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zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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robert

zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon robert » 2. Juli 2006, 20:48

Hi Spieler,

Wir haben ZuZ in 2 verschiedenen Spielrunden ausprobiert
- Ergebnis : der totale Flopp !!!
Die meisten von uns sind sog."Gelegenheitsspieler" und zumeist passen dann die "Spiel des Jahres" -Spiele in unseren Runden ganz gut
(-o.k.: ein paar Spiele gefallen gut , ein paar weniger - das ist halt Geschmackssache)

Aber ZuZ hat sich bei uns nur als Kartensammeln bzw.-austauschen abgespielt.
Dadurch , daß man überall am Plan Strecken legen kann, ohne daß sie mit eigenen Strecken verbunden sind war es am besten, so lange Runde für Runde Karten zu sammeln, bis man eine möglichst lange Strecke Farbe legen konnte. Die Spielaufträge waren dann nur nebensächlich.
Jeder hat in seinem ZUG nur karten gesammelt, bzw ausgetauscht.
Daher war kaum bis gar kein Spielreiz vorhanden ( wirklich !!! ).

Haben wir etwas falsch gemacht?

Möchte noch dazu sagen, daß ich sicher Vielspieler bin aber immer sehr gerne auch einfachere Kost spiele( Haupsache spielen !!! und da findet man auch eher Mitspieler)
ZuZ ist aber auch bei den Freunden, bes.Spielerinnen total durchgefallen, die ansonsten nur ganz einfache, schnell erklärte (Gücks, Kinder-)spiele bevorzugen.

(An etwas ähnliches kann ich mich nur bei "Lost cities" erinnern, das ebenfalls durchwegs gute bis super Kritiken hat - o.k.: ist ein Spiel für Zwei und vielleicht nicht unbedingt vergleichbar .)

Wie sind eure Erfahrungen, vielleich haben wir etwas in der Spielregel überlesen, z.b.:: daß man nicht so frei ist, jeweils auf die längsten noch freien Strecken zu Karten zu sammeln; vieleicht ist das auch in der Europaausgabe besser (Bahnhöfe,...)

Naja, bin auf eure Meinungen gespannt.
Danke, Robert

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Thomas

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Thomas » 2. Juli 2006, 21:24

robert schrieb:
> Dadurch , daß man überall am Plan Strecken legen kann, ohne
> daß sie mit eigenen Strecken verbunden sind war es am besten,
> so lange Runde für Runde Karten zu sammeln, bis man eine
> möglichst lange Strecke Farbe legen konnte. Die
> Spielaufträge waren dann nur nebensächlich.

Bei Zug um Zug ist es tatsächlich so, dass die Punkte für lange Verbindungen einen teilweise mehr bringen, als das Erfüllen von Zielkarten. Wer dann noch das Glück hat, eine wertvolle Zielkarte durch mehrere lange Teilverbindungen zu erfüllen, kann sich glücklich schätzen.

Wenn man Zug um Zug jedoch weniger mathematisch, sondern vielmehr vom Thema her spielt, also einfach mehr wert auf die Erfüllung der Zielkarten legt (was "Gelegenheitsspieler" häufig machen), also den Aspekt der Siegpunkte durch unnütze, aber lange Strecken, außer Acht lässt, macht Zug um Zug viel Spaß.

> vieleicht ist das auch in der Europaausgabe besser

Mit der Europaausgabe ist dieses Problem nicht mehr vorhanden, da es kaum lange (wertvolle) Teilstrecken gibt. Hier ist das Erfüllen von Zielkarten auch für Spieler, die einen eher mathematischen Blick haben, wieder wichtig. Und Bahnhöfe sorgen dafür, dass ein Verbauen einer Strecke (je nach Spielerzahl können maximal 1 oder 2 Spieler eine Verbindung bauen/nutzen) für die Erfüllung der Zielkarten nicht so ärgerlich ist, da man durch die Bahnhöfe zumindest bis zu drei fremde Strecken mitnutzen kann.

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Guido
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Beiträge: 404

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Guido » 2. Juli 2006, 21:36

Hi,

zunächst: was meinst du mit karten austauschen. So weit ich weiß, sind die karten die man auf der Hand immer da, bis man sie zum Streckenbau benutzt. An Tauschen kann ich mich nicht mehr erinnern.

Nun, ich denke, ihr habt alle zu defensiv gespielt. Dann kann ich mir auch vorstellen, dass es sich etwas "aufhängt" und wenig spektakulär ist. Wenn ihr etwas forscher spielt und schnell anfangt, Strecken zu bauen, sieht es anders aus. Dann fangen auch die Kartenhamsterer an, zu überlegen, ob sie nicht doch auch mal irgendwo was bauen sollten, bevor kein platz mehr da ist. Ich denke, so gespielt, zu dritt oder zu fünft, ist ZuZ sehr gut, da dann wirklich schnell Platzmangel entsteht. Außerdem ist es da eher möglich, jemandem etwas zu verbauen ohne sich selber all zu sehr ins eigene Fleisch zu schneiden und in Rückstand zu geraten, was auch ein wenig Würze ausmacht.
Ich finde ZuZ nach wie vor sehr schön, auch wenn ich zugeben muss, das der Langzeitspielspaß etwas nachläßt, da es dann doch etwas einfach gestrickt ist. Aber ich hatte mit diesem Spiel gerader unter Gelegenheitsspielern immer einen Bombenerfolg damit. Sie fanden es alle sehr gut. Also was die Kritiken angeht und der SdJ-Pöppel - sie sind nicht unberechigt!
Probier es nochmal aus.
Wenn es immer noch nicht funzt, dann ist ZuZ tatsächlich nichts für euch. Kann ja auch passieren.

Vielleicht sind ja die anderne Versionen was für euch (siehe auch Thread weiter unten).

Gruß
Guido

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Mike

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Mike » 2. Juli 2006, 23:07

Hi

> Dadurch , daß man überall am Plan Strecken legen kann, ohne
> daß sie mit eigenen Strecken verbunden sind war es am besten,
> so lange Runde für Runde Karten zu sammeln, bis man eine
> möglichst lange Strecke Farbe legen konnte.

Dann sind die Strecken, die du für deine Spielaufträge unbedingt brauchts, aber schon weg.

> Die
> Spielaufträge waren dann nur nebensächlich.

Ich hab noch keinen Sieger von ZuZ gesehen, der keinen Spielauftrag erfüllt hat.

Mike

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Frank Schaubrenner

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Frank Schaubrenner » 2. Juli 2006, 23:46


Das mit dem Abwarten kenne ich, doch sobald jemand anfängt in einer Ecke zu bauen die du auch benötigst geht das Bauspiel. Hier ist auch der Reiz, bau ich jetzt mit dem Joker oder nehm ich erst noch mal die passende... aber moment mal hat x nicht auch die Farbe gesammelt und baut mir die Strecke weg.... etc.

zum Austauschen,
was genau Tauscht ihr bei Zug um Zug?

zum Auftäge erfüllen,
evtl. zu erwähnen ist dabei, etwas was ihr evtl. gespielt habt, aber auch manchmal vergessen wird.

zwischen einem erfüllten 15er Auftrag und einem nicht erfüllten, liegen 30 Punkte (-15 wenn nicht erfüllt) Differenz, diese 30 Punkte (von mir aus auch 40 oder 20 bei anderen Aufträgen) führen oft zum 1ten oder zum letzten Platz je nachdem in welche Richtung es geht :-)

habe wie ein Vorschreiber noch nicht erlebt, dass jemand ohne Aufträge gewinnt, kann es mir nur so Vorstellen, dass keinen von euch das interessiert hat, wobei dann wohl der gewinnt, der die kleinen Aufträge auf der Hand hat :-).

Irgendwas ging bei euch schief, was genau weis ich nicht,

sofern es nicht euer Spiel war probiere mal Europa aus, ist irgendwie Runder

bzw. Märklin,
habe ich zwar noch nicht gespielt, aber die Reisenden sollen anscheinden dazu führen, dass man früher bauen muss.

Gruss
Frank

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Axel Bungart

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Axel Bungart » 3. Juli 2006, 08:32

Hallo Robert,

nun, da habt Ihr wohl irgendwas übersehen, vermute ich. Habt Ihr denn auch die Punkte für die nicht erfüllten Aufträge am Ende abgezogen? Wernn ja, warum ist niemand darauf gekommen, einen seiner Aufträge zu erfüllen, dann hätten die anderen ja nachziehen [b]müssen[/b]. Zu wie vielen ward Ihr denn?

Ich vermute mal, Ihr habt Euch das Spiel selber langweilig gemacht.

Von tauschen habe ich überigens auch noch nichts gehört. Was habt Ihr denn getauscht?

Gruß
Axel

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Katja

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Katja » 3. Juli 2006, 09:08

Hi Robert,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Zug um Zug ist bei mir das Spiel, dass die Spieleleidenschaft ausgelöst hat. Und allen um mich herum ging es genauso (Gelegenheitsspieler). Ich hoffe, ihr bekommt den Dreh noch, da das Spiel ist wirklich schön.

Katja

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Michael Weber

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Michael Weber » 3. Juli 2006, 09:30

Nun ja, ich schließe mich meinen Vorrednern nur bedingt an. Zwar klingt deine Beschreibung so, als ob ihr es eventuell nicht gan z korrekt gespielt habt. Auch das Legen der Auftragsstrecken und vor allem das Blockieren möglicher Knotenpunkte macht einen großen Teil des Spielreizes aus. Aber dennoch ist für mich Zug um Zug auch kein herausragendes Spiel. Ich finde es eher durchschnittlich, langweilig und in der Wertung unausgewogen, da Auftragskarten mit längeren Strecken übermäßig ins Gewicht fallen.

Michael
(mag sonst auch mal Eisenbahnspiele)

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 3. Juli 2006, 09:46

Zug um Zug (die Originalversion) finde auch ich langweilig.

Will man etwas knackiges spielen, ist sicher Transamerica die bessere Alternative. Will man etwas komplexer spielen, ist sicher Union Pacific die bessere Alternative. Will man etwas glückslastiger spielen, ist sicher Dampfross die bessere Alternative.

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Jan Mirko Lüder

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 3. Juli 2006, 10:50

Hi,

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
>
> Zug um Zug (die Originalversion) finde auch ich langweilig.

Volle Zustimmung, Wolfram!

Allerdings sehe ich deine folgende Auflistung ein bisschen anders:

> Will man etwas knackiges spielen, ist sicher [b]ZuZ Europa[/b] ( "TA" und knackig? - naja... :seufz: ) die bessere Alternative.

> Will man etwas komplexer spielen, ist
> sicher [b]Union Pacific[/b] ( stimme voll zu :-) ) die bessere Alternative.

> Will man etwas glückslastiger spielen, ist sicher [b]Dampfross[/b] ([i]wenn[/i] man denn glücks[i]lastiger[/i] spielen möchte...) die bessere Alternative.

Außerdem empfehle ich unbedingt noch [b]Stephensons Rocket[/b]: ein sehr schönes Eisenbahnspiel, wenn auch ein typischer Knizia.

Spielerische Grüße
Mirko (hält "Age of Steam" für das beste Eisenbahnspiel, das er besitzt)

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Jan Mirko Lüder

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 3. Juli 2006, 11:08

Hallo Michael,

>
> Nun ja, ich schließe mich meinen Vorrednern nur bedingt an.
> Zwar klingt deine Beschreibung so, als ob ihr es eventuell
> nicht gan z korrekt gespielt habt. Auch das Legen der
> Auftragsstrecken und vor allem das Blockieren möglicher
> Knotenpunkte macht einen großen Teil des Spielreizes aus.
> Aber dennoch ist für mich Zug um Zug auch kein herausragendes
> Spiel. [b]Ich finde es[/b] eher [b][i]durchschnittlich[/i], [i]langweilig[/i] und[/b] in
> der Wertung [b][i]unausgewogen[/i][/b], da Auftragskarten mit längeren
> Strecken übermäßig ins Gewicht fallen[b].[/b]

Jo, das sehe ich genauso. Ganz anders ist allerdings [b]ZuZ Europa[/b], das ist nämlich [i]überdeuchschnittlich[/i], [i]spannend[/i] und [i]ausgewogen[/i].

[*] Siehe dazu auch: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=135806&t=135782

Spielerische Grüße,
Mirko

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Dieter Niehoff

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Dieter Niehoff » 3. Juli 2006, 12:03

Nicht erfüllte Aufträge ergeben am Ende massenahft Minuspunkte. Habt Ihr das bedaht?

Ohne Augtragserfüllung kann man m. E. keinesfalls gewinnen.

Dieter Niehoff

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Lutz

Re: zug um zug -haben wir etwas falsch gemacht ?

Beitragvon Lutz » 3. Juli 2006, 20:32

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Nicht erfüllte Aufträge ergeben am Ende massenahft
> Minuspunkte. Habt Ihr das bedaht?
>
> Ohne Augtragserfüllung kann man m. E. keinesfalls gewinnen.

Ich denke, dass hier wirklich der Hase im Pfeffer liegt.
Eventuell wurden wirklich die Minuspunkte der Aufträge vergessen, aber so lange sich robert hier nicht äußert...

Darüber hinaus:
So ziemlich jedes Gesellschaftsspiel lässt sich durch kollektiv passives, uninspiriertes Spielen zu einer Grotte forcieren. Wenn bei Zug um Zug im obigen Fall wirklich niemand mit einer Strecke so recht "raus" wollte, jo mei, warum liegt das Spiel denn dann auf dem Tisch? Es ist doch ein Spiel und kein "Ich-Fang-Nicht-An-Fang-Du-Doch-An".

Mit dieser Einstellung...

...bleibt der Spielplan von Löwenherz (neu) leer.
...fliegt bei Abalone keine Kugel über den Rand.
...wird Blue Moon City niemals fertig.
...
...

;-)
Lutz


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