Beitragvon sporb » 5. Juni 2006, 22:25
Nochmals Danke für die rege Beteiligung!
Die einzelnen Spiele:
Zu Morgenland:
Spielplan und die Schätze finde ich nicht so hübsch. Das rein verdeckte Bieten mit recht wenigen Pöppeln ist wohl auch nicht so mein Ding. Die Idee des Wächters und die Bezahlung der Artefakte machen einen gelungen Eindruck. Auch liest man, die Zaubersprüche wurden das Spiel recht chaotisch und wenig planbar gestalten. Überhaupt hat man ja nur einen geringen Informationsstand, das ja verdeckt geboten wird. Draussen.
Zu Kreta:
Extrem bunte, abstrakte und hässliche Spielsteine. Bohrt El Grande mit unterschiedlichen Figuren auf (Städte, Schiffe, Leute, Türme etc.). Wirkt aber recht unspektakulär; bis auf die Möglichkeit, den Wertungszeitpunkt beeinflussen zu können. Die Bewertungen im Internet sind auch eher schwach im Vergleich zu den anderen Spielen. Draussen.
Zu San Marco:
Bis auf den Kartenausteilmechanismus eher uniteressant. Verbannungskarte wohl zu stark, erhält die schwächsten Noten aller Spiele, die ich mir angesehen habe. Draussen.
Zu Flandern:
Stadtteile statt Pöppel. Man kann neutrale einsetzen, um Gegner zu ärgern. Unspektakuär; soll eigentlich als 2-Personen-Spiel konzipiert gewesen sein. Bei vielen Rezis eher schlecht weggekommen. Draussen.
Zu Ys:
Schöner Spielplan, Glassteine muss man aber nachkaufen (sic!). Hat das schon jemand gemacht? Wo gibt's überhaupt vernünftige zu kaufen?
Halb verdecktes Einsetzen der Pöppel, die unterschiedliche Werte haben. Man bietet auch auf die Spielerreihenfolge und mögl. Tie-Breaker. Interessante Edelsteinwert-Beinflussung. Variante scheint aufgesetzt, Personenkarten sehr hässlich und schematisch; passen nicht zum restlichen Spiel. Man hat, da Pöppel auch aufgedeckt gespielt werden, grösseren Informationsstand als bei Morgeland. Man spielt aber nur 4 Runden. Zuwenig? Drinnen.
Wie steht's eigentlich mit Mykerinos, dem neuen Ystari? Hat keiner vorgeschlagen; macht einen eher biederen Eindruck, aber das Museum find ich ne gute Idee.
Zu Raja:
Schönes, grosses Spielmaterial, Glassteine dabei ;-). Regeln machen einen eleganten Eindruck. Alle entscheiden sich gleichzeitig für ihre Aktionen; die hinteren müssen aber den dann gültigen Spielzustand vorhersehen und werden bestraft, wenn sie eine Aktion (Palastbau?) nicht mehr ausführen können. Ob das durch Ihre Privilegien ausgeglichen wird? Personen- und Wertungsreihenfolgen-Tausch vielleicht zu chaotisch? Es gibt keine Siegpunkte, mal was anderes. Dann man aber für Wertungen Geld bekommt, welches man wieder in die Wertungen steckt. Rich-gets-richer-Problem? Erhielt im Inet hohe Wertungen.
Zwei Fragen: Lohnt sich früher Palastbau überhaupt? Kostet 12 Geld, bringt aber nur einen Wertungspunkt, ausser in der Mitte.
Und: Startspieler baut Palast in die Mitte der ersten Wertungsstadt, gewinnt erste Wertung (=Palast quasi kostenlos gebaut). Unfair? Drinnen.
Zu Louis:
Wirkt abstrakt und verkopft. Thema aber trotzdem gelungen. Die Wappen sind praktisch Siegpunkte ohne Kramer mit Zufallselement in der Endabrechnung. Regel gut ausgearbeitet (alea), alles wird am Ende in Wappen umgerechnet. Auch dieses Spiel dauert nur 4 Runden, so das wohl die erfüllten Missionen der ersten Runde viel Einfluss haben, die in der vierten weniger. Die Kürze so m.E. wohl das Rich-gets-Richer-Problem dämpfen. Die schw. Missionen sind gar nicht so schlecht, da ja man auch 2 Kronen zusammen einsetzen darf und pro Runde ja satte 3 Kronen ausgespielt werden. Gute Ideen: Umdrehen der Karten, unterschiedliche Gewinnbedingungen (nur erster, Zahlen möglich usw.) und Ausschüttungen (Karten, Geld, Gegenstände). Spielerreihenfolge fest. Für Gelegenheitsspieler wohl recht schwierigerer Einstieg als Ys oder Raja. Drinnen.
Bei den Versteigerungsspielen schwanke ich noch zw. Amun-Re und Augsburg. Letzters ist neu, bietet nichts ausser Versteigerungen und ausser Textkärtchen kaum Spielmaterial. Schaun mer mal. Erstaunlich aber, das sich zu Amun-Re kaum einer geäussert hat. Ra ist aber auf jedem Falle vorgemerkt.