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Warum ist der "Spiel des Jahres"-Titel wichtiger als der Deutsche Spielepreis?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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peer

Re: Zwischenstand

Beitragvon peer » 31. Mai 2006, 12:36

Hi,
Hendrik schrieb:
>
> Jam Dudel schrieb:
>
> > Fakt ist aber, dass viele Familien jedes Jahr nur das SdJ
> kaufen.
>
> Wenn dies ein Fakt ist, also eine nachprüfbahre Tatsache,
> dann wird Dich meine Frage nach der Quellenangabe nicht in
> Verlegenheit bringen! ;-)

Fakt ist auch dass ich lebe, obwohl das meines Wissens nirgendwo geschrieben steht - schon gar nicht in einem seriösen wissenschaftlichen Werk. Ergo: Nicht alle Fakten lassen sich durch Quellenangaben belegen.

Gut gelöst, gel? ;-) :P

ciao
peer

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Hendrik

Re: Warum ist der SdJ Titel wichtiger als der DSP?

Beitragvon Hendrik » 31. Mai 2006, 12:49

Heinrich Tegethoff schrieb:

> Hendrik schrieb:

> > Man muss doch keine Abgaben machen, wenn man so ein Logo
> > verkaufsfördernd einsetzen will, oder doch?
> > Machen die vom SdJ einfach besseres Marketing als die vom
> DSP?
>
> Sehr unwahrscheinlich. Der Pöppel wirkt für sich selbst. Ist
> dem nicht
> so, und die Jury weis sehr wohl über den Imageschaden
> falscher Spiele
> als SdJ, dann sinkt der Stellenwert des Pöppels. Aber dieser
> Stellenwert hält sich, und das ist gut so.


Habe folgende Info auf der Homepage des SdJ gefunden:

Preisumfang
Der Kritikerpreis "Spiel des Jahres" ist ein ideeller Preis und nicht mit Geldzuwendungen verbunden. Die Preisträger können mit der Tatsache der Preisverleihung werben. Die Nutzung des Signets ist an eine Lizenzgebühr gebunden.


Meine Frage nach Abgaben/Kosten ist demnach mit "Ja" beantwortet.

Hendrik

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Jan Mirko Lüder

Re: Warum ist der SdJ Titel wichtiger als der DSP?

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 31. Mai 2006, 12:49

Hallo Heinz,

danke für dein ausführliches und lesenswertes Posting! :-)

Deine Begründung zur abstimmung beim DSP ist nur zu untermauern:

Am Beispiel [b]alea[/b] wird deutlich, dass auch der DSP einen Einfluss auf den Spielemarkt hat. [b]alea[/b] ist für die Ravensburger doch im Grunde ein reines Prestige-Objekt, mit dem Verlag auch der Szene seine Allmacht und Dominanz beweisen kann. Außerdem demonstriert er: "Uns liegt was an euch!"

Als Qualitätskontrolle dient dem Konzern dafür das Abschneiden der [b]alea[/b]-Spiele. Sind die nicht erfolgreich und ernten keinen Applaus in der Spieleszene, könnte es ernst werden für Stefan Brück. Zum Glück steht dieser Fall aber nicht an und wenn Stefan seine Sicherheit und Kompetenz in der redaktionellen Bearbeitung neuer Spiele beibehält, wird es das auch nie. :-)

Die Spieleszene ist das Fundament, der kreative Ideenpool aus dem sich mit beständiger Regelmäßigkeit neue Spieleautoren und potentielle Verlagsmitarbeiter oder gar (Eigen)Verleger rekrutieren. Alle Verlage sind auf sie angewiesen und jeder Spieleredakteur wird sich immer auch an der Spieleszene orientieren!
Schließlich interessiert die sich ja auch für seine Tätigkeit und seinen Erfolg. ;-)

Noch eine Bemerkung zum Verkauf von Spiele-Preisträgern in Kaufhäusern:
Dass sich das jeweilige "Spiel des Jahres" bestens verkauft, ist nicht nur eine Folge des roten Pöppels allein, sondern natürlich auch der Präsentation durch die Marketing- und Verkaufsstrategen der Kaufhäuser. Wer im Hauptgang oder im Foyer/in der Eingangshalle bereits eine Pyramide mit den Hauptpreisträgern aufstapelt und präsentiert, kann sich seines Umsatzes bereits sicher sein. Die Leute kaufen alles, was da aufgebaut wird (wie Roman weiter oben schon treffend bemerkte)! Das (die bessere Verkaufspräsentation in Kaufhäusern und Spieleläden) ist auch der einzige Grund für die einschlägige Fernsehwerbung der ganz großen Spieleverlage...

Spielerische Grüße
Mirko

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Jan Mirko Lüder

Re: Zwischenstand

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 31. Mai 2006, 12:58

Hendrik schrieb:

> [b]peer[/b] schrieb [b]Jam Dudel[/b] aber er schrieb auch:
>
> > Fakt ist aber, dass viele Familien jedes Jahr nur das SdJ
> kaufen.
>
> Wenn dies ein Fakt ist, also eine nachprüfbahre Tatsache,
> dann wird Dich meine Frage nach der Quellenangabe nicht in
> Verlegenheit bringen! ;-)

Hallo Hendrik,
frag' doch mal bei der Abteilungsleitung im Kaufhaus nach, wieviele Kunden neben dem SdJ noch ein weiteres SdJ kauften. Deine Frage wird er kaum verstehen. :-D
Wer tut denn sowas? :???:
Mir scheint, dass du einer "normalen" Familie mit durchschnittlichem Spiel- und Konsumverhalten noch nie begnet bist. :lol: (Bitte nicht gleich wieder böse sein, ist doch nicht ernst gemeint. ;-) )

> Cheers Hendrik
> (der sich sicher ist, Peer mit dieser Bemerkung in die Enge
> getrieben zu haben)

Spielerische Grüße
Mirko (der sich sicher ist, dass du Peer mit dieser Bemerkung nicht "in die Enge getrieben" hast - wer will denn sowas überhaupt?)

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Hendrik

Re: Zwischenstand [OT]

Beitragvon Hendrik » 31. Mai 2006, 13:09

peer schrieb:
>
> Fakt ist auch dass ich lebe, obwohl das meines Wissens
> nirgendwo geschrieben steht - schon gar nicht in einem
> seriösen wissenschaftlichen Werk.


Deine Geburt ist vielleicht nicht in einem seriösen wissenschaftlichen Werk festgehalten, aber Du hast Sicher einen Geburtsschein und im Zivilstandsamt Deines Wohnortes wird Deine Existenz ebenfalls verbrieft sein.

peer schrieb:
> Ergo: Nicht alle Fakten lassen sich durch Quellenangaben belegen.

Diese Aussage allein könnte einen ganzen Thread füllen (mit Widersprüchen und Zustimmung).
Ich halte es gefährlich, wenn man sich dazu hinreissen lässt, eine (wenn auch begründete) Mutmassung als Fakt zu präsentieren.

Cheers
Hendrik (der ebenfalls gut gekontert hat :-) )

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Hendrik

Re: Zwischenstand

Beitragvon Hendrik » 31. Mai 2006, 13:19

Jan Mirko Lüder schrieb:
>
> Hallo Hendrik,
> frag' doch mal bei der Abteilungsleitung im Kaufhaus nach,
> wieviele Kunden neben dem SdJ noch ein weiteres SdJ kauften.
> Deine Frage wird er kaum verstehen. :-D
> Wer tut denn sowas? :???:
> Mir scheint, dass du einer "normalen" Familie mit
> durchschnittlichem Spiel- und Konsumverhalten noch nie begnet
> bist. :lol: (Bitte nicht gleich wieder böse sein, ist doch
> nicht ernst gemeint. ;-) )


Nun, ich habe die Aussage von Peer so verstanden, dass sich also ein solcher Kunde nur gerade 1 Spiel pro Jahr (da es auch nur ein SdJ pro Jahr) gibt, kaufen kann.
Wenn ein solcher Kunden nebst dem Weihnachtsgeschenk-SdJ auch noch ein Geburtstagsgeschenk-Spiel kaufen will, welches Spiel kauft er dann?

Dass die meisten Leute nur gerade ein einziges (!) Spiel pro Jahr kaufen, halte ich deswegen für eine hochspekulative Aussage.
Es sei denn, hier handelt es sich um ein Missverständnis, und die gewünschte Aussage von Peer und Dir sei anders zu interpretieren.


Hendrik

PS:
> (Bitte nicht gleich wieder böse sein, ist doch nicht ernst gemeint.)

Wäre ich böse, würde ich passende Smilies einfügen: :mad: :evil:

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Jan Mirko Lüder

Re: Zwischenstand [OT]

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 31. Mai 2006, 13:23

Hi Hendrik,

Peers Feststellung ist aber keine "mutmaßung", sondern ein Fakt. ;-)

Nimm's doch einfach hin. Das Forum wird durch solche Rechthaberei nicht schöner!

Spielerisch grüßt
Mirko

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peer

Re: Zwischenstand

Beitragvon peer » 31. Mai 2006, 13:35

Hi,
Hendrik schrieb:
>>
> Nun, ich habe die Aussage von Peer so verstanden, dass sich
> also ein solcher Kunde nur gerade 1 Spiel pro Jahr (da es
> auch nur ein SdJ pro Jahr) gibt, kaufen kann.
> Wenn ein solcher Kunden nebst dem Weihnachtsgeschenk-SdJ auch
> noch ein Geburtstagsgeschenk-Spiel kaufen will, welches Spiel
> kauft er dann?

Ähm, da hast du ich falsch verstanden. Ich meinte: Viele Familien kaufen sich oft nur ein Spiel im Jahr so zu Weihnachten. Und das ist das Spiel des Jahres, denn da braucht man sich nicht anzustrengen - natürlich kann auch mal ein zweites oder gar drittes gekauft werden, dass ist jedoch die Ausnahme.

Beispiele: Meine eigene Familie hats jahrelang so gemcht. Mindestens 3 befreundete Familien machens immer noch so (ich könnte dir jetzt auch deren Adressen geben, damit dus nachprüfen kannst, aber das wäre etwas übertrieben ;-) )

ciao
peer

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Heinrich Tegethoff

Re: Warum ist der SdJ Titel wichtiger als der DSP?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 31. Mai 2006, 13:55

Hallo Hendrik,

mein "Sehr unwahrscheinlich" bezieht sich auch auf Deine letzte Frage
davor, und nicht auf den Punkt vorher. Das Lizenzmodell des SdJs kenne
ich, da es auf der Homepage erklärt ist, aber über das DSP-Logo weis ich
(zum Vergleich) nichts.

Servus,
Heinz

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Heinrich Tegethoff

Re: Der SdJ ist auch für uns

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 31. Mai 2006, 14:10

Hallo Ralf,

Ralf Arnemann schrieb:
> Heinz schrieb:
> > Der SdJ ist nicht für uns Spieler gedacht.
> Ich weiß was Du meinst und stimme dem zu - aber so krass
> formuliert stimmt es halt doch nicht.

ja, bevor Verwechselungen aufkommen: ich habe ein soziales Umfeld,
welches auch - meist auf meine Anregeung hin - zum Spiel greift, und
dies sind meine Familie, Nachbarn und eine kleine Gelegenheitsspielergruppe
im Familienzentrum. Da spiele ich SdJs oder SdJ-fähige Spiele, und
zwar sehr gerne. Aber mit "uns Spieler" im obigen Sinne sind halt die Spieler
hier im Forum u.ä. gemeint. Zudem hast Du es richtig erkannt: provokant
formuliert - wir [i]hier[/i] sind eben nicht Zielgruppe.

Servus,
Heinz (der Heckmeck beim DSP 2005 satte 3 Punkte gab, eben aus obigem
Grund)

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Hendrik

Re: Warum ist der SdJ Titel wichtiger als der DSP?

Beitragvon Hendrik » 31. Mai 2006, 14:11

Heinrich Tegethoff schrieb:
>
> Hallo Hendrik,
>
> mein "Sehr unwahrscheinlich" bezieht sich auch auf Deine
> letzte Frage
> davor, und nicht auf den Punkt vorher. Das Lizenzmodell des
> SdJs kenne
> ich, da es auf der Homepage erklärt ist, aber über das
> DSP-Logo weis ich
> (zum Vergleich) nichts.


Hallo Heinrich,
Absolut korrekt, ich habe es bemerkt NACHDEM ich leider schon gepostet hatte und dies nicht mehr korrigieren konnte. Sorry, dass der Eindruck entstanden ist, ich wollte Dich fälschlicherweise berichtigen.

Hendrik

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Hendrik

Re: Zwischenstand [OT]

Beitragvon Hendrik » 31. Mai 2006, 14:27

Jan Mirko Lüder schrieb:
> Peers Feststellung ist aber keine "mutmaßung", sondern ein
> Fakt. ;-)

:grin: ein Fakt, der nicht bewiesen werden kann ist per Definition kein Fakt. :razz:
sondern Mutmaßung, Spekulation. Auch eine Annahme kann natürlich dem tatsächlichem Käuferverhalten entsprechen, nur die argumentatorische Benutzung des Terms "ist Fakt" muss natürlich glaubwürdig bleiben, gell ;-)

> Nimm's doch einfach hin. Das Forum wird durch solche
> Rechthaberei nicht schöner!

Mir geht's nicht ums Rechthaben, aber ich kann doch keine unrepräsentativen Argumente als Fakt akzeptieren, sonst wäre ich der naivste Mensch der Welt. :seufz:

Die These "eine Durchschnittsfamilie kauft 1x pro Jahr ein Spiel und das ist das SdJ" kann doch nur funktionieren, wenn diese Familie nur 1 Kind hat. Sind es 2, wollen doch beide ein Geschenk! Ist der Vater auch noch Onkel eines Neffen ergibt sich wieder ein Geschenk mehr. Da kauft man doch nicht automatisch 3x SdJ sondern erkundigt sich, was denn die lieben Racker für Vorlieben haben. Da kann genausogut wie Niagara auch Heroscape über den Ladentisch gehen.


es grüßt immer noch frohen Mutes
Hendrik

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Miriam

Re: Zwischenstand [OT]

Beitragvon Miriam » 31. Mai 2006, 14:34

Nun ja, aber selbst wenn die Familie mehrere Kinder hat, möchte denn jedes Kind ein Spiel haben? Doch sicher nicht. Auch wenn ich als Kind ab und zu zu Weihnachten ein Spiel geschenkt bekommen habe (oft war es tatsächlich ein Spiel des Jahres), haben meine Schwestern noch lange kein Spiel bekommen, sondern irgendetwas anderes, was sie interessiert.

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Volker L.

Re: DSP = Freakpreis: nicht unbedingt!

Beitragvon Volker L. » 31. Mai 2006, 15:31

Hendrik schrieb:
>
> Kai Borschinsky schrieb:
> >
> > Außerdem wissen die Chefeinkäufer der Handelsketten durchaus
> > um die Zielrichtung des DSP, nämlich dass dort eher Spiele
> > für "Freaks" ausgezeichnet werden. Und die kaufen ihre Spiele
> > in der Tendenz eher unabhängig von irgendwelchen
> > Auszeichnungen, da sie andere Informationsquellen haben.
> > Daher hat dieser Preis für den Handel effektiv gar keinen
> > Nutzen.
>
>
> Hallo Kai,
> da lässt Du aber diesen Chefeinkäufern zuviel Ehre zukommen.
> Die haben in den meisten Fällen genauso wenig Ahnung von der
> Spieleszene wie die Käufer:
(...)
> 2) Spiel des Jahres 2003: Der Palast von Alhambra
> DSP 2003 2. Platz: Der Palast von Alhambra
> DSP 2004 1. Platz: St. Petersburg
> Spiel des Jahres 2004 nominiert: St. Petersburg
> Spiel des Jahres 2005: Niagara
> DSP 2005 2. Platz: Niagara
>
> Den DSP als Preis nur für Freaks abtun ist gemäss obigen
> Beispielen nicht fair.
> Die Überschneidung zum Geschmack des SDJ ist nicht
> abstreitbar, auch wenn der Sieger des DSP einen Tick mehr
> spielerischer/komplexer ist, so wäre die Einstellung der
> Chefeinkäufer "DSP = Freakpreis" unangebracht.

Dass diese Einstellung nicht gerechtfertigt ist, ändert nichts an
der Tatsache, dass sie in den besagten Köpfen verankert ist... :-/

Gruß, Volker

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Kai Borschinsky

Re: Zwischenstand

Beitragvon Kai Borschinsky » 31. Mai 2006, 16:12

Hendrik schrieb:

> Nun, ich habe die Aussage von Peer so verstanden, dass sich
> also ein solcher Kunde nur gerade 1 Spiel pro Jahr (da es
> auch nur ein SdJ pro Jahr) gibt, kaufen kann.
> Wenn ein solcher Kunden nebst dem Weihnachtsgeschenk-SdJ auch
> noch ein Geburtstagsgeschenk-Spiel kaufen will, welches Spiel
> kauft er dann?

> Dass die meisten Leute nur gerade ein einziges (!) Spiel pro
> Jahr kaufen, halte ich deswegen für eine hochspekulative
> Aussage.

Tja, und ich stelle die Gegenthese auf, dass die meisten Leute pro Jahr gar kein Spiel kaufen und allerhöchstens zu Weihnachten mal ein Familienspiel (das dann meistens entweder das aktuelle SdJ oder eines der letzten Jahre ist) kaufen.
Wenn sie zwischendurch mal ein Spiel für einen Geburtstag kaufen, dann sind das entweder Klassiker, Party-Spiele oder Mitbringspiele.

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Kai Borschinsky

Re: DSP = Freakpreis: nicht unbedingt!

Beitragvon Kai Borschinsky » 31. Mai 2006, 16:47

Zunächst mal:
Unterscheide doch bitte mal zwischen deiner Sicht und der Sicht eines Einkäufers.

Hendrik schrieb:
> da lässt Du aber diesen Chefeinkäufern zuviel Ehre zukommen.
> Die haben in den meisten Fällen genauso wenig Ahnung von der
> Spieleszene wie die Käufer:
Wo habe ich behauptet, dass der Einkäufer die Spieleszene kenne? Das braucht er gar nicht, um die Relevanz eines Preises zu bewerten, "wo jeder mitstimmen kann und keine Qualitätsgewährleistung im Sinne einer nachvollziehbaren Linie vorausgesetzt werden kann, wo man weiß, dass da eh vor allem Freaks teilnehmen".
Ich habe nur geschrieben, wie die allgemein verbreitete Sicht bei den Handelsketten ist. Ich habe da durchaus mit dem einen oder anderen Einkäufer (und auch Außendienstler, der versucht, einem Einkäufer Spiele zu verkaufen) gesprochen. Und das war der Grundtenor dazu.

Das SdJ wird dort allgemein grundsätzlich erst mal als "dem Käufer vermittelbar" angesehen, ein DSP erst einmal aus sich heraus nicht. Da sehen sie halt eher Spiele wie Puerto Rico, die für einen Ottonormalbürger mit minimaler Spielerfahrung (Mau-Mau, Madini etc, [i]das[/i] ist Normalkenntnis! ) nahezu unspielbar sind.
Er wird es durchaus auch mal ordern, aber eben nicht in den Stückzahlen wie ein SdJ - und die Verkaufszahlen geben ihnen recht.

> 1) Beim Einkauf wird auf den Preis (im Sinne von Kosten)
> geschaut, Preise (im Sinne von Auszeichnungen) spielen eine
> untergeordnete Rolle, wobei aber klar ist dass der SdJ Sieger
> sicher ins Sortiment gehört, aber nur schon der zweite Platz
> ist sehr gefährdet, falls die Handesmarge nicht den
> Einkaufsrichtlinien entspricht.

Erzähl mir mehr solch spannende Märchen...
Wenn es so wäre, mancher kleine Spieleverlag würde sich freuen. Dummerweise straft dich die Realität Lüge, denn das SdJ wird schlicht in Größenordnungen mehr geordert als jedes andere Spiel eines Jahrganges, einzig Klassiker und einige ältere SdJs halten da mit. Fakt ist: Neben dem Einkaufspreis interessiert den Einkäufer massiv die Absatzfähigkeit des Spieles. Und die ist nun einmal beim SdJ offensichtlich wesentlich höher einzustufen als bei anderen Spielen.

> 2) Spiel des Jahres 2003: Der Palast von Alhambra
> DSP 2003 2. Platz: Der Palast von Alhambra
> DSP 2004 1. Platz: St. Petersburg
> Spiel des Jahres 2004 nominiert: St. Petersburg
> Spiel des Jahres 2005: Niagara
> DSP 2005 2. Platz: Niagara

Ja und? Was soll das jetzt aussagen? Ich lese da raus, dass die Entscheidung der Jury gewisse Auswirkungen auf das Abstimmungsverhalten der Teilnehmer der Wahl zum DSP hat. Ich kann dir auch 2001 bieten: SdJ Carcassonne, DSP 1. Platz: Carcassonne. ;) Ändert aber nix an den Tatsachen, dass der Gewinner eben nicht in aller Regel ein Spiel ist, dass nichtspielertauglich ist. [u]Das[/u] ist der entscheidende Unterschied. Und für den handel haben, sorry, ist leider so, nur die Gewinner Relevanz. Der Rest hat eher Seiteneffekt.

> Den DSP als Preis nur für Freaks abtun ist gemäss obigen
> Beispielen nicht fair.
> Die Überschneidung zum Geschmack des SDJ ist nicht
> abstreitbar, auch wenn der Sieger des DSP einen Tick mehr
> spielerischer/komplexer ist, so wäre die Einstellung der
> Chefeinkäufer "DSP = Freakpreis" unangebracht.

Glaub mir einfach mal, dass die meisten Chefeinkäufer von Spielwaren für Handelsketten durchaus einen gewissen Überblick über ihren Markt und die hier relevanen Auszeichnungen haben. Ich behaupte einfach mal, dass das Siegel "spiel gut" sich deutlich besser auf Absatzzahlen auswirkt als die Auszeichnung DSP 1. Platz.

> Wenn auf einer Packung Niagara das SdJ-Logo UND der DSP 2.
> Platz-Sticker angebracht ist, dann dürfte doch ein
> potentieller Kunde POSITIV davon beindruckt sein, dass dieses
> Spiel gleich von ZWEI Auszeichnungen bedacht wurde.
Mag sein. Trotzdem stehst du mit deiner These einsam da, dass von diesem Kunden der DSP als auch nur ansatzweise gleichwertig angesehen würde. Sorry, du stellst höchst speklative Hypothesen auf, die du nicht im geringsten belegen kannst, forderst aber von anderen Beweise für ihre Aussagen. Du siehst die Aussagequalität des DSP für den Kunden als höher an. Jetzt zeige mir bitte einen Preisträger der letzten Jahre, der nicht SdJ wurde und auch nur ansatzweise vergleichbare Verkaufszahlen hatte wie ein Spiel des Jahres. Ich sehe bei den meisten nicht einmal das Potential dazu.

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Kai Borschinsky

Re: Zwischenstand [OT]

Beitragvon Kai Borschinsky » 31. Mai 2006, 17:39

Hendrik schrieb:
>
> > Nimm's doch einfach hin. Das Forum wird durch solche
> > Rechthaberei nicht schöner!
>
> Mir geht's nicht ums Rechthaben, aber ich kann doch keine
> unrepräsentativen Argumente als Fakt akzeptieren, sonst wäre
> ich der naivste Mensch der Welt. :seufz:

Ich wage bei peer zu unterstellen, dass er eine gewisse Informationsbasis zur Verfügung hat, die nur dummerweise nicht ergooglebar ist, sondern mit Erfahrung, fachkundigen Kontakten etc zu tun hat. Andere Leute, die mehr oder minder vergleichbare Informationszugänge haben, scheinen mir zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen zu sein. Das mag aber die verblendete Binnensicht von Leuten sein, die mit der Branche (nicht nur der Szene) näheren Kontakt haben... Deine Sicht habe ich dagegen bei Fachvertretern schlicht noch nicht gehört.

> Die These "eine Durchschnittsfamilie kauft 1x pro Jahr ein
> Spiel und das ist das SdJ" kann doch nur funktionieren, wenn
> diese Familie nur 1 Kind hat. Sind es 2, wollen doch beide
> ein Geschenk! Ist der Vater auch noch Onkel eines Neffen
> ergibt sich wieder ein Geschenk mehr. Da kauft man doch nicht
> automatisch 3x SdJ sondern erkundigt sich, was denn die
> lieben Racker für Vorlieben haben. Da kann genausogut wie
> Niagara auch Heroscape über den Ladentisch gehen.

Du biegst dir deine Argumente auch zurecht, wie es gerade paßt, oder?
Also, ich spinne mal deine These weiter. In Deutschland haben wir etwa 80 Millionen Einwohner, die in knapp 40 Millionen Haushalten leben, davon knapp 25 Mio. in Mehrpersonenhaushalten. Ich nehme einfach mal nur diese 25 Mio. Mehrpersonenhaushalte. Nach deiner These müßten diese ja im Jahr mindestens zwei Spiele kaufen. Selbst wenn es nur ein Spiel wäre, dann müßten jährlich 25 Millionen Spiele, über die Ladentheke gehen, und zwar in großen Schachteln, keine Mitbringspiele. Ich habe jetzt keine exaken Umsatzzahlen vorliegen. Der Gesamtumsatz an Spielen und Puzzles in 2005 lag bei gut 300 Mio. (Quelle: http://www.fachgruppe-spiel.de/, Puzzles und Spiele sind eine gemeinsame Warengruppe). So, nehmen wir mal einen Durchschnittspreis je Ware von 15 € an, dann wurden ca. 20 Millionen Stück in dieser Warengruppe umgesetzt. Wohlgemerkt, einschließlich Puzzles, Mitbringspiele, Kinderspiele, Klassiker etc. Puzzles sind durchaus ein bedeutender Faktor in dieser Gruppe, die verkaufsstärksten Spiele sind Klassiker wie Madini, Kniffel, Memory.
So, umgelegt auf die oben genannten Mehrpersonenhaushalte, bedeutet das, dass jeder von diesen im Jahr 2004 ganze 0,8 Spiele gekauft hat. Und dabei ist schon unterstellt, dass in Single-Haushalten keine Produkte dieser Warengruppe gekauft wurden!
Ja, das ist nur eine Näherung und ich habe die Annahmen sogar zu Gunsten deiner These gemacht, indem ich nur Mehrpersonenhaushalte zu Grunde gelegt habe, die gesamte Warengruppe einbezogen habe und den Einzelpreis eher niedrig angesetzt habe.
So, und nun erkläre mir weiter, dass die deutsche Durchschnittsfamilie jährlich mehr als ein Spiel kauft.

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Jürgen W.

Re: Warum ist der SdJ Titel wichtiger als der DSP?

Beitragvon Jürgen W. » 31. Mai 2006, 18:30

Ich hatte immer gedacht, dass durch das Spiel des Jahres das beste spiel eines Jahrganges ausgezeichnet werden sollte.
sonst müsste ja immer mensch ärgere Dich nicht gewinnen, dass m.E. immer noch die höchste verkaufszahl hat.

Es geht doch dabei auch um Kunst und nicht etwas zu prämieren, was voraussichtlich die größten Verkaufzahlen verspricht.

das alles soll aber beim Spiel des Jahres nicht mehr ausgezeichnet werden. Es geht nur um schnöden Mammon.

Keiner der sich hier für den Preis "Spiel des Jahres" possitiv geäußert hat wird doch ersthaft behaupten, dass er sich noch an dem Preis orientiert oder sich freut, wenn mal wieder ein Luschenspiel den Preis abgeräumt hat.

Ich bleibe dabei, der Preis "Spiel des Jahres" ist mausetot.

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Günter Cornett

Re: Warum ist der SdJ Titel wichtiger als der DSP?

Beitragvon Günter Cornett » 31. Mai 2006, 19:22

Jürgen schrieb:
>
> Ich hatte immer gedacht, dass durch das Spiel des Jahres das
> beste spiel eines Jahrganges ausgezeichnet werden sollte.

Darum ging es nie.
Denn das beste Spiel gibt es nicht.

> sonst müsste ja immer mensch ärgere Dich nicht gewinnen, dass
> m.E. immer noch die höchste verkaufszahl hat.

Auch darum geht es nicht.
Abgesehen, dass Mensch-Ärgere-Dich keine Neuheit des aktuellen Jahrgangs ist, ist die bereits verkaufte Menge kein Kriterium.

Es soll ein Spiel ausgezeichnet werden, durch dessen Auszeichnung das Kulturgut Spiel am meisten gefördert. Damit ist schon mal klar, dass ein Spiel wie Caylus nicht SdJ werden kann, weil es nur eine stark eingeschränkte Zielgruppe.

Näheres dazu lies bitte auf der Webseite der Jury nach:
http://www.spiel-des-jahres.com/cms/front_content.php
Danach kannst du ja immernoch behauptungen aufstellen.

> Es geht doch dabei auch um Kunst und nicht etwas zu
> prämieren, was voraussichtlich die größten Verkaufzahlen
> verspricht.

Jo, kann man sicher so sagen. Wobei es Kunst sein soll, die viele Menschen erreicht.

> das alles soll aber beim Spiel des Jahres nicht mehr
> ausgezeichnet werden. Es geht nur um schnöden Mammon.

Wie kommst du darauf?

> Keiner der sich hier für den Preis "Spiel des Jahres"
> possitiv geäußert hat wird doch ersthaft behaupten, dass er
> sich noch an dem Preis orientiert oder sich freut, wenn mal
> wieder ein Luschenspiel den Preis abgeräumt hat.

Wer sich hier ernsthaft äußert, kennt die von der Jury empfohlen Spiele größtenteils schon und braucht diese Orientierung eher nicht.


> Ich bleibe dabei, der Preis "Spiel des Jahres" ist mausetot.

Ich habe vor ein paar Wochen einen Marktstand in Neukölln gemacht, mit den Spielen von Bambus und Murmel, darunter das Rumis mit dem Hinweis 'Auswahlliste Spiel des Jahres'.

Die grün-Uniformierten am Nachbarstand haben sich zunächst nicht für die Spiele interessiert. Einem von ihnen ist dann der rote Pöppel aufgefallen und begann zu erzählen, dass sie früher auch häufiger gespielt hätten, als die Kinder noch im Haus waren, nannte eine Reihe von Spiel-des-Jahres-Titeln. Andere Spiele schien es für ihn nicht zu geben.

Genau so funktioniert das SdJ-Marketing: ein ode zwei Mal ein Spiel mit dem Pöppel gekauft, für gut befunden und man vergisst es nie wieder. Selbst wenn sie wollte, die Jury kann gar nicht so ein schlechtes Marketing machen, wie nötig wäre, um den Preis totzukriegen. Denn er spricht für sich selbst. Eine gute Arbeit ist da eben wirkungsvoller als hohles Marketing wie 'geiz ist geil' oder 'Ich bin doch nicht blöd'.



Abgesehen davon habe ich an der jetztigen Entscheidung (trotz der Berücksichtigung von PaP auf der Empfehlngsliste) auch einiges zu kritisieren:
2 der 3 nominierten halte ich persönlich nicht für nominierungswürdig.
50% der Spiele von 2 Verlagen auf Empfehlungs- und Nominierungsliste muss nicht sein. Kleinverlagstitel sind diesmal zu kurz gekommen. Antike, hätte unbedingt auf die Empfehlungsliste gehört.

Das ändert aber nix daran, dass das SdJ im Sinne seiner eigenen Zielsetzung, Förderung des Kulturguts Spiel, bestens funktioniert.


Und es hat auch einen Vorteil gegenüber dem DSP. Das Ergebnis des DSP ist durch die Verlage leicht zu beeinflussen, ganz einfach dadurch, dass die Verbreitung eines Spieles die Chancen, gewählt zu werden, enorm erhöht. Nicht durch manipulatorische Absichten sondern durch ganz normale Pressearbeiten, Verschicken von Spielen an Spieleclubs, Präsenz auf vielen Veranstaltungen und in vielen Läden. Kleinverlage haben da weniger Chancen.

Die frühere Einteilung der Wahlgruppen in Spieleclubs, Spielezeitungsleser, Journalisten und Händler, ergänzt um die neue Gruppe Internet, würde diesen Preis transparenter und aussagekräftiger machen.


Gruß, Günter

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peer

Re: Zwischenstand [OT]

Beitragvon peer » 31. Mai 2006, 20:39

Hi,
Hendrik schrieb:
>
> Jan Mirko Lüder schrieb:
> > Peers Feststellung ist aber keine "mutmaßung", sondern ein
> > Fakt. ;-)
>
> :grin: ein Fakt, der nicht bewiesen werden kann ist per
> Definition kein Fakt. :razz:

Mmmh, was hast du heute zu Mittag gegessen? Bitte mit Quellenangaben belegen! :-)
Selbst wenn dir das gelingen sollte, kann ich immer noch den Solipsisten spielen...

> sondern Mutmaßung, Spekulation. Auch eine Annahme kann
> natürlich dem tatsächlichem Käuferverhalten entsprechen, nur
> die argumentatorische Benutzung des Terms "ist Fakt" muss
> natürlich glaubwürdig bleiben, gell ;-)

Ich kann dir natürlich entgegen kommen und sagen: Es ist vielleicht kein Fakt (sowas gibts aus konstruktivisitischer Sicht sowieso nicht), aber eine sehr wahrscheinliche Theorie. Wie die Relativitätstheorie. Wie gesagt, sie fusst auf eigenen Erfahrungen, Erfahrungen von Freunden und Gesprächen mit Spielehändlern.


> > Nimm's doch einfach hin. Das Forum wird durch solche
>> Die These "eine Durchschnittsfamilie kauft 1x pro Jahr ein
> Spiel und das ist das SdJ" kann doch nur funktionieren, wenn
> diese Familie nur 1 Kind hat. Sind es 2, wollen doch beide
> ein Geschenk! Ist der Vater auch noch Onkel eines Neffen
> ergibt sich wieder ein Geschenk mehr. Da kauft man doch nicht
> automatisch 3x SdJ sondern erkundigt sich, was denn die
> lieben Racker für Vorlieben haben. Da kann genausogut wie
> Niagara auch Heroscape über den Ladentisch gehen.

Interessant. Wir waren zu dritt (zwischenzeitlich sogar zu viert) und haben oft dennoch nur ein Spiel bekommen - sozusagen "Für die Familie". Deiner Rechnung nach, darf es sowas gar nicht geben...
Und: Nicht jedes Kind will ein Brettspiel bekommen! Meine Schwester z.B. spielt gerne mit, gewünscht hat sie sich aber ausnahmslos andere Dinge.

ciao
peer

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Miriam

Re: Zwischenstand [OT]

Beitragvon Miriam » 1. Juni 2006, 10:22

peer schrieb:

> Interessant. Wir waren zu dritt (zwischenzeitlich sogar zu
> viert) und haben oft dennoch nur ein Spiel bekommen -
> sozusagen "Für die Familie". Deiner Rechnung nach, darf es
> sowas gar nicht geben...
> Und: Nicht jedes Kind will ein Brettspiel bekommen! Meine
> Schwester z.B. spielt gerne mit, gewünscht hat sie sich aber
> ausnahmslos andere Dinge.

Genauso war es bei uns! Wenn überhaupt bekam ich die Spiele, aber Weihnachten hat dann doch die ganze Familie mitgespielt.

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Paul Arnesen

Re: Zwischenstand Kaufverhalten

Beitragvon Paul Arnesen » 1. Juni 2006, 12:43

Kai Borschinsky schrieb:
>
> Du biegst dir deine Argumente auch zurecht, wie es gerade
> paßt, oder?

Sag mir einen, der das nicht macht ;-)

> So, und nun erkläre mir weiter, dass die deutsche
> Durchschnittsfamilie jährlich mehr als ein Spiel kauft.

Bei einem Posting äussert man seine Meinung meistens knapp formuliert, so dass durchaus auch mal ein Missverständnis aufkommen kann.

Ich hatte geschrieben:

> > Da kauft man doch nicht
> > automatisch 3x SdJ sondern erkundigt sich, was denn die
> > lieben Racker für Vorlieben haben. Da kann genausogut wie
> > Niagara auch Heroscape über den Ladentisch gehen.

Die Vorlieben können auch den Wunsch nach einer Carrera-Bahn oder Lego oder Playmobil oder ein Spiel für Gameboy/Playstation/XBox sein. Lauter Geschenke, welche die Sparte "Gesellschaftsspiele" konkurenzieren. Darum weist Deine Rechnung auch den Näherungswert 0,8 auf und ist soweit OK, weil darin das Konkurrenzspielzeug ausser Acht gelassen ist. Leider fehlen uns für eine tiefere Analyse nun Umsatzzahlen, welche sich nur auf Käufer von Gesellschaftsspielen beziehen, welche vom Kaufverhalten her vorwiegend in der Sparte Gesellschaftsspiel aktiv sind. Dort müsste dann der Wert über eins steigen.

Wie gesagt, kauft man auch im Falle des Gesellschaftsspiels nicht 3x das gleiche , weil in einer Familie sowieso meistens bis 5 Leute am gleichen Spiel mitspielen können. Da reicht ein Exemplar. Dafür darf es dann an einem anderen Anlass ein anderes Spiel sein. :-)



Hendrik

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peer

Re: Zwischenstand Kaufverhalten

Beitragvon peer » 1. Juni 2006, 14:00

Hi,
Paul Arnesen schrieb:
>> Wie gesagt, kauft man auch im Falle des Gesellschaftsspiels
> nicht 3x das gleiche , weil in einer Familie sowieso meistens
> bis 5 Leute am gleichen Spiel mitspielen können. Da reicht
> ein Exemplar.

Danke, genau meine Argumentation!

Dafür darf es dann an einem anderen Anlass ein
> anderes Spiel sein. :-)

Oder gar keines.... Kenne ich auch viele, gerade weil die entsprechenden Familien hauptsächlich spielen... Und da auch die Zeit haben, die Regfln zu lesen und zu verstehen!

> Hendrik

Oopps, Verraten! Sowas, aber auch...

ciao
peer

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Jan Mirko Lüder

Re: Zwischenstand Kaufverhalten

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 1. Juni 2006, 14:10

peer schrieb:

>
> > Hendrik
>
> Oopps, Verraten! Sowas, aber auch...
>

:-D Das ist ja mal [b]peinlich[/b] und lustig! :lol:

Grüße
Mirko


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