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Kritiken schreiben = Kurs ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Simon-spielbox
Kennerspieler
Beiträge: 589

Re: Beschimpfungen?

Beitragvon Simon-spielbox » 13. Juni 2006, 12:27

Ohne jetzt besserwisserisch rüberkommen zu wollen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Trial_and_error

http://dict.leo.org/?search=trial

Wie gesagt: nicht böse gemeint - lasst uns am besten alle das schöne Wetter genießen und auf Fußball freuen :)

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

[OT] Formulierungen

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 13. Juni 2006, 14:52

Bernd schrieb:
>
> Eine Aussage die ich nicht teile
> aber ebenfalls verwundert zur Kenntnis und zum Anlass nahm.

Dafür gibt es ab und zu auch Poster, die formulieren können und wo man die Sätze gern noch einmal liest. Dieser hier z.B. erinnert mich von Stil her an Heinz Erhardt.

Gruß Carsten (der so wie er ist und Euch noch lange erhalten bleibt)

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Herbert

FINGER DRAN!

Beitragvon Herbert » 13. Juni 2006, 17:13

Norman Bates schrieb:
>
> Widme Dich lieber anderen Hobbys, Synchronschaukeln oder
> Schattenhäkeln zum Bleistift. :D
>

Vollkommen unsinniger Rat! Dann kommt doch über kurz oder lang der Wunsch, eine Kritik über eine Synchronschaukel oder eine Schattenhäkelnadel zu schreiben! :roll:

Den Wunsch zu Schreiben sollte man nicht unterdrücken (ich tue das ja gerade auch nicht :grin: ).

Also Robert: ran an die Tastatur, Kritik schreiben und das ganze Deinem guten Freund Norman zugesandt :cool: . Der kann Dir dann bestimmt tolle Tips geben :wink: .

Verspielter Gruß
Herbert

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Frank Schaubrenner

OOT:Fieber

Beitragvon Frank Schaubrenner » 13. Juni 2006, 17:42

scheint ansteckend zu sein das Fieber :-)

Gruss
Frank
(Hütte 5)

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andreas

Re: (OT) Re: FINGER WEG!

Beitragvon andreas » 13. Juni 2006, 20:46

...stimmt! Die Formulierung ist unkorrekt....Ich finde die Beiträge von NB überflüssig...(habe wohl die Formulierung genommen, weil mir in diesem Forum noch nie solch selbstherrlichen Beiträge wie die von NB aufgefallen sind....Naja, aber wir alle kennen ja das Ende von Bates....

Gruß
Andreas

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Marion Menrath
Kennerspieler
Beiträge: 447

Deutschlehrer und Schreiben - KREISCH!!

Beitragvon Marion Menrath » 13. Juni 2006, 21:16

>
> nennt sich Schule, präziser: Deutschunterricht. :-x
>

Du durftest wahrscheinlich noch niemals einen Text redigieren, den ein Deutschlehrer verfasst hat. ;) Da kommt dann oft so was schrecklich Verschacheltes mit Mammutsätzen raus - schier unlesbar. Das meiste was man im Deutschunterricht lernt, ist leider für den Alltag nicht zu gebrauchen. Es gibt sicherlich rühmliche Ausnahmen (nicht dass sich jetzt die gesamte Gilde der Deutschlehrer auf mich stürzt). ;)

Eine klasse Einführung ins Schreiben gibt Wolf Schneider in "Deutsch fürs Leben - Was die Schule zu lehren vergaß".

Empfehlenswert als erster Schritt, ist es sich andere Texte anzuschauen. Meist merkt man schnell, was einem gefällt. Wobei eine vernünftige Rezension viel schwerer zu schreiben ist, als simple Berichte oder nachrichtliche Texte. Am Anfang klebt man viel zu sehr an der Spielregel (um nur ja kein Detail auszulassen). Damit kann man aber kein Gefühl für das Spiel geben.

Marion

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Robert Vötter

Re: Deutschlehrer und Schreiben - KREISCH!!

Beitragvon Robert Vötter » 13. Juni 2006, 21:54

Marion Menrath schrieb:

>
>
> Wobei eine vernünftige Rezension viel schwerer zu schreiben
> ist, als simple Berichte oder nachrichtliche Texte. Am Anfang
> klebt man viel zu sehr an der Spielregel (um nur ja kein
> Detail auszulassen).
>

Hehe,das trifft es genau.
Ich bedanke mich einmal an alle,die mir per email zusätzlich Tipps und Erfahrungen mitgeteilt haben.

Gruß
Robert (Der zurzeit eine kleine Rezesion über Celtica schreibt und merkt,das er immer noch an der Spielregel klebt :lol: )

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Roman Pelek

Re: Kritiken schreiben = Kurs ?

Beitragvon Roman Pelek » 14. Juni 2006, 02:55

Hi Robert,

Robert Vötter schrieb:
>
> Hallo an alle,
> ich selbst würde gerne ein paar Kritiken über verschiedene
> Sachen schreiben,nur fehlt mir leider dazu ein bischen das
> Talent.
>
> Gibt es eigentlich irgendwo Kurse,wo man so etwas lernen kann ?
> Oder soll man einfach einmal anfangen (Try and Error System ? )

Zu Kursen oder Lehrbüchern kann ich Dir nur wenig sagen, da mögen Dir die Tipps meiner Vorredner weiterhelfen. Zur Praxis etwas mehr:

- Angehenden Spieleautoren mag man "testen, testen, testen" mit auf den Weg geben, Rezensenten "schreiben, schreiben, schreiben". Wie fast überall ist Übung und das Einholen von Feedback enorm wichtig. Lasse Deine Texte stets redigieren, hole Dir kritische Meinungen vor der Veröffentlichung ein.
- Viel lesen (hier primär journalistische, weniger literarische Texte), und darauf achten: was gefällt, was nicht. Ggf. auch bei Formulierungen recherchieren, wo sie herkommen, in welchem Kontext sie passen. Damit findest Du irgendwann auch automatisch einen eigenen Stil, ein Sprachgefühl: das übernehmen, was Du liebst, das lassen, was Du hasst.
- Sich einen strukturellen Aufbau vorzugeben, hilft sicherlich. Z. B. "ein Teil Einleitung, zwei Spielbeschreibung, drei Fazit". Aber immer bedenken: das ist ein Hilfskonstrukt, das nur danach lechzt, situationsabhängig durchbrochen, ignoriert zu werden.
- Die Hölle "Spielbeschreibung": Du wirst sie bitterlich hassen lernen 8-) Orientiere Dich nie zu stark an der Spielanleitung, und wenn, dann maximal an der Struktur eines gut geschriebenen Exemplars. Schlechte Spielanleitungen sind gar keine Hilfe. Und ob drei Pöppel irgendwo stehen oder fünf, ist vollkommen wurscht, solange Du damit nicht ein zentrales Spielelement vor Augen führen kannst. Dass es in Kniffel fünf Würfel und maximal drei Versuche gibt ist sicher erwähnenswert. Ob ein Vierer-MäDn-Plan 40 oder 138,5 Lauffelder besitzt, auf denen geschlagen werden darf, interessiert hingegen kein Aas.
- Beachte die Zielgruppe, und orientiere Dich daran: Schreibst Du im Internet für Vielspieler, wollen die sich eher schnell über Details zu Spielmechanismen informieren. In einem Printmedium für Vielspieler hat ggf. der Unterhaltungswert, der Schreibstil mehr Gewicht. Und schreibst für Leute, die sich nur am Rande für Spiele interessieren, wiegt wohl in allen Medien der "Geschmack", den Du vermittelst, am schwersten.
- Zu guter Letzt: beherzige Marions Rat. Mammutsätze mögen etwas für manche Deutsch- oder Englischlehrer sein (meine Englischlehrerin liebte sie auch). Meinetwegen erklimmt man auch literarische Höhen, indem man einen Satz syntaktisch und semantisch über zwölf Zeilen durchhält. Für praxisorientierte Texte wie Rezensionen ist das aber tödlich. Wenn Du sehr eloquent bist, hat das vielleicht noch den Charme von besserem 70er-Jahre Prog-Rock, ansonsten den von zu Recht vergessenen 80er-Jahre-Hardrock-Gitarrensoli. Diese Form von "Schwanzvergleich" hinsichtlich der eigenen Formulierungskünste sollte man in Rezensionen stilistisch nicht unbedingt anstreben, außer man möchte mutwillig auf "unverstandener Künstler" machen :-))

Ciao,
Roman

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Robert Vötter

Re: Kritiken schreiben = Kurs ?

Beitragvon Robert Vötter » 14. Juni 2006, 05:28

Danke Roman für deine guten Tipps.

Ja,die Hölle "Spielbeschreibung" habe ich schon kennengelernt :seufz:
Inzwischen versuche ich nur, eine Rezesion hinzubringen und dann weiter am Stil zu feilen.
Ich bewundere zur Zeit immer mehr die ganzen Personen, die solche Rezis schreiben

Gruß
Robert

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Robert Vötter

Re: Beschimpfungen?

Beitragvon Robert Vötter » 14. Juni 2006, 07:52

Simon schrieb:
>
> Ohne jetzt besserwisserisch rüberkommen zu wollen...
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Trial_and_error
>
> http://dict.leo.org/?search=trial
>
> Wie gesagt: nicht böse gemeint - lasst uns am besten alle das
> schöne Wetter genießen und auf Fußball freuen :)

Super,danke für die Links
Ich habe das immer als Try and Error gelernt
Gruß
Robert

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MIchael Weber

Re: Kritiken schreiben = Kurs ?

Beitragvon MIchael Weber » 14. Juni 2006, 13:55

Wobei die eine sicherlich gut aus den Fingern in die Tatstatur flutscht, während die andere auch nach Stunden nicht so recht auf dem Monitor erscheinen will. Die sind schon böse, dieses Rezensionen. Völlig eigenwillig. Meist sogar unvorhersehbar ...

:-))

Michael
(kämpft bald mit Baron)


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