Beitragvon Volker L. » 31. Mai 2006, 15:09
Ralf Arnemann schrieb:
>
> Die Methode von "Carolus Magnus" kenne ich nicht.
>
> Aber bei fast allen Spielen, bei denen eine Position
> bevorteilt oder benachteilt scheint (muß ja nicht immer der
> Startspieler sein), gibt es eine einfache Methode:
> Man versteigert die Startpositionen.
(...)
> Der Vorteil dieser Methode ist: Man muß sich überhaupt nicht
> darüber streiten, ob es einen Startspielervorteil (oder sonst
> eine Position) gibt oder nicht, oder wie groß der ist.
> Jeder kann seine subjektiven Vorstellungen vom Wert
> irgendwelcher Positionen ausleben und bewerten.
der [i]Nachteil[/i] dieser Methode ist, dass alle Spieler das Spiel
schon mehrfach gespielt haben müssen, um dies beurteilen zu
können - und sie sollten es auch alle ungefähr gleich oft gespielt
haben, sonst hat einer u.U. einen großen Wissensvorsprung.
Bei der ersten Partie kann es noch gar nicht klappen, bei der
zweiten und dritten kann man sich immer noch arg vertun.
Und schon zum Spielbeginn chancenlos zurückzuliegen, weil
man für die beste oder zweitbeste Position das dreifache dessen,
was sie wert ist, ausgegeben hat, kann so schwer frustrieren,
dass man das Spiel nie wieder spielt.
Und wenn 3 erfahrene Spieler einem Neuling das Spiel beibringen
wollen - wie gibt man ihm dann Hinweise, wieviel er für welche
Position bieten sollte? ;-)
Dein Vorschlag ist allenfalls als Profi-Variante zu gebrauchen
(dafür ist er in der Tat geeignet), aber nicht als Standard. Und
damit bleibt das Problem bestehen, dass man sich beim
Spieldesign entweder bemühen muss, dass keine Position
bevorzugt ist, oder eine Abstufung (wer später dran ist, kriegt
mehr Startkapital oder qualitativ besseres Material) nach
Plätzen einfügen muss.
Gruß, Volker