem Pen und Paper Rollenspiel: Ich schlüpfe komplett in die Rolle des Heroen. Aber ein klassisches Rollenspiel wird dadurch Haroquest nicht.
Heroquest ist natürlich ein Brettspiel mit Rollenspielcharakter, da ich ja die Rolle des Heroen spiele - ihn zu entwickeln versuche...dies ist aber wirklich stark begrenzt, da Heroquest in erster Linie ein Brettspiel ist -> diese vermißt man aber bei einem klassichen Pen&Paper Rollenspiel, da sich fast alles im kopf abspielt (bis auf diverse Stadtpläne etc.) .
Ein Punkt zur Eindimesnionalität des Heroquests: Ich entwiickle -wie bereits erwähnt- meinen Charakter durch Hinzufügen von Questgegenständen /ähnlich dem Diabolo beim PC).
Beim klassischen Rollenspiel habe ich aber über 20 Charaketerwerte, welche einen Charakter definieren (Stärke, Beherschung, Fähigkeit mit schwere Rüstung umzugehen, Fähigkeit mit leichter Rüstung umzugehen, Diebstahl, Klettern, Schleichen, Fernwaffe, Nahkampfwaffe stumpf, Nahkampfwaffe einhändig, Nahkampfwaffe beidhändig, Intelligenz usw.usw)......ein Vergleich beim PC wäre z.B. Morrowind oder Oblivion.
Besten Gruß
Braz