Beitragvon Günter Cornett » 22. Juni 2006, 13:04
Norman Bates schrieb:
>
> ... kann man dann aber auch gleich spielen, anstelle von TA
> zu zweit :)
>
> so long,
> NB (der gespannt auf Günters Antwort wartet.... :) )
Danke für die Vorlage! :smile:
Also:
TA ist schon ne ganze Ecke übersichtlicher als Socks.
WinningMoves kann sich da schon bessere Grafiker leisten. :cry:
Ansonsten, schaut man über die grafischen Mängeln hinweg (so das denn geht), sehe ich mehr Ähnlichkeiten von Socks in the City z.B. zu Dampfroß als zu Transamerica. Und natürlich hinreichend Unterschiede.
Ich nenne mal die für mich wesentlichen spieltechnischen Unterschiede:
1. Bei Socks in the City sind alle Informationen für alle Spieler offen.
Bei Transamerica hat jeder geheime Ziele. Diese Ungewissheit trägt dort sehr zum Spielspaß bei.
2. Bei Transamerica haben alle das selbe Netz und jeder Spieler andere Ziele.
Bei Socks in the City hat jeder der zwei Spieler ein eigenes Netz, aber eben gemeinsame Ziele, die sie jeweils als erster zu verbinden suchen. Hier hat man die - von manchen Leuten bei TA vermißte - Möglichkeit, den Gegenspieler zu blockieren.
3. Der variable Spielplan erlaubt es, den Charakter des Spieles stark zu verändern: Die Ziele können entweder einfach anzuschließen sein oder leicht zu blockieren.
Da ich diese Unterschiede für gravierend halte, halte ich die Bezeichnung 'Lightausgabe von Trans America' (Wieland Herold in der Spielerei und auf http://www.hall9000.de/frames/rezi.html?/rubriken/spiele/rezensionen/kritiken/socks_in_the_city.htm ) für nicht zutreffend.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, gleich ein paar andere Punkte in dieser Rezie zu kommentieren:
Dass jede Station viermal vorkommt, ist nicht in Mangel an Fantasie begründet sondern hat drucktechnische Gründe. Es ist eine ganze Ecke teurer 4x1000 Stanzbögen drucken zu lassen als 1x 4000. 5-10,- Euro mehr pro Spiel würde deshalb sicherlich niemand hinlegen wollen.
Nicehill steht nicht für Palast der Republik sondern ist die (d)englische Übersetzung von Schöneberg, Berliner Stadtteil und S-Bahn-Staion. Ebenso ist Border Avenue keine Benennung des Brandenburger Tores sonder steht für die Neuköllner Grenzallee.
Bei allen Namen handelt es sich um - z.T. arg verballhornte - Übersetzungen von Berliner U+S-Bahnstationen (der Anhalter Bahnhof heisst nicht wegen der Tramper so, sondern weil hier mal ein Endbahnhof war).
Im Begleittext zum Spiel habe ich das angedeutet: [i]"Hohenschönhausen und Rummelsburg (mein Gott!) sind Vergangenheit. Als Highbeautyhousen und Hurly Burly Castle finden selbst die östlichsten Bezirke Anschluß an den internationalen Weltstandard. ;-) " [/i]
Nichtberliner dürfen das aber mißverstehen, zumal es zwischen Bildern und Namen meist keinen direkten Zusammenhang gibt. :)
Ich selbst wohne übrigens nahe 'Line Street' (nein, dass ist nicht - wie schon öfters gemutmaßt wurde - der Straßenstrich sondern steht ganz schnöde für den U-Bahnhof Leinestraße).
Gruß, Günter (Ich hatte Transamerica auch lange unterschätzt, beziehe mich dabei auf das Spiel zu fünft und sechst. Zu zweit habe ich es noch nicht gespielt.)