Beitragvon Ralf Rechmann » 18. Juni 2006, 22:31
Hi,
die deutsche Version von 1835 ist die einfachste 18xx Version (die ich kenne), da etliche Spielhilfen dem Spiel schon beiliegen, die bei anderen 18xx Spielen fehlen oder von Fanhand selbst erstellt worden sind. Ausserdem ist es eben eine komplett eingedeutschte Version, was die Einstiegshürde eventuell minimiert.
Am besten spielst Du es aber das erste Mal mit einem 18xx Experten, da der Spielablauf im Vergleich zu anderen Brettspielen eher "anders" ist und deshalb leicht komplex werden kann, wenn man den Kern des Spielsystems nicht so recht überblickt und sich von den Details erschlagen lässt. Alternativ mit Hife der Rezensionen einlesen in die Thematik der 18xx Games.
Ich selbst habe es genau einmal gespielt - vor Jahren. Der Spielablauf ist eben einfach langwierig, wiederholt sich arg oft in seinen Spielphasen, ohne dass teilweise wirklich viel Neues für den Zeitaufwand passiert und artet in arge Optimierungsrechnerei aus, da es eben kein Zufall gibt. Mit PC-Unterstützung kann man das zwar alles abmildern, aber ein Brettspiel, das ein PC nötig hat, um es besser spielen zu können, bei dem stimmt irgendwas nicht! Ist aber trotzdem auf meiner "werd ich aber noch mal irgendwann spielen" Liste - wenn die Spielrunde dazu stimmt - weil es doch irgendwie fasziniert (zumindest mich)!
Mein Fazit: Der Kauf lohnt sich sicherlich, aber nicht Jeden wird das Spiel gefallen. Auch weil es knallhart ist und in der Anfangsphase keine Fehler verzeiht und der Reiche eben immer reicher wird und schnell davonziehen kann... und das Spiel dann noch eine halbe Ewigkeit dauert.
Cu/Ralf